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Brustabszess

Definition Brustabszess

Ein Brustabszess ist meistens das Vollbild einer Entzündung, die auch als Mastitis/Brustentzündung bezeichnet wird. Es handelt sich dabei zunächst um eine akute Entzündung der Brustdrüse. Der Erreger der Entzündung ist meistens Staphylokokkus aureus, der zunächst im Krankenhaus vom Pflegepersonal oder von der Mutter auf den Säugling übertragen wird. Der Übertragungsweg zur Mutter zurück geschieht während des Stillens. Nach Eindringen der Erreger in die Brust kommt es meistens zu einem rötlichen umschriebenen Areal, meistens im oberen äußeren Quadranten. Selten ist der gesamte Drüsenkörper betroffen.


Bei einer Entzündung der Brustdrüse sind die entzündungstypischen Symptome zu erkennen, die aus Rötung, Überwärmung, Schwellung und Schmerzhaftigkeit bestehen. Oft sind die Lymphknoten der Achselhöhle angeschwollen und die Körpertemperatur der Patientin liegt oberhalb von 38 Grad Celsius. Im Anfangsstadium bezeichnet man diese Entzündung auch als Phlegmone. Es besteht dringender Handlungsbedarf, da die Gefahr besteht, dass es zu einer Abkapselung kommt, die dann als Brustabszess bezeichnet wird.

Weitere Informationen zum Thema Brustabszess finden Sie im Hauptartikel Abszess.

Symptome bei einem Brustabszess

Typische Symptome sind:

  • Schmerzen
  • Rötung
  • Überwärmung
  • Spannungsgefühl
  • Lymphknotenschwellung

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Ein Brustabszess entsteht in vielen Fällen auf der Grundlage einfacher entzündlicher Prozesse im Bereich der Brustdrüsen. Aus diesem Grund ähneln sich auch die Symptome von Brustdrüsenentzündung (Mastitis) und Brustabszess sehr stark.

In den meisten Fällen bemerken die betroffenen Frauen bereits recht früh einen schmerzenden Knoten in der Brustregion.

Rötung bei einem Brustabszess

Typische Symptome die bei Vorliegen eines Brustabszesses auftreten sind Rötungen die entweder lokal auftreten oder sogar die ganze Brustoberfläche bedecken.

Dieses Symptom tritt jedoch in den meisten Fällen als geldstück- bis handtellergroße Hautauffälligkeit auf.
Eben diese Rötungen zählen zu den ersten Symptomen die einen Hinweis auf das Vorliegen eines Brustabszesses geben.

Aus diesem Grund sollte bei spürbarem Knoten und sichtbarer Rötung zeitnah ein Facharzt für Frauenheilkunde (Gynäkologe) aufgesucht werden.

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Überwärmung durch den Brustabszess

Darüber hinaus ist im Bereich der betroffenen Brust eine deutliche Überwärmung spürbar.
Viele Frauen die unter einem Brustabszess leiden berichten sogar von einer Art Hitze die sich über der Abszesshöhle ausbreitet. Da es sich bei einem Brustabszess um die entzündungsbedingte Bildung eines mit Eiter gefüllten Hohlraumes handelt, kann die betroffene Brust deutlich an Größe zunehmen.

Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel Schwellung der Brust

Spannungsgefühl

Des Weiteren zählt ein ausgeprägtes Spannungsgefühl zu den häufigsten Symptomen die im Zusammenhang mit einem Brustabszess beschrieben werden.
Viele der betroffenen Patienten leiden darüber hinaus unter zum Teil starken Schmerzen.
Die Schmerz-Symptome die im Zuge eines Brustabszesses auftritt kann entweder auf das Drüsengewebe beschränkt sein oder sogar bis in die Achselhöhle ausstrahlen.

In vielen Fällen führen die entzündlichen Prozesse innerhalb der Brustregion dazu, dass die betroffenen Patienten nicht mehr dazu in der Lage sind den Arm adäquat anzuheben.

Alleine der Versuch den Arm der betroffenen Körperhälfte in eine 90 Grad Position anzuheben wird von der Mehrzahl der Frauen als äußerst schmerzhaft beschrieben.

Darüber hinaus gilt die Tatsache, dass eine aktive Wärmung die Schmerz-Symptome verschlimmert, wohingegen das Auflegen eines Kühlkissens als Linderung empfunden wird, als typisches Symptom eines Brustabszesses.

Ausgeprägte Krankheitsverläufe und/oder sehr große Brustabszesse gehen außerdem mit allgemeinen Symptomen einher.

