Hopfen

Lateinischer Name: Humulus lupulus

Gattung: Maulbeergewächse / Hanfgewächse

Volksnamen: Bierhopfen, Wilder Hopfen, Hopf

Pflanzenbeschreibung

Rauhaarige Schlingpflanze, weibliche und männliche Exemplare erreichen eine Höhe von 5 Metern. Sowohl für das Bierbrauen als auch zur arzneilichen Nutzung sind nur die weiblichen Pflanzen von Bedeutung und werden angebaut. Aus den Blütenständen bilden sich die so genannten Hopfenzapfen.
Blütezeit: Sommer.
Vorkommen: Bei uns verbreitet in Kulturen angepflanzt, aber auch wild zu finden in feuchten Gebüschen und an Ufern.

Arzneilich verwendete Pflanzenteile

Die weiblichen Blüten (Hopfenzapfen), aber auch die Hopfendrüsen oder Lupulindrüsen welche an den Zapfendeckblättern und den Vorblättern der einzelnen Blütenstände stehen. Man erntet die weiblichen Blütenstände im Spätsommer kurz bevor sie ausgereift sind, damit bei der Ernte die Drüsenschuppen nicht abfallen. Anschließend wird nachgetrocknet.

Inhaltsstoffe

Die Bitterstoffe Humulon und Lupulon, ätherisches Öl, Harze, Mineralstoffe, Flavonoide.


Heilwirkung und Anwendung

Die Gerb- und Bitterstoffe haben eine appetitanregende Wirkung. Angewandt bei nervösen Magenbeschwerden. Hopfen wirkt beruhigend bei Nervosität, Einschlafstörungen und leichten Depressionen, Unruhe und Angstzuständen.

Zubereitung

Hopfenblüten-Tee: 2 gehäufte Teelöffel Hopfenblüten werden mit ¼ l kochendem Wasser übergossen, 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. Zwei mal täglich eine Tasse als Beruhigungstee oder ½ Stunde vor dem Zubettgehen als Schlaftee.

Kombination mit anderen Heilpflanzen

Zur Behandlung von Nervosität und Schlafstörungen bewährt sich eine Mischung aus Hopfenblüten und Baldrianwurzel. Man mischt beide Pflanzen im Verhältnis 1 Teil Hopfen und 3 Teile Baldrianwurzel. 1 Teelöffel dieser Mischung wird mit einer großen Tasse kochendem Wasser übergossen. 5 Minuten ziehen lassen, abseihen und eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen gut warm trinken.
Bei nervösen Magenbeschwerden mischt man 1 Teil Hopfen und 1 Teil Kümmel und bereitet den Tee wie oben beschrieben zu.

Anwendung in der Homoöpathie

Auch hier kennt man den Hopfen als Humulus lupulus, angewandt als gutes Beruhigungsmittel oder auch bei nervösen Magenbeschwerden.

Nebenwirkungen

Es sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Weiterführende Informationen

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 14.12.2017
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