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Eisprung

Einleitung

Der Eisprung (Ovulation) ist Teil des weiblichen Menstruationszyklus. Dieser hat eine Länge von ungefähr 25 bis 35 Tagen. Als Eisprung wird die Ausstoßung der Eizelle aus dem Eierstock bezeichnet. Die Eizelle tritt dann in den Eileiter über und wandert in Richtung der Gebärmutter. Auf dieser Strecke kann die Eizelle beim Zusammentreffen mit einer Samenzelle befruchtet werden. Ausgelöst wird der Eisprung durch Hormone (Östrogene, Progesteron, FSH, LH), deren Zusammensetzung sich im Laufe des Zyklus ändert.
Die fruchtbaren Tage der Frau liegen um den Zeitpunkt des Eisprungs, deshalb kann es sowohl zur Verhütung als auch bei bestehendem Kinderwunsch hilfreich sein, den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen. Da die Überlebenszeit der ausgestoßenen Eizelle jedoch nur etwa 24 Stunden beträgt, muss der Zeitpunkt des Eisprungs recht genau bestimmt werden.

Wann findet der Eisprung statt?

Der Zeitpunkt des Eisprungs kann je nach genauer Zykluslänge der Frau leicht variieren. Bei einem regelmäßigen Menstruationszyklus von 28 Tagen findet der Eisprung am 14. Tag statt. Die Zählung der Tage beginnt mit dem ersten Tag der Menstruation. Dauert der Zyklus einer Frau länger als 28 Tage, so ist der Eisprung später, wenn er kürzer dauert, so ist der Eisprung früher.
Allgemein gilt ein Zyklus, der eine Länge von 25 bis 35 Tagen hat, als normal.
Man kann jedoch sagen, dass je regelmäßiger der Zyklus ist, desto größer ist die Chance, dass auch der Eisprung regelmäßig stattfindet. In diesem Fall können die fruchtbaren Tage mit einer höheren Wahrscheinlichkeit richtig bestimmt werden, als bei einem unregelmäßigen Zyklus.

Wann findet der erste Eisprung statt?

Den ersten Eisprung haben Mädchen vor dem Eintritt der ersten Menstruationsblutung.

Die erste Menstruationsblutung wird auch als Menarche bezeichnet und tritt meist zwischen dem 12. und 14. Lebensjahr ein.  Da die Menstruationsblutung jedoch gerade am Anfang sehr unregelmäßig auftritt, kann ein Eisprung auch lange vor der ersten richtigen Blutung auftreten. Häufig werden die ersten Blutungen übersehen, da sie nur in Form eines braunen Ausflusses auffällig werden.

Eine Schwangerschaft kann also bereits ohne die erste Periodenblutung auftreten.        

Wie kann man den Eisprung erkennen?

Es ist oftmals sehr schwierig, den Eisprung zu erkennen. Ein genaues Datum oder eine genaue Uhrzeit können anhand körperlicher Symptome nicht festgestellt werden. Anhand einiger Symptome und körperlicher Veränderungen kann in einigen Fällen jedoch ein ungefährer Zeitraum von zwei bis drei Tagen eingegrenzt werden, an denen der Eisprung vorausslichtlich stattfindet. Die Voraussetzung dafür ist ein relativ regelmäßiger weiblicher Zyklus.

Eine Methode, um den Eisprung bestimmen zu können, ist die Messung der Basaltemperaturkurve. Dabei wird die Basaltemperatur mit einem Thermometer, meist  im Mund, gemessen und für jeden Zyklustag aufgeschrieben. So ergibt sich für jeden Zyklus eine Temperaturkurve.
Charakteristisch ist eine konstante Basaltemperatur von etwa 36, 5°C während der ersten Zyklushälfte. Kurz vor dem Eisprung fällt die Basaltemperatur um etwa 0,4°C ab, um dann mit einem kräftigen Sprung nach etwa 10 bis 12 Stunden wieder anzusteigen. Nach dem Aufzeichnen einiger Zyklen lässt sich der Eisprung bei einem regelmäßigen Zyklus relativ genau bestimmen.