Viele der betroffenen Patientinnen weisen eine erhöhte Körpertemperatur (Fieber), Abgeschlagenheit und Unwohlsein auf.

Lymphknotenschwellung bei einem Brustabszess

Des Weiteren können die Lymphknoten im Bereich der Brust und des Brustkorbes deutlich anschwellen. Vor allem die Lymphknoten der Achselhöhlen (axilliäre Lymphknoten) zeigen sich bei Vorliegen eines Brustabszesses häufig als besonders druckempfindlich.

Weitere Symptome bei einem Brustabszess

Neben diesen allgemeinen Symptomen eines Brustabszesses gibt es einige Warnzeichen, die eine sofortige ärztliche Betreuung notwendig machen.

Zu diesen besonderen Symptomen gehören:

  • Bewusststeinseintrübung oder Bewusstseinsverlust
  • Atemnot oder starke Beschleunigung der Atmung
  • Starker Rückgang der Urinausscheidung
  • Hohes Fieber

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Schmerzen bei einem Brustabszess

Im Rahmen eines Brustabszesses kann es zu verschiedenen Schmerzen verschiedener starker Ausprägung kommen. Durch die Eiteransammlung und damit Schwellung der Brust können leichte bis sehr starke Spannungsschmerzen entstehen.

Zudem werden im Rahmen des entzündlichen Prozesses bestimmte Botenstoffe ausgeschüttet. Diese dienen zur Kommunikation unter den Zellen. Sie können die Schmerzrezeptoren aktivieren. Schließlich wird dem Gehirn die Sinneswahrnehmung Schmerz gemeldet. Ein Brustabszess kann zum Teil zu sehr starken Schmerzen führen.

Überdies kann durch die Schwellung der Brust die Bewegung des Armes eingeschränkt und schmerzhaft sein. Häufig sind auch die Lymphknoten in der Achselhöhle geschwollen. In vielen Fällen schmerzen diese bei Berührung. Daneben können Gliederschmerzen und Kopfschmerzen auftreten. Je nachdem an welcher Stelle der Brustabszess sich entwickelt hat, kann der Schmerz extrem ausgeprägt sein. Zur Behandlung der Schmerzen stehen nicht-medikamentöse und begrenzt medikamentöse Maßnahmen zur Verfügung. In der Stillzeit sind nur wenige Schmerzmittel erlaubt. Eine Beratung von dem behandelnden Frauenarzt ist ratsam.

Brustabszess ohne Schmerzen

In manchen Fällen können Brustabszesse auch ohne Schmerzen einhergehen. Die Betroffenen berichten aber häufig von einem Spannungsgefühl oder dass es sich so anfühlt, als würde etwas nicht stimmen. Dem sollte unbedingt nachgegangen werden. Ein Rezidiv des Brustabszesses äußert sich oftmals schmerzlos. Das heißt, wenn ein scheinbar ausgeheilter Brustabszess sich erneut bildet, kann dieser untypische Beschwerden zeigen. Wenn der Brustabszess nicht äußerlich erkennbar ist und keine Schmerzen auslöst, heißt es nicht, dass er nicht vorhanden ist. Eine Ultraschalluntersuchung kann Aufschluss geben.

Auch ein schmerzloser, nicht sichtbarer Abszess muss behandelt werden um Komplikationen zu vermeiden.

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Die Behandlung des Brustabszesses

Wie behandel ich einen Brustabszess?

Im Anfangsstadium sollte eine Entzündung bzw. ein Abszess gekühlt und ruhiggestellt werden. Bei stillenden Müttern sollte die Muttermilch abgepumpt und verworfen werden um einen Milchstau zu vermeiden. Des Weiteren muss davon ausgegangen werden, dass die Muttermilch bei einer Entzündung der Brustdrüse mit Keimen besiedelt ist und dem Kind nicht mehr zugeführt werden darf.

Im Anfangsstadium wird ein Entzündung oder ein Abszess antibiotisch behandelt. Im fortgeschrittenen Stadium wird zusätzlich zum Abpumpen der Milch die Muttermilchproduktion medikamentös gehemmt. Dazu werden Medikamente wie Bromocriptin, Lisurid oder Gabergolin verabreicht. Im Spätstadium eines Abszess sollte mit einer Wärmebehandlung mit einem Rotlicht, das aus Kurzwellen besteht, die Einschmelzung beschleunigt werden. Kleinere Abszesse werden abpunktiert, größere werden eingeschnitten und gespült.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Behandlung eines Abszess

Homöopathie bei einem Brustabszess

Manchen Frauen hilft ergänzend zu den medikamentösen und operativen Maßnahmen eine homöopathische Behandlung. Zu den medikamentösen und chirurgischen Eingriffen kann beispielsweise Hepar sulfuris und Mercurius solubilis unterstützend wirken. Die Potenzierung ist bei der Behandlung eines Brustabszesses in der Regel C 12. Individuell kann aber auch eine andere Potenzierung sinnvoll sein. Wenn der Brustabszess aus einer Brustentzündung entstanden ist, wird oftmals zu Arnika geraten. Außerdem werden von Homöopathen Komplexbildner empfohlen. Ein Handelspräparat ist beispielsweise Naranotox plus®.

