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Ursachen für ein Piriformis-Syndrom

Einleitung

Das Piriformis-Syndrom ist nach dem Piriformismuskel benannt, welcher sich im Gesäßbereich unter den großen Gesäßmuskeln befindet und Kreuzbein mit Oberschenkelknochen verbindet. Direkt unter dem Piriformismuskel verläuft der Ischiasnerv, der größte Nerv des menschlichen Körpers, welcher alle wichtigen Beinstrukturen versorgt.
Für die Behandlung dieser Erkrankung, eignen sich vor allem konservative Methoden, wie beispielsweise eine Krankengymnastik speziell für das Piriformis-Syndrom.

Ursachen für das Piriformis Syndrom

Wenn nun der Piriformismuskel durch Überbeanspruchung, beispielsweise exzessives Laufen, oder ungünstige Sitzpositionen, beispielsweise längeres Sitzen auf einer gefüllten Geldbörse, sich entzündet oder verkürzt, so kann der Piriformismuskel dadurch den Ischiasnerv abdrücken und diesen dadurch reizen, wozu es bei den betroffenen Patienten zu einem charakteristisch stechenenden Schmerz im Bereich des hinteren Gesäßes kommt.
Bei etwa 20 Prozent der Bevölkerung verläuft der Ischiasnerv nicht unter dem Piriformismuskel entlang, sondern durch diesen hindurch. Es wird aktuell davon ausgegangen, dass diese anatomische Lage mit einem erhöhten Risiko einhergeht, Beschwerden durch das Piriformissyndrom zu entwickeln.

Besonders häufig wird das Piriformis-Syndrom bei Sportlern beobachtet, die eine ständig wiederholende, vorwärts gerichtete Bewegung ausführen, beispielsweise Langstreckenläufern oder Radfahrern.
Dadurch verkürzt sich der Piriformismuskel und kontrahiert verstärkt. Durch diese Größenveränderung ist eine Kompression des Ischiasnervs immer wahrscheinlicher. Dies tritt gehäuft dann auf, wenn die Sportler keine Dehnübungen oder Streckübungen ausführen, die ein anderes Bewegungsprofil beinhalten als nur die gleichmäßige Vor- und Rückbewegung der Beine.
Bei Empfindlichkeit gegenüber dem Piriformis-Syndrom wird empfohlen, häufige Dehnübungen zwischen den langen monotonen Belastungen auszuführen und dabei die Beine besonders auch nach außen zu strecken, um alle Muskeln des Hüftbereiches während des Trainings gleichmäßig zu belasten und gleichzeitig den Piriformismuskel kurzfristig zu entlasten und einer langfristigen Reizung entgegenzuwirken.

Weitere Ursachen

Zusätzlich zu den Störungen, die direkt den Piriformismuskel betreffen, kann auch eine Schwäche der großen Gesäßmuskulatur, die über dem Piriformismuskel liegen, zu einem Piriformissyndrom führen. Der Piriformismuskel wird in seiner Funktion von den wesentlich kraftvolleren restlichen Gesäßmuskeln unterstützt. Ist diese Gesäßmuskulatur allerdings geschwächt, beispielsweise dadurch dass man jeden Tag viele Stunden an der Arbeit in der gleichen Position verharrt, so verkürzt sich diese Muskulatur und kann ihre eigentliche Tätigkeiten nicht mehr vollständig ausführen. Dadurch muss unter anderem der Piriformismuskel vermehrt diese Tätigkeiten ausführen, kann sich durch diese Überbeanspruchung vergrößern (Hypertrophie) und auf den Ischiasnerv drücken, wodurch wieder Schmerzen entstehen können.

Zusätzlich zum Ischiasnerv kann als Ursache des Piriformissyndroms auch der Pudendusnerv eingeklemmt oder geschädigt werden. Der Pudendusnerv versorgt die Damm- und Genitalregion sensitiv und steuert die willkürliche Blasen- und Darmentleerung. Ist der Pudendusnerv durch den Piriformismuskel eingeengt, so kann es von Kribbeln und Taubheitsgefühlen in der Damm- und Genitalregion bis hin zu Harn- und Stuhlinkontinenz kommen, da die Blasen- und Darmentleerung nicht mehr gesteuert werden kann.

Weitere wichtige Informationen finden Sie auf unserer Hauptseite: Piriformis-Syndrom

Auch Unfälle können als Ursache für das Piriformissyndrom in Frage kommen, besonders dann wenn man auf Hüfte, Oberschenkel oder Gesäß fällt und dadurch eine größere Krafteinwirkung auf Piriformismuskel und Ischiasnerv entsteht.

Zuletzt können auch angeborene oder erworbene Fehlstellungen der Beine und Füße für das Piriformissyndrom verantwortlich sein. Besonders bei X-Beinen als auch bei Längenunterschieden der beiden Beine beobachtet man häufiger ein Piriformissyndrom.

Zur Behandlung des Piriformis-Syndroms lesen Sie auch auch: Was ist die beste Therapie zum Piriformis-Syndrom?

Abbildung Musculus piriformis

Musculus piriformis

  1. Birnförmiger Muskel -
    Musculus piriformis
  2. Darmbeinschaufel -
    Ala ossis ilii
  3. Hintere Kreuzbeinlöcher -
    Foramina sacralia posteriora
  4. Kreuzbein -
    Os sacrum
  5. Großer Rollhügel -
    Trochanter major
  6. Kleiner Rollhügel -
    Trochanter minor
  7. Oberschenkelschaft -
    Corpus femoris
  8. Sitzbein -
    Os ischii (Ischium)
  9. Fünfter Lendenwirbel -
    Vertebra lumbalis V

Eine Übersicht aller Abbildungen von Dr-Gumpert finden Sie unter: medizinische Abbildungen

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