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Wie kann man den Eisprung auslösen?

Einleitung

Beim Eisprung wird in der Mitte des weiblichen Zyklus eine Eizelle aus einem Follikel ausgestoßen und dann vom Eileiter aufgenommen. Dieser Vorgang wird im natürlichen Zyklus vom Anstieg des Hormons LH (Lutenisierendes Hormon) ausgelöst. Man kann den Eisprung aber auch künstlich durch die Gabe des Hormones HCG (Humanes Choriogonadotropin) oder durch Clomifen auslösen.

Alle weiteren Mittel, wie Homöopathie, natürliche Methoden oder Hausmittel haben eher eine Ahswirkung auf die Regelmäßigkeit des Zyklus, anstatt, dass sie tatsächlich den Eisprung auslösen können.

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Wie kann man den Eisprung am besten auslösen?

Der Eisprung wird stark von den Spiegeln der weiblichen Geschlechtshormone kontrolliert. Hierzu gehören LH (Lutenisierendes Hormon), FSH (Follikel-stimulierendes Hormon), Östrogen und Progesteron. 

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HCG, welches in der eisprungauslösenden Spritze enthalten ist, gehört streng genommen nicht zu den typischen Hormonen im weiblichen Zyklus. Wenn es aber gespritzt wird und keine Schwangerschaft vorliegt, bindet es an den Eierstock und imitiert das Hormon LH.

Eine andere Möglichkeit den Eisprung auszulösen, ist die Gabe von Clomifen. Das Medikament bewirkt, dass vermehrt LH und FSH aus der Hirnanhangsdrüse ausgeschüttet werden. Die erhöhten Spiegel an Hormonen fördert bei Frauen ohne regelmäßigen Eisprung das Wachstum der Follikel und in Folge dessen auch den Eisprung.

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Eisprung-auslösende Spritze

In der eisprungauslösenden Spritze ist das Schwangerschaftshormon HCG  enthalten. In der Schwangerschaft wird HCG von der Plazenta gebildet und ist für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft zuständig.

Spritzt man das Hormon in einer gewissen Dosis, bindet es an Rezeptoren am Eierstock und aktiviert diese. Nach etwa 36 Stunden wird daraufhin der Eisprung ausgelöst. Die Anwendung der eisprungauslösenden Spritze findet besonders im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung statt.

Durch das Wissen, wann genau der Eisprung stattfindet, kann der Geschlechtsverkehr zeitlich daran angepasst werden. Des Weiteren setzt man die eisprungauslösende Spritze auch dann ein, wenn Eibläschen für eine künstliche Befruchtung punktiert werden sollen.

Die eisprungauslösende Spritze sollte nur unter ärztlicher Kontrolle eingesetzt werden, da es zu einer Reihe, auch schwerer, Nebenwirkungen kommen kann. Häufig sind Kopfschmerzen und lokale Hautreaktionen an der Einstichstelle. Es kann im Zuge der künstlichen Befruchtung auch zu einem Hyperstimulationssyndrom kommen. Bei diesem Syndrom sind die Eierstöcke vergrößert und es kann zu Flüssigkeitsansammlungen in den Körperhöhlen kommen.

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Was kann man selbst tun, um den Eisprung natürlich auszulösen?

Neben Medikamenten und pflanzlichen Mitteln, kann man auch selbst Maßnahmen ergreifen, welche zumindest den Zyklus regemäßiger machen können. Hat man einmal einen regelmäßigen Zyklus, kann man mit der Kalendermethode oder durch Messung der Basaltemperatur in Kombination mit der Beurteilung des Schleims aus dem Muttermund (Zervix) relativ genau den Zeitpunkt des Eisprunges bestimmen.

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Die erste Maßnahme besteht in der Normalisierung des Körpergewichtes. Man sollte einen BMI zwischen 20 und 27 anstreben. In diesem Zusammenhang kann auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung eine positive Wirkung auf den Zyklus haben. Es gibt zudem Berichte, bei denen der Genuss von pflanzlichen Eiweißen, zum Beispiel aus Bohnen oder Nüssen, dabei half den Eisprung auszulösen. Zusammenfassend kann man also sagen, dass eine gesunde Lebensweise eine gute Basis für einen regelmäßigen Zyklus mit regelmäßigen Eisprüngen ist.
Dazu gehört auch ein nur geringer Konsum von Alkohol und ein totaler Verzicht auf andere Drogen.

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Bei Frauen mit Zyklusstörungen und unregelmäßigem Eisprung kann es auch helfen, wenn der Koffeinkonsum eingeschränkt wird. Dabei muss man nicht gänzlich auf Koffein verzichten, allerdings sollte man auch nicht mehr als 200mg am Tag zu sich nehmen. Dies entspricht ungefähr einer Tasse Kaffee.

Zuletzt hat auch ein ausgewogener Schlafrhythmus mit ausreichend Schlaf eine fördernde Wirkung auf den Zyklus und somit auch auf den Eisprung. Es ist bekannt, dass Frauen, die zum Beispiel in einer Nachtschicht arbeiten, Schwierigkeiten mit ihrem Hormonhaushalt haben können.

