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Wie ansteckend ist Fußpilz?

Einleitung

Viele Menschen leiden im Verlauf ihres Lebens einmal an einem Fußpilz. Die ansteckende Erkrankung verbreitet sich vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schwimmbädern, Schulen oder Sportvereinen und kann für den Betroffenen zu einer lästigen Angelegenheit werden. Meist ist der Zehenzwischenraum betroffen. Ein starker Juckreiz und eine Schuppung der Haut sind die Folge. Doch wie ansteckend ist ein solcher Fußpilz eigentlich? Und wie vermeidet man eine Ansteckung am besten?

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Prinzipiell gibt es einige Dinge, die man selbst tun kann, um eine Infektion mit einem Fußpilz zu vermeiden. Es gibt Orte, an denen man sich besonders leicht anstecken kann. Wer einfache Maßnahmen zur Vermeidung einer Ansteckung kennt und sorgsam auf diese achtet, kann eine Fußpilzinfektion in vielen Fällen verhindern. Wunden an den Füßen oder trockene und aufgeraute Haut begünstigen die Infektion mit einem Fußpilz. Enges Schuhwerk führt nicht selten zu kleinsten Wunden in den Zehenzwischenräumen, die durch das Aneinanderreiben der Haut verursacht werden.

Auch das Hygieneverhalten hat einen Einfluss auf die Ansteckungsgefahr. Zu häufiges Reinigen der Füße mit Duschgels oder desinfizierenden Lösungen zerstört die natürliche Hautbarriere und erleichtert Keimen den Eintritt.

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Übertragung auf andere Körperteile

Im Allgemeinen ist eine Übertragung des Fußpilzes auf andere Körperteile eher unwahrscheinlich. Er beschränkt sich in den meisten Fällen auf die Zehenzwischenräume oder die Fußsohle. In sehr ausgeprägten Fällen ist auch der Fußrücken beteiligt.

Bei einem geschwächten Immunsystem, beispielsweise durch eine HIV-Infektion oder einen Diabetes Mellitus, kann Fußpilz jedoch auch andere Körperteile befallen. Bei Menschen mit einem intakten Immunsystem ist das jedoch sehr unwahrscheinlich. Wer sich jedoch lange Zeit, Monate bis Jahre, nicht behandeln lässt, erhöht das Risiko für das Übergreifen des Fußpilzes auf weitere Körperteile. Vor allem das Kratzen an den Füßen fördert die Besiedlung weiterer Körperstellen, wie beispielsweise der Hände, des Gesichts oder der Kopfhaut.

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Übertragung innerhalb der Familie/auf Partner

Bei einem Fußpilz handelt es sich um eine sehr ansteckende Infektionserkrankung der Haut mit einem Hautpilz (Dermatophyt). Der Fußpilz ist die häufigste Hautpilzerkrankung in Mitteleuropa. Der Hautkontakt kann zu einer Übertragung der Infektion führen. Insbesondere Menschen, die einen engen Kontakt pflegen, sind gefährdet sich anzustecken. In einer Partnerschaft stellt der enge Körperkontakt ein Risiko für eine Ansteckung dar.

Auch das gemeinsame Benutzen von Handtüchern, Bettwäsche oder Kleidungsstücken, die Kontakt zu den infizierten Füßen hatten, kann zur Übertragung führen. Innerhalb von Familien kommt es oft vor, dass ein Handtuch versehentlich geteilt wird oder anderweitig Kontakt zu einer Infektionsquelle besteht. Ein häufiges Beispiel ist das Schlafen der Kinder im elterlichen Bett. Über die Bettwäsche kann sich der Fußpilz so innerhalb einer ganzen Familie ausbreiten. Weiterhin ist der Fußboden eine Infektionsquelle, da viele Menschen barfuß laufen. Dadurch besteht jedoch eine Gefahr für Mitbewohner, Familie oder Partner sich anzustecken. Auch die gemeinsame Benutzung einer Dusche stellt ein Risiko für eine Ansteckung dar. Daher müssen, insbesondere wenn mehrere Personen in einem Haushalt leben, Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Dazu gehört unter anderem ein Meiden des Kontaktes mit den betroffenen Füßen, das häufige Wechseln der Wäsche und die getrennte Verwendung von Handtüchern.

Wie kann man eine Ansteckung vermeiden?

Es gibt einige Maßnahmen und Verhaltensweisen, die einer Ansteckung mit einem Fußpilz vorbeugen können. Fußpilz verbreitet sich hauptsächlich dort, wo die Haut feucht und warm ist. Daher sollte man nach dem Duschen oder Sport immer darauf achten, die Füße gründlich abzutrocknen. Die Zehenzwischenräume werden dabei oft vergessen, obwohl sich vor allem dort ein Fußpilz ansiedeln kann.

