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Juckender Leberfleck

Einleitung

Bei einem Leberfleck, in der Medizin als Nävus bezeichnet, handelt es sich um eine gutartige Vermehrung von pigmentbildenden Zellen, den sogenannten Melanozyten. Leberflecke sind häufig und bei fast allen Menschen zu finden. Die Mehrzahl der Leberflecke ist erworben, das heißt sie entstehen erst im Laufe des Lebens. Leberflecke, welche seit der Geburt bestehen, also angeboren sind, sind seltener. Angeborene Leberflecke können auch als Muttermale bezeichnet werden. Leberflecke können sich im Laufe der Zeit in Form und Farbe verändern aber auch wieder komplett zurück bilden. Bei der Mehrzahl der Leberflecke handelt es sich um harmlose Neubildungen, welche keiner Therapie bedürfen. Bestimmte Formen von Leberflecken bergen allerdings das Risiko einer malignen Entartung. Das bedeutet, dass aus einigen Leberflecken eine bösartige Krebserkrankung entstehen kann, das sogenannte maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs).

Um den Prozess der malignen Entartung frühzeitig erkennen und behandeln zu können, ist es wichtig, Leberflecke in regelmäßigen Abständen von einem Facharzt für Dermatologie (Hautarzt) kontrollieren zu lassen, zum Beispiel wenn ein Leberfleck juckt. Insbesondere sollten Leberflecke, die sich in Farbe (zum Beispiel ein sich schwarz verfärbender Leberfleck) und Form (zum Beispiel ein größer werdender oder ein ungleichmäßig wachsender Leberfleck) verändern regelmäßig kontrolliert werden. Außerdem können juckende, nässende, schmerzende, stechende und brennende, sowie blutende Leberflecken auf die Entstehung eines malignen Melanoms hindeuten. Leberflecke, bei welchen sich Hinweise auf eine maligne Entartung finden lassen, werden von einem Hautarzt frühzeitig operativ entfernt.

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Ursache

Leberflecke entstehen durch eine Vermehrung von pigmentbildenden Zellen, den Melanozyten. Warum es zu einer Vermehrung dieser Zellen kommt, ist noch nicht abschließend geklärt. Es wird vermutet, dass genetisch veränderte Vorläuferzellen der pigmentbildenden Melanozyten in die Haut einwandern, sich dort vermehren, sich anschließend in Form von Nestern anhäufen und so einen Leberfleck bilden. Melanozyten sind in der Lage, einen brauen Farbstoff, das Melanin zu produzieren, wodurch der Leberfleck braun oder schwarz aussieht.

Eindeutig identifiziert sind hingegen Einflussfaktoren, die das Auftreten von Leberflecken begünstigen können. Diese Einflussfaktoren spielen insbesondere bei den erworbenen, also den im Laufe des Lebens entstehenden Leberflecken eine große Rolle.
Zu ihnen zählen UV-Strahlung (zum Beispiel beim Sonnenbaden im Sommer), hormonelle Veränderungen (zum Beispiel im Rahmen der Pubertät oder in Form von Hautveränderungen in der Schwangerschaft), familiäre Vorbelastung oder eine abgeschwächte Immunabwehr (zum Beispiel bei Vorliegen einer Infektion).
Besonders der Einflussfaktor UV-Strahlung kann auch eine krankhafte Veränderung von bereits bestehenden Leberflecke verursachen.

Von den erworbenen Leberflecken unterscheidet man die angeboren Leberflecke, die bereits bei der Geburt vorhanden sind. Hier wird vor allem eine familiäre Disposition vermutet.

Des Weiteren gibt es verschiedene Krankheitsbilder (zum Beispiel die Neurofibromatose), bei denen es zusätzlich zu anderen Symptomen durch Mutation der Melanozyten zum Auftreten zahlreicher Leberflecke kommen kann. Veränderungen an bereits bestehenden Leberflecken können verschiedene Ursachen haben.

