Hautveränderungen

Synonyme im weiteren Sinne

Hautänderung, Hautbildveränderung, Hautausschlag, Hauteffloreszenzen, Dermatologie, Effloreszenz

Englisch: efflorescence, rash eruption, changes in skin

Einleitung

Die unten genannten Hautveränderungen beschreiben laienverständlich die Begriffe die eine Facharzt für Dermatologie verwendet um Hautveränderungen medizinisch präzise zu beschreiben.

Als Hauteffloreszenzen bezeichnet man Hautveränderungen. So lassen sich alle Hauterkrankungen mit Hilfe dieser Effloreszenzen beschreiben.

Formen

Hauteffloreszenzen lassen sich grob in zwei Gruppen aufteilen:

  1. Primäreffloreszenzen
  2. Sekundäreffloreszenzen

    Primäreffloreszenzen sind Hautveränderungen, die unmittelbar durcheine Hautkrankheit hervorgerufen werden.

    Sekundäreffloreszenzen entstehen entweder aus einer Primäreffloreszenz oder durch äußere Schädigung der Haut.

Abbildung Hautveränderungen

Abbildung Hautveränderungen: Primäreffloreszenzen (A) und Sekundäreffloreszenzen (B)

Hautveränderungen
Effloreszenzen
A - Primäreffloreszenzen
(Durch eine Hautkrankheit
hervorgerufen)

  1. Makula (Fleck)
  2. Papula (Papel, Knötchen) <0,5 cm
    Nodus (wie Papula) 0,5 - 1 cm
  3. Urtica (Quaddel)
  4. Vesicula (Bläschen)
  5. Bulla (Blase)
  6. Pustula (Pustel)
    B - Sekundäreffloreszenzen
    (Aus A oder durch Schädigung
    der Haut)
  7. Squama (Schuppe)
  8. Crusta (Kruste)
  9. Cicatrix (Narbe)
  10. Rhagade (Schrunde, Spaltförmiger Riss)
  11. Erosion (Abschürfung)
  12. Excoratio (Defekt bis in die Dermis)
  13. Ulkus (Geschwulst)
  14. Atrophie (Gewebeschwund)

Eine Übersicht aller Abbildungen von Dr-Gumpert finden Sie unter: medizinische Abbildungen


Primäreffloreszenzen

Hautveränderungen können sich auf unterschiedliche Art und Weise manifestieren.

Erscheinungsbild

Zunächst werden nun die Primäreffloreszenzen beschrieben:

  1. Die Makula, zu deutsch der Fleck, ist eine umschriebene, nicht tastbare hautveränderung. Man kann also die Grenzen dieses Fleckes gut erkennen, der Fleck selbst ist aber nicht erhaben. Das bedeutet, dass man durch das bloße Über-die- Haut- Streichen die Veränderung nicht fühlen kann. Die Makula ist in ihrer Ausdehnung auf die obersten Hautschichten begrenzt.

  2. Die Papula, auch Knötchen oder Papel genannt, ist eine kleine umschriebene Erhabenheit. Es gibt Papeln der oberen, aber auch der unteren Hautschichten. Papeln kommen beispielsweise bei Akne vor.

  3. Der Nodus, oder Knoten, ist eine umschriebene Substanzvermehrung in oder unter der Haut. Sie sind größer als eine Papel.

  4. Die Urtica, oder Quaddel, ist eine unscharf begrenzte flache Erhabenheit.

  5. Die Vesicula, oder das Bläschen, ist ein mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum in der oberen Hautschicht, der Epidermis.

  6. Die Bulla, die Blase, ist ähnlich einer Vesicula, nur größer. Diese großen mit Flüssigkeit gefüllten Blasen entstehen oft aus kleinen Bläschen.

  7. Bei der Pustula, der Pustel, handelt es sich um eine sterile, gelbliche Ansammlung von Leukozyten (weiße Blutkörperchen) in einem Hohlraum der Epidermis (obere Hautschicht). Pusteln kommen beispielsweise bei Schuppenflechte und Akne vor.

Sekundäreffloreszenzen

Nun sollen die Sekundäreffloreszenzen beschrieben werden:

  1. Squama, die Schuppe, zeichnet sich durch eine verstärkte Ansammlung von Hornlamellen aus. Vor allem treten diese Schuppen bei der Schuppenflechte (Psoriasis) auf.

