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Trockene Haut beim Baby

Einleitung

Trockene Haut ist ein Problem das viele Babys betrifft. Vielfach sind die Gründe für trockene Haut die falsche Pflege. Viele Eltern machen sich dann große Sorgen um das Wohlergehen ihres Sprösslings, doch in den meisten Fällen steckt hinter trockener Haut eine ganz harmlose Ursache.

Was hilft gegen die trockene Haut beim Baby?

Gezielte Hautpflege beim Baby und das befolgen ein paar einfacher Grundregeln kann hier unterstützend eingreifen. Beim Baden zum Beispiel sollte darauf geachtet werden, dass der Badezusatz möglichst seifenfrei ist und rückfettend wirkt um den Säureschutzmantel der Haut nicht zu beeinträchtigen.

Auch kann trockener Haut durch eine Reduktion der Badezeit vorgebeugt werden, denn durch eine lange Badezeit kann die Haut aufquellen und Feuchtigkeit verlieren. Ebenso sollte zu heißes Wasser vermieden werden, denn dieses entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Während des Badens ist es ratsam auf den Gebrauch von Waschlappen oder Schwämmen zu verzichten, denn diese können die Haut noch zusätzlich reizen.

Nach dem Baden sollte die Haut des Babys möglichst mit einer geeigneten Creme eingecremt werden. Bei der Kleidung sollte darauf geachtet werden, dass die Kleidung vor dem ersten Tragen gewaschen wurde, um eventuell vorhandene Schadstoffe zu entfernen und so das Risiko einer Überempfindlichkeit oder Allergie zu vermindern. Auch sollte darauf geachtet werden, dass die Kleidung aus einem weichen Material besteht und nicht kratzt um eine weiter Reizung der trockenen Haut zu vermeiden.

Sollten die trockenen Stellen der Haut jucken, so kann es auch hilfreich sein darauf zu achten, die Fingernägel des Babys kurz und sauber zuhalten, denn durch das Aufkratzen der betroffenen Stellen können Infektionskeime in die Haut gelangen und zu einer Entzündung führen.

Bei einem Winterspaziergang im Freien bei tiefen Temperaturen sollte darauf geachtet werden, dass der Kopf und die Hände des Babys geschützt sind zum Beispiel durch Handschuhe und eine Mütze.

Lesen Sie mehr zum Thema: Therapie bei trockener Haut

Hautpflege für trockene Babyhaut

Nach dem Baden des Babys sollte der Haut die verlorene Feuchtigkeit in Form einer babyhautfreundlichen Creme wieder zugeführt werden. Hilfreich ist es die Haut nicht stark abzutrocknen, sondern möglichst schnell einzucremen, um den zusätzlichen Wasserverlust der Haut so gering wie möglich zu halten.

Am besten ist eine rückfettende Creme geeignet, die aber nicht zu fettig sein sollte. Passende Mittel können in jedem Drogeriemarkt in der Baby-Abteilung erworben werden. Fettige Mittel, wie zum Beispiel Melkfett, sind nicht hierfür geeignet, sondern eher zum Kälteschutz oder dem Schutz gereizter Stellen zum Beispiel in der Windelgegend. Zum anderen können beispielsweise Melkfett und Ringelblumensalbe zu einer allergischen Reaktion der Haut des Babys führen und so die Situation noch verschlechtern. Beim Eincremen sollte stets der Grundsatz gelten: nur so viel Creme, wie die Haut auch aufnehmen kann.

Eignet sich Baby- oder Mandelöl zur Pflege trockener Babyhaut?

Zur Pflege und zum Schutz der trockenen Babyhaut sollten rückfettende Salben oder Cremes verwendet werden. Diese speziellen Produkte hinterlassen einen Fettfilm auf der Haut und ziehen schlechter ein als herkömmliche Bodylotions.
Rückfettende Produkte wie Babyöl oder Mandelöl stärken die natürliche Schutzfunktion der Haut und eignen sich daher besonders gut für trockene Hautpartien bei Babys oder Kleinkindern.
Allerdings gibt es einige Punkte, die bei der Anwendung zu beachten sind. Zunächst sollte das Öl vor allem nur auf die trockenen Hautstellen aufgetragen werden, wohingegen der Rest der Haut nicht mit dem Babyöl eingecremt werden sollte, da die Hautporen ansonsten durch das fettige Öl verschlossen werden. Am besten ölt man trockene Haut beim Baby abends vor dem schlafen ein, damit die Pflege über Nacht gut einziehen kann.

