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Epo - Erythropoetin

Einleitung

Das Erythropoetin (Epo) gehört zur Gruppe der Glykoproteinhormone und wird in der Niere produziert. Von dort wird es über das Blut zum roten Knochenmark transportiert und löst dort eine Bildung neuer Erythrozyten aus. In der Medizin wird Epo bei Niereninsuffizienz (verringerte Erythrozytenkonzentration im Blut) angewandt. Epo kann mittlerweile genetisch hergestellt werden.

Wirkung

Ist bei sportlichen Leistungen nicht ausreichensd Sauerstoff im Blut vorhanden, wird die EPO- Biosyntese (Erythropoetin) aktiviert. Gebildet wird Epo zum Großteil in der Niere. Beim Epo- Doping kommt durch externe Zufuhr zu einer Erhöhung der Erythrozytenkonzentration. Dadurch kommt es zu einer verbesserten Sauerstofftransportkapazität und erhöhte Ausdauerleistungsfähigkeit. Eigentlich dient Epo Patienten mit Anämie zur Bildung roter Blutkörperchen. Die Applikation des Epo- Dopings hat das Blutdoping weitestgehend abgelöst. Besonders im Radsport sorgte Epo für Negativschlagzeilen. Die Leistungssteigerung ist ähnlich wie beim herkömmlichen Blutdoping. Beim gesunden Sportler bewirkt die Einnahme von Epo (Erythropoetin) einen Anstieg des Hämoglobinwerts, sowie einen Anstieg des Hämatokritwerts. Die Herzfrequenz bei submaximaler Belastung war gesenkt und die maximale Sauerstoffaufnahme verbesserte sich. Dadurch erhöht sich die Belastungszeit bis zur körperlichen Erschöpfung.

Nebenwirkung

Die Einnahme von Epo führt auch wie bei allen anderen Dopingsubstanzen zu einer Negativrückkopplung, d.h. nach der Behandlung kommt es zu einer Leistungsminimierung unterhalb des Ausgangsniveaus. Dies ist aufgrund der Reduzierung der körpereigene Epo- Produktion zurückzuführen. Um die Ausdauerleistungsfähigkeit kontinuierlich aufrechterhalten zu können, muss Epo folglich durchgängig genommen werden.

Durch die langfristige Einnahme von Epo besteht die Gefahr der Thrombose, sowie Bluthochdruck und Zunahme der Blutviskosität.

Nachweisverfahren

Epo steht bereits seit 1988 auf der Dopingliste, das Nachweisverfahren ist dennoch sehr schwierig. Da Epo (Erythropoetin) am Hämoglobinwert und Hämatokritwert fetsgemacht wird, ist fraglich inwieweit ein erhöht gemessener Wert durch externe Zufuhr erreicht wurde. Mittlerweile stehen Messmethoden zur Verfügung, die einen Epo - Missbrauch exakt bestimmen können. Dieses Testverfahren ist jedoch mit hohem technischem Aufwand verbunden. Französischen Forschern ist es gelungen die Unterschiede an den Kohlenhydratanteilen zu bestimmen, so dass körpereigenes vom externen Erythropoietin unterschieden werden konnte. Analysiert wird sowohl die Urinprobe, als auch die Konzentration von Hämoglobin und Hämatokrit im Blut. Erstmals zum Einsatz dieser Methode kam diese Methode bei den olympischen Spielen 2000 in Sydney.
Zunächst werden Hämoglobin und Hämatokrit im Blut gemessen. Bei auffällig hohen Werten folgt eine Urinprobe.
2001 kam ein Erythropoetin - ähnlicher Wirkstoff namens Darbepoetin alpha auf dem Markt, dessen chemische Struktur dem Epo ähnelt. Kurz vor den olympischen Spielen in Salt Lake City wurde jedoch eine Methode entwickelt, um auch diesen Wirkstoff nachzuweisen. Bei 1200 durchgefühten Tests wiesen 7 % der getesteten Sportler einen positiven Befund, darunter auch Goldmedailliengewinner.

Weitere Informationen zum Thema Erythropoetin

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Qualitätssicherung durch: Tobias Kasprak      |     Letzte Änderung: 17.12.2018
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