Operation eines Meniskusrisses

Synonyme

Meniskusläsion, Meniskusriss, Meniskuseinriss, Meniskusruptur, Meniskusschaden

Englisch: meniscus tear

Arthroskopie und offene Operation

Ein richtiger Meniskusriss ist eine so gravierende Verletzung, die ein hohes Risiko für Folgeschäden birgt, weshalb sich außer in wenigen Ausnahmefällen, bei denen eine konservative Therapie durch Krankengymnastik und das Verabreichen von Medikamenten ausreichend ist, eine Operation kaum vermeiden lässt. Besonders jüngeren Patienten und Menschen, die sportlich aktiv sind, ist unbedingt zu einer chirurgischen Versorgung des Meniskusrisses anzuraten.

Heutzutage lassen sich die meisten Operationen mithilfe einer Kniegelenksspiegelung (Arthroskopie) durchführen, welche sowohl der Diagnostik als auch dann der definitiven Therapie dient. Eine solche Arthroskopie kann entweder in Voll- oder in Teilnarkose erfolgen. Oftmals ist es möglich, dass der Eingriff ambulant erfolgt, der Patient muss also gar nicht stationär aufgenommen werden. Sollte dies doch einmal notwendig sein, so beläuft sich der Aufenthalt nur in Ausnahmefällen auf mehr als eine Woche.

Offene Operationen werden auch heute dann noch bevorzugt durchgeführt, wenn es neben dem Meniskusriss weitere Verletzungen im Kniegelenk gibt, wie zum Beispiel Schäden der umliegenden Bänder oder Knochen.


OP-Methoden

Prinzipiell gibt es verschiedene Möglichkeiten, einen Meniskusriss operativ zu versorgen. Entweder man repariert den Schaden (Meniskusrefixation oder Meniskusnaht) oder man nimmt den beschädigten Teil des Meniskus heraus (Meniskus(teil)resektion), um ihn anschließend unter Umständen durch ein Implantat wieder zu ersetzen. Eine Wiederherstellung des Meniskus ist nur dann möglich, wenn der Riss oder eine sonstige Verletzung nicht allzu groß ist. Der Riss sollte sich für diese Variante außerdem im randnahen Bereich befinden. Das ist dadurch begründet, dass dieser Anteil der Knorpelscheibe noch durch Gefäße versorgt ist und deswegen nach einer Operation in der Regel gut abheilen kann.
Die Reparatur erfolgt entweder mithilfe von Schrauben, speziellen Stiften oder Pfeilen, manchmal kann die Stelle auch einfach genäht werden. Bei einer solchen Meniskusnaht werden zunächst die Ränder geglättet und anschließend der Meniskus in seine ursprüngliche Position und Form zurückgebracht. Diese Option sollte zunächst immer angestrebt werden. Ist dies jedoch nicht möglich, so muss eine größere Operation stattfinden. Wenn ein Teil des Meniskus tatsächlich abgerissen ist, muss dieses entfernt werden, je nach Art einer Schädigung kann es zu einer Teilentfernung eines kleinen Stückes kommen, in schlimmen Fällen muss eventuell der gesamte Meniskus herausgenommen werden. Je nach dem wie groß das entnommene Stück ist und wie die nach dem chirurgischen Eingriff verbleibende Funktionalität des Kniegelenks eingeschätzt wird, kann es notwendig sein, ein Implantat einzusetzen. Dieses Implantat besteht typischerweise aus Kollagen, manchmal aber auch aus synthetischen Materialien wie Polyurethan. Das Kollagen sorgt dafür, dass durch das fehlende Stück Meniskus nicht Knochen an Knochen reibt, wodurch im weiteren Verlauf nämlich das Risiko für eine Arthrose des Kniegelenks massiv ansteigen würde.
In extremen Fällen gibt es außerdem noch die Möglichkeit, eine Meniskustransplantation durchzuführen, die sich besonders bei jüngeren Patienten anbietet. Hierbei wird dem Patienten ein Spendermeniskus eines Verstorbenen transplantiert. Der Nutzen hiervon ist allerdings noch nicht vollständig geklärt. Manche zweifeln noch an einer langfristigen Verbesserung des Zustandes in Hinsicht auf den Verschleiß des Knorpels.