  2. Crusta, die Kruste, ist eine Auflagerung von eingetrocknetem Sekret.

  3. Cicatrix, die Narbe, ist gekennzeichnet durch eine Heilung eiens vorangegangenen Defekts. Die Narbe kann entweder atrophisch (also weniger Gewebe, als zuvor) oder hypertrophisch (mit vermehrtem Gewebewachstum) entstehen.

  4. Die Rhagade, oder Schrunde, ist ein spaltförmiger Riss, der bis in die Dermis reicht. An nicht verhornten Haut- / Schleimhautregionen werden sie Fissuren genennt. Oft treten sie in den Mundwinkeln auf.

  5. Unter einer Erosion (Abschürfung) versteht man einen oberflächlichen Defekt, der narbenlos verheilt.

  6. Eine Excoratio ist ein Defekt, der bis in die Dermis (untere Hautschicht) reicht. Trotzdem verheilt die Excoratio meist ohne Narbe. Der Defekt ist also tiefer als bei einer Erosion.

  7. Ein Ulkus oder Geschwulst beschreibt einen tiefer reichenden Defekt, der nach dem Abheilen eine Narbe hinterlässt.

  8. Unter einer Atrophie versteht man einen Gewebeschwund ohne vorherigen Defekt.

  9. Auch eine Pustula (Pustel) kann als eine Sekundäreffloreszenz auftreten.

Hautveränderungen nach Chemotherapie

Gesunde, körpereigene Zellen mit einer hohen Teilungsrate können ebenfalls von einer Chemothrapie angegriffen werden.

Chemotherapie
Eine Chemotherapie dient der Vernichtung von entarteten Zellen. Da diese Tumorzellen sich meist ungehemmt teilen, ist die Chemotherapie darauf ausgelegt, genau diese Zellen mit hoher Teilungsrate zu vernichten.
Der Nachteil ist, dass auch einige gesunde Körpergewebe eine hohe Zellteilungsrate haben, da sie sich ständig erneuern müssen, so zB. die Haut und Mundschleimhaut, die deshalb ebenfalls von der Chemotherapie angegriffen werden.
Krebspatienten leiden daher während der Chemotherapie häufig an Entzündungen von Mundschleimhaut und Zahnfleisch, sowie Hautausschlägen aller Art.
Meistens handelt es sich bei chemotherapiebedingten Hautausschlägen um Hautrötungen, die am ganzen Körper auftreten (generalisiertes Exanthem).
Die Art des entstehenden Hautausschlags variiert auch je nach eingesetztem Chemotherapeutikum. Bei manchen Präparaten können schmerzhafte Läsionen an Handflächen und Fußsohlen auftreten (Hand-Fuß-Syndrom). Meist bildet sich der Hautausschlag jedoch mit dem Ende der Therapie zurück.

Strahlentherapie
Strahlentherapien wirken noch häufiger schädigend auf die Haut als Chemotherapien. Das liegt daran, dass die Haut bei der Strahlentherapie direkt der schädigenden Strahlung ausgesetzt wird. Bei manchen Patienten äußert sich dies in Ausschlag, der Wochen oder Monate nach der Strahlentherapie auftreten kann.
Er kann aus roten, schuppigen Flecken bestehen, mit nässenden Bläschen oder Hautverdickungen einhergehen und jucken.
Bei anderen Patienten können auch Pigmentflecken oder eine Verdunklung der Haut im bestrahlten Bereich auftreten. Generell sind davon häufiger von Natur aus hellhäutige Menschen betroffen.

Haarausfall
Auch die sogenannten Hautanhangsgebilde (Haare und Nägel) werden stark von Chemo- und Strahlentherapie beeinträchtigt, da sie ebenfalls aus sich schnell teilenden Zellen entstehen. Es kommt zu Haarausfall und brüchigen Nägeln. Im Anschluss an die Therapie wachsen die Haare in der Regel nach. In manchen Fällen kann durch eine Strahlentherapie aber auch bleibende Haarlosigkeit im bestrahlten Gebiet hervorgerufen werden.

Vorbeugung und Pflege
Sonneneinstrahlung sollte während einer Chemo-/Strahlentherapie, wenn möglich, vermieden werden, um die Haut nicht noch zusätzlich zu belasten. Außerdem empfiehlt sich eine ausreichende Pflege der Haut, bspw. mit Cremes und Salben, die Ringelblume (Calendula) enthalten.
Zur Mundspülung eignen sich insbesondere kamille- oder salbeihaltige Konzentrate.

