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Bleichen des Damenbartes

Einleitung

Ungefähr 20 % aller Frauen leiden an einer vermehrten Behaarung im Bereich der Oberlippe und der Wangen. Da ein Damenbart nicht nur lediglich einen kosmetischen Makel darstellt, sondern bei vielen betroffenen Frauen auch zu einem starken Gefühl des Unwohlseins und zu einer psychischen Belastung führen kann, stehen viele verschiedene Methoden zur Entfernung der lästigen Behaarung zur Verfügung.

Das Bleichen eines Damenbartes stellt eine schnelle und einfache Möglichkeit dar, die feinen Haare zu entfärben und somit zu kaschieren. Beim Bleichen wird den dunklen Haaren der Farbstoff entzogen, sodass sie sozusagen entfärbt und aufgehellt werden. Die Anwendung eignet sich nur bei Frauen, deren Damenbart eine dunklere Farbe hat, da bei besonders feinen und hellen Haaren kein Effekt sichtbar wird.

Hausmittel zum Bleichen des Damenbartes

Ein immer wieder gern angewandtes Hausmittel zum Bleichen eines Damenbartes ist das Gurkenwasser. Es kann mehrmals am Tag aufgetragen werden und führt dazu, dass den Haaren des Damenbartes das Farbpigment entzogen wird. Nach dem auftragen muss das Gurkenwasser circa 5 Minuten einwirken, bis es mit kaltem Wasser abgewaschen werden kann. Die zuvor sehr dunklen Haare des Damenbartes erscheinen nach mehrmaliger Anwendung deutlich heller. Auch das auftragen von Kamillenextrakt kann zu einer Aufhellung der Haare führen. Ein weiteres oft verwendetes Hausmittel zum Bleichen des lästigen Damenbartes ist.

Bleichen mit Zitronensaft

Der Zitronen kann als natürliches Mittel zum Bleichen eines Damenbartes verwendet werden. Man benötigt ein paar handelsübliche Zitronen, schneidet sie in zwei Hälften und drückt sie aus, sodass man den reinen Fruchtsaft erhält. Der Zitronensaft sollte etwas mit Wasser verdünnt werden und kann dann auf die zu entfernenden Haare aufgetragen werden. Nach einer kurzen Einwirkzeit kann der Zitronensaft mit klarem, kalten Wasser abgewaschen werden. Der Zitronensaft führt ebenfalls zu einer Erweiterung der Haarporen und hellt die Haare auf. Allerdings ist die Wirkung nicht so stark wie bei chemischen Bleichmitteln, sodass vor allem dunkle Haare mit einer hohen Farbanreicherung in den meisten Fällen nur einen äußerst geringen Effekt zeigen.

Wachsen des Damenbartes

Das Wachsen eines Damenbartes stellt eine Alternative zum Bleichen dar. Im Unterschied zum Bleichen werden beim Wachsen die Haare mitsamt der Wurzel komplett entfernt. Es kann zwischen Kaltwachsstreifen und einer Methode mit warmem Wachs unterschieden werden. Zur Entfernung eines Damenbartes gibt es spezielle Wachsstreifen, die besonders für die Haarentfernung im Gesichtsbereich geeignet sind, da sie sich optimal an die Konturen der Haut über der Oberlippe anpassen können und dadurch eine effektive Haarentfernung garantieren.

Warmwachs eignet sich vor allem im Gesichtsbereich noch besser als die Kaltwachsstreifen zur Haarentfernung, da es sich noch besser an die Gesichtskonturen anpassen lässt und während der Einwirkzeit die Haare besonders gut umschließen kann. Das Warmwachs ist in jedem Drogeriegeschäft erhältlich. Vor der Anwendung muss es erwärmt werden und schmelzen, damit es dann sorgfältig auf die behaarten Stellen im Oberlippenbereich aufgetragen werden kann. Nach einer kurzen Einwirkzeit, in der das Wachs auskühlt und sich verhärtet, kann es mit einem schnellen und ruckartigen Zug entfernt werden. Ein Vorteil, den die Warmwachsmethode mit sich bringt, liegt in der Erweiterung der Hautporen, die aufgrund der einwirkenden Wärme entsteht. Dadurch lassen sich die Haare leichter und weniger schmerzhaft entfernen. Um ein noch besseres Ergebnis zu erlangen, sollte die zu enthaarende Hautpartie im Vorfeld gut gereinigt und gepflegt werden, damit das Wachs die Haare ausreichend umschließen kann. Insgesamt hält der Effekt ungefähr 4 – 6 Wochen an.

