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Hausmittel bei trockener Haut

Definition

Trockene Haut macht sich meist durch juckende Hautbereiche und eine Schuppung bemerkbar. Besonders häufig sind die Stellen betroffen, an denen die Haut sehr dünn ist. Häufiges Waschen kann außerdem zu einer Störung des Säureschutzmantels der Haut führen und so der Haut weiter Feuchtigkeit entziehen.

Einleitung

Trockene Haut ist ein Problem das jeder kennt und die meisten schon einmal hatten. Besonders in den kalten Wintermonaten tritt trockene Haut gehäuft auf. Dabei ist die trockene Haut nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern kann auch Beschwerden verursachen wie Juckreiz und ich manchen Fällen auch Schmerzen oder Wunden.

Durch die Trockenheit der Haut können Mikrorisse entstehen, die es Bakterien, Viren und Pilzen ermöglichen in sie einzudringen und Infektionen zu verursachen. Besonders in den kalten Wintermonaten ist das Risiko der Haut auszutrocknen durch die trockene, kalte Luft im Freien und die warme trockene Heizungsluft in den Innenräumen besonders gegeben.

Nicht verwechseln sollte man die Haut jedoch mit Neurodermitis oder Schuppenflechte. Die Hauterkrankungen können im Anfangsstadium ganz ähnlich aussehen, sollten jedoch nicht mit Hausmitteln sondern von einem Hautarzt behandelt werden.

Bei Neurodermitis zeigen sich die trockenen Hautstellen vor allem an Ellenbeugen, Kniekehlen, Nacken, Hals und Gesicht.

Bei Schuppenflechte treten die trockenen Stellen vor allem an den Streckerseiten der Arme und Beine, also Ellenbogen und Knien, Kreuzbein und behaarter Kopfhaut auf.

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Hausmittel zur äußeren Anwendung

Bei den Hausmitteln zur äußeren Anwendung hat sich besonders frisch gepresster Karottensaft bewährt. Die betroffenen Hautstellen sollten mit dem Saft regelmäßig eingerieben werden. Nach einer Viertelstunde können die eingeriebenen Stellen dann wieder gründlich abgewaschen werden. Zusätzlich kann man auch Buttermilch oder Milch mit etwas Fruchtsaft, zum Beispiel von Orangen, Äpfeln oder Karotten, mischen und damit die Haut gründlich einreiben und nach einer Zeit wieder abwaschen. Die Fruchtsäure wirkt wie ein feines Peeling und entfernt die abgestorbenen Hautschuppen. So können die Vitamine der Früchte und die Feuchtigkeit besser bis in die tiefen Hautschichten eindringen.

Eine Mischung aus Zitronensaft, Honig und etwas Eiweiß kann denselben Effekt bewirken. Diese Mischung sollte etwa 20 Minuten auf der betroffenen Haut einwirken und danach mit lauwarmem Wasser abgewaschen werden.

An Stellen, die besonders empfindlich sind oder unter einer außerordentlichen Belastung stehen, kann es auch helfen Hirschtalg zu verwenden. Zum Beispiel an den Füßen ist Hirschtalg ein altbewährtes Mittel um die Haut vor starker Beanspruchung, zum Beispiel beim Wandern, zu schützen. Wichtig ist es den Hirschtalg schon vor der Belastung auf die betroffenen Hautstellen aufzutragen.

Auch Olivenöl oder Kokosöl, als dünner Film auf der Haut verteilt, kann eine Besserung bei trockener Haut erzielen. Genauso kann auch ein normales Babyöl aus dem Drogeriemarkt schon zu einer Linderung führen.

Eine andere bewährte Möglichkeit ist es, die Teile einer Aloe vera Pflanze kleinzuschneiden und ihren Schleim auszupressen Anschließend sollte man diesen frischgewonnen Schleim auf den trockenen Stellen verteilen. Die Wirkstoffe der Aloe vera Pflanze befinden sich mittlerweile auch in vielen Salben und Cremes aus Drogeriemarkt und Apotheke.