Zusätzlich kann der Zervixschleim Aufschluss darüber geben, ob ein Eisprung stattfindet. Der Zervixschleim ist ein Schleimpfropf, der dem Muttermund aufsitzt und so eine  natürliche Barriere darstellt. Kurz vor dem Eisprung wird der Zervixschleim dünnflüssiger und zieht Fäden. Man bezeichnet ihn auch als spinnbar. Der Zervischleim bleibt noch etwa drei Tage nach dem Eisprung spinnbar und ist somit durchlässig für Spermien.

Ein anderes Zeichen, an dem manche Frauen ihren Eisprung erkennen, ist der Mittelschmerz. Dieser ziehende Unterbauchschmerz, der während des Eisprungs eintritt, ist jedoch ein sehr unsicheres Zeichen. Die meisten Frauen spüren den Mittelschmerz nicht oder nur sehr selten.

Anzeichen des Eisprungs

Manche Frauen merken genau, wann sie ihren Eisprung haben, andere haben gar keine Symptome.
Der Eisprung wird dadurch ausgelöst, dass aufgrund von einer Änderung der Hormonzusammensetzung im weiblichen Körper eine Eizelle aus dem Eierstock in den Eileiter ausgestoßen wird. Zuvor sind auch unter Hormoneinfluss mehrere Eizellen herangewachsen, von denen jedoch nur die am weitesten entwickelte und größte Eizelle in den Eileiter übergeht und dort in Richtung der Gebärmutter wandert.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Diese Symptome verursachen meinen Eisprung

Der Übergang dieser Eizelle aus dem Eierstock in den Eileiter wird durch Zusammenziehen des Muskelgewebes des Eierstocks ausgelöst. Dieses Zusammenziehen wird von einigen Frauen als leicht schmerzhaftes Ziehen im Unterleib empfunden (Mittelschmerz). Auch Brustschmerzen beim Eisprung, veränderte vaginaler Ausfluss und Rückenschmerzen können Anzeichen des Eisprungs sein. Die Libido kann während dieser Zeit verstärkt sein. Die Körpertemperatur steigt zum Zeitpunkt des Eisprungs leicht an.
Das Auftreten einer Regelblutung ist kein sicheres Anzeichen für einen stattgefundenen Eisprung.

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Kann man den Eisprung spüren?

Den Eisprung kann man in der Regel nicht spüren.
Die meisten Frauen bemerken ihren Eisprung nicht. Manche Frauen jedoch bemerken regelmäßig Veränderungen während ihres Zyklus, die sie auf den Eisprung schließen lassen.

Einige Frauen verspüren während des Eisprungs einen leichten Schmerz im Unterbauch, der als Mittelschmerz bezeichnet wird. Dieser Schmerz tritt jedoch nicht zwingend jeden Monat auf, sodass ein Eisprung so nicht sicher bestimmt werden kann.

Manche Frauen spüren andere Veränderungen, wie etwa ein gesteigertes Lustempfinden oder aber auch vermehrte Gereiztheit.     

Haben Sie mehr Interesse an diesem Thema? Lesen Sie dann unseren neuen Artikel unter: Kann man den Eisprung spüren?

Temperaturveränderung

Die Körpertemperatur der Frau, die sogenannte Basaltemperatur, ändert sich im Verlauf des Zyklus. Zum Zeitpunkt des Eisprungs erhöht sich die Temperatur um 0,5 bis 1,6°C. Dieser Anstieg wird von der Frau selbst meistens nicht gespürt, wenn die Temperatur jedoch regelmäßig gemessen wird, kann dieser Anstieg festgestellt werden. Wenn die Temperaturerhöhung festgestellt wurde, zeigt dies, dass der Eisprung bereits stattgefunden hat. Das Ei produziert nämlich nach dem Eisprung das Hormon Progesteron, welches die Körpertemperatur ansteigen lässt.
Die fruchtbaren Tage der Frau sind 2 bis 3 Tage vor Anstieg der Körpertemperatur. Deshalb ist es ratsam, die Körpertemperatur einige Monate lang jeden Morgen zu messen und eine Temperaturkurve anzulegen. Um eine verlässliche Aussage über die fruchtbaren Tage machen zu können, ist es wichtig, dass der Menstruationszyklus regelmäßig ist.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Eisprung und Temperatur