Homöopathische Mittel gegen trockene Haut

Auch in der Homöopathie gibt es Mittel gegen trockene Haut. Hier haben sich vor allem Globuli bewährt, die man im Mund zergehen lassen sollte. Da das bei Babys nicht möglich ist, sollten die Globuli in etwas Wasser oder Tee aufgelöst werden und mit einem Plastiklöffel verabreicht werden.

Bei Babys und bei akuten Erkrankungen werden im Allgemeinen niedrige Potenzen angewendet (D1-D6). Je nach Aussehen der Haut gibt es verschiedene Globuli die angewendet werden können. Zu beachten ist allerdings, dass in der Homöopathie verschiedene Globuli wenn möglich nicht miteinander gemischt werden sollten, da das Mischen negative Auswirkungen haben könnte. Eines der Globuli das in der Homöopathie zur Verfügung steht ist Causticum, Borax, Hepar sulfuris calcareum und Petroleum, sowie Sulfur. Auch in der Homöopathie ist jedoch zu beachten, dass bei einer Verschlechterung des Hautbildes, wie zum Beispiel einer starken Rötung, Nässen, Anschwellen, Erwärmung oder auch honiggelben Krusten sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Extrem trockene Haut beim Baby - Woran erkennt man den Unterschied zur Neurodermitis?

Bei extrem trockener Haut machen sich viele Eltern sorgen, ob es sich dabei um Neurodermitis beim Baby handelt. Eine Neurodermitis ist eine Hauterkrankung mit genetischer Prädisposition, die an ihrem quälenden Juckreiz zu erkennen ist.
Die betroffenen Kinder weisen sehr trockene Hautstellen an den Beugeseiten (z.B. Armebeuge oder Kniekehlen) oder Hautfalten auf, die stark jucken und gerötet sind. Präparate mit Harnstoff (Urea) oder Omega-Fettsäuren lindern den Juckreiz und wirken beruhigend auf die gereizte Haut.
In schweren Fällen kann auch eine Kortisonsalbe verschrieben werden.
Sehr trockene Haut kann also ein Hinweis auf die entzündliche Hauterkrankung sein, allerdings leiden viele Babys unter Hautirritationen ohne an Neurodermitis erkrankt zu sein. Im Zweifelsfall sollte ein Kinder- oder Hautarzt aufgesucht werden.

Ursache

Meist sind die Ursachen für Trockene Haut harmlos und nur selten stecken Krankheiten, wie zum Beispiel Neurodermitis oder Infektionskrankheiten dahinter. Das Problem der trockenen Haut bei einem Baby kann zum einen darin bestehen, dass das Wohlbefinden des Babys beeinträchtigt ist und zum anderen können durch juckende Stellen, die von dem Baby aufgekratzt wurden, Infektionskeime in die Haut eindringen und zu Entzündungen führen.

Die Haut von einem Baby ist zarter und empfindlicher als die Haut eines Erwachsenen. Dies lässt sich zum einen dadurch erklären, dass die Talgproduktion und der Säureschutzmantel noch nicht richtig ausgereift sind und zum anderen dadurch, dass Babyhaut dünner ist, als die Haut von Erwachsenen. Dies führt dazu, dass die Haut eines Babys Wasser nicht immer ausreichend binden kann. Daher ist die Babyhaut besonders anfällig dafür auszutrocknen.

Des Weiteren ist die Körperoberfläche im Verhältnis zur Körpergröße im Vergleich zu einem Erwachsenen wesentlich größer, darum können auf die Haut aufgetragene Wirkstoffe viel stärker aufgenommen werden.

