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    Hautausschlag in der Ellenbeuge

    Einleitung

    Ein Hautausschlag in der Ellenbeuge bzw. Armbeuge äußert sich zunächst durch eine Rötung der Haut. In manchen Fällen kann die Rötung von Schmerzen, Hautschuppung oder Juckreiz begleitet werden.

    Dem Hautausschlag in der Ellenbeuge können verschiedene Ursachen zugrundeliegen. Dazu gehören allergische Reaktionen genauso wie die Neurodermitis, die Psoriasis oder Infektionen, wie z.B. Borreliose.

    Die Ursachen

    Zu den häufigsten Ursachen eines Hautausschlags in der Ellenbeuge gehört die Neurodermitis. Dabei handelt es sich um eine angeborene Veranlagung zur Ausbildung von schuppenden Hautausschlägen. Die am häufigsten betroffenen Körperregionen sind nebend der Ellenbeuge, die Kniekehle und der Gesicht- und Halsbereich. Man spricht von sogennanten Prädilektionsstellen.

    Auch eine bestimmte Form der Schuppenflechte, die Psoriasis inversa, zeigt sich häufig in der Ellenbeuge und in anderen Körperfalten, wie zum Beispiel in der Bauchfalten oder der Gesäßfalte. Typisch für diese Erkrankung ist eine Schuppung der Haut in den betroffenen Arealen.

    Ist die Hautrötung klar auf einen runden Bereich begrenzt, ist eher von einer infektiösen Ursache auszugehen. Die beiden häufigsten Erreger für eine derartige kreisförmige Hauterscheinung (med. Effloreszenzen) sind Borrelien, die über einen Zeckenstich übertragen werden können, sowie Pilze.

    Informieren Sie sich hier über die verschiedenen Ursachen eines Hautauschlages

    Vermehrtes Schwitzen als Ursache

    Schweiß stellt, aufgrund seines Salzgehalts, einen reizenden Faktor für die Haut dar. Deshalb leiden viele Menschen unter einem Hautausschlag, welcher durch vermehrtes Schwitzen verursacht wurde. Dieser Ausschlag wird auch als Miliaria bezeichnet und bildet sich in den meisten Fällen im Gesichtsbereich, da die Haut hier besonders empfindlich ist.
    Aber auch Körperpartien, an denen Haut auf Haut reibt, wie in der Ellenbeuge, sind aufgrund der mechanischen Reizung besonders anfällig für die Ausbildung eines Hautausschlags infolge von vermehrtem Schwitzen.

    Der Hautausschlag durch das Schwitzen kann sich in Form einer simplen Rötung oder auch von Pickeln äußern. Besonders häufig sind Säuglinge betroffen, da diese häufig besonders warm angezogen werden und es so zu einem exzessiven Schweißfluss kommen kann, welcher die Schweißdrüsen verstopft.

    Tritt der Hautausschlag in der Ellenbeuge im Zusammenhang mit starkem Schwitzen auf, wie zum Beispiel beim Sport, ist zunächst die Bekleidung zu hinterfragen. Es bietet sich Funktionsbekleidung an, welche den Schweiß aufsaugt. Sie schwächt zudem die mechanische Reizung, die beim Sport durch das Hautreiben entsteht. 

    Die Ursachen beim Baby

    Generell gelten alle möglichen Ursachen eines Hautausschlags in der Ellenbeuge beim Erwachsenen auch für Babys.

    So kann ein solcher Hautausschlag häufig die erste Äußerung einer Neurodermitis sein.  Auch während des Zahnens treten beim Baby verstärkt Hautausschläge auf, welche unter anderem im Bereich der Ellenbeuge liegen können.

    Lesen Sie hier mehr zum Thema: Symptome einer Neurodermitis

    Die Ursachen beim Kind

    Die Ursachen eines Hautausschlags in der Ellenbeuge bei Kindern sind in der Regel die gleichen wie bei Erwachsenen.Ein Hautausschlag ist häufig die erste Äußerung einer Neurodermitis.

    Durch das Spielen in der freien Natur sind Kinder zudem einem höheren Risiko für Zeckenbisse ausgesetzt, über welche Borrelien, die Erreger der Borreliose übertragen werden können.

    Erfahren Sie hier mehr zum Thema: Hautausschlag beim Kind

    Die begleitenden Symptome

    Der Hautausschlag in der Ellenbeuge geht häufig mit einem Juckreiz einher. Weitere mögliche Begleitsymptome sind Schmerzen und eine Schuppung der Haut. Sind auch die Schleimhäute von einem Ausschlag betroffen, spricht man von einem sogennanten Enanthem.

