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Flankenschmerzen

Definition

Als Flankenschmerzen bezeichnet man Schmerzen, die rechts und/oder links im seitlichen mittleren bis unteren Rückenbereich auftreten. Grundsätzlich können die Beschwerden durch unterschiedliche Ursachen bedingt sein. Nicht selten liegt die Ursache in den Nieren und den ableitenden Harnwegen. Es können sich jedoch auch andere Erkrankungen hinter Flankenschmerzen verbergen. Bei anhaltenden oder starken Schmerzen sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Ursachen

Die Ursachen für Flankenschmerzen sind vielfältig. So können sie beispielsweise durch Verspannungen ausgelöst werden. Durch überwiegend sitzende Tätigkeiten oder längeres Verharren in einer Position werden diese begünstigt. Auch ausgerenkte Wirbel und eingeklemmte Nerven können Flankenschmerzen auslösen.

Bei Sportlern können Flankenschmerzen auch durch Sportverletzungen im Rahmen von Blutergüssen auftreten. Auch nach Unfällen können Flankenschmerzen für eine Prellung oder auch für die Verletzung innerer Organe sprechen. Besonders typisch sind Flankenschmerzen bei Erkrankungen der Niere und ableitenden Harnwege.

So kommt es zum Beispiel bei einer Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) zu Flankenschmerzen. Diese entsteht häufig durch eine Blasenentzündung, die sich auf die oberen Harnwege ausbreitet. Auch Nierensteine, die in den Harnleiter wandern, können Flankenschmerzen auslösen. Diese sind dann typischerweise krampfartig und treten sehr plötzlich mit Übelkeit und Schweißausbrüchen auf. Letztlich können sich auch Erkrankungen des Darmes durch ausstrahlende Schmerzen im Flankenbereich bemerkbar machen.

Flankenschmerzen durch Verspannungen

Flankenschmerzen, die durch Verspannungen ausgelöst werden, machen sich meist auf beiden Körperseiten bemerkbar. Die Verspannungen entstehen oftmals durch viel sitzende Tätigkeit und einseitige Belastung und befinden sich am häufigsten in der Rückenmuskulatur. Diese wird im Alltag stark beansprucht und neigt zu Verkrampfungen. Durch die Muskelverhärtungen können unangenehme Schmerzen entstehen, die in umgebende Bereiche ausstrahlen können. So können durch Verspannungen im Rückenbereich Flankenschmerzen entstehen. Massagen und Wärmeanwendungen können helfen, die Verspannungen zu lockern. Um weiteren Verspannungen vorzubeugen, sollte auf eine ausreichende körperliche Aktivität mit gezielter Kräftigung der Rumpfmuskulatur geachtet werden.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema: Rückenschmerzen im unteren Rücken

Flankenschmerzen durch Blähungen

Flankenschmerzen können im Rahmen von Blähungen auftreten. Im Bauchbereich liegt der Darm, in dem sich bei Blähungen vermehrt Gas sammelt. Kann das Gas nicht entweichen, kann es zu unangenehmen Bauchkrämpfen kommen. Je nachdem, an welcher Stelle sich die Gase stauen, können auch die Schmerzen an unterschiedlicher Stelle auftreten. So ist es auch möglich, dass die Schmerzen bis in den Flankenbereich ziehen.

Durch Wärmeanwendungen im Flanken- und Bauchbereich sowie gegebenenfalls entkrampfende Mittel kann der Abgang der Blähungen gefördert werden. Dadurch sollten auch die Schmerzen zeitnah nachlassen. Halten die Beschwerden an, ist eine ärztliche Abklärung empfehlenswert, da sich auch andere Ursachen hinter den Beschwerden verbergen können.

Die Aortendissektion

Bei einer Aortendissektion kommt es zu einem Einriss in der Gefäßwand der Körperhauptschlagader. Durch den Einriss wühlt sich Blut zwischen die Gefäßwandschichten, sodass sich neben der eigentlichen Gefäßöffnung ein zweiter Hohlraum bildet. Eine Aortendissektion kann je nach Lokalisation und Symptomatik sehr gefährlich sein und sollte zügig behandelt werden. Symptomatisch wird eine Aortendissektion häufig durch einen starken, stechenden Schmerz im Brustkorbbereich und zwischen den Schulterblättern. Wenn sich die Blutung weiter durch die Gefäßwandschichten drückt, kann der Schmerz wandern und sich weiter Richtung Rücken ausbreiten. Eine Ausstrahlung des Schmerzes in die Flanken ist möglich.

