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Hautkrebs beim Baby

Definition

Hautveränderungen bei Bays sind keine Seltenheit und können in sehr seltenen Fällen auf einen Krebs schließen lassen. Es gibt verschiedene Hauttumoren, oder auch Melanome genannt, welche im jungen Alter auftreten können. Unter anderem zählen dazu:

  • Sarkome (Rhabdosarkom, Angiosarkom, Fibrosarkom)
  • Neuroblastome und andere Nerventumore
  • Hautlymphome

Bösartige Hauttumore im Säuglingsalter sind jedoch sehr selten! Nur ca. 0,3 Prozent aller Melanome findet man beispielsweise schon vor der Pubertät. Diese führen in der Regel auch erst im Erwachsenenalter zu Problemen, wenn sie gewissen Faktoren wie häufiger UV-Strahlung oder Sonnenbrad ausgesetzt wurden.

Der kongenitale melanozytäre Nävus ist eine Hautveränderung, die man im Allgemeinen als Muttermal bezeichnet und die schon ab der Geburt vorhanden sein kann. Melanome neigen dazu sich auf dem Boden dieser Hautveränderung zu entwickeln, insbesondere bei sehr großen Nävi.

Für weitere Informationen lesen Sie auch: Muttermale beim Baby - So unterscheiden Sie gefährlich von harmlos

Neben Melanomen können auch semimaligne Basalzellkarzinome oder kutane Stachelkarzinome im Kleinkindalter entdeckt werden. Diese Tumore führen ebenso erst im späteren Leben zu Beschwerden und sind im Säuglingsalter eher noch ungefährlich.

Symptome

Hauttumore machen sehr selten Symptome oder Beschwerden. Die meisten Hauttumore sind zum Zeitpunkt der Diagnosestellung nur durch ihr Aussehen aufgefallen. Jedoch kann es in manchen Fällen zu Juckreiz im betroffenen Bereich kommen. Gelegentlich kommt es auch zum Nässen oder zu kleine Blutungen des betroffenen Hautstück beziehungsweise des Leberfleckes.

Klassische Symptome sind jedoch eher auffallende Hautareale. Entwickelt sich der Tumor aus einem Leberfleck heraus, treten oft folgende Veränderungen auf: Das Muttermal fängt an zu wachsen, wird dunkler beziehungsweise hat verschieden helle und dunkle Bereiche und seine Begrenzungen werden unregelmäßig.

Lesen Sie hierzu auch: Leberfleck und Hautkrebs - So erkennen Sie die Gefahr

Bösartige Melanome können auch in die Lederhautschicht einwachsen und dann Verbindungen zum Blut- und Lymphgefäßsystem finden. In solche Fälle kann es zu einer Ausbreitung des Tumors in Lymphknoten oder Organe. Sind Lymphknoten betroffen, werden diese größer.

Lesen Sie mehr unter: Was sind die Symptome von Hautkrebs?

Therapie

Die Therapie der Wahl für den weißen Hautkrebs ist die operative Entfernung. Hierbei muss ein gewisser Sicherheitsabstand eingehalten werden, das heißt der Arzt entfernt nicht nur der Tumor, sondern auch die normal aussehende Haut um den Tumor, damit keine kranken Zellen versteckt bleiben. Beim Spinaliom ist der Sicherheitsabstand grösser als beim Basaliom. Nach der Entfernung muss das entnommene Gewebe in der Pathologie untersucht werden, um sicherzustellen, dass die Schnittränder tumorzellfrei sind. Ist dies nicht der Fall, sollte nachgeschnitten werden. Basaliome welche sich am Rumpf befinden müssen jedoch nicht unbedingt chirurgisch behandelt werden: Diese können auch mithilfe einer lokalen Immuntherapie oder mit einer photodynamischen Therapie (ein besondere Lichttherapie) behandelt werden.

Für maligne Melanome, die auch als schwarzer Hautkrebs bezeichnet werden, ist die chirurgische Entfernung ebenso die Methode der Wahl. Wenn das Melanom über einem Millimeter dick ist, dann sollte das Lymphabflusssystem inklusive Lymphknoten der betroffenen Region auch entfernt werden. Hat das Melanom eine Eindringtiefe von mehr als 2 Millimetern, sollte zusätzlich zur chirurgischen Entfernung eine sogenannte adjuvante Immuntherapie durchgeführt werden. Dies dient dazu sicherzustellen, dass keine lebendigen Tumorzellen mehr vorhanden sind. Liegen Metastasen des Melanoms bereits vor, dann sollten neben der Operation zusätzliche Behandlungsmaßnahmen getroffen werden. In Frage kommen dann eine Strahlentherapie, eine Chemotherapie oder eine Immuntherapie. Nach der Therapie eines Hautkrebses sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Hautarzt durchgeführt werden.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter: So wird Hautkrebs behandelt

Arten von Hautkrebs

weißer Hautkrebs

Der Weiße Hautkrebs ist nicht weiß, wie der Name fälschlicherweise vermuten lässt, sondern passt sich an die Hautfarbe der betroffenen Region an. Bei hellhäutigen Menschen kann er auch leicht rosa oder rot erscheinen und kann somit leicht mit einem Ekzem oder einer Wunde verwechselt werden. Unter diesem Begriff versteht man zwei verschiedene Tumorarten: Basalzellkarzinome (auch Basaliom genannt) und Spinaliome.

