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Muttermal lasern

Entfernung des Muttermals durch lasern

Wenn ein Muttermal entfernt werden soll, besteht die Möglichkeit, dieses operativ vollständig herauszuschneiden (siehe auch: Muttermal entfernen) oder durch eine Laserbehandlung zu entfernen.
Grundsätzlich gilt, dass alle auffälligen Muttermale, welche potentiell maligne (bösartig) entarten können, operativ vollständig entfernt werden sollten. In der Regel erfolgt die Entfernung des Muttermals unter örtlicher Betäubung.

Welche Gründe gibt es für eine Entfernung?

Grund für die operative Entfernung des Muttermals ist, dass das entfernte Muttermal im Anschluss histologisch auf Malignität oder Entartung untersucht werden kann. Der Nachteil dieser Methode ist, dass im Anschluss in der Regel eine Narbe entsteht.
Beim Muttermal lasern hingegen besteht die Möglichkeit, das Muttermal weitgehend schmerzfrei und ohne Narbenbildung zu entfernen. Dies ist besonders an sichtbaren Hautstellen, wie im Gesicht oder Dekolleté sinnvoll. In der Regel ist keine örtliche Betäubung notwendig.
Der Laser kann dabei an die Gegebenheiten und die speziellen Anforderungen angepasst werden. Dabei beeinflussen besonders die Intensität, Wellenlänge, Pulsdauer und die Pulsfrequenz die Wechselwirkungen mit dem Gewebe. Diese Wechselwirkungen bestehen häufig in thermischen Effekten wie der einfachen Erhitzung des Gewebes, der Ablation, also Verdampfung oder Verpuffung des Gewebes oder in chemischen Veränderungen.

Diese Eigenschaft wird besonders im Rahmen der photodynamischen Therapie genutzt. Durch die Hitze beim Muttermal lasern wird das Muttermal oberflächlich verbrannt. So wird es entfernt ohne eine Narbe zu hinterlassen. Allerdings ist die histologische Untersuchung nach der Laserbehandlung nicht mehr möglich, da das Gewebe vollständig zerstört wurde. Des Weiteren dringen die Laserstrahlen nicht tief genug in das Gewebe ein, um den notwendigen Sicherheitsabstand in die Tiefe zu gewährleisten, sollte es sich um einen entarteten Prozess handeln.

Aus diesem Grund wird die Muttermalbehandlung durch lasern nur im Rahmen rein kosmetischer Muttermalentfernungen eingesetzt. Die Laserbehandlung an sich ist in der Regel sehr kurz, pro Muttermal kann mit einer Behandlungsdauer von ca. 5 Minuten gerechnet werden.
Nach der Laserbehandlung ist es wichtig, die behandelte Stelle vor Sonnenlicht oder einer Infektion zu schützen. Die Narbenbildung ist sonst nicht auszuschließen.

Kosten der Muttermalentfernung

Viele Patienten haben den Wunsch sich die Muttermale lasern zu lassen, sind jedoch über die Kosten nicht genau in Kenntnis gesetzt. Denn die genauen Kosten, um ein Muttermal zu lasern, sind nicht einheitlich und schwanken je nach Größe, Beschaffenheit und Malignität (Boshaftigkeit). Ebenfalls entscheidend ist die Menge der Muttermale, die der Patient lasern lassen möchte. Möchte ein Patient aufgrund von kosmetischen Gründen das Muttermal lasern lassen, beispielsweise weil das Muttermal an einer ungünstigen Stelle im Gesicht oder im Dekolleté sitzt, so wird dies von der Krankenkasse nicht übernommen, da es sich um keinen medizinisch notwendigen Eingriff handelt. Dementsprechend muss der Patient je nach Arzt, je nach Größe und Beschaffenheit des Muttermals 50-70 € bezahlen.

Sollen noch weitere Muttermale entfernt werden, sinken die Kosten oft leicht und um die restlichen Muttermale zu lasern, belaufen sich die Kosten teilweise nur auf 20-50 €. Diese Kosten stellen keine fixen Kosten dar, sondern können von Patient zu Patient schwanken. Vor allem kleinere Muttermale können auch für die Kosten im Wert von 20 € gelasert werden. Gleichzeitig kann es sein, dass Patienten, die ein auffälliges Muttermal haben, welches sie enorm in ihrem alltäglichen Leben einschränkt oder belastet, dieses Muttermal lasern lassen, ohne Kosten übernehmen zu müssen.

Sobald es sich um einen medizinisch gerechtfertigten Einsatz handelt, muss die gesetzliche Krankenkasse nämlich die Kosten des Muttermallasern übernehmen. Ab wann eine Entfernung eines Muttermals mittels Laser zu einer medizinischen und keiner kosmetischen Indikation wird, entscheidet alleine der Hautarzt und dieser muss bei der Krankenkasse den Einsatz des Lasers auch rechtfertigen. Sobald es sich um ein Muttermal handelt, welches bösartig (maligne) zu sein scheint, wird dieses Muttermal nicht gelasert und somit werden die Kosten von der Krankenkasse auch nicht übernommen, in diesem Fall übernimmt die Krankenkasse jedoch die Kosten für das Herausschneiden und Untersuchen des Muttermals.

