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Wachstumsschub beim Baby

Definition

Wachstumsschübe bei Neugeborenen bezeichnen eine plötzliche Veränderung des ganzen Körpers oder von Teilen des Körpers. Damit ist die Veränderung der Körpergröße gemeint, aber auch die geistige Entwicklung. In diesem Text wollen wir den Prozess des Wachsens beschreiben.

Die Wachstumsschübe treten bei den meisten Kindern etwa zur gleichen Zeit auf und sind abhängig vom errechneten Geburtstermin. Die Wachstumsschübe sind nummeriert und werden spezifischen mentalen und körperlichen Entwicklungsschritten zugschrieben.

Lesen Sie mehr zum Thema: Wachstumsschub

Anzeichen für einen Wachstumsschub

Anzeichen für einen Wachstumsschub kann sein, dass das Baby sich häufiger meldet, weil es Hunger hat. Grund dafür ist, dass während dieser Phase vermehrt Kalorien benötigt werden. Während dieser Phasen kann es sich so anfühlen, als sei das Kind niemals satt und der Magen sei niemals voll. Wachstumsschübe zeigen sich vor allem nachts. Dann sind die Wachstumshormone in ihrer Konzentration am höchsten.

Den Eltern fällt dies vor allem dadurch auf, dass Kinder, die sonst 5 oder 6 Stunden durchgeschlafen haben, nun aus diesem Rhythmus herausfallen und sich durch Schreien und Schreiattacken bemerkbar machen. Sie wollen häufiger gefüttert werden. Zusätzlich wollen manche Kinder nicht mehr schlafen, obwohl sie müde sind, oder haben Schwierigkeiten beim Trinken, obwohl sie hungrig sind. Kinder in einem Wachstumsschub sind während dieser Zeit oft anstrengender als zuvor und sind in einer gewissen Art verwirrt von sich und der Situation, die sie meistern müssen.

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Begleitende Symptome

Während eines Wachstumsschubes verändert sich bei vielen Babys und Kindern das Verhalten.

Waren sie vorher ruhig und haben viel geschlafen, dann erschrecken sie nun häufiger vor Geräuschen, Situationen oder auch sich selber. Dieses Erschrecken und die Unzufriedenheit machen sich durch Weinerlichkeit, vermehrtes Nähebedürfnis und auch intensiveres Schreien bemerkbar.

Lesen Sie mehr zum Thema: Schmerzen während des Wachstums

Wachstumsschmerzen

Die Entstehung von Wachstumsschmerzen ist in ihrer Ursache nicht eindeutig geklärt.

Aktueller Stand ist, dass durch unterschiedlich schnelles Wachstum von Knochen, Knochenhäuten und anderen Strukturen, Ungleichgewichte in dem komplexen System dieser Strukturen entstehen. Diese machen sich dadurch bemerkbar, dass den Kindern dadurch Schmerzen entstehen. Diese treten dabei sehr häufig nachts auf und sind am nächsten Morgen nicht mehr da. Die Schmerzen können dabei auch über mehrere Stunden anhalten, sind aber meistens schon vorher wieder abgeklungen. Sie kommen in der Regel fast wellenartig.

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Therapie bei Wachstumsschmerzen

Wenn bei einem Wachstumsschub Schmerzen auftreten, dann hilft es vor allem, wenn das Kind Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommt.

Sei es, dass es im Arm gehalten wird, gekuschelt wird oder auch einfach nur mit ihm gesprochen wird. Weiterhin hilft es bei vielen Kindern, wenn sie gebadet werden. Die Wärme des Badewassers hilft ihnen zu entspannen und sich etwas zu beruhigen. Außerdem werden sie durch das Baden abgelenkt.

Generell kann man nicht sagen, ob eher Wärme oder Kühle hilft. Dies kann aber ausprobiert werden - ist bei kleineren Kindern aber schwer einzuschätzen.

Wenn sich das Kind nicht beruhigen lässt, kann auch gestillt oder das Fläschchen gegeben werden.