Hautveränderungen bei Diabetes

Hautveränderungen sind ein Überbegriff für verschiedene Symptome.

Im Rahmen einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) kommt es häufig zu Hautveränderungen. Dabei lassen sich verschiedene Formen unterscheiden.

Diabetische Dermopathie
Die diabetische Dermopathie ist die häufigste Hautveränderung bei Diabetes mellitus. Sie tritt bei bis zu 70% der Diabetiker auf. Dabei bilden sich insbesondere an der Schienbeinvorderseite rote Flecken oder Bläschen aus, die Haut wird schuppig und pergamentartig.
Zusätzlich kann es zu Haarverlust in betroffenen Bereichen kommen.

Diabetisches Sklerödem
Diese Hautveränderung tritt bei 20-30% der Diabetiker auf. Sie ist gekennzeichnet durch einen wachsigen, schmerzlosen Umbau der Unterhaut, insbesondere an Handrücken und Fingern. Dadurch wird die Haut fest (wachsartig) und führt zu Steifigkeit und Bewegungseinschränkung der Hände.
Eine Sonderform ist das diabetische Sklerödem Buschke, bei dem die Haut durch vermehrte Zuckeransammlung im Gewebe umgebaut wird.
Dies tritt besonders bei schlecht eingestellten Diabetikern auf. Die Patienten beschreiben ein Spannungs- und Engegefühl in der Haut. Außerdem weist die Haut einen ungewöhnlichen Glanz auf und verliert ihre natürliche Zeichnung und Dehnbarkeit.

Nekrobiosis lipoidica
Diese Hauterkrankung ist charakterisiert durch eine Entzündung der mittleren Hautschichten, in die sich vermehrt Fette einlagern (daher „lipoidica“ von gr. Lipos = Fett).
Meist tritt sie an der Vorderseite der Unterschenkel auf. Zunächst entstehen meist intensiv rote Blasen, die sich mit der Zeit auf Handtellergröße ausdehnen, in das Gewebe einsinken und sich zu rot-gelblichen, leicht verdickten Flächen ausbilden.
Umgeben sind die Läsionen von einem bläulich gefärbten, erhabenen Rand. Im schlimmsten Fall kann durch die Entzündung das Gewebe absterben (Nekrose). Insgesamt ist die Nekrobiosis lipoidica selten. Sie betrifft etwa 0,3% der Diabetiker.

Bullosis diabeticorum
Die Bullosis diabeticorum ist eher selten. Dabei handelt es sich um spontan meist über Nacht auftretende Bläschen an Handflächen und Fußsohlen, die nach etwa 2-4 Wochen von alleine wieder abheilen.

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Pruritus diabeticorum
Diese Hauterkrankung bezeichnet den starken Juckreiz an sämtlichen Hautstellen, der häufig bei Diabetikern auftritt. Er wird bedingt durch Flüssigkeitsmangel, diabetische Nervenschädigung (Polyneuropathie), verminderte Talgproduktion oder auch sekundäre Hautinfektionen durch häufiges Kratzen.

Infektionen
Diabetiker sind generell anfälliger für Hautinfektionen aller Art. Durch Vorschädigung der Haut, bspw. durch vermehrtes Kratzen, kommt es schnell zur Ansiedlung von Erregern (v.a. Bakterien und Pilze). Diese Hautinfektionen äußern sich ebenfalls in Ausschlägen und juckenden Hautveränderungen.

Sonstiges
Bei Diabetes kann es zu sehr vielen unterschiedlichen Hautveränderungen kommen. Es treten vermehrt eine Rötung der Gesichtshaut durch weitgestellte Gefäße (Rubeosis faciei), eine Gelbfärbung der Fingernägel (Yellow-nail-Syndrom), sowie weiße Flecken auf der Haut (Vitiligo, Weißfleckenkrankheit) auf.

Hautveränderungen im Alter

Im Alter verändert sich das Hautbild stark.

Die Haut unterliegt mit fortschreitendem Alter vielen Umbauprozessen. Bereits mit dem 30. Lebensjahr setzt die Hautalterung merklich ein.
Je nachdem, welchen Umwelteinflüssen die Haut ausgesetzt wird, schreitet der Alterungsprozess schneller oder langsamer voran.
Beschleunigend auf die Hautalterung wirken sich zB. Nikotinkonsum, erhöhte UV-Licht-Exposition, sowie häufiger Chemikalienkontakt und Stress aus. Diese äußeren Faktoren lassen im Zusammenspiel mit inneren Faktoren, wie zB. ein verlangsamter Stoffwechsel im Alter und nachlassende Regenerationsfähigkeit, die Haut altern.

