Wie werde ich schwanger?

Allgemeines

Um schwanger werden zu können, ist in erster Linie der Eisprung wichtig. Es gibt ihn jeden Monat einmal.

Er findet ca. 2 Wochen vor der nächsten Regelblutung statt. Dies betrifft Mädchen und Frauen, die etwa zwischen 12 und 45 oder 50 Jahre alt sind. Der Eisprung ist jener Moment des Zyklus, in dem eine Eizelle aus dem Eierstock freigesetzt wird und in den Eileiter hüpft.

Im Eileiter kann die Eizelle schließlich mit einer Spermazelle verschmelzen. Die Eizelle lebt allerdings nicht so lang, wie es die Spermazellen tun. Man rechnet damit, dass sie etwa 8 bis 24 Stunden nach dem Eisprung abstirbt, wenn sie nicht befruchtet wird. Allerdings können Spermien bis zu 72 Stunden im Gebärmutterhals der Frau überleben.

Man spricht davon, dass die fruchtbaren Tage etwa 3 bis 5 Tage vor dem Eisprung und bis zu 24 Stunden nach dem Eisprung sind. In dieser Zeit ist es am leichtesten und besten schwanger zu werden. Vorausgesetzt ist hierfür natürlich, dass sämtliche Verhütungsmittel abgesetzt sind und die Frau einen regelmäßigen Zyklus hat.

Ansonsten muss man mit anderen Methoden heraus finden, wann der beste Zeitpunkt ist, schwanger zu werden.

Ebenso sollte man darauf achten, nicht zu oft hintereinander Geschlechtsverkehr zu haben, denn je öfter der Mann ejakuliert, desto weniger Qualität hat das Sperma. Es heißt, dass man ca. 2 Tage zwischen dem Geschlechtsverkehr Pause machen sollte, damit das Sperma wieder an Qualität gewinnen kann.

Die erste Art heraus zu finden, wann der Eisprung stattfindet ist ein regelmäßiger Zyklus, was aber nicht so häufig ist, da die Frau zu diesem Zeitpunkt die Pille ja schon abgesetzt hat. Dennoch kann man so sehr einfach ausrechnen, wann es so weit ist. Der Eisprung findet etwa 14 Tage nach der Regelblutung statt, wenn die Frau einen normalen 28 Tage langen Rhythmus hat. Je nachdem wie lange der Zyklus dauert, kann man sich nun etwa ausrechnen, wann dieser Zeitpunkt ist.

Außerdem gibt es Frauen, die gewisse Merkmale am eigenen Körper spüren, welche auf den bevorstehenden Eisprung hindeuten. Es kann die Brust schmerzen, oder etwas im Rücken ziehen. Außerdem berichten einige Frauen auch von Bauchschmerzen im Unterbauch. Es gibt auch noch die Möglichkeit, die Körpertemperatur zu messen. Je nach Zyklustag, hat man eine veränderte Körpertemperatur. Es gibt dann Kalender, in denen man die Temperatur eintragen kann und so seine fruchtbaren Tage herausfinden kann.

Für die Temperaturmessung bekommt man in der Apotheke ein Basalthermometer, womit man direkt vor dem Aufstehen die Temperatur misst. Dieses Thermometer ist sehr genau und so kann man den Temperaturanstieg von etwa 0,5 Grad, den man bei einem Eisprung hat, genau messen. Nach der Befruchtung wandert die Eizelle schließlich in die Gebärmutter und beginnt sich dort einzunisten.

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Wie werde ich schwanger trotz Pille

Die Pille gehört zu den sichersten Verhütungsmitteln, die es am Markt gibt. In Europa schwören sehr viele Frauen darauf, denn man kann sie einfach einnehmen. Dennoch gibt es immer wieder Frauen, die schwanger werden obwohl sie die Pille einnehmen. Wie kann das passieren?

Es gibt eine Reihe von Dingen oder Situationen, die man bei der Einnahme der Pille beachten muss, damit sie ihre Wirkung nicht verliert. Man kann aber generell sagen, dass jene Frauen, die trotz Pille schwanger werden, Einnahmefehler gemacht haben. Man sollte die Pille immer zur selben Tageszeit einnehmen. Das heißt nicht, dass es täglich eine exakte Uhrzeit geben muss, aber dennoch sollte man sie, wenn man sie einmal morgens eingenommen hat, immer morgens einnehmen, beziehungsweise abends oder mittags.

