Ringelröteln

Synonyme

Erythema infectiosum, „5. Krankheit“
Englisch: Sticker´s disease

Definition

Die Ringelröteln zählen zu den Infektionskrankheiten viraler Ursache, die vor allem im Kindesalter auftreten. Sie fallen in die Kategorie der Infektionskrankheiten, die mit einem flächigen Hautausschlag einhergehen. Ringelröteln ist eine selbstlimitierende Krankheit - sie klingt also von alleine ohne Therapie ab.



Die Ursachen

Der Erreger der Ringelröteln ist ein Virus: Parvovirus B19.
Dieses Virus ist weltweit vor allem in den gemäßigten Klimazonen verbreitet.

Das Virus findet seinen Weg in den Körper über die Atemwege. Hier vermehrt er sich in den Schleimhäuten.

Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch so genannte Tröpfcheninfektion. Die Krankheit wird also beispielsweise durch Niesen, Husten und ähnliches weitergegeben. Selten geschieht dies auch durch infizierte Hände oder Blutprodukte (Bluttransfusion). Ist der Ausschlag erst einmal aufgetreten, sind die Patienten nicht mehr ansteckend.

Die Inkubationszeit

Die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome beträgt 6- 14 Tage. Meist ist die Infektion asymptomatisch, dass bedeutet ohne Symptome. Nur bei weniger als einem Viertel der Infizierten tritt tatsächlich ein Hautausschlag auf.

Symptome im Anfangsstadium

In einem Teil der Ringelrötelninfektionen kommt es zu keinerlei spezifischer Symptomatik. Zeigen sich jedoch klinische Beschwerden, so treten diese nach ungefähr 4-14 Tagen Inkubationszeit auf, also der Zeit von Infizierung mit dem Virus bis zum Ausbruch der Krankheit.

Es wird in vielen Fällen von grippeähnlichen Beschwerden berichtet mit Fieber, Kopfschmerz und Schlappheit. Bildet sich das Exanthem aus, so ist die Krankheit nicht mehr ansteckend.

Liegt eine hämolytische Anämie vor, also eine Blutarmut, die durch verfrühten Zerfall der roten Blutkörperchen bedingt ist, kann der Ringelröteln auslösende Virus die Grundkrankheit verschlimmern, da er die roten Blutkörperchen befällt. Die Bildung der roten Blutkörperchen kann durch die Infektion drastisch gestört werden und die Blutarmut beeinträchtigen. Dieser gefürchtete Zustand wird als aplastische Krise bezeichnet. Bei Menschen mit einem eingeschränkten Immunsystem kann es im Anfangsstadium zu weiteren Komplikationen und Schwierigkeiten kommen.

Die Symptome einer Infektion

Als Vorbote im Anfangsstadium der Krankheit kommt es zu unspezifischen Krankheitssymptomen wie Fieber, Kopfschmerz und einer Entzündung der Atmungsorgane

Das wichtigste Anzeichen der Infektion mit Ringelröteln ist allerdings der Hautausschlag. Typisch ist der Beginn an den Wangen mit Ausbreitung über den Körper. Wegen der zentralen blasseren Anteile, wird der Ausschlag am Körper auch als girlandenartig bezeichnet. Anschließend wandert die Rötung dann über die Arme und Beine und über den Rumpf. Hierbei ist der Ausschlag zunächst rot und blasst im Verlauf etwas ab.
Häufig werden nach dem 7. Tag Gelenkschmerzen beobachtet.

Erfahren Sie hier mehr zum Thema: An diesen Symptomen erkennt man die Ringelröteln.

Der Ausschlag als Symptom

Der Hautausschlag bei Ringelröteln beginnt in der Regel im Gesicht. Die Wangen röten sich intensiv und sind leicht angeschwollen. Der Bereich rund um Mund und Nase bleibt unberührt. Insgesamt hat der Ausschlag im Gesicht die Form eines Schmetterlings. Die Haut in diesem Bereich juckt, spannt und ist warm.