Dauer eines Wachstumsschubs

Wachstumsschübe können in ihrer Dauer sehr unterschiedlich sein.

In manchen Phasen und auch von Kind zu Kind anders, dauern sie nur einen oder wenige Tage. Bei anderen Kindern kann ein Wachstumsschub auch gerne eine Woche andauern, in der sich das Kind unzufrieden, scheinbar immer hungrig und weinerlich zeigt. So plötzlich wie ein Wachstumsschub beginnt, hört er dann aber oft auch wieder auf. Nach einem Wachstumsschub haben sich oft die Wahrnehmung sowie auch Fähigkeiten des Babys verändert und es nimmt seine Welt anders wahr.

Wie viele Wachstumsschübe gibt es?

Einige Studien haben gezeigt, dass die Wachstumsschübe bei Babys mit Entwicklungsmeilensteinen zusammenfallen. Im Durchschnitt gibt es bis zum 14. Lebensmonat acht Wachstumsschübe, die bei den meisten Kindern zu einem bestimmten Zeitpunkt stattfinden.

Das Wachstum eines Babys gestaltet sich jedoch sehr individuell und lässt sich nicht auf den Tag genau vorhersagen. Es ist nicht besorgniserregend, wenn bei einem Kind nicht zum errechneten Zeitpunkt ein Wachstumsschub stattfindet. Der Kinderarzt kontrolliert in den regelmäßigen U-Untersuchungen, ob sich das Baby altersentsprechend entwickelt.

Wann ereignen sich die Wachstumsschübe?

In den ersten 14 Lebensmonaten eines Kindes finden sich 8 Wachstumsschübe.

Der erste Wachstumsschub findet um die 5. Lebenswoche statt. In dieser Zeit fallen die Kinder dadurch auf, dass sie häufiger gestillt werden wollen und mehr körperliche Nähe brauchen.

Der zweite Wachstumsschub läuft etwa ab der 8. Lebenswoche. Viele Babys wollen nun gar nicht mehr weg von den Eltern und möchten alle Fremden meiden.

Ab der 12. Lebenswoche findet der 3. Schub statt. Das ist die Phase, wo Tagesabläufe beziehungsweise Strukturen eingebracht werden können, wie Zeiten für Schläfchen oder typische Stillzeiten. Weiterhin braucht das Kind mehr Energie und muss häufiger und mehr gestillt werden.

Um den 4. Lebensmonat herum tritt der nächste Schub auf. Die Kinder haben mehr Wachphasen in den Nächten und ein noch höheres Stillbedürfnis als zuvor. Sie wachsen ein gutes Stück. Dieser Schub dauert manchmal bis zu einem Monat und kann sehr anstrengend sein.

Der 5. Schub kommt bei vielen Kindern ab einem halben Jahr. Die Kinder versuchen zu krabbeln und sich anderweitig fortzubewegen. Erste Sprachversuche werden ausgeprägter und so manche Silbe wird zu formulieren versucht.

Lesen Sie mehr zum Thema unterAb wann krabbelt ein Baby? - das sollten Sie dazu wissen!

Der 6. Wachstumsschub fällt in die Phase des 9. Monats. Die Babys sind fähig, sich durch krabbeln auch weitere Strecken fortzubewegen und erlernen den Unterschied zwischen erwünschtem und nicht erwünschtem Verhalten zu verstehen.

Der 7. Schub beginnt um das erste Lebensjahr herum. Die Kinder können manchmal bereits erste Worte sprechen. Sie sind selbstständiger und können sich für kürzere Zeiten auch selber beschäftigen. Die Entdeckungswut kennt keine Grenzen. Gefährliche Gegenstände, Steckdosen, Türen und Schränke sollten gesichert werden.

Ab dem 13. Lebensmonat beginnt der 8. Wachstumsschub. Die Kinder fangen nach diesem Schub vorsichtig mit ersten Laufversuchen an. So manches Kind ist in diesen Phasen häufiger mal unzufrieden und glücklich in sich schnell abwechselnden Phasen.

