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Rote Flecken auf der Kopfhaut

Einleitung

Bei vielen Menschen gibt es rote Flecken auf der Kopfhaut. Rote Flecken sind kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern stellen nur ein Symptom dar. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wodurch diese roten Flecken verursacht werden. Zu den häufigsten Ursachen zählt die seborrhoische Dermatitis, eine juckende Hauterkrankung, die durch eine zu fettige Kopfhaut aufgrund einer verstärkten Talgproduktion ausgelöst wird. Ebenso häufig können die roten Flecken für einen Pilzbefall der Kopfhaut sprechen, vor allem im Sommer, wenn man viel schwitzt und man einem feucht-warmen Klima ausgesetzt ist. Dabei kommt es zusätzlich zu den roten Flecken meist auch weiße Schuppen auf, die sich bei trockener Kopfhaut lösen und im Haar und auf der Kleidung sichtbar werden. Nicht nur Pilze, sondern auch Infektionen mit Viren oder Bakterien können zu roten Flecken auf der Kopfhaut führen.

Bei Kindern sollte bei roten Flecken auf der Kopfhaut an die typischen Kinderkrankheiten wie Windpocken, Masern oder Röteln gedacht werden. Viele dieser Erkrankungen sind ansteckend, weshalb bei Verdacht auf eine Kinderkrankheit umgehend ein Arzt aufgesucht und der Kindergarten oder die Schule gemieden werden sollte.

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Aber auch andere teilweise chronische Erkrankungen wie beispielsweise die Schuppenflechte (Psoriasis) können immer wieder zu roten Flecken auf der Kopfhaut führen. Treten rote Flecken auf der Kopfhaut in Abwesenheit von anderen Erkrankungen auf, kann es sich unter Umständen auch um eine allergische Reaktion auf ein Shampoo oder etwas ähnliches handeln. Auch körperlicher oder psychischer Stress können zu solchen Hautreaktionen führen.

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In manchen Fällen kommt es auch bei Akne zu einer Ausbreitung der Pickel auf die Kopfhaut.

Aufgrund der Vielzahl von Ursachen für rote Flecken auf der Kopfhaut sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn sie sich nicht nach ein paar Tagen bessern oder wenn starker Juckreiz, Schmerzen oder andere weitere Symptome hinzukommen. In der Regel handelt es sich um eine harmlose Ursache, es sind jedoch auch ernsthafte Auslöser für die roten Flecken auf der Kopfhaut möglich.

Rote Flecken und Juckreiz

Rote Flecken auf der Kopfhaut in Begleitung von Juckreiz können sehr lästig werden.

Es gibt viele Ursachen, die zu einem Juckreiz der Kopfhaut führen können. Parasitenbefall (z.B durch Kopfläuse), Pilzinfektionen, häufiges Haarewaschen, Haarspray oder Haargel, allergische Reaktionen oder auch Stress können sowohl starken Juckreiz, als auch rote Flecken auf der Kopfhaut verursachen.

Der Juckreiz entsteht durch bestimmte Botenstoffe (z.B Histamin), die in der Haut ausgeschüttet werden und ein Signal an das Gehirn leiten, wo der Juckreiz wahrgenommen wird. Typischerweise reagiert man mit Kratzen, jedoch kann es dadurch zu einer Schädigung der Haut und zu einer Verstärkung der Symptome kommen.

Auch bei bei Kopfläusen oder andere Parasiten kommt meist durch die winzigen Verletzungen beim Blutsaugen und die darauf folgende Immunantwort auf den Speichel der Tiere mitunter zu starkem Juckreiz. Gleichzeitig kommt es durch die Parasiten zu kleinen, stark juckenden, rötlichen Flecken auf der Kopfhaut.

Eine weitere Ursache für rote Flecken am Kopf und Juckreiz kann das Seborrhoische Ekzem sein. Das Seborrhoische Ekzem tritt vor allem an Hautarealen mit vielen Talgdrüsen, wie z.B. der Kopfhaut auf. Typisch sind rote, rundliche Flecken mit gelblicher Schuppung und ausgeprägtem Juckreiz.

Es wird angenommen, dass der Erkrankung eine familiäre Vorbelastung zugrunde liegt. Kommen äußere Faktoren hinzu, wie z.B. Stress und Klimawechsel, bricht das Ekzem aus und verursacht beschriebene rote Flecken.

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Auch eine Allergische Reaktion kann zu Juckreiz am Kopf führen. Viele Haarpflegeprodukte enthalten Duft- oder Konservierungsstoffe. Empfindliche Menschen können auf diese Inhaltsstoffe allergisch reagieren.
Auf der Kopfhaut bilden sich rote Flecken und ein hartnäckiger Juckreiz, vor allen nach dem Waschen der Haare. Wenn Sie den Verdacht haben, kann bereits ein Wechsel des Shampoos helfen. Heutzutage gibt es zahlreiche duftstoffarme Haarpflegeprodukte, die speziell für empfindliche Kopfhaut geeignet sind.