1 bis 2 Tage später geht der Ausschlag auf den Körperrumpf und die Streckseiten der Arme und Beine über. Auch das Gesäß ist befallen. Später kommt es zu typischen girlandenförmigen Figuren, da die Rötung in der Mitte immer blasser wird und sich zum Rand hin weiterentwickelt. Diesem Aussehen verdanken sie ihren Namen „Ringelröteln“. Bei der Hälfte der Patienten kommt es bei diesem Ausschlag zu Juckreiz. Nach circa 5 bis 8 Tagen klingt der Ausschlag spontan wieder ab. Während des Ausschlages ist der Betroffene nicht ansteckend. 

Lesen Sie auch unsere Themen:

Gelenkschmerzen als Symptom

Bei ungefähr jedem 5. Kind und jedem 2. Erwachsenen kommt es im Rahmen einer Ringelrötelninfektion zu Gelenkschmerzen. Die medizinische Bezeichnung dafür lautet dann Parvovirus-B19-Arthritis, da das verantwortliche Virus Parvovirus-B19 ist.

Besonders Finger-, Hand, Knie- und Sprunggelenke sind symmetrisch auf beiden Seiten entzündet und lösen die Schmerzen aus. In den meisten Fällen bestehen die Schmerzen über 3-4 Wochen und heilen dann aus. Ganz selten kommt es jedoch dazu, dass der Virus in der Gelenkflüssigkeit verbleibt und auch über den genannten Zeitraum hinaus Beschwerden auslöst.

Durchfall als Symptom

Zu den Allgemeinsymptomen, die mit Ringelröteln einhergehen, zählt auch Durchfall. Typische Grippesymptome, wie Fieber, Kopfschmerz, Gliederschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sind keine Seltenheit.

Meist kommt es zu Durchfall und weiteren Symptomen in der Anfangsphase der Krankheit, wenn der Allgemeinzustand reduziert ist und der Hautausschlag noch nicht aufgetreten ist. Bei Durchfall muss man auf eine ausreichende Trinkmenge mit Wasser und ungesüßtem Tee achten und gegebenenfalls mit rehydrierenden Lösungen therapieren. Bei starkem Gewichtsverlust sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Der Verlauf

Der typische Verlauf der Ringelröteln beginnt mit einem leicht reduzierten Allgemeinzustand in der Anfangsphase und geht dann in die Phase des charakteristischen Hautausschlages über. Zu Beginn zeigt sich eine starke Rötung der Wangen, die entweder als Schmetterlingserythem oder Ohrfeigenexanthem bezeichnet wird. Vom Kopf breitet sich der Ausschlag dann weiter aus auf den Rumpf und die Extremitäten. Zuerst sind die Flecken zusammenfließend und knotig-fleckig. Im Verlauf blasst dann die Mitte der Flecken etwas ab und das Gesamtbild erinnert an eine Girlande oder ein Netz. Der Ausschlag besteht meist über 5-8 Tage und tritt nur bei jedem 5. Patienten auf. 50% der vom Hautausschlag Betroffenen klagen über Juckreiz.

Weiter besteht außerdem noch die Möglichkeit Gelenkbeschwerden zu entwickeln durch die Entzündung von Finger-, Hand-, Knie oder Sprunggelenken. Ganz seltene Komplikationen bei Kindern sind Infektionen der Leber, des Herzens und des Gehirns. Der Großteil der Kinder zeigt jedoch wenig Symptome und ausgeprägtere Verläufe der Krankheit finden sich eher bei Erwachsenen. Falls aber eine der genannten Komplikationen auftritt, kann die Heilung bis zu Monate andauern.

Bei einer Infektion mit Ringelröteln können nur die Symptome behandelt werden, es gibt keine Therapie, die direkt gegen das Virus wirkt.

Die Dauer

Die Zeit bis zum Ausbruch der Ringelröteln nach Ansteckung beträgt etwa 4-14 Tage. Danach kommt es zu einem Hautausschlag, das nach etwa fünf bis acht Tagen wieder abklingt. Während der Zeit des Ausschlages ist die Krankheit bereits nicht mehr ansteckend.

Sind Ringelröteln ansteckend?

Bei dem unter dem Namen Ringelröteln bekannten Symptomkomplex handelt es sich um eine hoch ansteckende Erkrankung. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass Ringelröteln nur von Mensch zu Mensch ansteckend sind. Eine Übertragung von Tier zu Mensch oder von Mensch zu Tier ist in der Regel nicht möglich.