Olivenöl

Olivenöl eignet sich außer zum Kochen auch bestens zur Hautpflege. Durch die enthaltenen Antioxidantien, darunter vor allem Vitamin E, werden die Zellwände geschützt und der Alterungsprozess des Gewebes bei regelmäßiger häufiger Anwendung verzögert.
Außerdem enthält Olivenöl geringe Mengen eines natürlichen entzündungshemmenden Stoffes, dem Oleocanthal. Dieses gehört zur Gruppe der Cyclooxygenase-Hemmer, zu denen zum Beispiel auch Aspirin und Ibuprofen gehören. Bei leicht entzündlichen Hauterkrankungen wie Ekzemen oder Schuppenflechte kann Olivenöl also neben der Anwendung bei trockener Haut zum Einsatz kommen.
Darüber hinaus ist Olivenöl als Makeup-Entferner geeignet, besonders an der Augenpartie, da es auch wasserfeste Produkte zuverlässig löst. Im restlichen Gesicht dagegen sollte es zurückhaltend angewandt werden, da hier je nach Hauttyp Hautunreinheiten provoziert werden können.
Soll Olivenöl zur Hautpflege verwendet werden empfiehlt es sich, ein natives, kaltgepresstes Öl in Bio-Qualität zu verwenden.

Kokosöl

Kokosöl (Kokosnussöl) ist in den letzten Jahren als Hautpflegemittel immer bekannter geworden. Das liegt neben seinem angenehmen Geruch auch an seinen hautfreundlichen und –schützenden Inhaltsstoffen: Es enthält neben einigen B-Vitaminen auch Vitamin C und E. Letzteres wirkt zellwandschützend, da es sog. freie Radikale unschädlich macht.
Die außerdem enthaltene Laurinsäure wirkt außerdem antimikrobiell, hat also eine leicht desinfizierende Wirkung.
Häufig hat sich Kokosöl auch natürliches Mücken- und Zeckenschutzmittel bei Tier und Mensch bewährt. Wer unter häufigen Stichen leidet, könnte versuchen, sich vor dem Aufenthalt im Risikogebiet mit Kokosöl einzucremen.
Verkauft wird Kokosöl in Gläsern als feste Substanz, die durch ihren niedrigen Schmelzpunkt von etwa 23°C in der Hand schmilzt und sich dabei durch die aufgenommene Wärme leicht kühl anfühlt. Es spendet der Haut Feuchtigkeit, zieht jedoch schlecht ein – verbleibt also größtenteils auf der Haut.
Bei der Verwendung von Kokosöl als Körperöl sollte ein kaltgepresstes, nicht raffiniertes Öl gewählt werden. So ist sichergestellt, dass die enthaltenen Vitamine nicht bei der Herstellung zerstört wurden. Fündig wird man dabei meistens in Dorgeriemärkten oder Bio-Supermärkten.

Hausmittel zur inneren Anwendung

Ein Tipp, der häufig gegeben wird, ist es viel Wasser zu trinken. Mindestens 2 Liter sollten am Tag getrunken werden, besser aber noch 3 Liter. Wassermangel im Körper kann sich besonders durch Kopfschmerzen oder spröde Lippen bemerkbar machen. Zusätzlich sollte gerade im Winter drauf geachtet werden, dass die Luftfeuchtigkeit in den beheizten Räumen nicht zu stark absinkt. Eine Luftfeuchtigkeit von 55-60% sollte mindestens in den Wohnräumen herrschen. Diese Luftfeuchtigkeit kann man erreichen, indem man zum Beispiel einen feuchten Lappen über die Heizung legt.

Hausmittel zur Anwendungen von trockener Haut im Gesicht

Besonders im Winter hat die Haut im Gesicht sehr unter der kalten Luft im Freien und der sehr trockenen Heizungsluft im Inneren zu leiden. Da kann es leicht zu trockener Haut im Gesicht, besonders an den Wangen und am Kinn, kommen. Hier kann eine selbstgemachte Maske aus Quark oder Joghurt helfen. Mit ein wenig Honig vermischt wird die Paste auf das Gesicht aufgetragen und schon hat man eine eine erste Hilfe gegen trockenen Haut im Gesicht. Die Maske sollte man mindestens für eine halbe Stunde auf dem Gesicht belassen, damit sich die Wirkung entfalten kann und die Wirkstoffe gut in die Haut eindringen können. Auch kann es helfen eine kleine Menge frisch geraspelter Gurken unter die Honig-Joghurt-Maske zu geben.

Generell gibt es bei Gesichtsmasken aus Hausmitteln eine große Anzahl an möglichen Zutaten. So gibt es auch den Tipp Kartoffeln oder auch Bananen zu reiben oder zu pürieren und diese für 20 Minuten im Gesicht einwirken zu lassen.

Ein wichtiger Hinweis ist es auch beim Reinigen des Gesichts auf seifenfreie Waschgels und Waschgels ohne Parfümstoffe zurückzugreifen, denn diese können des Säureschutzmantel der Haut stören und so dazu führen, dass der Haut zusätzlich Feuchtigkeit entzogen wird.