Narkose während einer Meniskusoperation

Eine Kniegelenkspiegelung kann entweder in einer rückenmarksnahen Regionalanästhesie (Periduralanästhesie) oder in einer Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) durchgeführt werden.
Eine Periduralanästhesie betäubt nur die untere Körperhälfte, der Patient bleibt bei Bewusstsein. Meist bei gekrümmtem Rücken im Sitzen oder in Seitenlage wird nach Desinfektion der Einstichstelle eine örtliche Betäubung der Haut über der Wirbelsäule durchgeführt. Darauf folgt die rückenmarksnahe Betäubung, die für die Zeit des Eingriffes Schmerzen, Empfindungen und aktive Beweglichkeit in der unteren Körperhälfte hemmt.
Komplikationen dieser Art der Narkose sind zum Beispiel ein Blutdruckabfall, der jedoch durch Flüssigkeitszufuhr in der Regel vermeidbar ist. In manchen Fällen kann es nach der Operation durch die rückenmarksnahe Narkose zu Kopfschmerzen kommen.
In seltenen Fällen kann bei einer komplizierten Durchführung der Periduralanästhesie eine tiefere Narkose als gewünscht erfolgen (sogenannte totale Spinalanästhesie), dabei kommt es zu Blutdruckabfall, Atemlähmung und Verlangsamung des Herzschlages. In dieser Situation kann es notwendig sein, auf eine Vollnarkose mit einer künstlichen Beatmung umzuschwenken.
Eine äußerst seltene Komplikation ist die Verletzung des Rückenmarks, mit dem Risiko einer bleibenden Querschnittslähmung. Systemische Nebenwirkungen des örtlichen Betäubungsmittels können ebenfalls auftreten, zum Beispiel als allergische Reaktion.

Bei einer Vollnarkose wird dagegen das Bewusstsein zusammen mit der Schmerzempfindung ausgeschaltet, der Patient ist nicht erweckbar. Eine künstliche Beatmung und Atemwegssicherung ist notwendig.
Häufig treten nach einer Vollnarkose Übelkeit und Erbrechen, Husten, Heiserkeit und Schluckbeschwerden als Nebenwirkungen auf.
Manchmal kann es zu Muskelzittern oder Kälteempfinden kommen. In sehr seltenen Fällen kann es durch eine Vollnarkose zu Komplikationen wie Schäden an den Zähnen, an den Stimmbändern oder zu einer Lungenentzündung kommen.
Nach der Narkoseeinleitung wird bei der arthroskopischen Meniskusoperation eine Blutdruckmanschette am Oberschenkel angebracht und aufgepumpt, wodurch eine sogenannte Blutsperre erreicht wird. Dadurch kommt es bei der Gelenkspiegelung kaum zu Blutverlust.

Ich berate Sie gerne!

Das Kniegelenk gehört zu den Gelenken mit der größten Belastung.

Daher erfordert die Behandlung des Kniegelenks (z.B. Meniskusriss, Knorpelschaden, Kreuzbandschaden, Läuferknie, etc.) viel Erfahrung.

Ich behandele die unterschiedlichsten Erkrankungen des Knies auf konservative Weise.

Ziel jeder Behandlung ist die Behandlung ohne eine Operation.

Welche Therapie nachhaltig die besten Ergebnisse erzielt, kann nur nach Zusammenschau aller Informationen (Untersuchung, Röntgenbild, Ultraschall, MRT, etc.) beurteilt werden.