In den meisten Fällen erfolgt die Weitergabe der verantwortlichen Viren über die sogenannte „Tröpfcheninfektion“. Das bedeutet, dass bereits beim Sprechen, Husten oder Niesen eine große Zahl der Erreger übertragen werden kann. Gerade die Tatsache, dass das Virus auch während des Händeschüttelns oder nach dem Anfassen von Gebrauchsgegenständen weitergegeben werden kann, machen das Virus der Ringelröteln so enorm ansteckend.

Des Weiteren kann der verantwortliche Parvovirus auch über den Stuhl (fäkal-orale Infektion) oder verschiedene Blutprodukte zur Ansteckung führen. Auch Ringelröteln in der Schwangerschaft kann eine Infektion der werdenden Mutter mit dem Parvovirus für das ungeborene Kind ansteckend sein.

Darüber hinaus muss beachtet werden, dass Ringelröteln in den meisten Fällen schon vor dem Auftreten der ersten Symptome hoch ansteckend sind. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass eine Ringelrötelninfektion bereits bis zu 18 Tagen vor Ausbruch der Erkrankung ansteckend sein kann. Auf diese Weise können sich die Krankheitserreger ungehindert in Schulen, Kindergärten oder ähnlichen Institutionen verbreiten bevor die erste Erkrankung in Erscheinung tritt und mögliche Prophylaxemaßnahmen ergriffen werden können. Auch diese Tatsache ist ursächlich für die rasante Ausbreitung und die hohe Ansteckungsgefahr einer Ringelrötelninfektion.

Nach dem Auftreten der ersten Symptome nimmt diese Ansteckungsgefahr dann nochmal um ein Vielfaches zu, da große Mengen des Erregers vom Organismus des Betroffenen ausgeschleust werden. Doch gerade in den Tagen bevor es zum typischen Hautausschlag kommt, gelten Ringelröteln als besonders ansteckend. In diesem Zeitraum ist die Infektionsgefahr für das nähere Umfeld des Betroffenen am größten. Sobald es zur Ausbildung des Ringelröteln-spezifischen Hautausschlages kommt, nimmt die Ansteckungsgefahr recht zügig ab.

In vielen Fällen sind Ringelröteln bei Erscheinen des ersten Ausschlags sogar überhaupt nicht mehr ansteckend. Des Weiteren muss beachtet werden, dass nicht jeder Mensch nach erfolgter Übertragung des Erregers Symptome ausbildet. Dennoch sind auch diese Menschen für einige Tage hoch ansteckend.

Die Gefahr sich mit dem verantwortlichen Virus zu infizieren, ist außerdem nicht für jeden gleich hoch. Besonders gefährdet sind Kinder zwischen 5 und 15 Jahren. Auch für Jugendliche und alte Menschen besteht bei Kontakt zu einem Infizierten ein hohes Risiko der Ansteckung. Darüber hinaus sind auch Menschen die unter einer Abwehrschwäche (Immunschwäche) leiden, besonders gefährdet.

Wie lange sind Ringröteln ansteckend?

Die Infektion mit Ringelröteln ist so häufig, dass in Deutschland 70% der Erwachsenen eine Infektion durchgemacht haben. Mit dem Zeitpunkt der Infizierung beginnt die Inkubationszeit, die etwa 4-14 Tage beträgt und endet, sobald die Krankheit ausbricht.

Zum Zeitpunkt des Auftretens des Hautausschlages, auch „Erythema infectiosum“ genannt, ist die Krankheit zwar deutlich erkennbar und diagnostizierbar. Allerdings ist man dann nicht mehr ansteckend. Ringelröteln sind also nur so lange ansteckend, bis die Hautrötung beginnt.

Die Diagnose

Die Diagnose wird unter anderem mittels des Ausschlags gestellt. Aber vor allem das Blutbild gibt Hinweise. Es können Antikörper und Viren- DNA mittels spezieller Techniken (PCR) nachgewiesen werden.

Mehr allgemeine Informationen zum Thema Blutuntersuchung finden Sie hier. 

 

Was sieht man im Blutbild?

