Fußpflege

Wichtige Definitionen

Pediküre (von lateinisch pes, pedis = Fuß) ist die kosmetische Fußpflege
Maniküre (von lateinisch manus = Hand) ist die kosmetische Handpflege
Podologie (von griechisch pous, podos = Fuß, logos = Lehre) beschreibt die medizinische Fußpflege.

Allgemein

Bei der Fußpflege handelt es sich um jede Form von Pflege für den Fuß, dies kann entweder in Form von Cremes oder Lotionen sein, welche man auf die Haut aufträgt oder aber es handelt sich um Pflegeschaum, um eine Hornhautraspel oder um Extrakte, welche man als Fußbäder nutzen kann. Je nachdem welche Fußpflege ein Patient in Anspruch nimmt, erwarten ihn auch unterschiedliche Preise. Auch variiert der Preis der Fußpflege, je nachdem, ob es sich um eine kosmetische Fußpflege (Pediküre) handelt oder aber um eine medizinische Fußpflege, auch Podologie genannt. Bei der medizinischen Fußpflege wird der Preis häufig von der Krankenkasse übernommen, wenn es sich um eine notwenige Fußpflege handelt, welche aufgrund der Krankheit von Nöten ist. Beispielsweise können Patienten, welche eine schlechte Durchblutung der Füße haben aufgrund eines Diabetes, den Preis für die Fußpflege beim Podologen häufig komplett erstattet bekommen.

Handelt es sich um kosmetische Fußpflege, welche beispielsweise das Lackieren der Fußnägel oder das Raspeln der Hornhaut beinhaltet, so muss der Patient für den Preis der Fußpflege komplett selber aufkommen, da es sich hierbei nicht um ein medizinisch notweniges Verfahren handelt. Hier schwanken die Preise für die Fußpflege, je nach Anwendung und je nach durchgeführter Maßnahme zwischen 15-50€. Möchte ein Patient lediglich die Nägel geschnitten bekommen, so muss er weniger zahlen als ein Patient, welcher zusätzlich Hühneraugen entfernt bekommen möchte oder die Hornhaut entfernt haben möchte. Wenn es hauptsächlich um die Entfernung von Hornhaut geht, kann man zunächst auch verschiedene Hausmittel gegen Hornhaut ausprobieren.

Auch bei der medizinischen Fußpflege kann es sein, dass ein Teil des Preises vom Patienten übernommen werden muss. Der Preis für den Selbstbetrag ist hier von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich beträgt jedoch meist zwischen 10-20 €. Welche Fußpflege und welche Preise von der Krankenkasse übernommen werden, sollte jeder Patient also am Besten direkt bei der eigenen Krankenkasse abklären und sich außerdem im Klaren darüber sein, dass grundsätzlich nur die medizinische Fußpflege (Podologie), nie die kosmetische Fußpflege (Pediküre) von der Krankenkasse übernommen wird.

Möchte ein Patient seine Fußpflege selber übernehmen, so kann er sich im Drogeriemarkt oder in der Apotheke beraten lassen und hier verschiedene Utensilien, wie Hornhautraspeln, Fußbäder, Fußschaum und vieles weiteres erwerben. Die Preise für die Fußpflege daheim liegen zwischen wenigen Euros bis hin zu 50 € für verschiedene Hornhautraspeln und ähnliches.


Medizinische Fußpflege

Die medizinische Fußpflege darf ausschließlich von ausgebildeten Podologen durchgeführt werden. Die Ausbildung zum Podologen dauert zwei Jahre und ist gesetzlich geregelt. Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen. Daher ist der Titel „Podologe“ rechtlich geschützt.
Nur der Podologe darf medizinische Fußpflege betreiben.
Die medizinische Fußpflege umfasst ein:

  • Eingehendes Gespräch über die Beschwerden des Betroffenen
  • Reinigung der Füße
  • Kürzen der Nägel
  • Entfernen von Nagelhaut
  • Abtragung von Nagelverdickungen z.B. bei Nagelpilz
  • Kontrolle der Zehenzwischenräume auf Fußpilz
  • Entfernung von ausgeprägter Hornhaut
  • Abschleifen von schmerzhaften Rissen der Hornhaut (Rhagaden)
  • Pilzbehandlungen
  • Entfernen von Hühneraugen
  • Entfernung eingewachsener Nägel, unter Umständen mit Anbringung einer Nagelkorrekturspange
  • Anfertigen von Orthesen (Schienen) bei Zehenfehlstellungen zur Druckentlastung und Stellungskorrektur, z.B. bei Hallux valgus
  • Herstellung von Nagelprothesen bei deformierten Fußnägeln
  • Hautpflege mit geeigneter Creme (Hautcreme)
  • Beratung über geeignetes Schuhwerk, Fußgymnastik und die Fußpflege zuhause

