Dauer einer Speiseröhrenentzündung

Heilungsdauer gesamt

Die Heilungsdauer einer Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis) ist stark von der ursprünglich auslösenden Ursache abhängig, da davon auch die Therapie abhängt. Die häufigste Form der Speiseröhrenentzündung, die sogenannte Refluxösophagitis​​​​​​​ entsteht dadurch, dass Magensäure zurück aus dem Magen in die Speiseröhre gelangt und dort die Schleimhaut angreift, da diese nicht für den Kontakt mit Säure ausgestattet ist. Hier erfolgt die Behandlung in der Regel mit Medikamenten, die die Säureproduktion im Magen hemmen sodass die Magenflüssigkeit nicht mehr so „ätzend“ ist und die Schleimhaut der Speiseröhre dadurch weniger stark angreift.

In der Regel dauert es bei einer Therapie mit diesen Medikamenten, welche als Protonenpumpenhemmerbezeichnet werden (zum Beispiel Pantozol®), einige Wochen, bis die Schleimhaut sich erholt hat. Es ist jedoch zu betonen, dass diese Art der Speiseröhrenentzündung meist einen chronischen Verlauf hat, das heißt, dass sie immer wieder auftreten kann.

Eine infektiöse Speiseröhrenentzündung, ausgelöst beispielsweise durch Viren oder Pilze muss nicht selten medikamentös behandelt werden, bis zum vollständigen Abheilen des Befundes vergehen hier oft mehrere Wochen.

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Dauer der Symptome

Auch die Symptomdauer bei Patienten die an einer Speiseröhrenentzündung leiden ist maßgeblich davon abhängig, wovon diese Entzündung ausgelöst wurde und welche Behandlung erfolgt.
Bei der häufigsten Form der Entzündung, der Refluxösophagitis (von den Betroffenen oft als Sodbrennen bemerkt), dauern die Symptome teilweise über Monate an wenn keine adäquate Therapie eingeleitet wird. Wenn eine medikamentöse Therapie mit säurehemmenden Medikamenten begonnen wird, sind die Symptome in der Regel nach einigen Tagen bis Wochen rückläufig, können jedoch in vielen Fällen immer wieder aufflammen da es sich häufig um einen chronischen Verlauf der Entzündung handelt.

Dauer der Therapie

Es sei hier nur auf die häufigste Form der Speiseröhrenentzündung, die Refluxösophagitis, eingegangen welche durch regelmäßigen Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre (von den Patienten als Sodbrennen bemerkt) entsteht. Zur Therapie kommen hier in der Regel Medikamente zum Einsatz, die die Säureproduktion der Magensaft-produzierenden Zellen hemmen. Ein typischer Vertreter ist beispielsweise das Pantozol.

Die Behandlungsdauer ist sehr unterschiedlich und abhängig davon, wie sich die Beschwerden entwickeln. In der Regel ist eine Behandlung über mehrere Wochen notwendig, bei Patienten bei denen die Erkrankung das erste Mal aufgetreten ist, kann dann ein Auslassversuch erfolgen, also eine Pause der säurehemmenden Medikation. Oftmals kehrt die Entzündung dann jedoch wieder, insbesondere wenn die Risikofaktoren (Nikotin- und Alkoholkonsum, fettige Mahlzeiten, Übergewicht) nicht verändert werden und die Tabletten werden dann dauerhaft eingenommen.

Bei durch Infektion ausgelösten Entzündungen der Speiseröhre, beispielsweise einer Soorösophagitis die durch einen Pilzbefall, oftmals bei eingeschränkter Funktion des Immunssystems, entsteht, dauert die Behandlung in der Regel 2-4 Wochen.

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Dauer der Arbeitsunfähigkeit

Durch eine einfache Speiseröhrenentzündung im Rahmen einer Refluxösophagitis entsteht in der Regel keine Arbeitsunfähigkeit.
Ist die Entzündung durch ein Trauma (Verschlucken von ätzenden Lösungen / Verletzung der Schleimhaut durch Verschlucken eines Fremdkörpers) verursacht, dann ist die Dauer der Arbeitsunfähigkeit davon abhängig, wie lange der Abheilungsprozess benötigt. Dies kann sehr unterschiedlich sein, je nach Schweregrad der Verletzung können hier 1-2 Tage aber auch mehrere Wochen der Krankschreibung notwendig sein.
Bei Speiseröhrenentzündungen im Rahmen einer Infektion, beispielsweise mit Pilzerregern wie Candida ist es davon abhängig, wie ausgeprägt die Beschwerden sind, ob eine Arbeitsunfähigkeit vorliegt oder nicht.

Dauer einer Speiseröhrenentzündung in der Schwangerschaft

Die Dauer eine Speiseröhrenentzündung in der Schwangerschaftunterscheidet sich generell nicht von der bei nicht Schwangeren. Da auch in der Schwangerschaft ein Säurehemmer zur Therapie eingenommen werden kann wenn die Symptome nicht anders in den Griff zu kriegen sind, sind die Symptome somit in der Regel nach einigen Tagen der medikamentösen Therapie rückläufig.

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert
Veröffentlicht: 11.01.2017 - Letzte Änderung: 11.08.2021
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