Häufig liegen Veränderungen an Leberflecken keine krankhaften Prozesse zugrunde. So kann es beispielsweise bei sehr trockener Haut zu starkem Juckreiz an der Haut kommen, der auch die Leberflecke betrifft, sodass auch der Leberfleck juckt. Durch starkes Kratzen an juckender Haut und juckenden Leberflecken kann es zu Blutungen kommen und auch der Leberfleck kann bluten.

Dennoch sollten Veränderungen an Leberflecken, wie eine Änderung der Form, Größe oder Farbe, sowie das plötzliche Auftreten von Juckreiz, Nässen, Schmerzen, Stechen und Brennen, sowie von Blutungen an Leberflecken stets ernst genommen werden, da sie im schlimmsten Fall auf die Entstehung einer bösartigen Krebserkrankung, dem malignen Melanom hindeuten können.
Das maligne Melanom bedarf einer sofortigen Behandlung.

Symptome

Bei Leberflecken handelt es sich um scharf begrenzte, in Größe und Form variierende, braun bis schwarz gefärbte Flecken unterschiedlicher Lokalisation, welche normalerweise keine Beschwerden verursachen.

Mögliche Symptome, die im Laufe der Zeit auftreten können, sind eine Änderung der Form, Größe oder Farbe, sowie das plötzliche Auftreten von Juckreiz, Nässen, Schmerzen, Stechen und Brennen, sowie von Blutungen an Leberflecken. Treten solche Veränderungen an Leberflecken auf, ist es ratsam einen Facharzt für Dermatologie (Hautarzt) aufzusuchen, da diesen Veränderungen auch bösartige Prozesse zugrunde liegen können, welche einer sofortigen Behandlung bedürfen. Da Leberflecke je nach Form, Farbe, Größe und Lokalisation variieren können, kann es in einigen Fällen auch zu einer ästhetischen Beeinträchtigung des Betroffenen kommen, weshalb Leberflecke schließlich auch aus kosmetischen Gründen behandelt werden können.

Leberfleck blutet

Leberflecken, die an ungünstigen Stellen mit viel Reibung, beispielsweise am Hosenbund, den Knöcheln oder Achseln, liegen, neigen häufiger zu kleinen Blutungen. Auch Juckreiz infolge kleinster Verletzungen, die aufgrund der Reibung entstehen, können zu Blutungen führen. Es kann sich aber auch um eine bösartige Entwicklung handeln, die sich hinter dem Juckreiz und der Blutung verbirgt. Blutungen sind daher verdächtig für einen bösartigen Hautkrebs.  Man sollte einen solchen Leberfleck daher unbedingt zeitnah von einem Hautarzt untersuchen lassen. Bösartige Wucherungen sind meist gut durchblutet und haben eine leicht verletzbare Oberfläche. Daher sind sie besonders anfällig für Reibung und Verletzungen. 

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Leberfleck verkrustet

Leberflecken sollten sich eigentlich im Laufe des Lebens nicht stark verändern. Verkrustungen, Blutungen, Juckreiz oder Ähnliches sind daher als kritisch anzusehen. Gerade in Kombination miteinander sollten diese Symptome nicht ignoriert werden, sondern einen Besuch beim Hautarzt nach sich ziehen. Verkrustungen können auch aufgrund kleiner Verletzungen entstehen. Auch Juckreiz ist dann kein seltenes Symptom. Dennoch sollte der Leberfleck in jedem Falle untersucht werden, um eine bösartige Erkrankung auszuschließen.

Leberfleck wächst/schwillt an

Ein Leberfleck, der sich in seinem Aussehen innerhalb kurzer oder auch längerer Zeit verändert, ist zunächst einmal als verdächtig für eine bösartige Erkrankung anzusehen. Nicht jeder bösartige Hautkrebs äußert sich durch wucherndes Gewebe, es gibt jedoch auch Hautkrebsarten, die genau dadurch auffallen. Sollte man bemerken, dass ein Leberfleck gewachsen oder angeschwollen ist, empfiehlt es sich, zeitnah einen Hautarzt aufzusuchen. Dieser kann sich den Leberfleck anschauen und beurteilen, ob es sich um einen verdächtigen Befund handelt. Zusätzlicher Juckreiz ist ebenfalls ein verdächtiges Symptom für eine bösartige Entwicklung des Leberflecks. Falls dem so ist, entfernt er den Leberfleck und führt eine Untersuchung des Gewebes unter dem Mikroskop durch.     