Physiologische Veränderungen

Mit dem Alterungsprozess nimmt der Wassergehalt der Haut ab. Die Haut wird trocken und ist weniger gespannt. Dadurch, dass auch das Fett direkt unter der Haut weniger wird, kommt es zur Faltenbildung.
Die Haut wird dünner, weniger elastisch und auch weniger durchblutet. Wunden heilen dadurch schlechter, als bei jüngeren Menschen.
Zusätzlich verändert sich die Struktur der Drüsen im Bereich der Haut. Schwitzleistung und Talgproduktion nehmen ab. Dies führt auch zu einer verminderten Widerstandsfähigkeit der Haut. Sie wird anfälliger für Risse, Verletzungen und Reizungen.

Altersflecken (Lentigines seniles)

Zusätzlich zu den physiologischen altersbedingten Veränderungen der Hautbarriere und Verfassung der Haut können im Alter auch vermehrt spezifische Merkmale auftreten, wie zB. Altersflecken oder Pigmentflecken.
Altersflecken entstehen vor allem im Gesicht, an den Unterarmen und auf den Handrücken und damit an Stellen, die besonders der UV-Strahlung ausgesetzt sind.
Es handelt sich um kleinere, hellbraune, scharf begrenzte Hautverfärbungen, die durch die Anhäufung von so genanntem Alterspigment (Lipofuszin) entstehen. Dieses Pigment entsteht bei UV-Licht-Exposition und wird normalerweise von den Zellen der Haut abgeräumt. Im Alter ist dieser Mechanismus nur noch eingeschränkt funktionstüchtig, sodass das Alterspigment in der Haut verbleibt und die typischen Flecken hervorruft. Diese sind ungefährlich, sollten aber dennoch bei Verdacht ärztlich begutachtet werden, da sie leicht mit einer bösartigen Hautveränderung (Lentigo maligna) verwechselt werden können. Dabei handelt es sich um eine Krebsvorstufe, die nach einiger Zeit in einen bösartigen Hautkrebs (malignes Melanom) übergehen kann.

Rosazea (Kupferrose)

Die Rosazea, manchmal auch Altersakne genannt, bildet sich meistens im Alter von etwa 40-50 Jahren aus. Es kommt zu roten, geschwollenen, akneähnlichen Pusteln und Papeln im Gesicht, die besonders bei Männern, später auch mit einer knollenartigen Wucherung der Nase einhergehen können (Rhinophym, Knollennase).
Die Ursache der Rosazea ist bisher nicht geklärt. Auch wenn einige Hauterscheinungen der jugendlichen Akne gleichen, haben diese Krankheiten nichts miteinander zutun. In machen Fällen kann die Rosazea die Augen befallen und zu Hornhauttrübung führen. Eine Verödung der erweiterten Gefäße in veränderten Hautarealen ist mittels Lasertherapie möglich.

Seborrhoische Keratose (Alterswarze)

Alterswarzen sind die häufigsten gutartigen Hauttumoren. Sie bilden sich bevorzugt an Rücken, Armen und Handrücken aus.
Dabei variiert ihr Aussehen stark. Manche Alterswarzen sind hellbraun, andere fast schwarz. Meist werden sie nicht größer als 1cm. Sie sind scharf begrenzt und wachsen in der Regel erhaben, dh. sie reichen über das normale Hautniveau hinaus.
Alterswarzen müssen nicht entfernt werden. Wenn nötig, zB. wenn die Alterswarze an unangenehmen Stellen sitzt, kann sie durch einen Laser oder scharfen Löffel abgetragen werden.
In machen Fällen können Alterswarzen mit bösartigen Hautveränderungen, wie dem bösartigen Hautkrebs (malignes Melanom oder Basaliom) verwechselt werden. Da auch bösartige Hauterkrankungen im Alter gehäuft auftreten, sollten alle Hautveränderungen zunächst ärztlich begutachtet werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Hautveränderungen im Alter

Hautveränderungen am Rücken

Leberflecken

Hautveränderungen am Rücken können sehr viele Ursachen haben. Die häufigste Hautveränderung in diesem Bereich ist das gewöhnliche Muttermal oder auch Leberfleck. Leberflecken können sehr unterschiedliche Größen und Farben haben. Meistens sind sie bereits bei Geburt vorhanden oder bilden sich in den ersten Lebensmonaten aus. Besonders Leberflecke, die spontan entstehen, größer werden oder ihre Farbe und Beschaffenheit ändern, sollten medizinisch begutachtet werden. Hierbei könnte es sich um Vorstufen von Hautkrebs handeln.