Antibiotika bei Brustabszess

Da es sich bei einem Brustabszess um eine bakterielle Entzündung handelt werden oftmals Antibiotika in unterschiedlicher Weise eingesetzt. Je nach Schweregrad, Art, Lokalisation und individuellen Bedingungen erfolgt eine antibiotische Behandlung oral in Tablettenform, im Rahmen von Infusionen, lokal in Form von sogenannten Zugsalben oder mithilfe von Antibiotikaträgern, die während einer Operation in die betroffenen Stelle eingeführt werden.

Punktieren bei einem Brustabszess

Beim Punktieren eines Brustabszesses handelt es sich um eine minimalinvasive Methode, um den Eiter, der sich in der Brust angesammelt hat, zu entfernen. Dies ist die übliche Methode, die angewendet wird, wenn ein Brustabszess vorliegt.

Zunächst wird die Einstichstelle lokal betäubt, bevor mit einer dünnen hohlen Nadel hineingestochen wird. Die Punktion wird unter Ultraschallkontrolle durchgeführt, damit die Ärzte genau sehen können, wo sie mit der Nadel hin stechen und wann sie am Eiter angelangt sind. Über eine Kanüle wird dann der Eiter nach außen abgeleitet und unter Umständen davor durch Kochsalzlösung verflüssigt.

Die Kanüle wird in manchen Fällen zunächst in der Brust gelassen und die Austrittsstelle nur mit Klebestreifen (Steristrips) zusammengehalten, weich abgepolstert und verbunden. Dies ermöglicht auch nach dem Eingriff noch den Abfluss von Eiter, der sich eventuell neu bildet. Außerdem ist nach der Punktion meistens die Gabe von einem Antibiotikum notwendig, da die Eiteransammlung meistens durch Bakterien hervorgerufen wurde.

Operation bei einem Brustabszess

Ein Brustabszess muss nicht zwangsläufig mit Hilfe einer Operation behandelt werden.

Gerade bei kleinen unkomplizierten Abszessen sollten anfangs kühlende Umschläge und/oder Quarkwickel auf die Brustoberfläche aufgelegt werden.
In vielen Fällen führen diese konservativen Behandlungsmaßnahmen bereits zu einem deutlichen Rückgang der Eiteransammlung.

Die betroffenen Frauen sollten zudem darauf achten die betroffene Brust zu entlasten und zum Beispiel einen straffen BH zu tragen.

Darüber hinaus kann eine Operation oftmals durch die Einnahme verschiedener Arzneimittel umgangen werden. Da es sich bei einem Brustabszess um eine durch entzündliche Prozesse und bakterielle Besiedlung induzierte Eiteransammlung handelt, sollten im Regelfall entzündungshemmende Medikamente und ein Antibiotikum eingenommen werden.

Sollten diese Behandlungsmethoden innerhalb kürzester Zeit nicht Erfolg bringend sein, so sollte zeitnah über eine Operation nachgedacht werden.

Darüber hinaus sollten große Brustabszesse und solche Brustabszesse, die sich an kritischen Positionen befinden stets mit Hilfe einer Operation therapiert werden.
In den meisten Fällen kann die Operation eines Brustabszesses unter lokaler Betäubung stattfinden.

Eine Narkose ist nur in Ausnahmefällen oder auf Wusch der betroffenen Patientin hin notwendig.
In diesem Zusammenhang sollte jedoch stets abgewogen werden, ob die Vorteile der Vollnarkose die Risiken für das Herz-Kreislaufsystem überwiegen.

Während der Operation des Brustabszesses wird die über der Eiteransammlung liegende Hautoberfläche unter sterilen Bedingungen eröffnet.

Meist geschieht dies durch einen kleinen Schnitt (Inzisur) mit dem Skalpell.
Im Anschluss kann der sich in der Abszesshöhle befindliche Eiter abgelassen und die Wunde gespült werden.

Bei einem durch bakterielle Erreger verursachten Brustabszess ist es besonders wichtig die Abszesshöhle auch nach der Entfernung des Eiters gründlich zu reinigen.