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Juckender Leberfleck- Hinweis auf Bösartigkeit/Hautkrebs?

Der schwarze Hautkrebs, auch malignes Melanom genannt, gewinnt in der Bevölkerung an einer immer größer werdenden Bedeutung. Die Zahlen der Neuerkrankungen sind in den letzten 50 Jahren dramatisch gestiegen, was auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden kann. Viele Menschen besuchen daher nicht nur das Hautkrebsscreening beim Haut- oder Hausarzt, sondern behalten ihre Muttermale und Leberflecken auch selbst regelmäßig im Blick. Es stellt sich vor allem die Frage, woran man einen bösartigen Leberfleck überhaupt erkennen kann und welche Symptome als verdächtig zu werten sind.

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Juckreiz ist zunächst einmal nicht zwingend mit einer bösartigen Hauterkrankung verbunden. Ein Leberfleck kann auch aufgrund trockener Haut oder einer anderen Hauterkrankung jucken. Dennoch sollte man bei einem juckenden Leberfleck einen Hautarzt aufsuchen und den Fleck zeitnah untersuchen lassen. Auch eine bösartige Entwicklung des Leberflecks kann nämlich zu Juckreiz führen. Besonders verdächtig sind Leberflecken, die auch andere typische Zeichen des bösartigen Hautkrebses aufweisen. Dazu gehört beispielsweise eine unscharfe Begrenzung, Blutungen, Verkrustungen, Schmerzen oder eine unregelmäßige Färbung des Flecks. Verdächtig ist vor allem ein Juckreiz, der scharf auf den Leberfleck begrenzt ist und nicht auch andere Teile der Haut betrifft. Letzteres würde beispielsweise für eine andere Grunderkrankung der Haut sprechen, die den Juckreiz verursacht.       

Informieren Sie sich auch über das Thema: Symptome bei einem Hautkrebs                                                                                        

Was tun bei einem juckenden Leberfleck?

Wenn ein Leberfleck juckt, sollte man zunächst einmal davon absehen, irgendwelche Salben oder Ähnliches zu verwenden. Sollte eine Hauterkrankung vorliegen, können Salben und Cremes, die zuvor angewendet wurden, das Hautbild beeinflussen. Dadurch kann ein Hautarzt das Hautbild nicht in seinem ursprünglichen Zustand bewerten. Leichte Kühlung, beispielsweise in Form eines nassen Waschlappens, kann den Juckreiz in der akuten Situation lindern. Ein juckendes Muttermal oder ein juckender Leberfleck sollte dann zeitnah durch einen Hautarzt untersucht werden, um die Ursache zu klären. Man sollte es unbedingt unterlassen, den Leberfleck zu kratzen, auch wenn dies schwerfällt. Das Kratzen führt nur zu weiteren Reizungen und kann sogar eine Infektion begünstigen. Ein kleines Pflaster kann helfen, den juckenden Leberfleck etwas abzuschirmen, da auch Kontakt zur Kleidung den Juckreiz verstärken kann.

Diagnose

Bei der Mehrzahl der Leberflecke handelt es sich um harmlose Neubildungen. Dennoch sollten insbesondere Veränderungen an Leberflecken, wie eine Änderung der Form, Größe oder Farbe, sowie das Auftreten von blutenden, juckenden, schmerzenden, nässenden oder neuen Leberflecken den Betroffenen aufmerksam machen und einem Facharzt für Dermatologie (Hautarzt) vorgestellt werden. Der Hautarzt kann mithilfe verschiedener Untersuchungstechniken ungefährliche Leberflecke von bösartig veränderten Leberflecken, die zur Entstehung eines malignen Melanoms (schwarzer Hautkrebs) führen können, unterscheiden und so gegebenenfalls eine frühzeitige Behandlung einleiten. Aber auch unauffällige Leberflecke sollten zum Beispiel im Rahmen des Hautkrebs-Screenings in regelmäßigen Abständen von einem Hautarzt kontrolliert werden.