Akne

Akne, die wohl bekannteste Hauterkrankung, äußert sich durch zahlreiche gerötete Eiterpickel und Pusteln, die bevorzugt im Gesicht, Dekolleté, aber auch auf dem Rücken auftreten können. Da die Haut am Rücken besonders fest und widerstandsfähig ist, kann Akne besonders dort sehr hartnäckig sein.

Lipom (gutartige Fettgeschwulst)

Lipome können überall im Unterhautfettgewebe entstehen. Häufig befinden sie sich in der Kopf-Hals-Region, im Schulter- und Rückenbereich. Es handelt sich um unter der Haut tastbare, mehr oder weniger verhärtete Fettpölsterchen, die keinen Krankheitswert haben. Sie treten meist zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf. Zum umgebenden Gewebe lässt sich das Lipom deutlich abgrenzen. Lipome sind in den meisten Fällen nur oberflächlich und gehen nur selten in die Tiefe.

Wesentlich seltener als das gutartige Lipom ist das bösartige Liposarkom, welches jedoch in der Regel eigenständig entsteht und nicht aus einem Lipom hervorgeht.

Gürtelrose (Herpes zoster)

Gürtelrose ist eine Viruserkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus (Windpockenvirus) hervorgerufen wird. Dabei kommt es zu brennendem, oftmals auch juckendem, bläschenartigen Ausschlag, der entlang von Nervenbahnen verläuft und meist nur auf einer Körperhälfte auftritt.
In den meisten Fällen beginnt der Ausschlag im Rückenbereich neben der Wirbelsäule und breitet sich dann gürtelförmig nach vorne aus. Die Gürtelrose nimmt ihren Ursprung meist im Rückenbereich, da sich die ursächlichen Viren in den Ganglien des Rückenmarks befinden und von dort aus die Infektion auslösen. Die Viren gelangen meist bereits nach einer Windpockeninfektion in der Kindheit in die Ganglien, wo sie verharren und zB. bei geschwächtem Immunsystem wieder aktiviert werden. Dies äußert sich dann als Gürtelrose.

Ausschlag am Rücken

Rötlicher Hautausschlag am Rücken wird häufig durch Allergien oder Arzneimittelreaktionen hervorgerufen. Prinzipiell kann bei dieser Form der Reaktion am gesamten Körper Ausschlag entstehen, bevorzugt sind aber Rumpf und Rücken betroffen. Ein Ausschlag am Rücken äußert sich meistens durch rote Flecken am Rücken.

Hautveränderungen an/ unter der Brust

Hautveränderungen welche an oder unter der Brust entstehen können ganz unterschiedliche Ursachen aufweisen.

Generell kann es an der Brust zu jeglichen Hautveränderungen kommen, welche auch auf der Haut des restlichen Körpers auftreten. So kann es zu Veränderungen kommen, welche durch Akne oder UV-Strahlung sowie Verletzungen und Reizungen aber auch aufgrund gefährlicher Erkrankungen entstehen. In den meisten Fällen sind Hautveränderungen jedoch harmlos. Bösartige Erkrankungen, welche sich durch Hautveränderungen an oder unter der Brust zeigen sind vor allem Hautkrebs sowie Brustkrebs.

Hautveränderungen, die unter der Brust auftreten sind meist einer trockenen Haut und gereizten Haut geschuldet. Besonders dann, wenn die Haut unter der Brust gerötet ist und bei Berührung schmerzt liegt eine solcher Ursache nahe. Die Haut unter der Brust sollte, da oftmals übersehen, auch regelmäßig auf Hautveränderungen untersucht werden, welche für das Vorliegen eines Hautkrebses sprechen.