Brustschmerzen während des Eisprungs

Brustschmerzen gehören zu einem der möglichen Symptome des weiblichen Zyklus. Die Brustschmerzen sind nicht als krankhaft zu werten, sondern vielmehr als eine normale Begleiterscheinung der hormonellen Schwankungen im Zyklus.
Häufig finden sich Brustschmerzen im Rahmen des prämenstruellen Syndroms. Dabei handelt es sich um einen Symptomkomplex, der bei einigen Frauen etwa eine Woche vor der Menstruation beginnt und auch während der Menstruation anhalten kann.
Der Eisprung hingegen liegt nicht in dieser Phase. Etwa am 14. Zyklustag findet der Eisprung, auch Ovulation genannt, statt. Einige Frauen verspüren den Eisprung als ziehenden Unterleibsschmerz. Brustschmerzen sind dafür eher untypisch. Das sehr kurze Ereignis des Eisprungs lässt sich ohnehin nur schwer anhand von Symptomen zeitlich eingrenzen. Prinzipiell sind Brustschmerzen, vor allem in Form eines Spannungsgefühls und Ziehens, möglich. Der Brustschmerz ist dann meist nicht auf eine bestimmte Stelle begrenzt, sondern betrifft oft die gesamte Brust. Stark einseitige, lange anhaltende und intensive Schmerzen deuten eher auf andere Ursachen, wie beispielsweise Entzündungen oder Tumore hin und sollten daher fachärztlich abgeklärt werden.                           

Brustschmerzen nach dem Eisprung

Nach dem Eisprung können Brustschmerzen im Laufe des Zyklus auftreten. Meist sind sie Teil des prämenstruellen Syndroms, kurz PMS.

Der Eisprung findet etwa am 14. bis 17. Zyklustag statt. Bei einer Länge von 28 Zyklustagen im Durchschnitt dauert es nach einem Eisprung circa ein bis zwei Wochen bis zur nächsten Periodenblutung. In dieser sogenannten zweiten Zyklushälfte nach dem Eisprung sind Beschwerden wie Brustspannen, Brustschmerzen, ein Blähbauch, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen häufig. Dieser Symptomkomplex wird als prämenstruelles Syndrom zusammengefasst.
Gründe für das prämenstruelle Syndrom werden in Fachkreisen unterschiedlich diskutiert. Mehrere Faktoren, wie eine bestimmte Veranlagung, hormonelle Einflüsse des weiblichen Zyklus und Umweltfaktoren scheinen eine Rolle zu spielen. Während der zweiten Zyklushälfte überwiegt das Hormon Gestagen. Dieses soll im Falle einer Schwangerschaft, die Schwangerschaft aufrechterhalten. Bei Nichtbefruchtung der Eizelle sinkt der Gestagenspiegel wieder ab und die Menstruation tritt ein. Der hohe Gestagenspiegel nach dem Eisprung hat einen Einfluss auf die Entstehung der Brustschmerzen zu haben.   

Warum werden während des Eisprungs die Brustwarzen empfindlich?

Einige Frauen verspüren um den Eisprung herum eine leicht erhöhte Empfindsamkeit der Brustwarzen. Diese Empfindsamkeit gleicht am ehesten einer leichten Reizung, keineswegs jedoch richtigen Schmerzen. Die Brustwarzen können aufgrund hormoneller Einflüsse während des Eisprungs empfindlich sein.

Weiterhin führen ständige Umbauvorgänge des Brustgewebes dazu, dass sich die Brust und auch die Brustwarzen teilweise empfindlich anfühlen. Diese Umbauvorgänge sind ganz natürlich und entstehen ebenfalls aufgrund hormoneller Einflüsse. Dies betrifft vor allem das Brustgewebe junger Frauen und Frauen in mittlerem Alter. Bei empfindlichen Brustwarzen kann es helfen, äußere Reize, wie unsanfte Berührungen, aber auch beengende Kleidung oder unangenehme Materialien zu vermeiden.   