Gürtelrose

Bei einer Gürtelrose (Herpes zoster) handelt es sich um eine reaktivierte Infektion mit dem Windpockenvirus. Nach einer durchgemachten Windpockenerkrankung verbleibt das Virus im Körper und kann bei Immunschwäche wieder auftreten. Die Gürtelrose äußert sich dann durch einen schmerzhaften Ausschlag mit kleinen Bläschen, welcher sich genau entlang eines Nervenverlaufs ausbreitet.

Häufig sind dabei Nerven im Rücken- und Flankenbereich betroffen, sodass es zu einem gürtelähnlichen Ausschlag an einer Seite des Rückens und einer Flanke kommen kann. Da der Ausschlag sehr schmerzhaft ist, kann der Patient zunächst nur Flankenschmerzen vernehmen, bevor ihm der Ausschlag überhaupt auffällt. Verschiedene Arzneimittel können bei zeitnaher Einnahme nach Symptombeginn helfen, die Beschwerden zu lindern und den Krankheitsverlauf abzumildern.

Psychosomatisch

Es ist grundsätzlich möglich, dass jegliche körperliche Beschwerden im Rahmen eines psychosomatischen Geschehens auftreten. Das bedeutet, dass seelische Belastungen, Konflikte und Stress sich in körperlichen Beschwerden äußern, ohne dass eine organische Erkrankung zugrunde liegt. So können auch Flankenschmerzen psychosomatische Ursachen haben.

Wichtig ist es allerdings, dass bei anhaltenden Beschwerden zunächst sämtliche mögliche organische Ursachen abgeklärt werden, bevor die Diagnose psychosomatischer Beschwerden gestellt wird. Dabei handelt es sich um eine Ausschlussdiagnose, das heißt, dass diese Diagnose erst gestellt werden darf, wenn sich absolut keine andere Erklärung für die Beschwerden finden lässt. Eine ärztliche Abklärung ist demnach essenziell. Im Falle psychosomatischer Flankenschmerzen können Entspannungstechniken und psychotherapeutische Betreuung langfristig zu einer Linderung der Beschwerden führen.

Lokalisation seitlich

Rechts

Rechtsseitige Flankenschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Besonders typisch sind die Schmerzen für eine Nierenbeckenentzündung auf der rechten Seite. Die rechte Flanke ist dann sehr klopfempfindlich und der Betroffene leidet unter starken Schmerzen und Unwohlsein. Auch Harnleitersteine auf der rechten Seite können die Beschwerden auslösen, die dann meist krampfartig und sehr plötzlich auftreten und oftmals von Übelkeit und Schweißausbrüchen begleitet sind.

Zudem können muskuläre Verspannungen Flankenschmerzen auf der rechten Seite auslösen, ebenso wie eine rechtsseitige Gürtelrose. Nach Unfällen und äußerer Gewalteinwirkung können auch Blutergüsse im Gewebe und der Muskulatur für die Beschwerden verantwortlich sein. Zudem könnten Leber und Darm, die sich rechtsseitig im Bauchraum befinden, Ursprungsort der Beschwerden sein. Starke oder anhaltende Schmerzen sollten ärztlich abgeklärt werden, um ernsthafte Ursachen auszuschließen.

Lesen Sie mehr unter: Flankenschmerzen rechts

Links

Linksseitige Flankenschmerzen können ebenso wie rechtsseitige Flankenschmerzen unterschiedliche Ursachen haben. Wie auch auf der rechten Seite befindet sich auch die linke Nieren im Flankenbereich und kann ebenfalls von einer Nierenbeckenentzündung betroffen sein. Oftmals liegt der Ursprung einer Nierenbeckenentzündung in einer nicht behandelten Blasenentzündung, die sich bis in die oberen Harnwege und schließlich die Niere ausbreitet. Brennen beim Wasserlassen, Flankenschmerzen, Fieber und Unwohlsein können die Folge sein. Auch muskuläre Verspannungen oder eine schmerzhafte Gürtelrose kommen im Flankenbereich vor und können Ursache der Beschwerden sein. Auf der linken Seite des Bauchraumes befinden sich zudem die Milz, der Magen sowie Darm, sodass es auch bei Erkrankungen dieser Organsysteme unter Umständen zu Flankenschmerzen kommen kann. Auch hier gilt, dass anhaltende oder sehr starke Beschwerden zu einer ärztlichen Abklärung führen sollten.