Fußpflege Set

Die Fußpflege spielt für viele Patienten eine große Rolle. Viele Patienten übernehmen ihre Fußpflege zudem gerne selber. Dies ist prinzipiell auch möglich, solange der Patient nicht unter einem diabetischen Fuß oder ähnliches leidet. In diesem Fall empfiehlt sich immer die professionelle Hilfe eines Podologen. Für die Fußpflege daheim gibt es in Drogeriemärkten oder auch in Apotheken oder im Internet sogenannte Fußpflege-Sets. Die Größe und der Umfang der Geräte dieses Fußpflege-Sets variieren je nach Hersteller und je nach Preis, den der Patient bereit ist zu zahlen.

Ein einfaches Fußpflege Set beinhaltet meist ein bis zwei Pinzetten, eine Nagelschere für die Finger, eine Fußnagelschere und häufig zusätzlich einen Clipper für das Abschneiden der Nagelränder. Hinzu kommt in einigen Fußpflegesets eine Nagelfeile. Diese Fußpflege-Basic-Sets kann man in einem Drogeriemarkt für circa 8 € erwerben und reichen für den täglichen Bedarf.

Professionelle Kosmetiker oder Podologen brauchen jedoch ein weitaus größeres Fußpflege-Set, welches dann verschiedenste Werkzeuge enthält um beispielsweise auch Hühneraugen, Hornhaut oder Warzen am Fuß zu entfernen. Dieses professionelle Fußpflege-Set ist für den täglichen Gebrauch nicht erforderlich, sollte jedoch bei der professionellen Fußpflege zum Standard gehören. Auch Patienten, die beispielsweise immer wieder an eingewachsenen Fußnägeln oder an starker Hornhaut leiden, sollten sich überlegen, ob sie ihr Standard-Fußpflege-Set zusätzlich erweitern möchten mit verschiedenen Raspeln oder Feilen um somit eine adäquate Fußpflege zu gewährleisten.

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Fußpflege selber zu Hause für Männer

Viele Patienten möchten ihre Fußpflege lieber selber machen anstatt zu einem Kosmetiker oder zu der Fußpflege zu gehen. Für Männer ist es häufig noch Neuland, sich ausgiebig um die Füße zu kümmern und somit ist eine Anleitung für Männer um die Fußpflege selber zu machen sehr wichtig.

Zunächst sollte der Patient sich im Klaren darüber sein, welche Art von Fußpflege er für seine Füße benötigt, da es sehr darauf ankommt, welche Art von Fußpflege man sich vorstellt. Möchte der Mann eine Fußpflege selber machen, welche nur der Verwöhnung des Fußes dient, so bieten sich beispielsweise Fußbäder an. Hierbei kann man eine kleine Wanne mit warmem Wasser füllen und dieses beispielsweise mit ätherischen Ölen füllen. Besonders gut eignen sich hier Rosmarin- oder Minze-öle da diese zusätzlich pflegend wirken. Wichtig ist hierbei, die Füße maximal 5 Minuten im Wasser zu lassen, da sie sonst an Feuchtigkeit verlieren und es danach schwer wird, sie weiter pflegend zu behandeln.

Möchte ein Mann seine Fußpflege selber machen, kann er des Weiteren nach dem entspannten Fußbad die Füße mit einer Hornhautraspel oder einem speziellen Hornhautschaumschwamm bearbeiten. Da die Fußnägel durch das warme Bad gut weich geworden sind, ist es außerdem sinnvoll, diese nach dem Fußbad zu schneiden, wobei darauf geachtet werden sollte, dass die Fußnägel möglichst gerade geschnitten werden.

Nachdem die Fußnägel geschnitten sind und die Hornhaut entfernt ist, kann der Mann nun zusätzlich einen Fußschaum auf die Fersen aufbringen und von dort aus den kompletten Fuß damit einmassieren. Hierfür gibt es extra Fußschaum, welcher dafür sorgt, dass die Füße möglichst lange Feuchtigkeit speichern und die Hornhaut sich nicht so schnell nachbildet.