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Nach der OP

In der Regel wird bei einem Meniskusriss eine ambulante arthroskopische Operation durchgeführt. Das bedeutet, dass der operierte Patient wenige Stunden nach der Operation in Begleitung den Aufwachraum verlassen und nach Hause entlassen werden kann. Dabei sollte man nicht selbst Auto fahren. Für einige Zeit nach der Operation sollte das Knie mithilfe von Unterarmgehstützen entlastet werden, es ist jedoch möglich, das operierte Bein bereits am ersten Tag nach der Operation mit einem Teil seines Körpergewichtes (ca. 20-30 kg) zu belasten.
Für die Zeit, in der die Gehstützen benötigt werden, ist eine Thromboembolieprophylaxe (sogenannte "Bauchspritzen") notwendig. Der behandelnde Arzt verschreibt außerdem häufig entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden sollten. Die kleinen Einstichstellen können eine Zeit lang etwas empfindlich sein. Manche Menschen verspüren nach der Operation ein Gefühl des "Plätscherns" von Flüssigkeit im Kniegelenk, dies kann durchaus vorkommen und wird durch Restflüssigkeit der Arthroskopie ausgelöst.
Die Nähte sollten mit wasserdichten Pflastern versorgt sein, um die Wunde bis zum Fäden ziehen (nach etwa ein bis zwei Wochen) zu schützen. Vorsichtiges Duschen ist damit in der Regel möglich, Baden und Schwimmen sollte für etwa zwei Wochen unterlassen werden.
Wenn während der Operation eine Drainage in das Kniegelenk eingelegt wurde, um Wundsekret ablaufen zu lassen, wird diese meist nach ein oder zwei Tagen gezogen.
Damit möglichst wenig Knieschwellung auftritt, sollte in den ersten Tagen das Knie geschont, hochgelagert und mit Eis gekühlt werden.

Lesen Sie mehr zum Thema: Schwellung nach OP

Sauna- und Sonnenbankgänge erhöhen die Gefahr einer starken Anschwellung des Knies, weshalb diese Dinge für einige Wochen vermieden werden sollten. Die Schonung des betroffenen Beins nach der Operation ist wichtig und unbedingt einzuhalten, jedoch wird dadurch schnell Oberschenkelmuskulatur abgebaut.
In Absprache mit dem behandelnden Arzt sollte deswegen sobald wie möglich mit Muskeltraining und Krankengymnastik begonnen werden. Die ersten sechs Wochen nach der Meniskusoperation sollte das Knie unter Belastung nicht über 90 Grad gebeugt werden, also sollte man nicht in die Hocke gehen.
Es kann individuelle Unterschiede geben, deshalb sollten alle Belastungen langsam gesteigert werden, auch wenn das Knie nicht mehr schmerzt, da sich das im Aufbau befindliche Gewebe noch im Reifungsprozess befindet.
Wichtig ist es, dass das Knie in den ersten Wochen nach der Meniskusoperation keinerlei Stoßbelastungen ausgesetzt ist (zB durch harte Schuhabsätze). Besonders bei älteren Menschen kann es dadurch zu sogenannten Ermüdungsbrüchen im Schienbeinkopf kommen.

Dauer nach einer Meniskusriss Operation

Die Meniskusrissoperation im Rahmen einer Kniegelenkspiegelung nimmt in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten in Anspruch. Wenn eine Meniskusteilresektion durchgeführt wurde, dauert die Wundheilung etwa zwei Wochen, dann kann das Knie voll belastet werden. Ab diesem Zeitpunk können wieder moderate sportliche Aktivitäten begonnen werden.
Die Heilung einer Meniskusnaht oder eines Meniskusersatzes durch ein Implantat dauert in der Regel länger, meistens um die sechs Monate. Nach etwa vier Wochen sollte eine volle Belastung des Knies beim Laufen wieder möglich sein, sportliche Aktivität nach ca. zwei bis drei Monaten. Wurde nur ein kleiner Teil des Meniskus entfernt, können Bürotätigkeiten nach ein bis zwei Wochen wieder aufgenommen werden, kniebeanspruchende Berufe sollten erst nach zwei bis drei Wochen wieder ausgeführt werden.
Wenn Teile des Meniskus genäht wurden, muss das Knie länger geschont werden, da die Nähte sonst aufreißen könnten. In Einzelfällen kann auch eine stufenweise Wiedereingliederung in das Arbeitsleben sinnvoll sein. Ein optimales Operationsergebnis und eine schnelle Heilung setzten die Kooperation des Betroffenen voraus. Wird zu früh nach der Meniskusoperation mit aggressivem Belastungsaufbau begonnen, kann es zu entzündlichen Reizzuständen mit Schwellung und Schmerzen kommen. Außerdem können die Fäden der Meniskusnaht reißen.
Die moderate physiotherapeutische Nachbehandlung ist jedoch notwendig und sehr sinnvoll, da Muskulatur aufgebaut wird und die Beweglichkeit des Kniegelenks wiederhergestellt wird. Eine nicht durchgeführte Nachbehandlung kann zu Einschränkungen bei sportlichen Betätigungen und auch im Alltagsleben führen.