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Einrichtungen, wie Schwimmbäder, Sportvereine und Sporthallen, Fitnessstudios, Saunen, Campingplätze oder Hotelzimmer sind Orte, an denen ein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung mit Fußpilz besteht. Im eigenen Interesse sollte man dort nicht barfuß laufen, sondern Schuhe oder Schlappen tragen. Insbesondere Sanitäranlagen sollten nicht barfuß betreten werden.

Das Tragen von Baumwollsocken und Lederschuhen kann einem Fußpilz ebenfalls vorbeugen und ist gegenüber synthetischen Materialien zu bevorzugen. Das Schuhwerk sollte außerdem gut passen und nicht zu eng sein, da sonst kleine Wunden an den Füßen entstehen.

Darüber hinaus existieren diverse Sprays und Puder, mit denen Schuhe und Socken behandeln werden können, wenn man zu Schweißfüßen neigt. Socken sollten in jedem Fall täglich gewechselt werden, da die Ansteckungsgefahr so minimiert wird. Handtücher und Bettwäsche sollten regelmäßig gereinigt werden. Weiterhin ist es ratsam, Bettwäsche, Handtücher und Badematten bei Temperaturen über 60°C zu waschen.

Eine gute Fußpflege ist vor allem für Diabetiker, die ein erhöhtes Risiko für Infektionen haben, sehr wichtig. Eine professionelle Fußpflege ist in diesem Falle ratsam.

Was muss beim Duschen beachtet werden?

Duschen sollten in öffentlichen Einrichtungen nicht barfuß genutzt werden, da viele Menschen diese Duschen nutzen und das Risiko einer Fußpilzinfektion dementsprechend sehr hoch ist. Daher sollte man zum eigenen Schutz Badeschuhe tragen

Im eigenen Haushalt sollte diese Maßnahme ebenfalls ergriffen werden, wenn man selbst oder jemand anderes an Fußpilz leidet. So minimiert man die Ansteckungsgefahr, die bei Personen in einem gemeinsamen Haushalt sehr hoch ist. Die Dusche muss außerdem gründlich gereinigt werden. Handtücher sollten nicht von mehreren Personen geteilt werden.

Weiterhin ist es nicht ratsam, die Füße mit desinfizierenden Duschgels oder Lösungen zu waschen. Die natürliche Hautbarriere wird auf diese Art geschwächt und die Infektionsgefahr steigt. Die Benutzung normaler Duschgels ist zu bevorzugen. Die Füße, insbesondere die Zehenzwischenräume, müssen gut abgetrocknet werden. Nach dem Duschen können die Füße auch mit warmer Luft trocken geföhnt werden.

Was ist bei der Wäsche zu beachten?

Da Fußpilz eine sehr ansteckende Infektionserkrankung der Haut ist, können kleine Hautschuppen zu einer Übertragung führen. Ein direkter Hautkontakt ist nur selten die Ursache der Übertragung. Oft erfolgt die Ansteckung mit einem Hautpilz durch die gemeinsame Benutzung von Handtüchern, Bettwäsche oder Kleidung. Um einer Infektion vorzubeugen, sollten Handtücher infizierter Personen nicht mit anderen Personen geteilt werden. Insbesondere wenn der Partner an einem Fußpilz leidet, ist auch ein täglicher Wechsel der Bettwäsche ratsam.

Die Wäsche sollte bei über 60°C gewaschen werden. Insbesondere Handtücher, Socken und Bettwäsche sollten am besten gekocht werden. Socken und Unterwäsche müssen täglich gewechselt werden. Die Kleidung sollte ebenfalls häufig gewaschen und gewechselt werden. Verwenden Sie Handtücher nicht öfter als einmal und teilen Sie diese nicht mit anderen Menschen.

Was ist bei Babys zu beachten?

Fußpilz ist bei Babys äußerst selten. In der Regel tritt Fußpilz erst ab dem Kindes- und Jugendalter auf. Dennoch können sich in seltenen Fällen auch bei Babys mit Fußpilz infizieren.

Um einer Infektion vorzubeugen, sollte darauf geachtet werden, dass die Füße der Babys immer gut abgetrocknet werden. Nach dem Baden werden beim Abtrocknen vor allem die Zehenzwischenräume häufig vergessen. Wer sichergehen will, dass die Füße auch richtig trocken sind, kann diese mit warmer Luft föhnen. Dasselbe gilt auch für andere Hautfalten und insbesondere für den Windelbereich, da Pilzinfektion sich vor allem an diesen Stellen zeigen.

Babys stecken sich in der Regel bei Erwachsenen an, daher sollten für die Pflege des Babys nicht die eigenen Handtücher genutzt. Prinzipiell ist die Haut von Babys und Kindern jedoch sehr regenerationsfähig und weniger anfällig für einen Fußpilz.

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Weitere Informationen

Eine Übersicht aller Themen aus dem Bereich der Dermatologie finden Sie unter: Dermatologie A-Z

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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