Man sollte den Einnahmezyklus niemals um mehr als zwölf Stunden verschieben, denn auch so verliert die Pille möglicherweise ihre Wirkung. Ganz besonders aufpassen sollte man, wenn man Urlaubsreisen in entfernte Länder unternimmt, wo der Zeitunterschied sehr groß ist. Man sollte sich vorher gut überlegen, wann man dann die Pille einnimmt, und im Zweifelsfall immer den Gynäkologen um Rat fragen. Vor allem Neuseeland und ähnlich weit entfernte Destinationen stellen ein Risiko dar.

Außerdem wird die Wirkung der Pille durchaus von einigen Medikamenten herabgesetzt. Am besten erkundigt man sich immer direkt beim Arzt wenn ein neues Medikament verschrieben wurde, ob es eine Wechselwirkung mit der Pille gibt und was man beachten sollte. Besonders diverse Antibiotika werden von Frauen oft unterschätzt. Viele von ihnen setzen die Wirkung der Pille herab.

Es reicht auch nicht, dass man die Pille dann, nachdem die Anwendung des Antibiotikums beendet wurde, wieder normal weiter nimmt. Man muss bis zur nächsten Periode mindestens mit Kondomen zusätzlich verhüten.

Ebenso wird die Wirkung der Pille bei Einnahmefehlern herab gesetzt. Es kommt immer auf den Zeitpunkt an, wenn man eine Tablette vergisst. Dennoch sollte man sich immer an den Gynäkologen wenden, wenn man Fehler bei der Einnahme gemacht hat. Der Arzt kann dann die richtige Auskunft geben, wie man weiterhin bis zur nächsten Periode mit der Pille verfahren sollte. Vor allem wenn man mehrere Tabletten vergisst, ist die Wirkung der Pille stark herab gesetzt. Generell sollte man bei Unsicherheiten lieber mit einem Kondom doppelt verhüten und/oder den Gynäkologen um Rat fragen, bevor man ungewollt schwanger wird.

Ein wichtiger Punkt ist auch, dass man wenn man die Periode hat, definitiv nicht schwanger ist. Dennoch haben Frauen trotz einer bestehenden Schwangerschaft manchmal eine leichte Blutung, wenn sich beispielsweise die Eizelle einnistet. Diese Blutung ist aber definitiv keine Menstruation.

Vor allem auch Magen-Darm-Erkrankungen können zu einem echten Problem werden. Denn wenn man erbricht oder starken Durchfall hat, kann die Wirksamkeit der Pille herabgesetzt werden. Wenn man diese Symptome hat, sollte man dringend bis zur nächsten Menstruation zusätzlich mit einem Kondom verhüten. Ebenso gibt es einige Erkrankungen, welche den Stoffwechsel betreffen und die sich negativ auf die Pille auswirken können. Hierzu zählt zum Beispiel die Mukoviszidose oder Morbus Crohn.

Starkes Rauchen ist ebenso ein Risikofaktor.

Wie werde ich schwanger ohne Mann

Vor allem, wenn Frauen nicht mehr allzu jung sind, wird bei vielen Frauen der Drang immer größer, noch ein Kind zu bekommen. Aber manchmal fehlt hierfür der richtige Partner. Wenn man aber in keiner Partnerschaft lebt, dann gibt es trotzdem noch andere Möglichkeiten. Vor allem Samenspenden werden sehr gerne angenommen.

In Deutschland werden keine Samenspenden an alleinstehende Frauen weitergegeben, aber in anderen Ländern wie zum Beispiel in Belgien, kann man so als Single-Frau ein Kind bekommen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, dass Gefährten an die Frauen vermittelt werden, die mit ihnen ein Kind zeugen und danach nichts mehr mit dem Leben des Kindes zu tun haben.

Was ist nun eine Samenspende? Eine Samenspende ist, wenn ein Mann, der Spender, seine Samen an eine Frau spendet, der sie dann direkt in die Gebärmutter gepflanzt werden. Ebenso ist es auch möglich, dass eine Eizelle mit der Samenzelle im Reagenzglas vorher schon befruchtet wird (in vitro Fertilisation).

Danach wird die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter der Frau eingepflanzt. Der Spender erhält ca. 100€ für seine Samenspende. Das Honorar ist aber abhängig von der Qualität der Spende. Der Spender muss bei der Spende völlig gesund sein. Das gilt natürlich auch für HIV und andere ähnlich gefährliche Erkrankungen.

Außerdem muss der Spender in einem guten körperlichen und psychischen Zustand sein. Die Samenspende darf erst an die empfangende Frau weiter gegeben werden, nachdem sie ca. 6 Monate tiefgefroren war. Denn nach den sechs Monaten wird der Spender nochmals kontrolliert, wie sein allgemeiner Zustand ist. Erst wenn das in Ordnung ist, ist die Spende bereit, bei der Frau eingepflanzt zu werden.