Bleichmittel in der Schwangerschaft

Frauen, die an einem Damenbart leiden und schwanger sind, sollten sich genauestens über die zur Verfügung stehenden Methoden zur Entfernung eines Damenbartes erkundigen und sich am besten von einem Fachmann beraten lassen. Obwohl es keine genauen Erkenntnisse darüber gibt, ob die verwendeten Bleichmittel Auswirkungen auf das ungeborene Kind haben können, sollte wenn möglich auf das Bleichen von Haaren während der ersten 12 Wochen verzichtet werden, da es in dieser Zeit zur Reifung der lebenswichtigen Organe kommt und diese durch die verwendeten Chemikalien eventuell beeinträchtigt werden könnte.

Da Bleichmittel Chemikalien enthalten, die über die Haut in den mütterlichen Kreislauf aufgenommen werden können und nicht genau bekannt ist, ob sie dort irgendetwas auslösen, besteht immer ein geringes Risiko. Am besten ist es, wenn die Schwangere sich von ihrem Frauenarzt beraten lässt und sich seine Meinung zu dem Thema einholt. Beim Bleichen des Damenbartes während der Schwangerschaft sollte man allerdings immer im Kopf behalten, dass sich durch die Hormonumstellung auch die Struktur der Haare verändern kann. Deshalb kann es sein, dass das Bleichen nicht den gewünschten Effekt erzielt.

Die verwendeten Bleichmittel

Als Bleichmittel wird ein sogenanntes Oxidationsmittel verwendet. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Wasserstoff. Dieser führt dazu, dass sich die einzelnen Poren der Haut öffnen und das Bleichmittel vollkommen aufnehmen können. Das Bleichmittel reichert sich in den Haaren an und entzieht ihnen den Farbstoff Melanin. Durch den Verlust des Farbstoffes hellt das Haar auf und gleicht sich dem Teint der Gesichtshaut an, sodass die Haare nicht mehr auffallen und sofort sichtbar werden.

Der Vorgang des Bleichens zeigt allerdings nur bei Frauen mit einem dunklen Damenbart einen Erfolg, da die Haare deutlich dunkler als der Hautton sind und die Entfärbung dadurch sichtbar wird. Bei Frauen mit besonders hellen Haaren, die dem Hautton ähneln, lässt sich in den meisten Fällen kein Effekt erkennen. Das Bleichen kann man zum einen von einem professionellen Friseur machen lassen, oder aber auch selbst zu Hause machen.

Jedoch sollte man bei der Wahl des geeigneten Bleichmittels auf ein paar Punkte achten. Im Drogeriemarkt sind verschiedene Mittel zum Bleichen eines Damenbartes erhältlich. Grundlage der meisten Mittel bildet das Oxidationsmittel, welches den Haaren ihre Farbe entzieht. Ein mögliches Mittel, dass gerne zum Bleichen verwendet wird, ist das Wasserstoffperoxid. Es ist sehr günstig, überall erhältlich und wird häufig auch anderweitig im Haushalt eingesetzt. Um die Haare nicht zu sehr zu schädigen, sollte man darauf achten, dass die in dem Mittel vorhandene Konzentration an Peroxid nicht einen Wert von 2 – 3 % übersteigt.

Vor dem Auftragen des Wasserstoffperoxids auf den Damenbart sollte an einer geeigneten Hautstelle, wie zum Beispiel dem Unterarm getestet werden, ob das Mittel vertragen wird oder eventuell eine allergische Reaktion auftritt. Man sollte die Stelle mit dem aufgetragenen Bleichmittel ungefähr 24 Stunden beobachten und auf Veränderungen der Haut, Rötungen und Juckreiz achten. Erfolgt keine Reaktion, kann das Bleichmittel verwendet werden.

Nach dem Auftragen des Bleichmittels muss das Oxidationsmittel ca. 20 – 30 Minuten einwirken und kann dann mit kaltem Wasser ausgespült werden.

Andere Mittel, die zum Bleichen verwendet werden können, sind extra für die Haaraufhellung hergestellte Puder, die in Flaschen oder Tuben erhältlich sind. Diese fertiggestellten Puder enthalten ebenfalls Oxidationsmittel, die die Aufnahme des Bleichmittels in die Haare fördern. Auch hier sollte auf mögliche allergische Reaktionen geachtet werden. Außerdem gibt es sogenannte Entwicklercremes, die man dem natürlichen Hautton entsprechend aussuchen kann. Diese bereits fertigen Pulver oder Cremes müssen meist nur noch nach Angaben der Packungsbeilage angemischt werden und können dann auf den Damenbart aufgetragen werden. Insgesamt sollte man bei der Verwendung von verschiedenen Bleichmitteln auch immer darauf achten, dass man Handschuhe trägt, um seine Hände vor den Chemikalien zu schützen, die die Haut angreifen.

Weitere Informationen zum Thema "Bleichen des Damenbartes"

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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