Lesen Sie mehr zum Thema: Flankenschmerzen links

Beidseitig

Beidseitige Flankenschmerzen sind häufig durch den Bewegungsapparat hervorgerufen und können zum Beispiel durch Verspannungen oder länger anhaltende einseitige Belastungen entstehen (langes Liegen, langes Verharren in der gleichen Körperposition). Seltener ist bei beidseitigen Flankenschmerzen die Niere der Ursprungsort der Schmerzen. Eine Nierenbeckenentzündung betrifft meist nur eine Niere und nicht beide Nieren gleichzeitig. Dies ist jedoch prinzipiell möglich, sodass bei beidseitigen Flankenschmerzen auch an eine beidseitige Nierenbeckenentzündung gedacht werden sollte. Eine Gürtelrose tritt üblicherweise nur einseitig auf, sodass sie als Ursache weniger in Frage kommt. Bei Verspannungen kann eine Wärmflasche helfen, die Muskulatur zu lockern. Zudem können Massagen und körperliche Aktivität zu einer Linderung der Beschwerden führen.

Unter dem Rippenbogen

Schmerzen unter dem Rippenbogen können unterschiedliche Ursachen haben. Oftmals sind eingeklemmte und irritierte Nerven der Grund für die Beschwerden. Zwischen den Rippen verläuft jeweils ein Zwischenrippennerv. Bei Verspannungen oder ausgerenkten Wirbeln kann es zu einer Reizung der Nerven mit ausstrahlenden Schmerzen kommen. Dieses Krankheitsbild wird medizinisch als Zwischenrippenneuralgie bezeichnet. Zudem befindet sich rechtsseitig unter dem Rippenbogen die Leber, welche bei verschiedenen Erkrankungen Schmerzen verursachen kann.

Zudem liegt in diesem Bereich auch die Gallenblase, die sich entzünden kann (Gallenblasenentzündung) oder Gallensteine beinhalten kann. Letztere können in den Gallengang gelangen und starke, kolikartige Schmerzen verursachen. Linksseitig unter dem Rippenbogen befindet sich vor allem Darm. Jedoch liegt im hinteren Rippenbereich auch die Milz im linken Oberbauch. Ist diese vergrößert, kann dies auf umgebende Strukturen drücken oder auch durch die Spannung, die auf die Organkapsel ausgeübt wird, schmerzhaft sein.

Diagnose

Die Diagnose von Flankenschmerzen kann sehr leicht gestellt werden, wenn der Betroffene dem Arzt seine Beschwerden schildert. Wichtig ist es dann, die Ursache für die Beschwerden zu identifizieren. Ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt liefert meist bereits wichtige Hinweise. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung, die weitere Anhaltspunkte für die Diagnose liefern kann. Zusätzlich kann beispielsweise der Urin untersucht werden, um einen Harnwegsinfekt auszuschließen. Weitere ergänzende Untersuchung können eine Blutentnahme und eine Ultraschalluntersuchung sein. Nach Diagnosestellung kann dann eine adäquate Therapie eingeleitet werden.

Begleitende Symptome

Je nach Ursache für die Flankenschmerzen können verschiedene begleitende Symptome hinzukommen:

  • Bei einer Nierenbeckenentzündung bestehen meist ein allgemeines Krankheitsgefühl und eventuell Fieber. Meist kommt zudem Brennen beim Wasserlassen und ein Druckschmerz über der Blase hinzu, da die Nierenbeckenentzündung sich meist aus einer aufsteigenden Blasenentzündung entwickelt.
  • Bei Verspannungen bestehen begleitend oftmals Rückenschmerzen sowie tastbare Verhärtungen neben der Wirbelsäule.
  • Ist die Ursache für die Flankenschmerzen eine Gürtelrose, so fällt im betroffenen Areal ein roter Hautausschlag mit kleinen Bläschen auf.
  • Nach Traumata im Flankenbereich, die Schmerzen auslösen, können Blutergüsse und Schwellungen sichtbar sein. Da die möglichen Ursachen für Flankenschmerzen sehr vielfältig sind, sind es auch die möglichen begleitenden Symptome. Eine ärztliche Abklärung von anhaltenden Flankenschmerzen ist daher immer empfehlenswert.