Bauchschmerzen während des Eisprungs

Der Eisprung kann mitunter mit Unterleibsschmerzen und Bauchschmerzen einhergehen, der in der Regel im Unterbauch lokalisiert ist. Typisch für diese Art des Bauchschmerzes ist ein ziehender oder stechender Charakter. Die Intensität des Schmerzes ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Nur wenige Frauen verspüren während des Eisprungs tatsächlich Bauchschmerzen.
Typischerweise ist der Bauchschmerz auf einer Seite lokalisiert, nämlich auf der Seite, auf welcher der Eisprung stattfindet. Man bezeichnet ihn oft auch als Mittelschmerz, da der Eisprung ungefähr in der Zyklusmitte eintritt.
Der Schmerz kommt, anders als oft vermutet wird, nicht direkt durch das springende Ei zustande, sondern durch eine leichte Reizung des Bauchfells. Beim Eisprung tritt etwas Flüssigkeit in Form von Lymphe oder Blut aus und kann das Bauchfell reizen. Dies äußert sich dann im Mittelschmerz. Eine Wärmeflasche kann helfen, die Schmerzen zu lindern.
Die Dauer des Schmerzes sollte einige Stunden nicht überschreiten. Länger anhaltende Schmerzen deuten eher auf andere Ursachen hin.         

Rückenschmerzen

Starke Rückenschmerzen sind für den Eisprung eher untypisch. Bei manchen Frauen tritt er während des Eisprungs in Kombination mit dem sogenannten Mittelschmerz ein. Dieser Schmerz ist vor allem im Unterbauch lokalisiert und dauert zwischen wenigen Minuten bis hin zu einigen Stunden. Der Mittelschmerz kann sich vom Unterbauch auch auf das Becken und die untere Lendenwirbelsäule ausbreiten. Leichte Schmerzen in der Lendenwirbelsäule und eine Art Ziehen und Spannen in dieser Region sind also nicht ungewöhnlich. Rückenschmerzen, die jedoch mehrere Tage anhalten oder eine sehr hohe Intensität haben, sollten ärztlich abgeklärt werden.     

Die Ovarialblutung

Der Eisprung kann eine leichte Schmierblutung verursachen, die auch als Ovarialblutung bezeichnet wird. Diese Blutung wird in der medizinischen Fachsprache auch als Schmierblutung oder "Spotting" bezeichnet. Es handelt sich nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen wird, um eine Zwischenblutung.

Die Ovarialblutung tritt nicht bei jeder Frau auf und ist kein sicheres Zeichen für einen Eisprung, da leichte Schmierblutungen auch ohne besonderen Grund und Krankheitswert hin und wieder auftreten können. Man kann also anhand einer Schmierblutung nicht auf einen Eisprung rückschließen. Die Ovarialblutung ist von sehr leichter Intensität. Es handelt sich um einige Tropfen hell- bis dunkelrotes oder sogar bräunliches Blut. Die Blutung kann von einem leichten, ziehenden Unterbauchschmerz begleitet sein, sie kann aber auch schmerzfrei sein. 

Veränderung des Zervixschleims

Der sogenannte „Zervixschleim“, also der Schleim im Gebärmutterhals, unterliegt ebenfalls Veränderungen während des weiblichen Zyklus. Während die Eizellen im Eierstock heranreifen, führen hormonelle Prozesse dazu, dass die Gebärmutterschleimhaut wächst und besser mit Nährstoffen versorgt wird. Dies geschieht, um sie auf eine eventuelle Einnistung der befruchteten Eizelle vorzubereiten.
Zeitgleich dazu ändert der Schleim im Gebärmutterhals seine Konsistenz, um für die Spermien besser durchgängig zu werden. Die Frau bemerkt dies, wenn sie dünnen, dehnbaren Ausfluss hat, der sich mit den Fingern weit auseinander ziehen lässt. Diese Schleimkonsistenz lässt auf die fruchtbaren Tage der Frau schließen.

Warum treten Pickel mit dem Eisprung auf?

Hautunreinheiten und Pickel gehören zu den möglichen Veränderungen, die um den Eisprung herum auftreten können. Hautunreinheiten treten bei vielen Frauen vor allem unmittelbar vor der Periode auf und seltener bereits während des Eisprungs, Grund dafür sind die hormonellen Veränderungen im Laufe des Zyklus. Sie gehören häufig zu dem Symptomkomplex des prämenstruellen Syndroms.     

Kann man den Eisprung verschieben?