In den USA können mit einer Samenspende Kinder wie im Katalog ausgewählt werden. Man kann sich direkt den Spender aussuchen. In Deutschland hat man meist keine Möglichkeit eine eigene Auswahl zu treffen. Gibt es einen Partner bei der empfangenden Frau, so wird von den Instituten der Spender so ausgewählt, dass er dem Ehemann oder Partner möglichst ähnlich sieht. Es gibt aber vereinzelt Institute, wo man eine eingeschränkte Auswahl treffen kann. Aber Deutschland und auch andere Länder wollen so vermeiden, dass das Kind wie in einem Katalog ausgewählt wird.

Es gibt neben der Samenspende auch noch die Möglichkeit einer Embryonenadoption. Wenn sich Paare künstlich befruchten lassen, beziehungsweise die Eizelle im Reagenzglas künstlich befruchtet wird, dann bleiben oft Embryonen übrig, die man der Mutter nicht einsetzen kann, da es sonst zu viele wären. Sie werden tiefgefroren aufgehoben, falls das Paar später Kinder möchte. Möchte das Paar keine Kinder mehr, dann können diese Embryonen zur Adoption freigegeben werden.

Wie werde ich schwanger ohne dass er es merkt

Es gibt immer wieder Frauen, die schwanger werden, ohne dass es ihr Partner merkt oder weiß. Generell sollte gleich zu Anfang gesagt werden, dass es nicht in Ordnung ist, ohne das Wissen seines Partners ein Kind zeugen zu wollen.

Eine solche Entscheidung sollte immer einvernehmlich sein und niemals von einem Partner alleine entschieden werden. Prinzipiell kann man seine Verhütungsmittel absetzen, wie beispielsweise die Pille, ohne dass der Partner dies merkt und eben dann irgendwann schwanger werden. Dennoch ist dies eine Lüge und wird sicher nicht zu einer entspannten Partnerschaft beitragen.

Es gibt aber immer wieder Frauen, die versuchen an ihren Kinderwunsch zu kommen, obwohl der Partner das vielleicht nicht möchte, in dem sie die Verhütungsmittel absetzen. Dies geht natürlich besonders gut bei Frauen, die die Pille nehmen. Da sie unbemerkt mit dieser aufhören können, ohne dass sie ihrem Partner was sagen.

Viele tarnen es dann als „Unfall“ und behaupten, sie hätten es selbst nicht gewusst. Außerdem gibt es immer wieder Frauen, die eine Schwangerschaft dazu benutzen, dass sie ihren Partner an ihrer Seite halten, wenn dieser sich trennen möchte. Dies alles sind natürlich Gründe, die mehr als fraglich sind, um einfach so ein Kind zu bekommen. Ein Kind sollte möglichst in geordnete Verhältnisse geboren werden und nicht zu eignen Zwecken missbraucht werden.

Trotz Kondom

Das Kondom gehört zu den beliebtesten Verhütungsmethoden und auch zu den sichersten Methoden bei richtiger Anwendung.

Das Kondom hat nicht nur den Vorteil dass es verhütet, sondern auch dass es vor ansteckenden Krankheiten schützt. Vor allem, wenn man seinen Geschlechtspartner noch nicht so lange kennt, sollte man immer ein Kondom verwenden, damit man sich mit nichts infizieren kann.

Das Kondom wird über den erigierten Penis gezogen und es bleibt vorne ein Reservoir, welches den Samenerguss auffängt. Durch das Kondom wird verhindert, dass etwas vom Samenerguss in die Scheide gelangt. Es gibt Kondome in vielen verschiedenen Ausführungen. Das Wichtigste ist, dass das Kondom zum Penis passt, deswegen findet man verschiedene Größen vor. Außerdem gibt es Kondome mit Geschmack, die den Oralsex etwas angenehmer machen sollten. Man findet sie in verschiedenen Farben und manche leuchten im Dunklen. Außerdem gibt es dann noch jene, die Noppen außen haben oder Rillen, damit der Geschlechtsverkehr für die Damen ebenfalls angenehmer wird.

Bei der Benutzung von einem Kondom gibt es ein paar Dinge, die man beachten muss, damit es zu keiner ungewollten Schwangerschaft kommt. Man sollte erst einmal vor allem das Ablaufdatum beachten und, ob es noch original verpackt ist, bevor man es benutzt. Bevor man zum ersten Mal ein Kondom benutzt schadet es nicht, das Überziehen erst einmal zu üben. Wichtig ist, dass man die Verpackung vorsichtig öffnet. Hier passieren oft die ersten Fehler, in dem die Päckchen mit etwas Spitzem geöffnet werden und dann ganz kleine Löcher im Gummi entstehen, die später dann zum Verhängnis werden.

