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Anfangsstadium des Fußpilzes

Einleitung

Bei dem klassischen Fußpilz (Tinea pedis) handelt es sich um die häufigste Pilzerkrankung des Menschen. Bei den Erregern handelt es sich meist um Trychophyton rubrum oder um Trychophyton mentagrophytes. Die Übertragung erfolgt über den direkten Kontakt des Erregers mit der Haut. Dabei genügt es, dass der Erreger auf den Hautschuppen anderer Menschen ist, die aktuelle an Fußpilz leiden.#

Weitere Informationen finden Sie im Hauptartikel Fußpilz.

Anfangssymptome

Die ersten Anfangssymptome äußern sich meist durch einen vermehrten Juckreiz (Pruritus) an der betroffenen Stelle. Dabei wird zwischen drei verschiedenen Typen des Fußpilzes anhand des Ort des Auftretens unterschieden:

  1. Entweder tritt der Pilz zwischen den Zehen auf (interdigitaler Typ), dabei tritt er besonders häufig zwischen 4. und 5. Zehe auf
  2. an der Fußsohle (Squamös-hyperkeratozischer Typ). Dabei beschreibt hier der medizinische Fachbegriff nicht den Ort des Auftretens, sondern das Aussehen.
  3. am Fußgewölbe oder den Fußseitenkanten. Hierbei handelt es sich um den vesikulös-dyshidrophischen Typ, auch hier wird durch den medizinischen Fachterminus nur das Aussehen und nicht der Ort des Auftretens beschrieben.

Bei allen drei Typen steht der Juckreiz im Vordergrund, außerdem kommt es sowohl zu einer Rötung, als auch zu einer Schuppung der befallen Haut. Es kann auch zu einer Bläschen- und Pustelbildung kommen. Kleine Einrisse durch alle Hautschichten (Rhagaden) treten genau wie die vermehrte Bildung von Hornhaut (Hyperkeratose) eher seltener zu Beginn der Erkrankung auf, sondern meist erst im weiteren Verlauf. Im Umgang mit Seife sollte man im Bereich des mit Fußpilz betroffenen Areals eher Vorsichtig sein, da der Kontakt mit Seife ein starkes Brennen auslösen kann.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Anzeichen eines Fußpilzes und Wie ansteckend ist Fußpilz?

Diagnostik

In manchen Fällen genügt die Blickdiagnose, zur Sicherung des Erregers und gegebenenfalls zur Bestätigung der Differentialdiagnose, kann der Erregernachweis mikroskopisch oder durch Anzüchtung auf entsprechenden Nährböden erfolgen. Der Fußpilz ist von bakteriellen Erkrankungen, besonders bei Befall der Zehenzwischenräume, zu unterscheiden.

Therapie

Bei einem beginnenden Befall durch Fußpilz werden zunächst Salben aufgetragen, die gegen viele Arten von Pilzen wirksam sind, dies sind so genannte Breitspektrum Antimykotika wie zum Beispiel Salben, die den Wirkstoff Terbinafin enthalten. Erst bei einem stärker ausgeprägten und weiter fortgeschrittenen Befall kommt die Gabe von Medikamenten, die auf den gesamten Körper wirken können und daher geschluckt werden, in Frage. Als unterstützende Maßnahme sind hier die Desinfektion der Strümpfe und Schuhe und die Beseitigung von Risikofaktoren zu nennen.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Behandlung des Fußpilzes

Risikofaktoren

Da sich Pilze besonders an feuchten und warmen Orten wohlfühlen, neigen Menschen, die stark unter Fußschweiß leiden, eher zu Fußpilz als andere. Menschen, die an einem Defekt des Immunsystems leiden, wie zum Beispiel angeborenen Immundefekten (SCID) oder durch eine Chemotherapie hergerufenen Immundefekten oder durch eine Infektion mit dem HI-Virus ausgelösten Immundefekten, haben es generell schwerer sich gegen Infekte aller Art zu behaupten und leiden daher auch eher mal Fußpilz. Hier ist eine besondere Hygiene, nicht nur im Umgang mit Fußpilz, dringend erforderlich.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Durchblutung des Fußes. Daher sind alle Angewohnheiten oder Erkrankungen, die zu einer geringeren Durchblutung des Fußes führen automatisch prädisponierende Faktoren für das Leiden an einem Fußpilz. Zu den schädigenden Angewohnheiten zählen hier Rauchen, welches generell schädigend auf die Gefäße wirkt, nicht nur am Bein, und ein Bewegungsmangel, da hier nur noch eine herabgesetzte Durchblutung den Fuß versorgt. Zu den Erkrankungen, die die Durchblutung beeinträchtigen, gehören die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), welche auf dem Boden einer Arteriosklerose entstehen kann, und die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Beider Erkrankungen führen zu einer Mangelversorgung des Fußes, da der Durchmesser der Blutgefäße eingeschränkt wird. Davon sind natürlich zuerst die kleinen Gefäße besonders stark betroffen.

Prophylaxe

Eine gute und effektive Prophylaxe ist das Tragen von Badelatschen in öffentlichen Schwimmbädern und Duschen. Durch die Badelatschen wird der Kontakt mit möglicherweise infizierten Hautschuppen anderer Badegäste auf ein Minimum reduziert.

Auch die Wahl des passenden Schuhwerks führt zu einer Reduktion des Auftretens von Fußpilz. Durch eine gute Belüftung schwitzen die Füße nicht mehr so stark und somit ist dem Fußpilz ein guter Nährboden für seine Entstehung entzogen. Auch die Wahl der richtigen Strümpfe, welche auch Feuchtigkeit aufnehmen könne, zum Beispiel Baumwolle, und deren regelmäßiges Wechseln, ist eine gute Prophylaxe.

Wenn man zu Fußpilz neigt, sollte man auch nach dem Baden und Duschen darauf achten, dass man insbesondere die Zehenzwischenräume gründlich abtrocknet und allgemein auf eine gute Fußhygiene achten. Generell sollte man auf eine gute Belüftung des Fußes und eine trockene Haut achten, daher eignet es sich auch gut als Prophylaxe ab und zu barfuß zu gehen. Dadurch wird nicht nur die Durchblutung angeregt, sondern auch vermieden, dass sich Fußschweiß sammelt.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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