Ursachen- Was kann es sein?

Rote Flecken auf der Kopfhaut stellen ein Symptom für eine Vielzahl von Hautkrankheiten dar. Allergische Reaktionen, genetische oder hormonelle Faktoren können eine Rolle spielen. Die typischste Hautkrankheit ist Akne, bei der es zu Pickeln und roten Knötchen kommt, die sich auch an der Kopfhaut präsentieren können.

Des Weiteren stellt auch Neurodermitis eine weit verbreitete, chronische Erkrankung dar. Dabei ist die Kopfhaut oft trocken und schuppig, es kann zu starkem Juckreiz kommen. Schuppenflechte (Psoriasis) führt auf der Haut zu entzündeten, roten Platten, die mit weißen Schuppen bedeckt sind und ebenfalls stark jucken können, wobei vor allem die Kopfhaut eine sehr häufige Lokalisation der Schuppenflechte ist.

Lesen Sie mehr zum Thema: Schuppenflechte der Kopfhaut

Bei einer allergischen Reaktion auf Medikamente oder Lebensmittel kann es zur sogenannten Nesselsucht kommen. Stark juckende Quaddeln auf der Haut bilden sich, die auch durch Druck, Wärme oder Kälte ausgelöst werden können. Häufig kommt es zu roten Flecken auf der Kopfhaut durch eine Infektion mit einem Hautpilz. Dabei entwickeln sich häufig sichtbare Schuppen und die Kopfhaut juckt. Aber auch Parasiten wie Milben können zu roten Flecken auf der Kopfhaut führen. Weit verbreitet ist die sogenannte Krätze, die einen stark juckenden Ausschlag erzeugt und hoch ansteckend ist. Außerdem kann es sich um Kopf-, Kleider- oder Filzläuse handeln, die die roten Flecken an der Kopfhaut verursachen.

Neben Hauterkrankungen können auch Infektionskrankheiten wie Gürtelrose, Pfeiffersches Drüsenfieber, Syphilis oder Hepatitis rote Flecken auf der Kopfhaut auslösen, allerdings können die Erkrankungen auch ohne Ausschlag auftreten.

Mehr zum Thema finden sie unter: Ist mein Hautausschlag ansteckend?

Eine weitere Hauterkrankung, die sich auf das Gesicht und die Kopfhaut konzentriert, ist das sogenannte Seborrhoische Ekzem oder die Seborrhoische Dermatitis. Dabei kommt es zu roten Flecken mit Bläschenbildung, welche aufplatzen und zu Schorf- und Schuppenbildung führen können. Bei Säuglingen wird die Seborrhoische Dermatitis häufig mit dem sogenannten Milchschorf verwechselt. Die Erkrankung ist wahrscheinlich durch genetische Faktoren bedingt. Allerdings können mit geeigneten Methoden die begleitenden Symptome wie starker Juckreiz therapiert werden.

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Rote Flecken auf der Kopfhaut durch Läuse

Kleine roten Flecken auf der Kopfhaut, im Nacken oder hinterm Ohr können ein Hinweis auf Kopfläuse sein. Sie entstehen durch kleinste Bisse der Läuse und verursachen ausgeprägten Juckreiz.
Vor allem hinter den Ohren (retroaurikulär) werden die roten Flecken oft zuerst sichtbar. Durch Kratzen der Kopfhaut können die roten Flecken noch verstärkt werden. Manchmal entstehen so jedoch kleinste Verletzungen, die als Eintrittspforte für Bakterien dienen können.
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Auf der anderen Seite können Läuse unsere Kopfhaut auch so gut wie unbemerkt besiedeln. Erst bei genauem Hinsehen oder einem Friseurbesuch werden die kleinen Tierchen sichtbar.

Unliebsam, aber wichtig bei der Behandlung des Lausbefalls ist es, die Haare mit einem Nissenkamm auszukämmen. In den feinen Zinken bleiben die Läuse und deren Eier (Nissen) hängen. Weiterhin empfiehlt sich die Anwendung eines speziellen Shampoos.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Kopfläuse

Therapie - Wann muss man zum Arzt?

Die Therapie bei roten Flecken an der Kopfhaut erfolgt in Abhängigkeit von der Ursache für die Beschwerden. Die roten Flecken sind ein Symptom und können für viele Diagnosen sprechen. Wichtig ist, dass ein Arzt aufgesucht wird, wenn die roten Flecken an der Kopfhaut nicht von selbst wieder abklingen. Auch bei einem schlagartigen Auftreten der Flecken ohne erkennbare Ursache ist ein Arztbesuch angezeigt. Kommen weitere Symptome hinzu wie beispielsweise Fieber, Atemnot oder Schmerzen kann es sich unter Umständen um eine ernsthafte Erkrankung handeln, in diesem Fall sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden.