Ursachen trockener Babyhaut können vielfältig sein. So führen im Winter besonders die kalte, trockene Luft im Freien und der häufige Wechsel mit trockener, warmer Heizungsluft im Inneren zu einem Austrocknen der Haut des Babys und im Sommer kann es durch die Sonne, aber auch Salzwasser, chloriertes Wasser in Schwimmbecken oder Klimaanlagen zu trockener Haut kommen.

Auch kann eine Überempfindlichkeit für ein Waschmittel oder einen Weichspüler Ursache sein. Sollte dies die Ursache für die trockene Haut darstellen, befinden sich die betroffenen Stellen vornehmlich an den Armen, Beinen und dem Bauch des Babys, also an solchen Stellen, die mit den gewaschenen Kleidungsstücken in Berührung kommen.

Eine andere und nicht ganz so häufige Ursache für trockene Haut bei einem Baby kann auch Neurodermitis sein. Hierbei handelt es sich um eine chronisch entzündliche Erkrankung der Haut, die mit geröteten, trockenen und juckenden Hautpartien einhergeht. Betroffen sind insbesondere die Haut der Wangen, des behaarten Kopfes und der Streckerseiten von Armen und Beinen. Häufig ist der Windelbereich bei der Neurodermitis ausgespart. Sollte der Verdacht auf eine Neurodermitis bestehen, so ist es ratsam einen Hautarzt oder Kinderarzt aufzusuchen, da diese Haut mit einer speziellen Pflege gut zu behandeln ist.

Weitere Ursachen für trockene Haut können auch Allergien darstellen. In den meisten Fällen verschwindet die trockene Haut mit der Zeit und dem Heranwachsen des Babys von ganz alleine.

Lesen Sie mehr zum Thema: Ursachen für trockene Haut

Trockene Haut am Kopf

Auch am Kopf des Babys kann es häufig zu trockener Haut kommen. Nicht zu verwechseln ist dies Trockenheit jedoch mit dem Kopfgneis und dem Milchschorf.

Der Kopfgneis beginnt meist in den ersten Lebenswochen des Babys und kann auch im Gesicht vorkommen. Hier finden sich meist weiche, talgige Schuppen und ein Juckreiz ist kaum vorhanden. Der Kopfgneis verschwindet immer von alleine und Bedarf keiner Therapie. Sollte trotzdem eine Therapie gewünscht sein, so kann es helfen die Kopfhaut ein paar Stunden vor dem Baden mit etwas Öl einzuweichen und danach die Schuppen mit einem Kamm auszukämmen.

Der Milchschorf hingegen beginnt meist erst nach dem 3. Lebensmonat und fällt durch harte Schuppen und Krusten mit starkem Juckreiz auf. Milchschorf kann sich auf den gesamten Körper ausbreiten und kann ein erstes Zeichen für die Veranlagung zu einer Neurodermitis oder Allergien sein. Deswegen ist es ratsam bei einem Verdacht es könne sich um Milchschorf handeln einen Arzt aufzusuchen.

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Trockene Haut im Gesicht

Viele Babys leiden unter trockener Haut im Gesicht. Vor allem bei Kindern, die neben der Milch schon Breinahrung bekommen, kann trockene Haut durch den eigenen Speichel ausgelöst werden. Die Haut im Gesicht ist sehr viel empfindlicher als am Rest des Körpers und die im Speichel enthaltenen Verdauungsenzyme reizen die Haut zusätzlich.
Eine weitere Ursache für trockene Haut im Gesicht kann kalte Luft sein. In der kalten Jahreszeit trocknet die Haut im Gesicht des Babys schnell aus, da die Talgdrüsen bei Babys noch nicht ausreichend schützenden Talg produzieren. Deshalb ist es im Winter besonders wichtig, Babys durch Cremes und Mützen oder Schals vor dem Austrocknen der Haut zu schützen.

Trockene Haut an den Wangen

Trockene Haut an des Wangen eines Babys kann vor allem im Winter durch die trockene Kälte im Freien entstehen. So dick ein Baby bei einem Winterspaziergang auch angezogen sein mag, die Wangen lassen sich schlecht vor der kalten Luft schützen.Hier kann es helfen eine Fettcreme zum Schutz bei Aufenthalten im Freien auf die betroffenen Stellen aufzutragen.