    Entwickeln sich im Rahmen des Hautausschlags auch Allgemeinsymptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, Husten oder Lymphknotenschwellungen, ist eher von einer infektiösen Ursache auszugehen und die Konsultation eines Arztes ist anzuraten.

    Der Ausschlag mit Juckreiz

    Der Juckreiz im Rahmen eines Hautausschlags wird durch sogenannte Mediatoren ausgelöst. Dabei handelt es sich um Botenstoffe, die infolge eines entzündlichen Prozesses oder auch durch die Einnahme bestimmter Nahrungsmittel oder Medikamenten aus den Zellen der Haut freigesetzt werden.

    Der Juckreiz ist zwar eher als unspezifisches Symptom zu werten, welches generell bei jeder Art von Hautausschlag auftreten kann, aber nicht muss. Jedoch lässt sich feststellen, dass das Auftreten von Juckreiz eher für eine infektiöse Erkrankung, wie Windpocken der Scharlach oder das Vorliegen einer Psoriasis oder auch einer Neurodermitis spricht.

    Um welche Erkrankung handelt es sich bei einem juckenden Hautausschlag? Erfahren Sie hier mehr. 

    Der Ausschlag ohne Juckreiz

    Für einige Ursachen eines Hautausschlags ist das Fehlen von Juckreiz typisch. Zu diesen gehört etwa die Masernerkrankung, die sich zumeist durch einen (Juckreiz-losen) Ausschlag im Gesicht und an der Mundschleimhaut äußert, der sich im weiteren Verlauf über den ganzen Körper verteilt.

    Auch der durch eine Borreliose hervorgerufene Hautausschlag ist zumeist nicht von Juckreiz begleitet und zeigt eine charakteristische, ringförmige Rötung mit zentraler Blässe. Liegt dem Hautausschlag eine Pilzinfektion zugrunde, tritt zumeist auch kein Juckreiz auf.  Auch bei einem durch bestimmte Medikamente hervorgerufenen Hautausschlag kann der Juckreiz fehlen.

    Hautausschlag ohne Juckreiz? - lesen Sie hier mehr zu diesem Thema

    Die Diagnose

    Bildet sich ein Hautausschlag nach einigen Tagen nicht von selbst wieder zurück oder wird er begleitet von quälendem Juckreiz oder Fieber und Gelenkschmerzen, ist der Gang zum Haus- oder Hautarzt empfehlenswert. Dieser kann bereits aus dem Erscheinungsbild und Verteilungsmuster des Hautausschlags sowie aus den Berichten des Patienten über die zeitliche Entwicklung des Ausschlags und Begleitsymptomen eine erstaunlich genaue Abschätzung über die zugrundeliegende Ursache machen.

    Bestehen noch Zweifel an der genauen Diagnose, kann jedoch auch eine Blutuntersuchung nötig werden, um die im Blut zirkulierende Antikörper gegen einen bestimmten Krankheitserreger zu suchen.

    Die Behandlung

    Generell ist für die initiale Behandlung eines Hautausschlags die Anwendung von hautpflegenden Cremes empfehlenswert. Hier sollte darauf geachtet werden, eine pH-neutrale Creme zu verwenden. Darüber hinaus ist die weitere Behandlung eines Hautausschlags in der Ellenbeuge von der zugrundeliegenden Ursache abhängig.

    Ist der Hautausschlag eine Erscheinung einer Neurodermitis-Erkrankung, so wird er zumeist mit glucocorticoid-haltigen Salben therapiert; in fortgeschrittenen Stadien kommen auch Medikamente in Tablettenform zum Einsatz.
    Bei der Psoriasis liegt der Fokus auf der Auflösung der trockenen Hautschuppen, etwa mithilfe salicylsäure- oder harnstoffhaltiger Cremes oder Öle oder aber durch UV-Bestrahlung.

    Resultiert der Hautausschlag in der Ellenbeuge aus einer infektiösen Erkrankung, so besteht die Therapie des Ausschlags in der Ausschaltung des Krankheitserregers. Eine Borreliose wird bespielsweise zumeist mit Antibiotika, wie Amoxicillin oder Doxycyclin, behandelt.

    Informieren Sie sich hier zum Thema: Behandlung der Neurodermitis und Behandlung der Psoariasis

     

    Weiterführende Informationen

    Mehr Informationen zum Thema Hautausschlag in der Ellenbeuge finden Sie hier:

    Eine Übersicht aller Themen der Dermatologie finden Sie hier: Dermatologie A-Z

    Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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