Ein Eisprung lässt sich mithilfe hormoneller Verhütungsmittel verschieben. Je nach Verhütungsmittel kann der Eisprung unterdrückt werden. Wenn das hormonelle Verhütungsmittel durchgehend eingenommen wird – also ohne Einnahmepause – verschiebt sich der Eisprung bis zur nächsten Einnahmepause. Viele Frauen verschieben so ihre Menstruationsblutung.

Das Verschieben der Menstruation – und damit einhergehend auch des Eisprunges- sollte nicht regelmäßig erfolgen und mit einem Frauenarzt abgesprochen werden.     

Folgender Artikel beinhaltet ausführlichere Informationen zum Thema:

Den Eisprung berechnen

Den genauen Zeitpunkt des Eisprungs kann man relativ einfach berechnen. Dies kann besonders für Frauen sinnvoll sein, die einen Kinderwunsch haben, damit sie wissen, wann ihre fruchtbaren Tage sind. Auch für Frauen, die genau das verhindern wollen, ist es hilfreich zu wissen, wann sie beim Geschlechtsverkehr besonders aufpassen und verhüten müssen. Wichtig ist es jedoch zu wissen, dass es sich beim Vermeiden von Geschlechtsverkehr an den fruchtbaren Tagen nicht um ein zuverlässiges Verhütungsmittel handelt.
Um den Tag des Eisprungs zu berechnen benötigt man den ersten Tag der letzten Regelblutung und die Länge des Zyklus. Die Zykluslänge ist definiert als die Anzahl der Tage zwischen dem ersten Tag der Menstruation bis zum ersten Tag der nächsten Menstruation. Der Eisprung findet bei einem regelmäßigen Zyklus von Tagen ziemlich genau in der Mitte des Menstruationszyklus statt.
Die fruchtbaren Tage der Frau liegen etwa 5 Tage um den Tag des Eisprungs. Die Eizelle kann zwar nur etwa einen Tag überleben, bevor sie abstirbt und ausgeschieden wird, die Spermien jedoch können einige Tage im Eileiter überleben und auf die Eizelle warten. Dies sollte vor allem auch bedacht werden, wenn die Berechnung der fruchtbaren Tage der Frau dazu dienen, um auf eine natürliche Weise zu verhüten.

Lesen Sie dazu außerdem unsere Seite Empfängnis.

Wie lange dauert der Eisprung?

Die Dauer des Eisprungs liegt bei wenigen Minuten bis einigen Stunden.
Die hormonellen Veränderungen, die letztendlich zum Eisprung führen, beginnen schon einige Tage vorher. Der eigentliche Eisprung vollzieht sich jedoch innerhalb kürzester Zeit. Die gesprungene Eizelle ist dann circa 24 Stunden fruchtbar, sodass in dieser Zeit eine Befruchtung stattfinden muss. Das kann geschehen, indem der Geschlechtsverkehr entweder zum Zeitpunkt des Eisprungs, oder – noch besser – ein bis zwei Tage vorher stattfindet.        

Regelblutung

Die Regelblutung, die während des Menstruationszyklus stattfindet, ist kein verlässliches Zeichen für einen stattgefundenen Eisprung. Mit dem ersten Tag der Blutung beginnt die Zählung der Zyklustage.
Eine Blutung kann auch dann auftreten, wenn gar kein Eisprung stattgefunden hat. Auch in diesem Fall kann die Gebärmutterschleimhaut abgebaut und abgestoßen werden und somit zur Blutung führen. Das Gegenteil jedoch, einen Eisprung ohne Blutung gibt es nicht, außer in dem Fall, wenn die Eizelle befruchtet wurde und eine Schwangerschaft besteht.

Lesen Sie mehr zum Thema: Regelblutung

Kann es trotz Ausbleiben der Periode zum Eisprung kommen?