Wichtig ist es jedoch zu beachten, dass prinzipiell jeder Mann seine Fußpflege selber machen und in die Hand nehmen kann. Er sollte jedoch beachten, dass, sobald es zu medizinischen Problemen kommt, wie beispielsweise stark eingewachsenen Fußnägeln oder einem diabetischen Fuß, unbedingt ein Fachmann, ein sogenannter Podologe, ausgesucht werden sollte.

Fußpflege selber machen

Viele Patienten wollen ihre Fußpflege selber machen anstatt zur Pediküre oder zu einem Podologen zu gehen, Auch wenn es darum geht, die Hornhaut zu entfernen, ziehen viele Patienten die häusliche Fußpflege einer professionellen Fußpflege vor. Hierbei gibt es einiges, was beachtet werden sollte.

Zunächst ist es wichtig, dass Patienten, die ihre Hornhaut-Fußpflege selber machen wollen, zunächst ein circa 5 minütiges Fußbad nehmen, um somit die Haut geschmeidiger zu machen. Anschließend sollte der Fuß mithilfe eines kleinen Handtuchs trocken gerieben werden, anschließend kann die Hornhaut mithilfe eines Schwamms oder mithilfe einer Hornhautraspel entfernt werden.

Mittlerweile findet man in Drogeriemärkten auch Hornhautentferner, welche ähnlich aufgebaut sind, wie ein Rasierer und einen sich drehenden Hornhautentfernen haben. Mit diesem Hornhautentfernen ist es sehr einfach die Fußpflege selber zu machen und die Hornhaut adäquat zu bearbeiten. Da es sich bei der Hornhaut um äußerst robuste Haut handelt, welche nicht von Nerven durchzogen wird, müssen die Patienten auch keine Angst haben, dass, wenn sie ihre Fußpflege selber machen und die Hornhaut entfernen, es dadurch zu starken Schmerzen kommt. Dennoch kann es sein, dass die Haut sich erwärmt, da durch das Reiben mit dem Hornhautentfernen auf der Haut, Energie entsteht, welche in Wärme umgesetzt wird.

Nachdem der Patient die gewünschte Menge an Hornhaut entfernt hat, sollte anschließend der Fuß noch einmal kurz unter warmes Wasser gehalten werden und anschließend abgetrocknet werden. Nun kann der Patient zusätzlich einen Pflegeschaum auf die Haut auftragen, um somit die Haut weicher und geschmeidig zu machen. Wenn man die Fußpflege selber macht und die Hornhaut selber entfernt hat, sollte man darauf achten, dass man möglichst anstatt der Hornhautcreme einen Hornhautschaum verwendet, da dieser besser in die Haut einziehen kann und der betroffene Bereich länger weich bleibt.

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Patienten mit Geschwüren oder offenen Wunden am Fuß dürfen nicht vom Fußpfleger behandelt werden, sondern bedürfen einer ärztlichen Therapie!
Die medizinische Fußpflege ist preislich meist höher als die kosmetische anzusiedeln. Allerdings kann bei fortgeschrittenem Diabetes oder einer Rheumaerkrankung mit Befall von Fußhaut oder Fußzehen der Besuch beim Podologen seit 02.01.2002 durch einen Facharzt verordnet und von den Krankenkassen übernommen werden. Die Fußpflege stellt hier nicht nur eine therapeutische sondern auch eine präventive Maßnahme dar.

Kosmetische Fußpflege

Die kosmetische Fußpflege, also die Pediküre, ist nicht rechtlich geschützt und kann durch Wochenendweiterbildungen erlernt werden.
Daher darf ein kosmetischer Fußpflege nur:

  • Reinigen
  • Pflegen
  • Nägel und Nagelhaut kürzen und
  • Hornhaut entfernen – jedoch keine medizinischen Maßnahmen unternehmen.

Es gibt zahlreiche Beauty- und Wellnesstudios, die Fußpflege in unterschiedlichem Umfang und Preisklassen anbieten. Krankenkassen tragen die Kosten für die kosmetische Fußpflege grundsätzlich nicht.
Die kosmetische Fußpflege dient der Reinigung, Pflege und Verschönerung des Fußes sowie der Entspannung. Die Maßnahmen sind nicht im medizinischen Sinne erforderlich, tragen aber zur Fußhygiene bei.
Die kosmetische Fußpflege umfasst mehrere Schritte:

  • Zunächst werden die Füße meist in ein warmes Fußbad getaucht. Dabei soll die Hornhaut erweichen und der Fuß besser durchblutet werden. Es gibt unzählige Badezusätze, die je nach Ziel verwendet werden. Zusätze wie Lavendel wirken entspannend und desodorierend, Thymian anregend.
  • Danach erfolgt in der Regel das Schneiden der Zehennägel. Dabei werden Nagelklipser und Nagelscheren verwendet. Im Anschluss werden die Zehennägel mit einer Nagelfeile abgerundet, um das Einwachsen der seitlichen Zehennägel zu verhindern. Die Nagelhaut wird vorsichtig mit einem Nagelfalzschieber zurückgeschoben.
  • In der Folge wird überschüssige Hornhaut abgetragen. Dabei wird meist ein Bimsstein, eine Hornhautraspel oder ein Fußpeeling mit hornhauterweichenden Zusätzen verwendet.
  • Je nach Wunsch werden dann die Zehennägel lackiert.
  • Als letzen Schritt werden die Füße eingecremt und dabei massiert, was die Haut einerseits rückfettet und andererseits die Durchblutung der Füße anregt und die Fußmuskeln lockert.

Die Kosten für eine kosmetische Fußpflege variieren sehr stark und belaufen sich meist auf circa 15 bis 35€.

Erkrankungen bei denen eine Fußpflege sinnvoll ist

medizinische Indikation für eine Fußpflege

Diabetes

Nach einer langjährigen Zuckererkrankung kommt es sehr häufig zu einer Polyneuropathie, das heißt, dass sich Zuckermoleküle an Nervenäste der Füße und Beine anlagern und damit die Leitung von Reizen vermindern. Die Folge ist, dass viele Diabetiker, vor allem wenn sie schlecht eingestellt sind, eine zunehmende Sensibilitätsstörung (Gefühlsstörung) entwickeln.

Das Problem ist, das sie dann kleinere Verletzungen oder Blasen durch unbequemes Schuhwerk nicht mehr spüren. Diese heilen zusätzlich schlecht, da bei Diabetikern das Immunsystem und die Heilungsprozesse abgeschwächt sind. Die Gefahr von Fußpilz und schlecht heilenden Geschwüren ist erhöht.
Fast 10% der langjährigen Diabetiker entwickeln eine Gangrän (ein Absterben) und die Amputation von Zehen oder dem Vorfuß kann die Folge sein.
Daher ist besonders bei langjährigen Diabetikern eine medizinische Fußpflege erforderlich. Diese kann von einem Facharzt verordnet werden und unter Zuzahlung durch den Patienten von den Krankenkassen übernommen werden. Jedoch werden nur Hornhaut- und Nagelbehandlungen übernommen, die explizit auf dem Rezept stehen müssen. Dadurch kann ein wichtiger Schritt unternommen werden, um die Amputationsrate bei Diabetikern zu senken!

Außerdem ist es sehr wichtig, als Diabetiker auf bequemes Schuhwerk zu achten. Dies sollte von einem Orthopäden angefertigt werden, damit Schwielen- und Blasenbildung verhindert werden kann. Diabetiker sollten täglich ihre Füße – wenn nötig mit einem Spiegel – kontrollieren und schon bei der kleinsten Wunde (auch wenn sie nicht schmerzt) einen Arzt aufsuchen!

Fuß-, Nagelpilz

Fußpilz ist ein sehr verbreitetes, aber oft verschwiegenes Problem. Jeder dritte Deutsche leidet mindestens einmal in seinem Leben an Fußpilz. kalte Füße – und damit eine schlechte Durchblutung - , Schweißfüße und eine geschwächte Abwehrlage begünstigen die Entstehung von Fußpilz. Dieser bildet sich besonders gern in den Zehenzwischenräumen, da sich Pilze in dunklen, feuchten Regionen besonders wohl fühlen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen ab 65 Jahren, Diabetiker, Herz-Kreislauf-Kranke und Immungeschwächte. Es handelt sich um eine ansteckende Erkrankung, die besonders in

  • Schwimmbädern
  • Saunen
  • Hotelzimmern und
  • Umkleidekabinen, aber auch im heimischen Bad übertragen wird.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema: Wie ansteckend ist Fußpilz?