In der Regel beginnt die Untersuchung durch den Hautarzt mit einer Betrachtung aller Leberflecke unter Zuhilfenahme einer speziellen Lupe, dem Dermatoskop. Hiermit kann der Hautarzt die Leberflecke unter Vergrößerung und Beleuchtung betrachten. Der Hautarzt geht dabei nach dem sogenannten ABCDE-Schema vor:

  • A steht hierbei für Asymmetrie (ein ungleichmäßiger Leberfleck ist verdächtig)
  • B steht für Begrenzung (eine unregelmäßige oder ausgefranste Begrenzung des Leberfleckes ist verdächtig)
  • C steht für Colorierung (ein mehrfarbiger Leberfleck oder eine Farbveränderung, zum Beispiel eine plötzliche Schwarzfärbung des Leberfleckes ist verdächtig)
  • D steht für Durchmesser (im Verlauf an Größe zunehmende oder Leberflecke, welche größer als 6 Millimeter sind, sind verdächtig)
  • E steht für Erhabenheit (ein aus dem Hautniveau herausragender Leberfleck ist verdächtig). Unter Punkt E fällt auch die Entwicklung des Leberfleckes.

Leberflecke, welche plötzlich bluten, jucken, schmerzen oder nässen, gelten dabei als verdächtig. Je mehr Kriterien dieses ABCDE-Schemas zutreffen, desto wahrscheinlicher ist es, dass es sich bei dem begutachteten Leberfleck um einen bösartig veränderten handelt. Vollständige Sicherheit, ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Leberfleck handelt, liefert aber nur die feingewebliche Untersuchung des Leberfleckes durch einen Pathologen. Hierfür müssen Gewebeproben des verdächtigen Leberfleckes gewonnen werden, welche schließlich unter einem Mikroskop betrachtet werden können. Hierbei können gesunde von entarteten Zellen differenziert werden. Die Entnahme von Gewebeproben erfolgt oft im Rahmen einer Biopsie, bei welcher Teile des verdächtigen Leberfleckes gewonnen werden. Häufig wird der verdächtige Leberfleck aber auch einfach im Ganzen entfernt.

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Therapie

Leberflecken müssen normalerweise nicht behandelt werden, da es sich in der Regel um harmlose Neubildungen handelt. Blutende, juckende oder schmerzende Leberflecken, die Veränderungen in Form, Größe und Farbe aufweisen, sollten stets behandelt werden, da sie das Risiko für die Entstehung einer bösartigen Krebserkrankung, dem malignen Melanom, erhöhen können. Besonders wichtig ist der Zeitpunkt der Therapie. Je früher der verdächtige Leberfleck behandelt wird, desto besser ist auch die Prognose. Die Behandlung verdächtiger Leberflecken besteht aus einer operativen Entfernung. Die operative Entfernung des verdächtigen Leberfleckes erfolgt als Ganzes und mit einem Sicherheitsabstand von ca. zwei Zentimetern zum gesunden Gewebe. Außerdem muss an der betroffen Hautstelle ausreichend tief operiert werden, das heißt alle Hautschichten bis hin zur Muskulatur im betroffenen Areal vollständig reseziert werden. Dadurch wird gewährleistet, dass keine entarteten Zellen an der betroffenen Hautstelle zurück bleiben, wodurch sich die Gefahr eines Wiederauftretens von Krebsvorstufen an der gleichen Stelle reduziert. Die Entfernung des verdächtigen Leberfleckes kann dabei in örtlicher Betäubung erfolgen. Das bedeutet, dass für diesen Eingriff keine Vollnarkose erforderlich ist, sondern lediglich ein Anästhetikum (schmerzhemmendes Medikament) in die betroffene Hautstelle injiziert werden muss.
Anschließend wird der entnommene Leberfleck zu einem Pathologen geschickt, welcher den Leberfleck unter dem Mikroskop untersucht und ihn so als gutartig oder bösartig entartet einstufen kann. Je nach Untersuchungsergebnis des Pathologen schließen sich weitere Untersuchungen an.