Hautveränderungen der Brust können außerdem einen Hinweis auf das Vorliegen eines Brustkrebses darstellen. So sind besonders Veränderungen der Brustwarze wie Einziehungen und Farbveränderungen ein Alarmsignal welches dringend abgeklärt werden sollte. Auch dann wenn blutige oder klare Absonderungen aus der Brust treten sollte ein Arzt zur Abklärung aufgesucht werden. Dies gilt außerdem, wenn eine gereizte und rote Haut über längere Zeit nicht abheilt oder andere Hautveränderungen in kurzer Zeit auftreten. Wenn die Haut der Brust eine auffällige Orangenhaut aufweist ist dies als Warnzeichen für Brustkrebs zu verstehen.
Hautveränderungen an der Brust treten jedoch eher selten in Frühphasen eines Brustkrebses auf. So ist eine regelmäßige Kontrolle durch einen behandelnden Frauenarzt sinnvoll welcher die Brust auf auffällige Knoten als frühe Hinweise eines Brustkrebses untersucht.

Generell gilt außerdem, dass Hautveränderungen die lediglich auf einer Brust vorkommen auffällig und in jedem Falle einer Abklärung bedürfen.

Sollten Hautveränderungen an oder unter der Brust auftreten empfiehlt sich stets eine Abklärung durch den behandelnden Arzt. Dieser kann die Ursache der Hautveränderung herausfinden und gegebenenfalls eine gefährliche Erkrankung ausschließen. Es kann, je nach Beschwerdebild ein Haus- Frauen- oder Hautarzt aufgesucht werden. Die individuelle Prognose für Hautveränderungen, ob bösartig oder gutartig, bei einer zügigen Diagnose und einem damit verbundenen frühen Therapiebeginn ist stets besser als bei einer späten Diagnosestellung, weshalb der Besuch bei einem Arzt nicht gescheut werden sollte.

Hautveränderungen im Gesicht

Bei Hautveränderungen im Gesicht kann es sich um eine Vielzahl unterschiedlicher Symptome und Erkrankungen handeln.

Welche Erkrankung oder Ursache individuell für die Entstehung der Hautveränderung verantwortlich ist kann am besten durch eine Vorstellung bei einem Hautarzt abgeklärt werden. Dieser kann meist anhand einer Betrachtung der Veränderungen schon eine Verdachtsdiagnose stellen. So kann dieser die individuell vorliegenden Narben, Schuppen, Pusteln, Geschwüre oder Bläschen deuten und den verursachenden Erkrankungen zuordnen.

Das Gesicht gehört zu den Körperpartien, welche besonders häufig von Hautveränderungen betroffen ist. Dies liegt zum einen an den Erkrankungen, welche häufig im Gesicht Symptome zeigen, zum anderen ist das Gesicht in vielen Fällen mehr als jede andere Stelle des Körpers Umwelteinflüssen wie beispielsweise der schädlichen UV-Strahlung ausgesetzt.

Hautveränderungen im Gesicht können in unterschiedliche Gruppen eingeteilt werden. So können diese beispielsweise aufgrund von Infektionen entstehen. Häufig weisen Hautveränderungen welche infektionsbedingt auftreten weitere Symptome wie beispielsweise eine erhöhte Temperatur auf. Eine Reihe unterschiedlicher Bakterien und Viren sowie Pilze kann für eine solche Infektion infrage kommen. Der bekannte Lippenherpes stellt beispielsweise eine infektionsbedingte Veränderung der Haut dar. Bestimmte Pilze stehen außerdem im Verdacht die Ursache für das häufig auftretende seborrhoische Ekzem der Kopfhaut und des Gesichts zu sein.

Da die Haut im Gesicht meist nicht durch Kleidung bedeckt wird tritt dort eine höhere UV-Belastung als am restlichen Körper auf. Veränderungen, welche aufgrund der UV-Strahlung entstehen können sind neben einem Sonnenbrand auch bösartige Erkrankungen wie Hautkrebs.

Relativ selten, aber durchaus möglich sind Hautveränderungen, welche aufgrund von Nebenwirkungen auf Medikamente entstehen. Ein solcher Arzneimittelausschlag tritt jedoch meist an großflächigen Stellen auf und ist nicht nur auf die Haut im Gesicht begrenzt.

Schlussendlich können auch Allergien die Ursache für die Hautveränderung sein. Eine Allergie auf bestimmte Pflegeprodukte oder eine Überreaktion des Körpers auf eigentlich harmlose Substanzen kann hierbei eine Rolle spielen.