Beim Einatmen

Schmerzen im Flankenbereich beim Einatmen können unterschiedliche Ursachen haben. Oftmals handelt es sich um Verspannungen oder irritierte Nerven (Zwischenrippenneuralgie). Bei Letzterer wird ein Zwischenrippennerv gereizt und verursacht entlang seines Verlaufs stechende Schmerzen. Insbesondere bei Bewegungen des Brustkorbs – wie bei der Atmung – schießen diese Schmerzen dann ein. Ebenso können muskuläre Verspannungen Schmerzen beim Einatmen bedingen.

Bei sportlicher Belastung auftretende Flankenschmerzen beim Einatmen können auch im Rahmen von Seitenstichen entstehen. Bei Unterbrechung der Aktivität und ruhigerer Atmung sollten die Schmerzen dann zeitnah wieder nachlassen.
Da die Ursache für die Beschwerden auch potenziell von inneren Organen herrühren kann, ist bei anhaltenden Schmerzen ein Arzt aufzusuchen.

Rückenschmerzen

Rücken- und Flankenschmerzen deuten meist auf eine Problematik im Bewegungsapparat hin. Bei Verspannungen, ausgerenkten Wirbeln, Bandscheibenvorfällen oder irritierten Nerven können Rückenschmerzen in Kombination mit Flankenschmerzen auftreten. Durch Bewegungsmangel, überwiegend sitzende Tätigkeiten und einseitige körperliche Belastung im Alltag ist der Bewegungsapparat anfällig für derartige Beschwerden. Verspannungen lassen sich durch Wärme und Massagen lockern.

Ausgerenkte Wirbel können beim Physiotherapeuten, Osteopathen oder Chiropraktiker wieder eingerenkt werden. Bei Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall sollte eine orthopädische beziehungsweise neurologische Abklärung erfolgen. Je nach Ausprägung der Beschwerden werden Schmerzmittel und Physiotherapie verordnet, unter Umständen muss jedoch ein chirurgischer Eingriff zur Behebung des Vorfalls erfolgen. Körperliche Aktivität und eine gezielte Kräftigung der Rückenmuskulatur helfen, um Rückenschmerzen und Flankenschmerzen durch Problematiken am Bewegungsapparat vorzubeugen.

Mit Übelkeit

Flankenschmerzen in Kombination mit Übelkeit können auf unterschiedliche Ursachen hindeuten. Krampfartig und sehr plötzlich auftretende Schmerzen in der Flanke, die mit Übelkeit und Schweißausbrüchen einhergehen, können auf Nieren- beziehungsweise Harnleitersteine hinweisen. Wenn ein solcher Stein in den Harnleiter gelangt, führt dies zu krampfartigen Kontraktionen desselben. Dies ist sehr schmerzhaft und lässt nach, sobald der Stein den Harnleiter passiert und die Blase erreicht hat. Kleinere Steine können dann über den Urin abgehen. In manchen Fällen ist es jedoch notwendig, den Stein durch einen Eingriff zu entfernen.

Auch eine Nierenbeckenentzündung geht mit Flankenschmerzen einher und kann von Übelkeit begleitet werden. Bei Magen-Darm-Infekten mit Übelkeit und Erbrechen können ebenfalls im Verlauf Flankenschmerzen durch das wiederholte Erbrechen auftreten. Da die Beschwerden auch andere Ursachen haben können und gar nicht unmittelbar zusammenhängen müssen, ist eine ärztliche Abklärung empfehlenswert.

Brennen beim Wasserlassen

Brennen beim Wasserlassen in Kombination mit Flankenschmerzen deutet auf eine Infektion im Bereich der Harnwege hin. Brennen beim Wasserlassen tritt typischerweise bei Blasenentzündungen auf. Heilt eine Blasenentzündung nicht aus, können die Keime mit der Zeit über die Harnleiter bis in die Nieren aufsteigen und auch dort eine Entzündung hervorrufen. Dadurch kommt es zu Flankenschmerzen, die sehr stark sein können.

