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Pseudokrupp beim Baby

Einleitung

Das Kruppsyndrom bzw. der Pseudokrupp tritt zu 99 % im Zusammenhang mit einer akuten Kehlkopfentzündung (akute subglottische Laryngitis) auf und betrifft vor allem Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren.

Zum Teil sind auch Kinder bis zum sechsten Lebensjahr betroffen, ältere eher selten.
Unterdessen wird beobachtet, dass etwas mehr Jungs als Mädchen einen Pseudokrupp entwickeln.

Hauptgrund für das vorrangige Auftreten im Kleinkindalter (Baby) ist der geringe Durchmesser des Kehlkopfes.
Bereits bei minimaler Verlegung kann es zu einer kritischen Einengung kommen, sodass Atemnot entsteht.

Eine Schwellung der Kehlkopfschleimhaut um 1mm erhöht den Atmungswiderstand beim Erwachsenen um das Dreifache.
Beim Kleinkind/ Baby allerdings um das 16-fache.
Hinzu kommt, dass im Alter von 1 bis 3 Jahren der Nestschutz abnimmt.
Das heißt das Immunsystem des Kindes wird nach dem Abstillen nicht mehr von dem seiner Mutter unterstützt.
Das kindliche Immunsystem muss gegen Erreger nun selbst ankämpfen. Da die Antikörper bzw. die Immunität gegen gewisse Erreger erst nach dem ersten Kontakt mit ihnen gebildet werden, kommt es bei einem Baby häufiger zu Erkrankungen durch Bakterien, Viren etc.
Somit ist auch die Wahrscheinlichkeit größer, in diesem Alter an einer akuten subglottischen Laryngitis zu erkranken und in deren Folge einen Pseudokrupp zu entwickeln.

Eine erstmalige Infektion ist meist wesentlich ausgeprägter, als eine zweite Infektion in der späteren Kindheit.
Dies spricht wiederum dafür, dass besonders die Kleinkinder von einer Erstinfektion in voller Ausprägung eines Pseudokrupps betroffen sind.

Zudem ist besonders im Krabbel- und Kindergartenalter das Infektionsrisiko mit Bakterien und Viren erhöht, da die Kinder ihre Umwelt erkunden und möglichst viele Gegenstände anfassen, in den Mund nehmen und meist engen Kontakt zu ihren Spielkameraden haben.

Letztlich erkranken ca. 12% aller Kinder einmal in ihrem Leben an Pseudokrupp, wodurch diese Erkrankung relativ häufig vorkommt.

Lesen Sie mehr zum Thema: Pseudokrupp und Cortison beim Baby

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 17.12.2018
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