Der natürliche weibliche Zyklus führt in der ersten Zyklushälfte zu einer Menstruationsblutung, die auch als Periode bezeichnet wird. Aufgrund verschiedener Umstände kann eine Menstruationsblutung nur sehr schwach ausfallen oder sogar ausbleiben: 

  • In seltenen Fällen bleibt die Menstruationsblutung aufgrund einer Erkrankung aus. Dabei kann ebenso der Eisprung ausbleiben. Dies ist der Fall, wenn hormonelle Regelkreise gestört sind und es zu keiner Reifung der Eizelle kommt.
  • Weiterhin kann dies auch der Fall sein, wenn die Eierstöcke beschädigt sind oder aufgrund einer Fehlbildung fehlen.
  • Der Eisprung kann jedoch auch trotz Ausbleiben der Periode eintreten. Das ist beispielsweise bei einer Hymenalatresie der Fall. Diese angeborene Fehlbildung führt dazu, dass die Vagina durch eine Art Membran verschlossen. Menstruationsblut kann auf diese Weise nicht abfließen und staut sich in der Gebärmutter. Eine Hymenalatresie wird etwa im Alter von 16 auffällig, da trotz Pubertät die Menstruationsblutung ausbleibt und Bauchschmerzen aufgrund des Rückstaus entstehen.
  • Auch nach einer Schwangerschaft und während der Stillzeit bleibt die Periode häufig aus. Dennoch kommt es weiterhin zum Eisprung, sodass eine Schwangerschaft auch bei ausbleibender Periode möglich ist.

Wann kommt es nach dem Absetzen der Pille zum Eisprung?

Der Wunsch nach einer Familie ist sehr häufig ein Grund, die Pille irgendwann im Leben abzusetzen.

Die Frage danach, wie schnell es nach dem Absetzen der Pille jedoch zu einem Eisprung kommt, lässt sich nicht so einfach beantworten.

  • Bei den meisten Frauen tritt bereits im ersten Zyklus nach Absetzen der Pille ein normaler Eisprung ein, sodass eine Schwangerschaft möglich ist.
  • In einigen Fällen kann es jedoch einige Monate dauern, bis wieder regelhaft ein Eisprung eintritt. Die Einnahmedauer der Pille beeinflusst aber entgegen weit verbreiteter Gerüchte nicht die Qualität des Eisprungs.

Wie lange ist man nach dem Eisprung fruchtbar?

Die Befruchtung, auch Fertilisation oder Konzeption genannt, kann nur innerhalb eines bestimmten Zeitfensters stattfinden. Dieses ist zum einen abhängig von der Fruchtbarkeit der Eizelle und zum anderen von der Fruchtbarkeit der Spermien.

Die optimale Zeit für die Befruchtung liegt etwa zwei Tage vor und einen Tag nach dem Eisprung.

Die Eizelle ist nur 24 Stunden fruchtbar. Nach einem Eisprung beträgt die Zeitspanne für eine Befruchtung daher etwas weniger als 24 Stunden.

Spermien hingegen können zwischen 48 und 72 Stunden lang fruchtbar bleiben. Erfolgt der Geschlechtsverkehr also zwei bis drei Tage vor dem Eisprung, kann daher dennoch eine Schwangerschaft entstehen.

Gibt es ein Messgerät?

Es existieren verschiedene kommerzielle Geräte, um einen Eisprung festzustellen. Diese Messgeräte messen Veränderungen im Hormonspiegel des Urins und können so mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit die fruchtbaren Tage der Frau vorhersagen. Ein exakter Zeitpunkt für den Eisprung lässt sich so jedoch nicht bestimmen.
Die Messung basiert auf einer Bestimmung der Hormonspiegel der Hormone Östrogen und LH (luteinisierendes Hormon). Anhand des Anstiegs der beiden Hormone kann die Wahrscheinlichkeit der fruchtbaren Tage eingeschätzt werden. Je nach Art des Messgerätes können so zwischen 2 bis 4 fruchtbare Tage eingeschätzt werden.

Der Test sollte mit dem ersten Urin nach der Schlafphase durchgeführt werden, da in diesem Urin die Hormonkonzentration am höchsten ist. Bevor der Test angewendet werden kann, muss die Zykluslänge bestimmt werden. Anhand der Zykluslänge gibt das Messgerät vor, an welchem Tag im Zyklus die Messung begonnen werden sollte. Der Test zeigt anhand der Hormonkonzentration Tage mit erhöhter, nicht-erhöhter oder maximaler Fruchtbarkeit an.

Wodurch wird der Eisprung ausgelöst?