Bei leichten Symptomen ist keine Blutabnahme nötig. Falls zusätzlich chronische Blutkrankheiten bestehen, ist es sinnvoll, eine Kontrolle der Blutwerte durchzuführen, da sich der Virus in den Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen ansiedelt. In einigen Fällen kann dies zu einer leichten Anämie, also Blutarmut, führen. Klinische kann sich dies durch Blässe und Abgeschlagenheit zeigen.
Bei einer Anämie sind der Hämoglobinwert (Messwert des Blutfarbstoffes) und die roten Blutkörperchen erniedrigt. Die Vorstufen der roten Blutkörperchen, also die Retikulozyten, können bei einer Ringelrötelnanämie auch erniedrigt sein.

Informieren Sie sich hier rund um das Thema: Blutarmut

Die Therapie

Wie für alle Virusinfektionen steht bis heute kein geeignetes Medikament zur Verfügung. Eine Behandlung ist jedoch auch nicht notwendig. Medikamente gegen Juckreiz können bei Bedarf verschrieben werden.

Homöopathie als Therapiealternative

Ursächlich kann die Krankheit Ringelröteln weder schulmedizinisch noch homöopathisch behandelt werden. Um die Symptome zu lindern, kann man jedoch einige Hilfsmittel anwenden.

Bei Fieber und einem verschlechterten Allgemeinzustand sollte Bettruhe eingehalten werden und ausreichend Trinkmenge zu sich genommen werden. Gegen den Juckreiz kann man zum Beispiel Waschungen mit Kleie oder Molke durchführen. Auch kann man Säckchen mit Haferflocken in Wasser einweichen und dann wiederholt auf den juckenden Hautstellen ausdrücken und trocknen lassen. Das lässt sich praktischerweise in der Badewanne ohne großen Aufwand vollziehen.

Die Komplikationen

Zu Komplikationen kommt es nur selten. Bei Immuninkompetenten beispielsweise kann es zu einem chronischen Verlauf kommen.
Infiziert sich eine Schwangere mit Ringelröteln, so führt diese Infektion in 10- 15 % der Fälle zu einer Schädigung des Fetus.

Die Prophylaxe

Gegen Ringelröteln gibt es bis heute keine Impfung. Der Kontakt zu Erkrankten sollte nach Möglichkeit gemieden werden.
Da die Krankheit in der Regel ohne Komplikationen verläuft, ist eine Prophylaxe nur bei bestimmten Personen notwendig.

Gibt es eine Impfung gegen Ringelröteln?

Eine Impfung gegen Ringelröteln existiert nicht.
In der Regel verläuft die Infektion mit Ringelröteln sehr milde, lediglich bei Patienten mit einem geschwächten oder unterdrückten Immunsystem oder bei Menschen mit Sichelzellanämie kann es zu Komplikationen kommen.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Impfungen beim Baby

Kann man die Ringelröteln zweimal bekommen?

Kommt es zu einer Infektion mit dem Parvovirus-B19, also dem auslösenden Erreger der Ringelröteln, so bildet das Immunsystem des menschlichen Körpers Antikörper, die gegen das Virus ankämpfen. Diese Antikörper verbleiben auch nach der Krankheit im Körper und erkennen das Virus sofort wieder, falls es wieder versucht in den Körper einzudringen.
Durch diesen Wiedererkennungsmechanismus kann man sich nicht ein zweites Mal mit Ringelröteln anstecken, sondern ist ein Leben lang immun.

Die einzige aufzuzählende Komplikation, die öfter auftreten kann, ist die mit dem Parvovirus-B-19 verbundene Gelenkentzündung.

Ringelröteln bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen läuft die Infektion meist schwerer ab, als bei Kindern. Hierbei kommt es zu einem Krankheitsgefühl, das mit einer gering erhöhten Temperatur einhergehen kann. Daran schließt sich ein Hautausschlag an, welcher sich über das Gesicht auf den ganzen Körper ausbreiten kann. Da das Haupterkrankungsalter zwischen 5 und 15 Jahren liegt, ist die Erstinfektion im Erwachsenenalter zwar möglich, aber unwahrscheinlicher als im Kindesalter.

Bei vielen Menschen ist die Erkrankung bereits im Kindesalter unmerklich abgelaufen. Nach durchgemachter Infektion besteht lebenslange Immunität, man kann sich also kein zweites Mal damit anstecken.

Lesen Sie hier mehr zum Thema: Ringelröteln bei Erwachsenen

Wann darf man nach den Ringelröteln wieder Sport machen?