Wann wieder Sport?

Der Meniskusriss kann schwerwiegend oder eher unkompliziert auftreten.
Je nach Ausmaß des Risses und der darauf folgenden operativen Versorgung kann es zu schnellem wiedererlangen der Bewegungsfähigkeit kommen, oder im schlimmsten, sehr seltenen Fall ist mit einer lebenslangen Einschränkung zu rechnen, wobei kein Sport mehr betrieben werden kann.

Dies hängt jedoch auch von der Sportart ab, die der Patient ausüben will. Bei Sportarten, die für das betroffene Knie sehr belastend sind, sollte über die reguläre Zeit des Sportverbots hinaus noch einige Wochen gewartet werden und erst langsam wieder begonnen werden.
Hier ist eine Pause von 4-6 Monaten sinnvoll.

Bei einem unkomplizierten Menikskusriss ist eine relative Beweglichkeit nach 2-3 Wochen wiedererlangt, nach 6-8 Wochen sollte das Knie wieder vollkommen belastbar sein.
Der Schaden und die Tragweite des Meniskusrisses hängen vor allem von der Dauer des bestehenden Risses vor der Operation und der beeinträchtigung umliegender Strukturen ab. Neben diesen Einflussfaktoren spielt ebenfalls das Alter, das Gewicht und der generelle körperliche Zustand eine Rolle, um zu beurteilen, wann der Patient wieder Sport treiben sollte.

Wann darf man wieder Autofahren / Wie lange ist man arbeitsunfähig?

Auch die Arbeitsunfähigkeit hängt von der Berufsbelastung der betroffenen Person ab sowie von der Schwere der Verletzung.
Wird der Meniskusriss intraoperativ genäht, ist eine deutlich lägerne Heilungszeit notwendig als bei einer Meniskusteilresektion.

Nach einem arthroskopischen Eingriff sollte eine berufliche Pause von mindestens 1-4 Wochen eingehalten werden. Das Autofahren nach einer Knieoperation sollte erst nach vollständiger Heilung wieder begonnen werden, denn sowohl die Muskelkraft als auch die Reaktionsgeschwindigkeit sind durch die Operation herabgesetzt.
Zudem kommen Nachwirkungen einer Narkose und die Nebenwirkungen von Schmerzmedikamenten. Definitiv sollte der Patient nicht mehr auf Gehhilfen oder Schienen angewiesen sein, bevor er sich wieder hinter das Lenkrad setzt.
Auch ist es wichtig, zunächst einige Übungen zum Wiedererlangen von Muskelkraft und Reaktionsfähigkeit zu machen, bevor man mit dem Auto fahren beginnt. Trockenübungen am parkenden Auto können ebenfalls sinnvoll sein.

Von der Versicherung her gibt es keinen klar definierten Zeitraum, ab dem man nach einer Knieoperation wieder Auto fahren darf, jedoch liegt es im Ermessen der Versicherung, bei einem Unfall den Fahrer des Autos und sein Verhalten als grob fahrlässig einzustufen und damit keine Kostenübernahme zu gewährleisten.

Risiken einer Meniskusoperation

Wenn ein Mensikusriss vorliegt, sollte dieser in den meisten Fällen durch eine baldige operative Maßnahme versorgt werden, um Spätkomplikationen und Langzeitfolgen für den Patienten zu minimieren und wenn möglich ganz zu vermeiden.
Ist der Meniskus gerissen, stört er häufig im Kniegelenkspalt, wie eine Art Fremdkörper und er führt zur Reibung und Reizung des Gelenkknorpels und der Gelenkflächen.