Symptome sind Juckreiz, Brennen, Bläschenbildung und Schuppung. Bei einem Teil der Betroffenen bestehen Schmerzen beim Gehen. Fußpilz kann sich ohne Behandlung ausbreiten und auch den Nagel befallen. Hier ist die Therapie sehr langwierig.
Eine gute Behandlung von Fuß- und Nagelpilz ist wichtig, da die geschädigte Haut als Eintrittspforte für Bakterien dienen kann und es zur Entstehung eines Erysipels (Wundrose) kommen kann.
Gehen Sie bei den oben genannten Symptomen zum Arzt.
Trocknen Sie Ihre Füße nach dem Waschen gut ab, auch in den Zehenzwischenräumen, und tragen Sie Baumwollsocken, die bei 60° gewaschen werden können. Greifen Sie möglichst zu atmungsaktivem Schuhwerk.
Therapeutisch ist das Auftragen von Antimykotika, das sind Anti-Pilz-Mittel, auf die betroffenen Stellen und eine gute Fußpflege von entscheidender Bedeutung.
Die Therapie des Nagelpilzes ist sehr langwierig. Der Podologe kann die Heilung unterstützen, indem er betroffene Nägel abträgt.

Hornhaut

Hornhaut bildet sich an mechanisch beanspruchten Stellen – meist an Ferse oder Fußballen. Hornhautbildung entspricht einer Schutzfunktion des Körpers. Es handelt sich um abgestorbene Hautzellen, die verdicken um ein Druckpolster darzustellen. Hornhaut entsteht bei unpassendem, zu engem Schuhwerk sowie bei Fußfehlstellungen – der Fersenläufer wird also vornehmlich an der Ferse Hornhaut bilden. Da Hornhaut weder Nerven noch Blutgefäße enthält, tut es weder weh noch blutet es beim Abtragen. Eine Hornhautschwiele ist eine begrenzte sehr dicke und schmerzlose Hornhautschicht.

Die Gefahr ist, dass die Hornhaut einreißt und sich Risse (Rhagaden) bilden. Diese sind sehr schmerzhaft, da sie bis in die darunter liegenden Schichten reichen. Zudem stellen Rhagaden eine Eintrittspforte für Keime dar. Daher sollte Hornhaut abgetragen werden. Dies sollte möglichst von einem Fußpfleger gemacht werden, da er geschult ist, nicht zu tiefe Gewebeschichten abzutragen. Auf keinen Fall dürfen Hobel oder Schneidegeräte verwendet werden – die Verletzungsgefahr ist viel zu groß! Rhagaden dürfen nur von medizinischen Fußpflegern/Podologen abgetragen werden. Hornhaut und Hornhautschwielen dürfen auch von kosmetischen Fußpflegern beseitigt werden.

Hühnerauge (Clavus)

Es handelt sich um eine Hornhautschwiele mit einem mittigen Sporn, der in die Tiefe ragt und daher Schmerzen verursacht. Es gibt harte und weiche Hühneraugen. Die Unterscheidung zwischen einem Hühnerauge und einer Warze kann schwierig sein. Das Hühnerauge bildet sich wie die Hornhaut an Druckstellen, vor allem durch drückende Schuhe oder durch Zehenfehlstellungen wie Hammer- oder Krallenzehen. Die Behandlung gehört in podologische Hände. Man sollte keine Selbstmanipulation an einem Hühnerauge vornehmen!

Ekzem

Bei vielen Hauterkrankungen kommt es auch zum Befall der Fußhaut. Es gibt aber auch alleinige Fußekzeme. Dabei ist die Haut sehr trocken und schuppend. Eine ausreichende Pflege mit fettenden Cremes ist entscheidend. Der Podologe kann dabei die geeignete Pflege auswählen.

Fazit

In wöchentlichem Abstand durchgeführt, sehen die Füße so dauerhaft gepflegt aus. Der positive Nebeneffekt ist, dass man somit den Füßen, die ja unser gesamtes Körpergewicht tagtäglich tragen müssen, mehr Beachtung schenkt.
Kümmert man sich regelmäßig um seine Füße, so fallen auch frühzeitig krankhafte Veränderungen wie Ekzeme, Fußpilz, Warzen einwachsende Fußnägel oder Verletzungen auf, die durch einen rechtzeitigen Arztbesuch behandelt werden können bevor entsprechende Komplikationen auftreten.

Somit hat auch die kosmetische Fußpflege einen medizinischen Hintergrund.
Wer an Diabetes oder Rheuma leidet, sollte seinen Hausarzt darauf ansprechen, ob bei ihm der regelmäßige Besuch eines Podologen hilfreich ist und nachfragen, ob die Krankenkasse in diesem Fall die Behandlungskosten übernimmt.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 31.03.2017
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