Hausmittel für trockene Haut an den Augen

Die Haut unter den Augen ist dünn und dadurch sehr empfindlich. Auf schwere, fettige Cremes zur Linderung trockener Stellen sollte hier verzichtet werden. Besser geeignet und besser verträglich sind etwa kleine Mengen Oliven- oder Kokosöl oder Babyöl. Bei diesen Ölen gibt es auch kein unangenehmes Brennen, falls versehentlich etwas ins Auge gelangen sollte.
Wer eine Aloe Vera-Pflanze zuhause hat, kann von dieser auch den enthaltenen Pflanzensaft entnehmen und auf die trockene Stelle auftragen. Eine weitere, durchaus bekanntere Option ist außerdem die Anwendung von Quark oder geriebener Gurke bzw. Gurkenscheiben. Diese werden am besten für einige Minuten auf der Haut gelassen und danach mit lauwarmem Wasser abgespült.
Langfristig empfiehlt sich bei stetig trockener Haut an den Augen eine Umstellung der Pflegeroutine. Scharfe Waschlotionen für das Gesicht sowie Makeup-Entferner können die Haut unnötig austrocknen. Das oben genannte Oliven- und Kokosöl ist ein großartig funktionierender Makeup-Entferner für die Augenpartie und kann in dieser Region unbedenklich als Ersatz verwendet werden.

Zugaben im Badewasser

Flüssigkeiten, die dem Badewasser zugegeben werden können, erfreuen sich großer Beliebtheit. Das warme Badewasser kann die Haut aufweichen und so können wirksame Bestandteile gut in die Haut eindringen. Schon Kleopatra soll ein Bad in Milch genommen haben um ihre Haut mit der nötigen Pflege zu versorgen. Und in der Tat kann es hilfreich sein zum Beispiel einen Liter Vollmilch zum Badewasser zu geben oder auch noch zusätzlich 200 ml Olivenöl. Um die nötige Wirkung zu erreichen empfiehlt es sich mindestes eine halbe Stunde bei 35-38°C in der Badewanne zu bleiben. Nach dem Baden sollte man sich nicht zu stark abtrocknen, sondern lieber mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme eincremen, denn so kann die Haut die Feuchtigkeit gut binden.

Auch Lavendelöl soll ein hilfreiches Hausmittel gegen trockene Haut sein. Ein paar Tropfen davon ins Badewasser gegeben und die trockene Haut sollte sich nach dem Bad verbessern. Statt Seife kann man auch Mandelkleie verwenden. Oder man übergießt Haferflocken mit kochendem Wasser, lässt dies 5-7 Minuten ziehen, trägt diesen Brei anschließend auf die betroffenen Stellen auf und lässt die Mischung dann antrocknen. Wichtig ist es auch nicht zu heiß zu duschen oder zu baden, denn die Hitze entzieht der Haut Feuchtigkeit.

Ebenfalls ist es nicht zu empfehlen allzu oft zu duschen. Zwar ist Hygiene wichtig, dennoch kann zu häufiges Duschen des Säureschutzmantel der Haut zerstören und so auch zum Austrocknen der Haut führen. Experten raten dazu, nur jeden zweiten Tag zu duschen, dies ist jedoch immer von dem individuellen Hauttyp abhängig.

Trockene Haut bei Babys

Auch bei vielen Babys ist trockene Haut ein Problem. Vielfach belastet die trockene Haut Babys in Form von Juckreiz und kann durch Aufkratzen auch zu Wunden und Infektionen führen. Doch wie beim Erwachsenen gibt es auch beim Baby Hausmittel, die gegen trockene Haut helfen können.

Besonders hilfreich ist es, wenn das Baby nicht zu lange und auch nicht zu heiß gebadet wird, denn die hohe Temperatur und das Aufweichen der Haut führt dazu, dass die Haut noch mehr Feuchtigkeit verliert. Auch sollte das Baby nicht zu oft gebadet werden und nur mit einem einem seifenfreien und für die zarte Babyhaut geeignetem Mittel gewaschen werden. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass das Bademittel keine Parfümstoffe beinhaltet.

Bei bereits geschädigter Babyhaut kann es weiterhin ratsam sein, keinen Schwamm oder Waschlappen zur Reinigung zu verwenden, sondern nur die Hände. Als eine weitere Maßnahme kann man die Haut des Babys sofort nach dem Baden mit einer speziellen auf Babyhaut abgestimmtem Creme eincremen.

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Weitere allgemeine Informationen:

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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