Um die Ursache für die roten Flecken auf der Kopfhaut zu ermitteln und die geeignete Behandlung einzuleiten wird zunächst ein ausführliches Gespräch geführt (Anamnese) und der Ausschlag am Kopf begutachtet. Sollte die Ursache danach noch nicht feststehen, können Blutuntersuchungen sowie eine Gewebeprobe oder ein Abstrich der betroffenen Kopfhaut notwendig sein. Bei einer Infektion mit Bakterien, Viren oder Pilzen kommen entsprechende Medikamente und Salben zur Therapie in Betracht. Bei Verdacht auf eine allergische Reaktion kann ein Allergietest durchgeführt werden. Erkrankungen wie die Schuppenflechte müssen regelmäßig behandelt werden und erfordern eine regelmäßige Nachsorge.

Rote Flecken auf der Kopfhaut bei Kindern und Babys

Die typischen Kinderkrankheiten können fast alle mit roten Flecken auf der Kopfhaut einhergehen. Beispielsweise kann es bei dem Dreitagefieber nach der Entfieberung zu einem Hautausschlag kommen, der meist an Nacken und Rumpf lokalisiert ist, sich jedoch auch auf die Kopfhaut ausdehnen können. Bei Windpocken sind rote Bläschen zu erwarten, die sehr stark jucken. Der typische Ausschlag bei Röteln beginnt an der Kopfhaut hinter den Ohren und breitet sich von dort über den ganzen Körper aus. Auch bei der Scharlach-Erkrankung kommt es neben den typischen Hals- und Schluckbeschwerden zu einem feinfleckigen Ausschlag, der als rote Flecken auf der Kopfhaut auftreten kann. Die Ringelröteln-Infektion ähnelt zunächst einer Erkältung, später kommt es zu dem charakteristischen ringförmigen, roten und juckenden Hautausschlag, meist zunächst an den Wangen und im Kopfbereich. Auch die Masern führen meist neben den grippeähnlichen Symptomen Fieber, Husten und Schnupfen zu roten Flecken, ein Juckreiz wie bei den Windpocken entwickelt sich in der Regel nicht.

Aber auch Infektionen mit Parasiten sind bei Kindern häufig. Milben, Läuse oder Flöhe sollten rechtzeitig erkannt und aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr konsequent behandelt werden.

Rote Flecken und Schuppen auf der Kopfhaut

Die häufigste Ursache für rote Flecken und Schuppen auf der Kopfhaut stellen unterschiedliche Hautpilzerkrankungen dar. Diese werden unter dem Oberbegriff der sogenannten Dermatomykose zusammengefasst. Auf der Kopfhaut kommt es durch Pilzbefall in der Regel zu starkem Juckreiz, roten Flecken, Schuppen- und Bläschenbildung.
Solche Hautpilzerkrankungen, die mit einer verstärkten Schuppenbildung einhergehen, können mit einer konsequenten Therapie in den meisten Fällen gut behandelt werden.

Eine weitere Erkrankung, die mit Schuppen und roten Flecken auf der Kopfhaut einhergeht, ist die Schuppenflechte.
Bei der Erkankung kommt es zu einer stark beschleunigten Bildung der Hautzellen, wodurch sich vermehrt Schuppen bilden und die darunter liegende Haut als rote Flecken sichtbar wird.

Lesen Sie mehr zum Thema: Schuppenflechte der Kopfhaut

Rote Flecken und Haarausfall

Viele Erkrankungen, bei denen die Kopfhaut betroffen ist, können zu einer Beeinträchtigung des Haarwuchses oder zu Haarausfall führen. So kann es beispielsweise bei übermäßiger Schuppenbildung durch eine Pilzerkrankung auf der Kopfhaut zu Haarausfall kommen, weil die Haarwurzeln nicht mehr genügend Nährstoffe erhalten. Rote Flecken auf der Kopfhaut sind ein unspezifisches Symptom, viele Auslöser der Flecken können unter Umständen jedoch auch zu Haarausfall führen. Eine besondere Erkrankung, die mit Haarausfall und starkem Juckreiz einhergeht ist die sogenannte Trichodynie, die wahrscheinlich durch Stress verursacht wird. Es kommt zu Empfindungsstörungen an der Kopfhaut, von leichtem Kribbeln bis zu schmerzhaftem Brennen. Das darauf folgende Kratzen führt meist zu roten Flecken auf der Kopfhaut und die Erkrankung wird von Haarausfall begleitet. Die Trichodynie wird meist mit Methoden zur Muskelentspannung behandelt, ob mit Kopfhautmassagen oder muskelentspannenden Medikamenten.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Ursachen von Haarausfall

weitere Informationen

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Weitere allgemeine Informationen zu diesem Thema:

Eine Übersicht immer unter: Dermatologie A-Z.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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