Meist entwickeln die Betroffenen zudem Fieber und ein deutliches Krankheitsgefühl. Eine antibiotische Therapie ist dann unbedingt notwendig, da sich sonst Komplikationen wie eine Blutvergiftung ergeben können. Eine Blasenentzündung, die nicht durch herkömmliche Mittel ausheilt, sollte daher zu einem Arztbesuch führen, sodass es gar nicht erst zu einer Nierenbeckenentzündung kommen kann.

Behandlung/ Therapie

Die Behandlung von Flankenschmerzen richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache.

  • Bei Blasen- und Nierenbeckenentzündungen ist oftmals eine antibiotische Therapie angezeigt. Demnach ist ein Arztbesuch erforderlich, damit das passende Antibiotikum verordnet werden kann. Dieses muss dann je nach Präparat meist über ein bis zwei Wochen eingenommen werden. Anschließend sollten die Schmerzen nicht mehr bestehen.
  • Bei Flankenschmerzen durch eine Gürtelrose können antivirale Medikamente, bestimmte Salben und Schmerzmittel zum Einsatz kommen.
  • Bei Flankenschmerzen durch Verspannungen empfiehlt es sich, den betroffenen Bereich zu wärmen (zum Beispiel mit einer Wärmflasche) und Massagen durchführen zu lassen. Zudem sollte auf ausreichend Bewegung geachtet werden.
  • Bei verschobenen Wirbeln sollte ein Chiropraktiker oder Physiotherapeut aufgesucht werden. Dieser kann ebenfalls bei der Behandlung eines Bandscheibenvorfalls mit einbezogen werden, allerdings sollte vorher ärztlicherseits die Diagnose gesichert und die Notwendigkeit einer Operation überprüft werden.

Dauer

Die Dauer von Flankenschmerzen richtet sich wesentlich nach der zugrunde liegenden Ursache. In der Regel sind die Schmerzen zeitnah wieder rückläufig, da die zugrunde liegenden Ursachen sich meist gut behandeln lassen.
Eine Nierenbeckenentzündung, die antibiotisch behandelt wird, sollte nach einigen Tagen deutlich weniger und nach etwa einer Woche keine Schmerzen mehr bereiten. Verspannungen und sonstige Problematiken im Bewegungsapparat können hartnäckiger sein und erfordern unter Umständen die Einnahme von Schmerzmitteln. War die Ursache ein ausgerenkter Wirbel, so verschwinden die Schmerzen meist bereits kurz nach dem Einrenken.

Prognose

Die Prognose von Flankenschmerzen ist im Allgemeinen gut, da sich die möglichen Ursachen für die Beschwerden in der Regel gut behandeln lassen. Eine adäquat therapierte Nierenbeckenentzündung sollte nach etwa einer Woche keine stärkeren Beschwerden mehr bereiten. Hartnäckige Verspannungen und Bandscheibenvorfälle können längere Zeit schmerzhaft sein. Daher ist dabei besonders wichtig, dass eine Kräftigung der Muskulatur erfolgt, um dem erneuten Auftreten der Schmerzen vorzubeugen.

Kann das ein Schwangerschaftsanzeichen sein?

Flankenschmerzen sind als Schwangerschaftsanzeichen eher untypisch. Insbesondere in der Frühschwangerschaft ist mit Flankenschmerzen nicht zu rechnen. Im späteren Verlauf der Schwangerschaft kann es mitunter zu Flankenschmerzen kommen, wenn das heranwachsende Kind vermehrt Platz im Bauchraum der Mutter für sich beansprucht.

Dadurch wird Druck auf die inneren Organe der Mutter ausgeübt und der Bauchraum muss sich weiten. Dies kann immer wieder schmerzhaft sein und auch Schmerzen im Flankenbereich hervorrufen. Da sich jedoch auch andere Ursachen hinter den Beschwerden verbergen können, die nicht unbedingt direkt mit der Schwangerschaft in Zusammenhang stehen müssen – zum Beispiel eine Nierenbeckenentzündung – sollten Flankenschmerzen in der Schwangerschaft unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen zum Thema Flankenschmerzen finden Sie hier:

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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