 

Welche Medikamente gibt es?

Das wirksamste Medikament ist das Hormon HCG, welches in der eisprungauslösenden Spritze enthalten ist. Als weiteres Medikament gibt es Clomifen. Streng genommen ist Clomifen ein Follikel-stimulierendes Medikament, welches die Auslösung des Eisprunges nur als „Nebenwirkung“ fördert. Clomifen steigert die Ausschüttung der Hormone FSH und LH, welche für den Ablauf des Zyklus unabkömmlich sind.
Es wird bei Frauen mit Unfruchtbarkeit in Folge eines polyzystischen Ovarialsyndroms angewendet.

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Es gibt allerdings einige pflanzliche Medikamente aus der Naturheilkunde, welche den Eisprung auslösen können. Wichtig bei diesen Medikamenten ist, dass trotzdem vor der Einnahme der Frauenarzt konsultiert werden sollte, da auch pflanzliche Mittel erhebliche Nebenwirkungen haben können. Zudem kann der Frauenarzt dann beraten, welches Mittel am Besten in der individuellen Situation geeignet ist.
Zudem ist die Wirkung vieler pflanzlicher Mittel noch nicht durch große Studien belegt, welche auch mögliche Nebenwirkungen aufdecken könnten.

Ein mögliches Medikament ist zum Beispiel die Mariendistel. Der Wirkstoff soll die Leber entgiften und damit die Produktion des Hormons Östrogen steigern. Dies führt zwar nicht automatisch zum Auslösen eines Eisprunges, allerdings kann der Zyklus durch die Einnahme von Mariendistel regelmäßiger werden, wodurch die Berechnung des Eisprunges erleichtert wird.

Etwas besser untersucht ist der Mönchspfeffer. Ihm wird nachgesagt, dass er das Hormon LH stimulieren soll. Mönchspfeffer sollte als Tablette eingenommen werden, da der Wirkstoff nur schwer löslich ist. Weiterhin regt der Mönchspfeffer die Bildung von Dopamin an. Dies kann bei Kinderwunsch eine förderliche Wirkung haben, allerdings darf Mönchspfeffer aus diesem Grund nicht in der Schwangerschaft bzw. Stillzeit eingenommen werden.

Welche Hausmittel können unterstützend eingesetzt werden?

Ein Tee aus Tränengrassamen kann dabei helfen den Eisprung auszulösen. Die Wirkung ist wissenschaftlich aber noch nicht sicher belegt. Weiterhin kann eine Teemischung aus Himbeerblättern, Salbei, Rosmarin, Beifuß und Holunderblüten eine unterstützende Wirkung haben.

Homöopathie

Die meisten homöopathischen Präparate sollen bei Zyklusproblemen helfen. Dass sie den Eisprung selbst auslösen können, ist eher unwahrscheinlich. Vor der Einnahme von  sollte man sich von einem erfahrenen Frauenarzt über mögliche Nebenwirkungen und Erfolgsquoten beraten lassen. Dieser kann dann auch das passende Präparat in der richtigen Dosierung auswählen.

Im folgendem werden einige Beispiele genannt. Das Präparat Follikelhormon synth. soll als eines der wenigen Präparate eine direkte Auswirkung auf den Eisprung haben. Hierfür werden am 8., 10. und 12. Tag des Zyklus je 10 Globuli morgens eingenommen.

Ovaria comp. ist ein weiteres Präparat, welches die Hormonproduktion anregen soll. Es wird für Frauen empfohlen, welche lange die Anti-Baby-Pille genommen haben oder aus sonstigen Gründen an Fruchtbarkeitsstörungen leiden.
Wichtig ist, dass man die Globuli nicht bei einer Bienenallergie einnehmen darf, da eine allergische Reaktion ausgelöst werden kann. Das Präparat Phyto L enthält unter anderem Mönchspfeffer, welcher auch in der Phytotherapie angewandt wird. Dieses homöopathische Mittel soll auf die Hirnanhangsdrüse einwirken, welche wiederrum an der Zyklussteuerung beteiligt ist.

Wie hoch ist der Erfolg, wenn man den Eisprung künstlich auslöst?

Löst man den Eisprung mittels einer eisprungauslösenden Spritze mit HCG aus, ist die Erfolgsquote nahezu bei 100%. Zudem kann man den genauen Zeitpunkt des Eisprunges fast auf die Stunde genau vorhersagen. Versuche den Eisprung mit pflanzlichen Mitteln auszulösen können gänzlich unterschiedliche Erfolgsquoten haben, welche bisher nicht systematisch untersucht wurden.

Himbeerblättertee

Himbeerblättertee ist in der Naturheilkunde dafür bekannt die Durchblutung im Beckenbereich zu fördern und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut zu fördern. Die gesteigerte Durchblutung im Becken soll dabei helfen, Schadstoffe aus der Gebärmutter abzutransportieren. Dies soll sich dann positiv auf eine mögliche Einnistung auswirken. Zudem wird Himbeerblättertee nachgesagt, dass er die Regelmäßigkeit des Zyklus fördern soll. Eine eisprungauslösende Wirkung ist bisher noch nicht nachgewiesen worden.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 15.11.2018
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