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So erkennen Sie Hautkrebs

Synonyme im weiteren Sinne

Tumor, Hauttumor, Malignes Melanom, Basaliom, Spinaliom, Spinalzellkarzinom

Symptome

Hautkrebs verursacht anfangs meist keinerlei Beschwerden.
Es kann gelegentlich zu Juckreiz und Blutungen kommen, aber wirklich auffällig wird er erst durch die sichtbaren und eventuell tastbaren Veränderungen der Haut.

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Ja nach Art des Hautkrebses treten verschiedene Symptome der Haut auf.

Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom)

Häufig ist es nicht leicht ein harmloses Muttermal von einem bösartigen Melanom zu unterscheiden, in vielen Fällen gelingt dies nur mithilfe der mikroskopischen Untersuchung.
Jedoch hilft einem die ABCDE-Regel eine erste Einschätzung zu machen, hierbei wird die Hautveränderung nach folgenden Punkten bewertet:

  • A – liegt eine asymmetrische Form vor
  • B – Begrenzung der Hautveränderung sind unregelmäßig (unscharf, zackig)
  • C – Colorit = liegt eine uneinheitlich Färbung vor
  • D - Durchmesser größer als 5 Millimeter
  • E - Erhaben – wölbt sich die Haut vor

Treffen einige der Punkte zu, ist es keine sichere Diagnose für Hautkrebs, jedoch sollte ein Facharzt in diesem Fall ein Dermatologe (Hautarzt) oder der Hausarzt zur weiteren Abklärung aufgesucht werden.

Weißer Hautkrebs

Je nachdem um welche Form des hellen Hautkrebses es sich handelt treten verschiedene Veränderungen der Haut auf.

Basaliom:

Das Basaliom ist eine langsam wachsende Form des Hautkrebses und fällt vorallem durch folgende Formen der Hautveränderungen Haut auf:

  • Geschwürartig

  • Knötchenförmig

  • Flach

  • Narbenähnlich

  • Häufig weisen sie einen perlschnurartigen Randsaum auf

Ihre Farbe ist dabei überwiegend hautfarben oder rötlich.

Spinaliom

Symptome treten häufig an Lippen, Händen oder im Gesicht auf in Form von:

  • Knötchen

  • Verhornungen

  • Verkrustete, schuppende und gerötete Flecken

Im Laufe der Zeit entwickelt sich daraus ein derber Knoten, der wenige bis keine Schmerzen verursacht, aber ab und zu leicht bluten kann

Eine Vorstufe des Hautkrebses stellt die Aktinische Keratose dar, welche sich durch folgende Symptome äußert:

  • Sie tritt meist erst in höherem Lebensalter aus ( > 50 Jahre)

  • Gehäuft an Stellen, die viel der Sonne ausgesetzt sind (Gesicht, Stirn, bei Glatzen oder lichtem Haar am Kopf, Unterarme)

  • Erste Anzeichen sind kleine rötliche Flecken

  • Diese entwickeln sich später zu rötlichen Knötchen (5-10mm)

  • Die Haut an den betroffenen Arealen fühlt sich rau an

  • Es kann zu Verhornung kommen, sowie kleinen Hauthörnern

Jucken

Juckreiz alleine ist kein eindeutiges Anzeichen für Hautkrebs, wichtig hierbei ist außerdem noch die Veränderung des Aussehens der Haut und ihrer Beschaffenheit.

Bei Muttermalen, die an Stellen liegen, an denen sie stärker Reibung ausgesetzt sind, z.B. am BH- oder Hosenbund, kann es zu Entzündungen kommen, welche ebenfalls einen starken Juckreiz auslösen. Dies ist aber nichts Schlimmes oder Bösartiges.

Kommt es allerdings zum starken Juckreiz und dazu Auffälligkeiten oder Veränderungen im Aussehen eines Muttermals, dazu eventuell Blutungen, sollte unbedingt ein Facharzt aufgesucht werden und eine weitere Abklärung erfolgen.

Fallen an der Haut Rötungen, Schuppungen und dazu Juckreiz auf, sollte ebenfalls auf jeden Fall eine weitere Abklärung beim Facharzt erfolgen, insbesondere, wenn diese sich an Körperstellen befinden, die viel Sonnenstrahlung ausgesetzt sind.

Auch kleine Wunden, die nässen, nicht abheilen wollen und immer wieder jucken sollten abgeklärt werden.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Wie erkennt man Hautkrebs?

Pathogenese des Hautkrebs

Um Hautkrebs erkennen zu können, ist eine Kenntniss bzgl. des Verlaufs notwendig. Allen Formen des Hautkrebs gemeinsamt ist, dass sie sich aus einer einzelnen entarteten Zelle entwickeln, welche sich unkontrolliert vermehrt. Als Folge entsteht der Hautkrebs, bestehend aus vielen Klonen dieser einzigen Zelle.

  • Basaliom: Basaliome entstehen aus sogenannten Basalzellen der oberen Hautschicht (Epidermis). Die Epidermis besteht aus mehreren Zellschichten, von denen die unterste aus den Basalzellen besteht. Wenn eine dieser Zellen entartet, vermehrt sie sich also unkontrolliert und verliert außerdem ihre Fähigkeit, zu verhornen. Als Folge entsteht dieser Hautkrebs.
  • Spinaliom: Ein Spinaliom entsteht aus Epithel. Darunter versteht man Gewebe, welches die inneren und äußeren Oberflächen des Körpers auskleidet.
  • Malignes Melanom: Maligne Melanome entwickeln sich aus Pigmentzellen (Melanozyten). Entstehen kann dieser Hautkrebs auf unauffälliger Haut oder auf vorbestehenden Veränderungen (Nävuszellnävus = Leberfleck, Lentigo maligna = Präkanzerose).

Ursachen des Hautkrebs

Ursächlich für alle 3 Arten von Hautkrebs (Basaliom, Spinaliom und maligne Melanom) kann eine genetische Veranlagung sein (z. B. DNA-Reparatur-Störungen). Daneben existieren jedoch zahlreiche Risikofaktoren für Hautkrebs.

Basaliom: Beim Hautkrebs „Basaliom“ gehören UV-Strahlung (Sonnenlicht), chemische und physikalische Noxen (Arsen, Röntgenstrahlung, Verbrennungen) sowie Unterdrückung des Immunsystems (z. B. durch Medikamente, Erkrankungen) dazu.

Spinaliom: Auch beim Hautkrebs „Spinaliom“ stellt UV-Licht einen der wichtigsten Risikofaktoren dar. Außerdem liegt ein erhöhtes Risiko für diesen Hautkrebs bei hellen Hauttypen (Typ 1 und 2) und bei Infektion mit bestimmten Viren (HPV = humane Papilloma-Viren) vor. Weiterhin können Narben oder durch chronische Hautkrankheiten verursachte Läsionen (z. B. Lupus vulgaris, Lichen) bösartig entarten. Auch „Präkanzerosen“ genannte Hautveränderungen existieren, worunter man gewissermaßen „Vortumorformen“ versteht.

Malignes Melanom: Solche Präkanzerosen als Risikofaktoren gibt es ebenfalls beim malignen Melanom. Weiterhin können sich Nävi (Leberfleck) zum Hautkrebs entwickeln. Erworbene Melanom-begünstigende Faktoren stellen schwere, gehäufte Sonnenbrände, ein hoher sozioökonomischer Status sowie Immunschwäche dar.

Weitere Informationen zu diesem Thema

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Eine Übersicht aller Themen der Dermatologie finden Sie unter: Dermatologie A-Z

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 17.12.2018
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