Aber nicht nur Leberflecke, welche verdächtige Veränderungen, wie Juckreiz, Schmerzen, Nässen, Farbveränderung oder Blutungen aufweisen, werden operativ entfernt. Auch Leberflecke, welche aufgrund von Form, Farbe, Größe oder Lokalisation zu einer kosmetischen Beeinträchtigung des Betroffenen führen, können operativ entfernt werden.

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Prognose

Da es sich bei Leberflecken in der Regel um harmlose Neubildungen handelt, ist die Prognose von Leberflecken normalerweise gut. Weisen Leberflecken Veränderungen auf, wie eine Änderung der Form, Größe oder Farbe, oder beginnen Leberflecken zu jucken, zu nässen, zu schmerzen, oder zu bluten kann zunächst keine Aussage über Prognose des veränderten Leberfleckes gemacht werden. Juckende, schmerzende, blutende oder sich im Aussehen verändernde Leberflecken können zum einen auf die Entstehung einer bösartigen Krebserkrankung, dem malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) hindeuten, zum anderen können diese Veränderungen aber auch völlig harmloser Natur sein. Aus diesem Grund ist eine Untersuchung der Zellen des veränderten Leberfleckes notwendig.

Weist der veränderte Leberfleck gesunde Zellen auf, ist die Prognose gut, weist er hingegen entartete Zellen auf, verschlechtert sich die Prognose.

Wenn die entarteten Zellen frühzeitig entdeckt und entfernt werden können, besteht jedoch eine Chance auf vollständige Heilung.

Prophylaxe

Der Entstehung von Leberflecken kann man nicht vorbeugen. Man kann jedoch Faktoren, welche Einfluss auf die Entstehung von Leberflecken oder eine krankhafte Veränderung von bestehenden Leberflecken bis hin zur Entwicklung eines malignen Melanoms (schwarzer Hautkrebs) bewirken können, reduzieren. Hierunter fällt insbesondere die Reduktion von UV-Strahlung, welche als wesentlicher Faktor bei der Entstehung des malignen Melanoms gilt. Durch Vermeidung einer überdurchschnittlichen Sonnenexposition, sowie durch Meidung der Mittagssonne im Sommer, aber auch durch Vermeidung von Sonnenbanken kann das Risiko reduziert werden. Weiterhin ist auf einen geeigneten Sonnenschutz in Form von Sonnenmilch oder Schutzkleidung zu achten. Es zeigte sich, dass insbesondere Sonnenbrände im Kindesalter das Risiko für ein malignes Melanom erhöhen, sodass vor allem bei Kindern auf die genannten Maßnahmen besonders wert gelegt werden sollte. Da die Prognose von früh erkannten Krebsvorstufen deutlich besser ist, empfiehlt sich außerdem die Teilnahme an einem regelmäßigen Hautkrebs-Screening. Diese Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs wird für gesetzlich Versicherte ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre angeboten und von den Krankenkassen finanziert. Personen, bei welchen Familienmitglieder bereits an einem malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) erkrankt sind, sollten das Hautkrebs-Screening jährlich in Anspruch nehmen.
Zusätzlich ist es ratsam die eigenen Leberflecke selbst in regelmäßigen Abständen zu untersuchen. Dabei kann man wie der Facharzt für Dermatologie (Hautarzt) auch nach dem ABCDE-Schema vorgehen. Wichtig ist es, einen Leberfleck, der juckt, blutet, schmerzt, sich in Form, Größe oder Farbe verändert, zu erkennen und dies als Warnsignal zu deuten. In jedem Fall sollte man sich dann einem Hautarzt vorstellen, auch wenn nicht jeder Leberfleck, der juckt, blutet oder schmerzt, sich in Form, Größe oder Farbe verändert, bösartig ist.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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