Auch beim Zahnen kann durch den stetigen Speichelfluss trockene Haut entstehen. Wenn das Zahnen der Grund für die trockene Haut an den Wangen sein sollte, sollte sich dies mit dem Vorhandensein der Zähne wieder zurückbilden.

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Trockene Haut am Bauch

Auch trockene Haut am Bauch des Babys kann häufig auftreten. Hier ist besonders neben all den bisher schon erwähnten Ursachen an eine Allergie gegen Waschmittel, bzw. Duftstoffe zu denken, denn die Bauchhaut hat einen ständigen Kontakt zur Kleidung und ist daher besonders lange schädigenden Stoffen in der Kleidung ausgesetzt. Wichtig ist es weitestgehend auf die Verwendung von Waschmitteln mit Duftstoffen zu verzichten. Ein Wechsel des zuvor verwendeten Waschmittels kann schon einen Hinweis auf die Ursache der trockenen Babyhaut bieten. Auch kann es hilfreich sein bei der Bekleidung des Babys auf kratzige Materialien, zum Beispiel Wolle, zu verzichten.

Trockene Haut und rote Flecken beim Baby

Sehr trockene Haut kann jucken, sich abschuppen und zu roten Flecken führen.
Allerdings kann die Kombination von trockener Haut und roten Flecken auch auf eine Hauterkrankung wie Neurodermitis hinweisen. Ein Kinderarzt kann die Diagnose stellen und eine entsprechende Therapie verschreiben. Rückfettende Cremes und Ölbäder lindern die Rötungen und beruhigen die trockene Haut.
In sehr schweren Fällen einer akuten Neurodermitis kann der Arzt auch eine Kortisonsalbe verschreiben, die dünn auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird. Das Kortison wirkt gegen die Entzündung an den roten Hautstellen und verbessert das Hautbild. 

Trockene Haut und Ausschlag beim Baby

Trockene Haut und Ausschläge beim Baby können einfach ein Anzeichen sehr sensibler Haut sein. In manchen Fällen verbirgt sich dahinter aber eine Schuppenflechte (Psoriasis). Dabei handelt es sich um eine gutartige Autoimmunerkrankung der Haut und der Nägel, die zu unangenehmen Beschwerden führt. Das Baby leidet unter Hautentzündungen, die stark jucken.
Der Arzt verschreibt bei einer Schuppenflechte spezielle Hautpflegeprodukte und in schweren Fällen auch kortisonhaltige Präparate. Die Eltern sollten darauf achten, dass die Kinder die entzündeten Hautstellen nicht weiter aufkratzen und den Ausschlag dadurch verschlimmern.
Daher sollten die Fingernägel der betroffenen Babys sehr kurz geschnitten sein. Eventuell können dem Baby auch Handschuhe angezogen werden, um ein Aufkratzen zu verhindern.

Lesen Sie mehr zum Thema: Hautausschlag durch trockene Haut

Diagnose

Die Haut eines Babys kann prinzipiell an jeder Stelle trocken sein – besonders gefährdet sind jedoch die Stellen, die häufig äußeren Einflüssen ausgesetzt sind, also die Haut am Kopf, den Wangen und den Hände. Trockene Haut bei einem Baby kann zum Beispiel rauer sein als die anderen Teile der Haut oder schuppen und daher weiß erscheinen, aber auch gerötet sein und jucken. Sollte die trockene Haut des Babys rot erscheinen oder gar überwärmt oder geschwollen sein sollte aber auch immer an ein entzündliches Geschehen gedacht werden.

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass trockene Haut viele Babys betrifft. Vielfach stecken jedoch keine Erkrankungen dahinter und oft regeneriert sich die Haut von ganz alleine mit dem Heranwachsen des Babys. Um der Austrocknung der Haut unterstützend entgegen zu wirken, kann es hilfreich sein die genannten Hinweise zu beachten.

Weitere Informationen zum Thema Trockene Haut beim Baby

Eine Übersicht aller Themen der Dermatologie finden Sie unter: Dermatologie A-Z.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 17.12.2018
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