Außerdem gibt es immer wieder Anwendungsfehler, wenn Leute nicht wissen, was die Innenseite und was die Außenseite ist. Außen ist immer jene Seite, wo sich das Röllchen außen befindet. Weiter ist es wichtig, dass sich im Reservoir, welches zum Auffangen des Samenergusses dient, keine Luft befindet. Daher sollte man die Spitze des Kondoms vorne festhalten und zusammendrücken, während man es über den erigierten Penis vorsichtig rollt. Ist der Penis nicht erigiert, so kann man das Kondom nicht ordnungsgemäß verwenden. Deshalb sollte auch dieser Punkt beachtet werden. Man sollte beim Abrollen niemals am Kondom zerren. Wenn es sich nicht ordentlich abrollen lässt, passt möglicherweise die Größe nicht und man sollte ein anderes Kondom verwenden.

Ganz wichtig ist auch, dass Kondome nur einmal verwendet werden dürfen. Außerdem muss man den Penis mitsamt dem Kondom rechtzeitig nach der Ejakulation aus der Scheide ziehen, sodass nichts vom Ejakulat in die Scheide gelangen kann. Gleitmittel können und sollten verwendet werden. Aber hier ist darauf zu achten, dass sie nicht Öl- oder Fetthaltig sind und keine Lotion oder Vaseline verwendet wird. Diese beschädigen das Kondom. Kondome sind sehr leicht zu beschaffen und kosten relativ wenig. Das Angenehme ist zusätzlich, dass sie keine Nebenwirkungen haben, es sei denn jemand hat eine Latexallergie. So lange man alle Punkte zur Anwendung beachtet, sollten Kondome sicher sein. Schwangerschaften entstehen bei Kondomgebrauch hauptsächlich durch menschliches Versagen. Vereinzelt sind es sicher auch Materialfehler, die eine Schwangerschaft verursachen.

Trotz Sterilisation

Prinzipiell ist die Sterilisation eine sehr sichere Methode, nicht mehr schwanger zu werden. Man kann theoretisch eine Sterilisation rückgängig machen, aber dies bedarf einer langwierigen Operation und künstlicher Befruchtung. Da die wenigsten dann tatsächlich nochmal schwanger werden, ist die Sterilisation ein endgültiger Eingriff. Dennoch gibt es auch bei einer Sterilisation vereinzelt Frauen die trotzdem schwanger werden. Hier ist meistens ein Fehler beim Eingriff selbst schuld. Das heißt, dass beispielsweise die Eileiter nicht ausreichend durchtrennt und verödet wurden. Dies geschieht meist dann, wenn es keine Kontrolle nach dem Eingriff gab, bei dem kontrolliert wurde, dass der Eingriff tatsächlich erfolgreich war.

In der Stillzeit

Während dem Stillen ist der Hormonhaushalt etwas durcheinander. Es gibt einige Frauen, die denken, dass sie, während sie stillen, nicht schwanger werden können. Dem ist aber nicht so. Fakt ist, dass viele Frauen tatsächlich schwerer schwanger werden, da in dieser Zeit ein hoher Spiegel des Hormons Prolaktin im Körper zu finden ist und die Hormone LH und FSH nur in geringen Maßen vorhanden sind.

Die beiden letztgenannten Hormone sind für die Reifung der Eizelle und den Eisprung verantwortlich. Sind diese Hormone nur in geringen Maßen vorhanden, liegt es natürlich nahe, dass eine Schwangerschaft nicht so einfach ist, als wenn die Mutter wieder zu Stillen aufhört. Dennoch besteht nach wie vor die Möglichkeit, wieder schwanger zu werden. Möchte man dies vermeiden, so sollte man dringend beim Geschlechtsverkehr entsprechend verhüten.

Es wird auch berichtet, dass die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden etwas damit zu tun hat, wie oft man sein Kind am Tag stillt. Sind die Pausen zwischen dem Stillen nie länger als 3 bis 4 Stunden, so ist die Wahrscheinlichkeit relativ gering, dass man im ersten halben Jahr nach der Geburt wieder schwanger wird. Dennoch ist Vorsicht geboten. Außerdem ist es etwas schwierig zu kontrollieren ob eine Schwangerschaft besteht, da man keine Regelblutung hat und so diese Kontrolle wegfällt.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 13.12.2017
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