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Operation von Krallenzehen

Definition

Krallenzehen stellen eine häufige Fußdeformität dar, die durch ein überstrecktes Grundgelenk bei gebeugtem Mittel- und Endgelenk der Zehen charakterisiert sind. Auch finden sich neben den Krallenzehen häufig weitere Fehlstellungen, die im Rahmen einer Krallenzehen-Operation evtl. gleichzeitig mitkorrigiert werden können.

Gründe für eine Krallenzehen-Operation

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum eine Krallenzehen-Operation von dem Patienten gewünscht bzw. vom Arzt empfohlen wird:

  • Kosmetisch:

Besonders im Sommer beim Tragen von offenem Schuhwerk werden Krallenzehen als unschön empfunden. Häufig können bestimmte Schuhe aufgrund der fehlgestellten Zehe gar nicht mehr getragen werden.

  • Orthopädisch:

Durch die Fehlstellung kommt es zur Fehlbelastung des betroffenen Fußes, was in der Folge zudem zu Schmerzen durch Fehlstellungen in den angrenzenden Gelenken (Sprung-, Knie-, Hüftgelenk) führen kann. Auch die vermehrte Bildung von Hornhaut bis hin zur Bildung eines Hühnerauges oder offenen Hautläsionen durch erhöhte Reibung am Krallenzeh kann zu Schmerzen führen.

Ich berate Sie gerne!

Wer bin ich?
Meine Name ist Dr. Nicolas Gumpert. Ich bin Facharzt für Orthopädie und Gründer von Dr-Gumpert.de
Diverse Fernsehsendungen und Printmedien berichten regelmäßig über meine Arbeit. Im HR Fernsehen sehen Sie mich alle 6 Wochen live bei "Hallo Hessen". 
Aber jetzt ist genug angegeben ;-)

Von Erkrankungen des Fußes sind besonders häufig Sportler (Jogger, Fußballer, etc.) betroffen. In einigen Fällen lässt sich zunächst keine Ursache für die Fußbeschwerden erkennen.

Daher erfordert die Behandlung des Fußes (z.B. Achillessehnenentzündung, Fersensporn etc.) viel Erfahrung.

Ich behandele die unterschiedlichsten Erkrankungen des Fußes im Schwerpunkt.

Ziel jeder Behandlung ist die Behandlung ohne eine Operation mit einer vollständigen Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

Sie finden mich im:

  • Orthopaedicum - Frankfurt
    Oeder Weg 2 - 4
    60318 Frankfurt am Main

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Leider ist eine Terminvereinbarung nur bei privater Krankenversicherungen möglich.  Ich bitte um Verständnis!

Weitere Informationen zu meiner Person finden Sie unter Orthopaedicum Frankfurt

Zeitpunkt einer Operation

Im Frühstadium der Krallenzehe kann versucht werden, Krallenzehen ohne Operation zu korrigieren. Dazu ist es nötig, dass die fehlgestellte Zehe noch nicht eingesteift, bzw. noch beweglich ist. Ziel dieser konservativen Therapiemöglichkeit ist es, die zugrundeliegende Fußfehlstellung (meist Senk-Spreiz-Fuß) durch Einlagen und spezielle Zügelverbände bzw. Schienen zu korrigieren.

Liegen bereits Funktions- und Bewegungseinschränkungen der Zehe vor, gelingt dieses konservative Vorgehen häufig nicht mehr. Dann stellt eine Operation die einzige Möglichkeit zur Krallenzehen-Korrektur dar.

Kontraindikationen für eine Krallenzehen-Operation

Eine Krallenzehen-Operation kann häufig in regionaler Betäubung durchgeführt werden, sodass das Narkoserisiko relativ gering ist.

Jedoch ist eine gute Durchblutung der Zehen unbedingt nötig, um eine gute Heilung nach der Operation zu ermöglichen. Bei arterielle Durchblutungsstörungen (Schaufensterkrankheit, periphere arterielle Verschlusskrankheit) sollte daher keine Krallenzehen-Operation durchgeführt werden.

Auch bei noch nicht abgeschlossenem Knochenwachstum im Jugendalter sollte die Krallenzehen-Operation nicht durchgeführt werden.

Verfahren

  • Sehnenverlagerung:

Bei leichter Ausprägung der Deformität kann es ausreichend sein, die verkürzte Sehne auf der Sohlenseite auf die Rückseite der Zehe zu verlagern. Dadurch wird die Beugung im Mittel- und Endgelenk aufgehoben.

  • Operation nach Hohmann:

Hierbei wird das fehlgestellte Gelenk zum Teil entfernt und die korrigierte Zehe anschließend durch Bindegewebe in der neuen Position versteift. Man nennt dieses orthopädische Operationsverfahren Osteotomie.

Das Zehengrundgelenk wird zu ca. einem Drittel entfernt, was eine Neupositionierung der Zehe ermöglicht. Evtl. muss die verkürzte Beugesehne dabei zusätzlich verlängert werden. Anschließend wird die Zehe durch einen Draht, der von vorne in die Zehe eingebracht und bis in den Mittelfuß reicht, in der neuen, korrigierten Stellung fixiert.

Nachbehandlung

Nach wenigen Wochen (4-6) Wochen bildet sich im Bereich des entfernten Gelenks bindegewebiges Narbengewebe, sodass der Draht entfernt werden kann und die Zehe von alleine in der neuen Position gehalten wird.

Lediglich für die Zeit, in der die Stellung durch den Draht fixiert wird muss ein spezieller Schuh (sogenannter Vorfuß-Entlastungsschuh) getragen werden, anschließend kann wieder normales Schuhwerk benutzt werden.

Sport sollte erst nach einer Dauer von drei Wochen nach der Operation wieder begonnen werden.

Weitere Informationen

Qualitätssicherung durch: Dr. N. Gumpert      |     Letzte Änderung: 15.11.2018
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