Dies kann auf lange Sicht zur Verminderung des Gelenkspalts bis hin zur Symptomen der Kniegelenksarthrose führen. Auch kann dies zur unspezifischen Kniegelenksschwellungen und Entzündungsreaktionen führen.
Jedoch führt eine Entfernung eines Teils des Meniskus auch zu einem erhöhten Verschleißrisiko, da die Stabilisation und Dämpfung des Meniskus durch eine Verminderung seiner Oberfläche herabgesetzt wird.

Nur in seltenen Fällen ist eine konservative Therapie des Meniskusrisses indiziert. Zu den Gründen zählen das Alter, eine erschwerte Nachbehandlung, fehlende Mitarbeit des Patienten oder Narkoseunverträglichkeiten.
Dann sollten die Symptome mit vermehrtem Muskelaufbau und Stabilisation des Kniegelenks weitestgehend therapiert werden.

Die Meniskusoperation kann als offene Operation oder durch einen athroskopischen Eingriff erfolgen. Zudem kann die Athroskopie als ambulanter oder stationärer Eingriff durchgeführt werden.
Vor allen Dingen besteht bei einer offenen Operation das Risiko einer Nachblutung, einer Einblutung und einer intraoperativen oder postoperativen Infektion des Operationsgebiets. Diese Infektion kann sich auf das gesamte Kniegelenkt ausbreiten und den Knorpel schädigen. Es kommt zu einer Entzündung, die gegebenenfalls Punktiert werden muss, um den Eiter abzulassen oder auch operativ sowie antibiotisch Versorgt werden muss.

Auch besteht ein geringes Risiko für eine Gefäß- oder Nervenschädigung sowie Knorpel-, Bänder- oder Schleimhautverletzungen bei der Meniskusoperation und durch die postoperative Ruhigstellung des Beines kann es zur Bildung von Blutgerinnsen in den Beinvenen, sogenannten Thrombosen, kommen.
Löst sich einer dieser Thromben, zumeist aus den Beinvenen, besteht ein Risiko einer Lungenembolie.

Durch eine präventive antikoagulatorische, Therapie kann dieses Risiko allerdings minimiert werden. Dazu bekommt der Patient Spritzen oder Tabletten, die die Blutgerinnung hemmen.
Nach jeder Meniskusoperation besteht das Risiko, dass es zu einem erneuten Einriss des Meniskus an der selben oder an einer anderen Stelle kommt. Sogar nach einsetzen eines künstlichen Meniskus, eines sogenannten Meniskusimplantats, kann es zum Einreißen des selbigen kommen.

Auch ist es möglich, einen vollständig zerstörten Meniskus durch einen Spendermeniskus eines Organspenders zu ersetzen. Hierbei kann es zu immunologischen Abstoßungsreaktionen kommen, denn das Gewebe wird für den Körper als fremd gewertet.
Diese Art der Meniskusoperation wird jedoch sehr selten durchgeführt.

Langzeitfolgen eines defekten Meniskus sind vor allem Schmerzen, eingeschränkte oder verminderte Funktionsfähigkeit und Bewegung sowie beginnende Arthrose. Diese können in seltenen Fällen jedoch auch nach einer operativen Behandlung bestehen bleiben.
Insgesamt liegt die Erfolgsquote der Meniskusoperation mit einem guten Ergebnis bei etwa 90%. Jedoch sind dafür die nötige Mitarbeit des Patienten, eine intensive Nachbehandlung und die Akzeptanz von kurzfristigen und Dauerhaften Einschränkungen, wie etwa beim Sport wichtig.

Wie bei jedem operativen Eingriff besteht auch bei der Meniskusoperation ein Risiko für Nebenwirkungen und Nachwirkungen der Narkose. Der Eingriff kann in einer Regionalanästhesie, bei der der Patient nur Hüftabwärts betäubt ist und anstonsten wach und ansprechbar ist, oder mittels einer Allgemeinanästhesie in Vollnarkose durchgeführt werden.

Nach der Operation kann es bei der Vollnarkose zum Beispiel zur postoperativen Übelkeit und Erbrechen kommen.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 02.11.2017
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