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Wirkung von HMB

Wirkung

HMB ist ein Abbauprodukt der Aminosäure Leucin und wird im Körper bei durchschnittlicher Ernährung mit ca. 0,3 Gramm pro Tag hergestellt. Obwohl HMB ein Abbauprodukt des Leucin ist hat es eine positive Wirkung auf das Muskelwachstum und die Regenerationsfähigkeit. Bei hoch intensivem Training soll durch HMB auch die Gefahr von Muskelschäden reduziert werden.

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Die Wirkungsweise von HMB ist teilweise durch Studien gesichert, teilweise werden aber in der Anwerbung von HMB Produkten versprochen, die nicht unbedingt immer so gehalten werden können.
HMB soll die Muskelzellen vor einem Zellabbau auf Grund des Trainings schützen, große Kraftzuwächse garantieren, den Körperfettanteil senken und das Immunsystem stärken.

Wenn es darum geht, dass HMB den Muskelabbau reduziert oder verhindert, gibt es zwei Erklärungen die das Phänomen aufklären sollen. Zum Einen soll HMB den Abbau der Muskulatur bei einer Belastung verhindern und zum Anderen soll HMB ein struktureller Bestandteil der Muskulatur sein und auf Grund dessen dafür sorgen, dass Kraftzuwächse und Muskelaufbau möglich sind. Voraussetzung dafür ist allerdings ein entsprechend intensives Training.

Belegbare Wirkungsmechanismen von HMB wurden vor allem in Studien in den USA ermittelt. Dabei konnte herausgefunden werden, dass HMB den Kraft- und Muskelaufbau nach einem harten Training unterstützen kann. Dies ist möglich, da HMB dafür sorgt, dass der Proteinabbau im Muskel gebremst wird.
Doch auch die Studien sind sich nicht immer einig wenn es um die Ergebnisse geht. Manche Studien konnten die hemmende Wirkung auf den Muskelabbau bei einer Trainingsbelastung belegen. Andere Studien konnten die von den Herstellern propagierten positiven Effekte allerdings nicht belegen, sodass hier auch nicht immer Klarheit unter den verschiedenen Studien herrscht. In den letzten Jahren wurden allerdings einige neue Studien durchgeführt die signifikante Verbesserungen beim Muskelwachstum durch die Einnahme von bis zu drei Gramm HMB bewirken konnten.
Bei der Studie konnten Muskelsteigerungen von bis zu 0,7 Kilogramm nach drei bis vier Wochen verzeichnet werden. Darauf folgende Kontrollstudien konnten die Ergebnisse allerdings nicht immer nachweisen, sodass eine sichere Aussage über die Effektivität von HMB nicht getroffen werden kann.

Allerdings sind sich die Forscher sicher, dass HMB positive Effekte hat. Die genauen Wirkungsmechanismen müssen allerdings noch genauer untersucht werden. Gesichert scheint allerdings ein anderes Ergebnis zu sein. Je höher das Trainingsalter der Sportler ist und je höher die Muskelmasse, desto weniger reagiert der Körper auf ei Supplementierung von HMB, sodass junge Sportler und / oder Neulinge im Sport durch HMB deutlich bessere Effekte erreichen können als Fortgeschrittene Sportler.

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Funktion

In unsere Muskulatur laufen rund um die Uhr aufbauende und abbauende Stoffwechselprozesse ab. Bei einer sportlichen Leistung wie einer Trainingseinheit oder einem Wettkampf wird die Muskulatur stark beansprucht und Nährstoffe werden zur Herstellung von Energie verbraucht. Bei der Energiegewinnung wird die Aminosäure Leucin benötigt und das „Abfallprodukt“ HMB bleibt übrig.
Aber gerade der Abbaustoff HMB scheint dafür zu sorgen, dass an den Muskelzellen durch die Belastung keine Schäden auftreten. Die antikatabole Wirkung des HMB kann nicht durch einen sich verändernden Stoffwechsel erklärt werden. Anscheinend dient HMB als eine Art Vorläufersubstanz für die körpereigene Cholesterinherstellung in der Phase eines hohen Cholesterinbedarfs.
Ein erhöhter Cholesterinbedarf liegt bei körperlicher Belastung oder Arbeit vor, aber auch in Phasen des Zellwachstums. Gerade aus diesem Grund kann HMB als Nahrungsergänzungsmittel bei hohen Belastungen für die Muskeln und anderen Körperzellen eingesetzt werden, um deren Abbau zu verhindern und einen schnellen Wiederaufbau einzuleiten.

Durch diese Funktionsweise von HMB kann zum einen die Muskelmasse gestärkt werden und aber auch ein Kraftzuwachs entstehen. HMB sorgt auch dafür, dass die Muskelzellen stabilisiert werden und dadurch robuster gegenüber Mikroverletzungen, wie sie bei hartem Training und schwerer körperlicher Arbeit auftreten können, sind.

HMB scheint also sehr gut geeignet zu sein, um in Kombination mit einer Belastung, einem Training oder körperlicher harter Arbeit dafür zu sorgen, dass ein Abbau der Muskelmasse verhindert wird und Kraftzuwächse auftreten können.
HMB soll außerdem noch andere positive Effekte aufweisen. Zum einen wird ihm nachgesagt, dass es den LDL-Cholesterinspiegel und den Blutdruck senken kann. Zusätzlich soll es für stimulierende Effekte auf das Immunsystem verantwortlich sein. Allerdings kann man zu diesen Funktionsweisen noch keine belegbaren Ergebnisse nennen, da dies erst noch durch Studien untersucht werden muss.

Nebenwirkungen

Da HMB ein Stoffwechselprodukt des Körpers ist, sollte man davon ausgehen, dass es bei normaler Dosierung zu keinen Nebenwirkungen kommen kann. In vielen Studien wurde den Probanden maximal fünf Gramm HMB pro Tag als Nahrungsergänzungsmittel verabreicht und es konnten keine Nebenwirkungen festgestellt werden.
Allerdings lässt sich bisher nicht genau sagen wie sich eine Supplementierung mit höheren Dosierungen auf den Körper auswirkt. Es kann immer zu gewissen Interaktionen mit anderen Substanzen im Körper kommen, die unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen können. Um diese Frage hinreichend zu klären müssen noch weitere Studien durchgeführt werden. Auch die Langzeitwirkung von HMB ist bisher kaum untersucht, sodass auch hier noch keine gesicherten Ergebnisse vorliegen.

Dosierung

In den meisten Studien wurden Dosierungen zwischen eineinhalb und drei Gramm HMB pro Tag verabreicht. Diese Mengen wurden dabei auf bis zu vier Einnahmezeitpunkte verteilt.
Jeder Sportler hat allerdings seine individuelle Wirkungsmenge, wodurch jeder Sportler für sich die optimale Einnahmemenge von HMB herausfinden sollte. Dazu ist es ratsam sich mit kleinen Dosierungen an eine optimale Einnahmemenge heranzutasten und nicht direkt mit den hohen Dosierungen zu beginnen. Da eine Langzeitwirkung bisher noch nicht erforscht ist, sollte man von einer Einnahme die länger als vier Wochen dauert absehen.

Für Jugendliche ist zu empfehlen HMB nicht zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung zu supplementieren, da bisher einfach noch zu wenige Studien existieren und vor allem auch bei Jugendlichen keine gesicherten Ergebnisse vorliegen. Der menschliche Körper stellt pro Tag zwischen 0,3 und 0,4 Gramm HMB selbst her, sodass eine Supplementierung nicht zwingend notwendig ist.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 15.11.2018
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