Der Eisprung wird ausgelöst, durch Änderungen des Hormonhaushalts der Frau. Dieser ändert sich regelmäßig im Verlauf des Menstruationszyklus. Durch die Hormone FSH (follikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon) werden im Eierstock mehrere Follikel zum Wachstum stimuliert. Eine stellt sich als dominante Eizelle heraus und wächst am meisten. Diese Eizelle wird dann, ausgelöst durch die Hormone Östrogen, Progesteron, FSH, LH und Prostaglandine, ausgestoßen. Die Stimulierung durch die Hormone ist der Auslöser für den Eisprung.

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Kann man den Eisprung fördern?

Der Eisprung kann im Rahmen einer Kinderwunsch-Behandlung gefördert werden. Auf natürliche Art oder etwa mit Hausmitteln ist dies jedoch nicht möglich.
Frauen, bei denen trotz wiederholten, ungeschützten Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft eintritt, können mithilfe einer Hormontherapie ihren Eisprung fördern. Zur Auslösung eines Eisprungs, auch Ovulationsinduktion genannt, wird das Schwangerschafsthormon HCG eingesetzt.

Voraussetzung für den Eisprung ist jedoch eine vorherige Follikelreifung. Falls diese nicht auf natürliche Art eintritt, beispielsweise aufgrund einer Erkrankung, kann diese ebenfalls hormonell stimuliert werden. Zum Einsatz kommen in diesem Falle verschiedene Hormone, wie Östrogen und Gestagen, und auch spezielle Medikamente, wie Dexamethason, Bromocriptin oder Clomifen. Der Eisprung tritt etwa 36 Stunden nach Gabe von HCG ein.  

Wie wirkt sich der Eisprung auf die Lust aus?

In den Tagen unmittelbar vor dem Eisprung haben viele Frauen mehr Lust auf Geschlechtsverkehr als im restlichen Zyklus. Dies ist zurückzuführen auf die hormonellen Einflüsse im Rahmen des Menstruationszyklus. Kurz vor dem Eisprung steigen die Hormone LH und FSH, sowie Östrogen stark an. Diese wirken sich auf die Libido der Frau aus. Einige Frauen fühlen sich während ihres Eisprungs jedoch eher missgelaunt oder gereizt und verspüren keine gesteigerte Lust.

Kann es trotz Pille zu einem Eisprung kommen?

Die „Pille“ ist ein hormonelles Verhütungsmittel, welches in den meisten Fällen einen Eisprung verhindert. Es existieren verschiedene „Pillen“. Die meisten Präparate enthalten sowohl Östrogen als auch das Hormon Gestagen. Abgesehen von diesen Präparaten existieren auch nur reine Gestagenpräparate. „Pillen“, die sowohl Östrogen als auch Gestagen enthalten, verhindern einen Eisprung zuverlässig. Dies setzt jedoch eine regelmäßige Einnahme voraus.

Bei unregelmäßiger Einnahme kann es jedoch zu einem Eisprung und damit zu einer ungeplanten Schwangerschaft kommen. Reine Gestagenpräparate verhindern den Eisprung nicht, jedoch die Einnistung des Eis.

Welchen Einfluss hat die Pille danach auf den Eisprung?

Die „Pille danach“ ist ein Medikament, welches in Notfällen eine Schwangerschaft verhindern soll. Bei dem Wirkstoff, der in der „Pille danach“ enthalten ist, handelt es sich in der Regel um Ulipristalacetat oder Levonorgestrel.

Nach aktueller Studienlage geht man davon aus, dass beide Medikamente den Eisprung unterdrücken. Es findet also kein Eisprung statt. Somit kann keine Schwangerschaft entstehen. Voraussetzung für eine Wirksamkeit ist eine Einnahme während der ersten 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr. Bei Einnahme während dieses Zeitfensters wird eine Schwangerschaft in 98% der Fälle verhindert. Bei einer späteren Einnahme steigt die Zahl ungewollter Schwangerschaften.                                                                      

Kann man den Eisprung im Ultraschall sehen?

Der Eisprung ist nicht im Ultraschall sichtbar, da die Eizelle kleiner ist, als die im Ultraschall abgebildeten Strukturen.                                                            

Weitere Informationen zum Thema Eisprung

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 15.11.2018
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