Anschließend kann die Hautoberfläche offen gelassen oder durch eine kleine Naht verschlossen werden.
In einigen Fällen muss eine Drainage in die Höhle des Brustabszesses eingelegt werden.
Auf diese Weise kann ein kontinuierlicher Abfluss des Brustabszessinhaltes gewährleistet werden.

Nach einer Operation bei einem Brustabszess sollte die Heilung über mehrere Wochen beobachtet werden.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die betroffene Patientin auch nach erfolgreicher Operation des Brustabszesses in regelmäßigen Abständen Kontrolltermine wahrnimmt.

Darüber hinaus besteht auch nach vollständiger Entleerung der Abszesshöhle die Möglichkeit, dass sich an der gleichen Stelle erneut ein Brustabszess bildet.

Der Abszess als Gefahr?

Der Brustabszess ist meist die Komplikation einer akuten Brustentzündung, was dazu führt, dass er ebenfalls mit Rötung, Überwärmung und Schmerz einhergeht. Dabei manifestiert er sich jedoch zusätzlich als abgegrenzte und tastbare Verhärtung oder als Knoten.
Eine verstärkte Entzündungsreaktion zeigt sich zum Beispiel durch eine Schwellung der Achsellymphknoten oder das Auftreten von Fieber. Generell ist eine zeitnahe medikamentöse Therapie und gegebenenfalls eine operative Eröffnung und Säuberung des Abszesses notwendig.

Unterbleibt dies, besteht die Gefahr, dass sich die Entzündung ausbreitet und Krankheitserreger ins Gefäßsystem eindringen, so dass sie zum Einen eine systemische Entzündungsreaktion (Sepsis) hervorrufen oder zum Anderen in andere Organe gelangen und dort weitere entzündliche Veränderungen auslösen.
Hierbei besteht das Risiko zur Ausbildung eines lebensbedrohlichen Krankheitsbildes.

Diagnose

Die Blickdiagnose gibt schon mal einen ersten Hinweis auf eine Entzündung. Ein Ultraschall der Brust zeigt dann die klassische Aufteilung des Abszess, der aus einer Randunschärfe, einer echoarmen Raumforderung und einem hyperreflektiven Inhalt besteht.

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Dauer eines Brustabszesses

Oftmals ist ein Brustabszess die Folge einer Brustentzündung. Wenn diese nicht behandelt wird, kann sie chronisch werden. Resultat ist dann häufig ein Brustabszess. Ein ausgereifter Brustabszess verschwindet in der Regel nicht von alleine. Es bedarf eine Behandlung, die aus verschiedenen Komponenten besteht.

Die Dauer der Wundheilung nach einem chirurgischen Eingriff ist sehr unterschiedlich. Je früher die Behandlung erfolgt und desto stärker das Immunsystem ist, desto schneller erfolgt der Heilungsprozess. Je später behandelt wird und je schwächer das Immunsystem ist, desto länger dauert die Genesung.

Die Dauer kann demnach ein paar Tage bis einige Wochen dauern. In manchen Fällen kann sich der Heilungsprozess über Monate hinziehen. Wenn der Brustabszess nicht vollständig ausheilt, kann er immer wieder kehren. Eine ärztliche Beratung und Behandlung lässt sich nicht vermeiden. Auch wenn die Beschwerden abklingen, sind regelmäßige Kontrollen und gegebenenfalls unterstützende Maßnahmen ratsam.

Krankheitsverlauf ohne Fieber

Es geschieht sehr selten, dass sich Abszesse bilden, ohne dass Fieber auftritt. Weil Abszesse häufig aufgrund von Bakterien entstehen, tritt in den meisten Fällen eine allgemeine Entzündungsreaktion des Körpers, einschließlich Fieber, auf.

In seltenen Fällen können die typischen Symptome des Brustabszesses aber auch ausbleiben. So können lediglich rote Flecken auf der Brust ohne Fieber und eventuell auch ohne Schmerzen auftreten. Man spricht von einem atypischen Verlauf des Krankheitsbildes. Trotzdem ist die Erkrankung die gleiche und muss, sobald sie erkannt wurde, entsprechen therapiert werden.

Deshalb ist es sehr wichtig, während der Stillperiode die Brüste unter Beobachtung zu haben. Kleinste Anzeichen einer Entzündung sollten dem Arzt mitgeteilt werden, um eine Brustentzündung auszuschließen, aus der sich eventuell ein Brustabszess entwickeln kann.