Lesen Sie mehr dazu unter: Spinaliom - Alles was Sie wissen müssen

Spinaliome nehmen ihren Ursprung in der Stachelzellschicht (Stratum spinosum) während Basaliome aus der Basalzellschicht (Stratum basale) stammen. Neben dem Ursprung unterscheiden sich diese Tumore auch in ihrer Häufigkeit: Basaliome sind häufiger als Spinaliome. Letztere neigen zusätzlich zur Streuung und können verschiedene Organen befallen. Basaliome hingegen führen selten zu Metastasen.

Für weitere Informationen zum Thema lesen Sie ebenfalls: Basaliom - Informationen zum weißen Hautkrebs

Besonders häufig treten diese Tumore bei Menschen mit einer blassen Hautfarbe auf, die zu Sonnenbränden neigen. UV-Strahlung ist die Hauptursache für die Entstehung solcher Entartungen und dementsprechend zählen Körperteile wie das Gesicht, die Ohren, die Hände und einige Andere  zu den empfindlichen Bereichen, da sie viel Strahlung ausgesetzt sind. Jedoch ist zu bemerken, dass solche Krebsarten vor Allem bei älteren Menschen über 60 Jahren entstehen und selten bei Kindern und Säuglingen.

schwarzer Hautkrebs

Unter schwarzem Hautkrebs versteht man, die bösartige Form eines Melanoms. Es handelt sich hierbei um die schwerwiegendste Hautkrebsart.

Melanome nehmen ihren Ursprung in den Melanozyten. Das sind die Zellen der Haut welche farbige Pigmente produzieren, und so für unsere individuelle Hautfarbe verantwortlich sind. Die Krebsart entwickelt sich aufgrund einer zu hohen UV-Licht-Belastung und tritt deshalb meistens im Erwachsenenalter auf. Insbesondere sind Menschen, die in der Kindheit oft Sonnenbrände bekommen haben, gefährdet. Die genetische Veranlagung spielt beim Auftreten dieser Krebsart auch eine Rolle.

Kinder sind jedoch selten betroffen. Bevorzugt entstehen diese Tumoren bei Frauen an den Unterschenkeln und bei Männer am Rücken. Allgemein sind jedoch Körperstellen die oft  dem Sonnenlicht ausgesetzt werden auch empfindlich. Ungefähr ein Drittel aller Melanome gehen aus Leberflecken hervor und deshalb sollten, bei bekannter familiärer Vorbelastung oder bei häufigen Sonnenbränden in der Kindheit, regelmäßig Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Bösartige Melanome neigen auch dazu Metastasen  in Lymphknoten und weitere Organen auszubilden.

Weitere Informationen finden Sie unter: Melanom - Das müssen Sie wissen

Prognose

Die Prognose des weißen Hautkrebses ist sehr gut, wenn das Basaliom oder Spinaliom in einem frühen Stadium entdeckt und entfernt wird. In solche Fälle sollte jedoch weiterhin die Haut regelmäßig kontrolliert werden, um weitere Hauttumore frühzeitig zu erkennen. Bei fortgeschrittenen Stadien und insbesondere bei große Spinaliome ist eine Metastasensuche erforderlich und gegebenenfalls eine Chemotherapie notwendig.

Bösartige Melanome gelten als geheilt, wenn sie entfernt werden während sie sich nur in der Oberhaut befinden. Durch die gute Früherkennung liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei ca. 80%. Je später das Tumor entdeckt und entfernt wird und je tiefer er eindringt, desto schlechter ist die Prognose.

Ursachen

Ursachen von Hauttumore sind meist genetisch bedingt, da viele verschiedene Genmutationen die Entstehung von Melanomen begünstigen können. Ein Risikofaktor für die Entstehung eines Melanoms ist also das Vorhandensein von Hauttumoren in der Familie. Bei mehr als zwei Verwandten ersten Grades spricht man in der Regel von einem erhöhten Risiko.

Zusätzlich sind Kinder mit heller Haut, roten und blonden Haaren, heller Augenfarbe sowie Sommersprossen mehr gefährdet, insbesondere wenn sie häufig UV-Licht ausgesetzt werden und schnell Sonnenbrände entwickeln.

Herrschen bereits erblich bedingte Hauterkrankungen, so genannte Genodermatosen, vor, kann das auch das Risiko für einen Hauttumor erhöhen. Beispiele hierfür können Krankheiten wie Basalzellnävus-Syndrom, Xeroderma pigmentosum oder Epidermodysplasia sein. Allgemein können chemische Schadstoffe oder Strahlung und Immunsuppression die Entwicklung eines Melanoms begünstigen.

Diagnose

Die Diagnosestellung besteht zunächst aus einer ausführlichen Abklärung der Risikofaktoren wie häufige Sonnenstrahlenaussetzung, Vorerkrankungen, Tumore in der Familie. Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung, bei der neben verdächtige Hautveränderungen auch der restliche Körper untersucht wird, insbesondere an schlecht sichtbaren Stellen wie Gesäßfalten, Genitalien, Mund und Kopfhaut.

Zur besseren Beurteilung kann ein Arzt ein Dermatoskop benutzen. Dies ermöglicht die Betrachtung tiefer gelegener Hautschichten. Bei Risikopatienten kann das Abfotografieren suspekter Hautveränderungen sinnvoll sein, um diese im Verlauf über eine gewisse Zeit beobachten zu können.

Allgemein gelten folgende Hiweise als Warnzeichen für eine bösartige Hautveränderung:

  • schlechte Verschieblichkeit
  • derbe Konsistenz
  • schnelles Wachstum
  • Größe über 3 cm
  • Auftreten im Säuglingsalter 

Weitere Informationen finden Sie unter: 

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 17.12.2018
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