Da die Ausprägung der klinischen Symptome bei Ringelröteln bei den Erkrankten sehr unterschiedlich ist, lässt sich keine pauschale Aussage machen, wann genau man wieder Sport machen sollte. Grundsätzlich sollte man nach dem Fieber 1-2 Wochen sich schonen und dem Körper Zeit geben, sich wieder zu regenerieren.

Im Falle einer Anämie ist es ratsam, sich langsam wieder an körperliche Aktivität zu gewöhnen und sich nicht zu überanstrengen. Bei schweren Anämien sollten Blutkontrollen erfolgen und mit dem Arzt individuell abgesprochen werden, wann eine Aufnahme von sportlichen Aktivitäten wieder ratsam ist.

Die Besonderheiten beim Baby

Grundsätzlich ist eine Infektion mit Ringelröteln unbedenklich und nicht sehr beeinträchtigend, wenn es um den Allgemeinzustand des Patienten geht. Auch Babys oder Kleinkinder zeigen oft nur leichte gesundheitliche Auffälligkeiten und einen milderen Verlauf als Erwachsene.

Gefürchtet sind jedoch die Komplikationen für ein ungeborenes Baby, wenn die schwangere Mutter sich mit dem Ringelröteln-Virus infiziert. Bei fast jeder dritten Schwangerschaft überträgt die Mutter den Virus auf das Kind und kann somit eine Schädigung der Blutzellen mit anschließender Blutarmut auslösen.
Zwischen der 13. Und 20. Schwangerschaftswoche ist das Risiko besonders hoch für das Kind einen Hydrops fetalis zu entwickeln, also eine Flüssigkeitsansammlung in den Hohlräumen des kindlichen Körpers. Weitere Komplikationen können eine Herzentzündung oder eine daraus resultierende Herzschwäche sein. Im schlimmsten Fall kann das ungeborene Kind durch die Infektion mit dem Virus versterben.

Zur regelmäßigen Kontrolle, muss die schwangere Frau in kurzen Abständen zur Ultraschallkontrolle. Eine ursächliche Therapie existiert nicht, allerdings kann bei stark ausgeprägter Blutarmut eine Bluttransfusion über die Nabelschnur erfolgen.

Informieren Sie sich hier rund um das Thema: Ringelröteln in der Schwangerschaft. 

Wann darf ein Kind wieder in den Kindergarten?

Ringelröteln sind nur so lange ansteckend bis der charakteristische Hautausschlag ausbricht. Fühlt ein Kind sich krank und zeigt eine erhöhte Temperatur, darf es sowieso nicht in den Kindergarten. Dies ist meist zu der Krankheitsphase der Fall, wenn noch kein Ausschlag aufgetreten ist. Kommt es dann zum Ausschlag können sich die Mitmenschen also nicht mehr infizieren und ein Fernbleiben vom Kindergarten hat keine Vorteile.

Da Ringelröteln für ungeborene Kinder gefährlich sind, dürfen nur solche Frauen in Kindergärten arbeiten, die einen Schutz gegen Ringelröteln aufweisen.

Lesen Sie hier mehr zum Thema: Hautausschlag bei Ringelröteln

Zusammenfassung

Ringelröteln ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren hervorgerufen wird. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion.
Sie erfolgt meist im Kleinkind- oder Schulkindalter und tritt bevorzugt in den Winter- und Frühjahrmonaten auf. Das Anfangsstadium ist durch Allgemeinsymptome gekennzeichnet. Nun folgt ein Ausschlag, der sich vom Gesicht auf den restliche Haut ausbreitet. Der Ausschlag juckt und hat eine typische Ringelform. Eine Therapie ist nicht notwendig. Eine Ansteckung kann nur im Zeitraum zwischen dem Beginn der Anfangsphase und dem Auftreten des Ausschlags stattfinden. Mit Komplikationen ist nur in seltenen Fällen zu rechnen, wobei Immunsupprimierte und Schwangere besondere Vorsicht walten lassen müssen.
Eine Impfung gibt es bis heute nicht, so dass die Expositionsprohylaxe, also sich von Infizierten fern zu halten, die einzig wirksame Maßnahme darstellt.

Weitere Informationen

Hier finden Sie weitere hilfreiche Informationen zu diesem Thema

Eine Übersicht aller Themen der Kinderheilkunde finden Sie unter: Kinderheilkunde A-Z​​​​​​​.