Heilung eines Brustabszesses

In der Regel hat ein Brustabszess eine sehr gute Prognose.

In den meisten Fällen kann durch eine zeitnahe und adäquat eingeleitete Behandlung eine vollständige Heilung des Brustabszesses erzielt werden. Die betroffenen Patienten müssen sich jedoch darüber bewusst sein, dass es auch unter medizinischer Therapie mehrere Wochen dauern kann bis die Heilung vollständig abgeschlossen ist.

Darüber hinaus bedarf es einiger Ausdauer und Disziplin um die Heilung des Brustabszesses voranzutreiben. Für die betroffenen Patienten ist es wichtig bei der Versorgung des Brustabszesses besonderen Wert auf die Wundhygiene zu legen. Der Brustabszess sollte auch beim Auftragen spezieller Salben niemals mit den Fingern berührt werden!!

Im Idealfall sollten bei der Wundversorgung während der Heilung stets Schutzhandschuhe getragen werden.
Im Anschluss an die Behandlung müssen die Hände gründlich gewaschen und desinfiziert werden. Auch kann die Zeitspanne bis zur vollständigen Heilung des Brustabszesses verkürzt werden indem eine übermäßige Spannung auf die Wundoberfläche vermieden wird.

Nach einer operativen Eröffnung eines Brustabszesses und der Entleerung der Abszesshöhle wird im Regelfall eine Probe in ein spezielles Labor geschickt.
Diese Probe kann auf verschiedene sich im Eiter befindliche Keime untersucht werden. Sobald der ursächliche bakterielle Erreger bekannt ist, kann die gezielte Einnahme eines Antibiotikums angeordnet werden.
Auch auf diese Weise ist es in den meisten Fällen möglich die Zeitspanne bis zur vollständigen Heilung zu verkürzen.

Bei Patientinnen, die unter einer allgemeinen Abwehrschwäche oder Diabetes mellitus leiden kann die Heilung eines Brustabszesses gestört sein und demzufolge eine aufwendige Behandlung notwendig sein.

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Brustabszess beim Mann

Auch beim Mann kann es zum Brustabszess kommen. Dies ist allerdings deutlich seltener als bei der Frau. In den meisten Fällen geht sie von einer Entzündung der Brustwarze aus (Mastitis). Im Gegensatz zu der Frau, bei der sie hauptsächlich nach der Geburt auftritt, gibt es beim Mann andere Ursachen für die Entstehung eines Brustabszesses. Hierzu zählt unter anderem das Stechen eines Brustwarzenpiercings. Durch den Einstich können Bakterien in das Brustgewebe eindringen und hier zu einer eitrigen Entzündung führen. Auch durch andere Verletzungen im Brustbereich kann es hierzu kommen. In manchen Fällen kommt es durch das Reiben der Kleidung beim Laufen zu kleinen Verletzungen im Bereich der Brustwarze, durch die Bakterien einwandern können.

An einem Brustabszess leiden hauptsächlich Männer, die eine Brust haben, die der weiblichen sehr ähnlich ist (Gynäkomastie). Hierzu kommt es aufgrund von Übergewicht oder aufgrund einer Leber- oder Hormonstörung.

Die Therapie erfolgt genau wie bei den Frauen durch eine Antibiotika-Therapie und eventuell eine Punktion des Abszesses zum Abfluss des Eiters.

Abszess während des Stillens

Bei einem Abszess, der sich aus einer Brustentzündung (Mastitis) entwickelt hat, kann in den meisten Fällen das Kind weiter gestillt werden. Die Therapie besteht in einer Punktion des Abszesses und unter Umständen einer zusätzlichen Antibiotikum-Therapie. Bei der Wahl des Antibiotikums muss darauf geachtet werden, dass es für das gestillte Kind unschädlich ist.

Muss der Abszess operativ eröffnet werden, so sollte dies möglichst in einem Anfangsstadium geschehen, damit die Einschränkungen beim Stillen möglichst gering sind. Nach der Operation muss dann nicht zwangsläufig abgestillt werden. Zunächst kann einseitig gestillt werden, bis die Wunde an der anderen Seite wieder genügend abgeheilt ist. Dann kann angefangen werden, das Kind wieder an beiden Seiten der Brust zu stillen.

Wenn ein größerer Eingriff aufgrund der fortgeschrittenen Größe des Abszesses erforderlich ist oder wenn Komplikationen in der Behandlung auftreten, so sollte doch abgestillt werden, um das Kind nicht einer unnötigen Belastung auszusetzen. Da dies aber äußerst selten vorkommt, kann in den meisten Fällen weitergestillt werden.

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