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Hautveränderungen auf der Kopfhaut

Veränderungen der Kopfhaut können unterschiedlichster Ursache sein. In den meisten Fällen handelt es sich bei Hautveränderungen welche an der Kopfhaut entstehen um harmlose Erscheinungen welche leicht zu therapieren sind. In seltenen Fällen kann es dennoch sein, dass eine bösartige Erkrankung hinter den Hautveränderungen steckt welche möglichst schnell diagnostiziert und therapiert werden sollte.

Da die Kopfhaut in einem direkten Winkel zu der Sonne und damit zu der schädlichen UV-Strahlung steht entwickeln sich hier häufig Hautveränderungen, welche aufgrund dieser UV-Strahlung entstehen. Hierzu gehört neben einem Sonnenbrand auch die Entstehung von Hautkrebs. Deshalb sollte bei einem Hautkrebsscreening immer auch die Kopfhaut untersucht werden da ein Hautkrebs ansonsten an dieser Stelle häufig lange unerkannt bleibt.

Aber auch Schuppen und sogenannte Atherome, gutartige Geschwülste unter der Haut, sind häufige Hautveränderungen am Kopf.

Generell gilt, dass wenn Hautveränderungen rasch und ohne ersichtlichen Grund auftreten sowie wenn bestehende Male der Haut rasch verändern im besten Fall ein Hautarzt zur Abklärung aufgesucht werden sollte.

Hautveränderungen auf der Eichel

Hautveränderungen an der Eichel (medizinisch: Glans penis) können unterschiedliche Ursachen aufweisen.

Die individuelle Hautveränderung sollte von einem Hautarzt abgeklärt werden damit dieser die zugrundeliegende Erkrankung diagnostizieren und eine passende Therapie einleiten kann. Der häufigste Grund für Hautveränderungen welche an der Eichel auftreten ist eine Infektion mit Bakterien, Pilzen oder Viren. Häufig treten diese Infektionen im Rahmen einer sexuell übertragbaren Krankheit auf. Auch bei einer übermäßigen Reizung der Haut kann es zu Rötungen kommen. Bei einer Allergie, beispielsweise auf das verwendete Waschmittel, Kondome (Latexallergie), oder Pflegeprodukte kann es zu Reizungen, Pusteln und Rötungen kommen welche sich bei der Meidung des auslösenden Stoffes meist von selbst zurückbilden.

Schlussendlich kann sich das Peniskarzinom auf der Eichel manifestieren und dort zu Hautveränderungen führen. Besonders dann, wenn sich die Hautveränderung an der Eichel mit der Zeit verändert oder dunkel beziehungsweise mehrfarbig ist sollte stets ein Hautarzt aufgesucht werden.

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Hautveränderung bei Brustkrebs

Neben anderen typischen Symptomen ist auch die Veränderung der Haut ein mögliches Zeichen dafür, dass ein Brustkrebs vorliegt. Besonders dann, wenn Hautveränderungen relativ schnell und ohne sichtbaren Grund auftreten sollte stets ein Arzt zur Abklärung aufgesucht werden.

Hautveränderungen an der Brust welche auf einen Brustkrebs hinweisen können die ganze Brust oder nur einen Teil betreffen. Typischerweise handelt es sich um ein einseitiges Auftreten der Veränderungen. In der Regel treten Hautveränderungen nicht als Frühsymptom bei Brustkrebs auf und sind eher als Spätsymptome zu verstehen.

Typisch für eine Hautveränderung bei Brustkrebs ist ein Einziehen der Haut, meist an der Brustwarze. Des weiteren treten teilweise eine auffallende Orangenhaut sowie Rötungen und Reizungen der Haut im Bereich der Brust auf. Je nach Lokalisation und Größe des Tumors kann eine Schwellung der Brust, und damit eine Dehnung der Haut, in dem betroffenen Bereich auffallen. Auch wenn ein auffälliges Sekret abgesondert wird, beispielsweise wenn dieses blutig ist, sollte ein Arzt zur Abklärung aufgesucht werden.

Sollten Hautveränderungen an der Brust wahrgenommen werden empfiehlt sich in jedem Fall eine Abklärung durch den behandelnden Frauen- oder Hautarzt. Dieser kann gegebenenfalls Entwarnung geben und die individuelle Therapie anordnen. Sollte es sich tatsächlich um Brustkrebs handeln ist die jeweilige Prognose bei frühem Therapiebeginn stets besser als bei einer späten Diagnosestellung.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 28.02.2017
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