Schmerzen nach der Entfernung

Wenn ein gutartiges Muttermal per Lasertherapie entfernt wird, verursacht dies in der Regel keine Schmerzen, auch wenn manche Patienten zunächst von den schussartigen Geräuschen des Lasers irritiert sind. Der Laser gelangt lediglich in oberflächliche Hautschichten und schont aufgrund seiner Präzision zusätzlich das angrenzende Gewebe.

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Hautstelle vor dem Eingriff mit einer schmerzlindernden Salbe oder einer lokalen Betäubung (z. B. bei größeren Muttermalen) zu behandeln. In seltenen Fällen kann von den Patienten ein schmerzloses Kribbeln verspürt werden.

Lesen Sie mehr zum Thema: Muttermal juckt

Pflaster nach der Entfernung

Da der Laser bei der Muttermalentfernung nur in oberflächliche Hautschichten eindringt, entstehen auch keine tiefen Wunden. Dies ermöglicht eine schnelle Heilung der gelaserten Hautstelle. Damit das Risiko einer Infektion mit Viren oder Bakterien minimiert und zusätzlich eine Krustenbildung verhindert wird, besteht die Möglichkeit, spezielle wasserfeste, atmungsaktive Pflaster aufzukleben. Mit diesen kann man auch in den Tagen direkt nach der Laserbehandlung problemlos duschen. Nach einigen Tagen, sobald die Wunde verheilt und trocken ist, kann das Pflaster weggelassen werden.

Heilung nach der Entfernung des Muttermals

Viele Patienten hegen den Wunsch ihr Muttermal lasern zu lassen, um somit eine Heilung zu erzielen. Hierbei ist es jedoch sehr wichtig den Begriff der Heilung genau zu definieren. Möchte ein Patient ein Muttermal lasern lassen, so muss der Hautarzt dieses zunächst genau untersuchen. Handelt es sich um ein Muttermal, bei dem unklar ist, ob es eine bösartige Wucherung ist oder nur eine gewöhnliche Hautveränderung, muss der Hautarzt das Muttermal herausschneiden und dann von Pathologen (Ärzten der Lehre der Krankheit) untersuchen lassen, damit diese mittels Mikroskopie feststellen, ob es sich um ein gutes (benignes) oder böses (malignes) Muttermal handelt.

Ein Muttermal zu lasern bringt also im Sinne der Medizin keine Heilung von einer etwaigen bösartigen Hauterkrankung (Hautkrebs). Deshalb werden die Kosten, um ein Muttermal lasern zu lassen, meist nicht von den Krankenkassen übernommen. Erhofft der Patient sich durch das Muttermallasern eine Heilung im kosmetischen Sinne, so ist die Laser-Methode definitiv geeignet. Vor allem Muttermale im Gesicht können für den Patienten als störend empfunden werden. Lässt der Patient sich das Muttermal im Gesicht lasern, muss er keinen Heilungsprozess im Sinne einer Narbenbildung in Kauf nehmen, wie es beispielsweise beim Herausschneiden des Muttermals der Fall wäre. Dennoch ist es wichtig zu wissen, dass auch das Lasern der Muttermale die Haut in Anspruch nimmt. Der Heilungsprozess, nachdem die Muttermale gelasert wurden, dauert je nach Patient und je nach Stelle der Muttermale circa 3-8 Wochen. Um die Heilung zu beschleunigen, sollte der Patient die Sonne so gut es geht meiden und die Muttermale außerdem regelmäßig einschmieren, um eine Reizung der Haut zu vermeiden. So wird der Heilungsprozess, nachdem das Muttermal gelasert wurde, unterstützt.

Erneutes Auftreten eines Muttermals (rezidiv)

Viele Patienten wollen sich aus ästhetischen Gründen ein oder mehrere Muttermale lasern lassen, befürchten jedoch, dass dieses wieder kommt, dass es also nachdem das Muttermal gelasert wurde, zu einem sogenannten Rezidiv kommt. Dies trifft jedoch nur in seltenen Fällen zu, dennoch kann es sein, dass die Muttermale nach einiger Zeit wiederkommen, obwohl das Muttermal gelasert wurde. Hierbei ist zu beachten, dass die Rezidivrate meist höher ist, wenn die Patienten das gelaserte Muttermal anschließend zu viel dem Sonnenlicht aussetzen.

Deshalb ist es wichtig, auf die gelaserten Muttermale zu achten und diese, sobald sie der Sonne ausgesetzt sind, mit besonders hohem Lichtschutzfaktor einzucremen. Dennoch kann auch das Eincremen gelaserte Muttermale nicht immer davor bewahren, wiederzukommen. Deshalb sollte jeder Patient, der sich aus kosmetischen Gründen die Muttermale lasern lassen will, sich darüber im Klaren sein, dass auch ein gelasertes Muttermal wiederkommen kann, teilweise sogar erst nach wenigen Jahren. Die sicherste Methode, um ein Muttermal zu entfernen, ist somit das Herausschneiden, da es im Vergleich zu dem Muttermallasern hier zu keinem Rezidiv kommt.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 26.03.2019
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