Lesen Sie hierzu auch unser Thema Entwicklung beim Baby

Baby schläft im Wachstumsschub viel

Der Körper benötigt eine große Menge Energie, um seine normalen Funktionen zu erfüllen. In einem Wachstumsschub kommen zu diesen alltäglichen Funktionen noch zusätzliche Anstrengungen auf den kleinen Körper zu. Um diese zusätzliche Kraft aufzubringen benötigt ein Baby nicht nur mehr Energie durch Nahrung, sondern eben auch häufig mehr Schlaf.

Hinzu kommt, dass Babys ohnehin einen großen Schlafbedarf haben, da im Schlaf viele neue Erlebnisse verarbeitet werden und das Gehirn sich weiterentwickelt. Dieses Schlafbedürfnis ist nicht immer gleich und kann daher auch zufällig im Rahmen eines Wachstumsschubs vermehrt sein.

Baby schläft im Wachstumsschub nicht

Ein Wachstumsschub bedeutet für ein Baby, dass ein Längenwachstum der langen Röhrenknochen, also der Arme und Beine stattfindet. Manchmal kommen nicht alle Gewebe und Körperteile zeitgleich mit. Dies kann zu Wachstumsschmerzen führen. Wachstumsschmerzen sind nicht gefährlich, können aber das Baby vom Schlafen abhalten.

Weiterhin variiert das Schlafbedürfnis von Babys phasenweise und es kann auch einfach zufällig geringer sein, während das Baby im Wachstumsschub ist. Wachstumsschübe treten meistens gemeinsam mit neuen Entwicklungsschritten auf und bei einigen Babys bedeutet dies, dass das Schlafbedürfnis insgesamt abnimmt.

Folgendes Thema könnte für Sie hilfreich sein: Mein Baby schläft schlecht - Was kann ich tun?

Körpergröße nach Alter und Geschlecht

Diese Größenwerte richten sie nach der Perzentilenkurve für die Größenentwicklung von Kindern.

 

Alter

Mädchen

Jungen

Geburt

47cm – 56cm

47,5cm – 56,5cm

Nach 2 Wochen

48,5cm – 57,5cm

49,5cm – 59cm

Nach 1 Monat

50,5cm – 59,5cm

51,5cm – 60,5cm

Nach 1,5 Monaten

52cm – 61cm

53cm – 62cm

Nach 2 Monaten

53cm – 62,5cm

54,5cm – 63,5cm

Nach 2,5 Monaten

54cm – 63,5cm

55,5cm – 65cm

Nach 3 Monaten

55cm – 65cm

57cm – 66cm

Nach 4 Monaten

57,5cm – 67cm

59,5cm – 69cm

Nach 5 Monaten

60cm – 69cm

62cm – 71,5cm

Nach 6 Monaten

62cm – 71cm

63,5cm – 73cm

Nach 7 Monaten

63,5cm – 73cm

65,5cm – 75cm

Nach 8 Monaten

65cm – 74,5cm

67cm – 76,5cm

Nach 9 Monaten

66,5cm – 76cm

68,5cm – 78cm

Nach 10 Monaten

68cm – 77cm

69,5cm – 79cm

Nach 11 Monaten

69cm – 79cm

71cm – 80,5cm

Nach 12 Monaten

70cm – 80cm

72cm – 81,5cm

Nach 13 Monaten

71,5cm – 81cm

73cm – 83cm

Nach 14 Monaten

72,5cm – 82,5cm

74cm – 84cm

Nach 15 Monaten

73,5cm – 84cm

75cm – 85cm

Nach 16 Monaten

74,5cm – 85cm

76cm – 86cm

Nach 17 Monaten

75,5cm – 86cm

76,5cm – 87,5cm

Nach 18 Monaten

76,5cm – 87cm

77,5cm – 88,5cm

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 16.11.2018
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