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Nasenbluten bei Kleinkindern

Nasenbluten bei Kleinkindern - Was tun?

Auch bei Kleinkindern und älteren Heranwachsenden ist ein vereinzelt auftretendes Nasenbluten zunächst kein Grund zur Besorgnis, auch wenn bei Kindern die Aufregung durch die aufgetretene Blutung entsprechend groß ist.
Ursache sind während des Wachstumsprozesses recht dünnwandige Gefäße unmittelbar unter der Schleimhautoberfläche, die verschiedensten Belastungen im Vergleich zum Erwachsenen schlechter trotzen können.
Zum Teil kann das Nasenbluten bei Kindern auch ohne erkennbaren Grund des Nachts auftreten. Im Vordergrund während der Umsorgung des Kindes steht vor allem die Beruhigung, da unter Aufregung die Blutung schlechter zum Stehen kommt. Ruhe und Gelassenheit dem Kind gegenüber auszustrahlen ist für die mitbetroffenen Eltern nicht immer leicht, aber hilfreich, wie auch dem ruhig hingesetzten Kind eine Geschichte zu erzählen oder vorzulesen, nachdem die Allgemeinmaßnahmen wie zum Beispiel die Kühlung im Nacken des Kindes eingeleitet worden sind.

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Das Kind sollte sitzen, um das Blut besser abfließen lassen zu können, sowie um den Blutdruck im Kopf im Vergleich zur liegenden Position so gering wie möglich zu halten. Wird zur Blutstillung Druck auf die Nase ausgeübt, oder wenn die Nasenatmung während des Blutens schwerfällt, muss darauf geachtet werden, dass das Kind ausreichend Luft durch den Mund bekommt. Ebenso muss sichergestellt werden, dass das Kind Blut weder schluckt, noch im schlechteren Fall in die Luftröhre laufen lässt oder einatmet. Falls in dieser Hinsicht Komplikationen auftreten oder das Nasenbluten nicht innerhalb von zwanzig Minuten stoppt, sollte ein Halsnasenohrenarzt aufgesucht werden.
Hat das Nasenbluten jedoch vorher spontan aufgehört, sollte das Kind den restlichen Tag über nicht herumtollen, da das gerade zuheilende Gefäß sonst wieder aufreißen könnte. Auch kräftiges Schnäuzen der Nase und Nasenbohren können sowohl auslösende Ursache gewesen sein, als auch, dass sie nach spontanem Ende des Nasenblutens ungünstig und zu unterbinden sind. Ebenfalls sollte sichergestellt werden, dass das Kind das Nasenbluten nicht durch einen in die Nase geschobenen Fremdkörper ausgelöst hat, oder ein Unfall wie ein Sturz auf den Kopf (Schädelbasisbruch) oder die Nase vorgefallen ist. Im Verdacht auf einen solchen Fall oder bei Begleitverletzungen empfiehlt sich der Besuch eines Arztes.


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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 16.07.2018
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