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Ernährung bei Durchfall

Einleitung

Leidet ein Patient an Durchfällen, gibt es oftmals nur eine symptomatische Behandlung, die ihm helfen kann. Das mit Abstand wichtigste bei Durchfallerkrankungen ist die ausreichende Flüssigkeits- und Salzzufuhr, da beim Durchfall sowohl viel Flüssigkeit, als auch viele Elektrolyte verloren werden.

Um die Verluste auszugleichen stehen einige, meistens pflanzliche, Präparate zur Verfügung. Neben diesen pflanzlichen Präparaten können auch allgemeine Maßnahmen angewendet werden, die auch vor allem die Flüssigkeits- und Salzzufuhr gewährleisten sollen. Von Maßnahmen, die den Durchfall stoppen wird aus medizinischer Sicht abgeraten, da durch den Durchfall Erreger und ihre Gifte auf (zwar unangenehme, aber) natürliche Weise ausgeschieden werden.

Allgemeine Informationen zum Ernährungsverhalten

Wichtig ist es zunächst einmal, lieber mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen als wenige üppige. Auch können in den ersten Tagen einer Durchfallerkrankung die Beschwerden an die Menge der Mahlzeiten angeglichen werden. Das heißt, leidet der Patient unter starken Durchfällen, evtl. auch mit Bauchschmerzen, sollten die Mahlzeiten eher klein sein. Mit zunehmender Besserung der Beschwerden kann dann die Menge erhöht werden.
Wicht ist, dass man auf blähende und säuernde Lebensmittel zunächst komplett verzichten sollte. Auch stark zuckerhaltige oder sehr kohlenhydrathaltige Lebensmittel sollten während einer akuten Durchfallerkrankung ebenfalls gemieden werden. Mindestens genauso wichtig, wie die Lebensmittel, die während einer Durchfallerkrankung zu sich genommen werden sollten, um die Symptome möglichst schnell zu lindern, ist die tägliche Trinkmenge. Der Durchfall führt zu einem für den Körper ungewohnten Flüssigkeitsverlust. Diese Flüssigkeit verliert der Körper meistens innerhalb der ersten akuten Tage einer Durchfallerkrankung. Wird der Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen, kommt es zu den für Durchfallerkrankungen typischen Bauchkrämpfen. Wichtig ist aus diesem Grund mindestens eine Flüssigkeitsmenge von 2-3 Litern zu sich zu nehmen. Hierbei sollte vor allem kohlensäurearmes Mineralwasser oder auch Tee (Fenchel-, und Kamillentee) getrunken werden. Auf säuernde Säfte, wie Zitronen- oder Orangensaft sollte zur Magen- und Darmschonung verzichtet werden.

Empfohlene Lebensmittel

Es gibt einige Empfehlungen für geeignete Lebensmittel, die bei einer Durchfallerkrankung eingenommen werden können. Meistens handelt es sich um besonders schonende Lebensmittel, die den Darm entlasten. Haferflocken gehören zu den schonenden Lebensmitteln, die unbedenklich bei Durchfallerkrankungen eingenommen werden können. Hierbei sollten vor allem Schmelzflocken gegessen werden. Auch eine Flockensuppe kann mit Wasser angerührt und verzehrt werden.
Obwohl zahlreiche Obstsorten den Magen stark ansäuern, ist der Verzehr von Äpfeln bei Durchfallerkrankungen unbedenklich und führt sogar zu einer Linderung der Beschwerden. Da sich in der Schale des Apfels der Stoff Pektin befindet, kommt es nach Apfelgenuss zu einer baldigen Besserung der wässrigen Durchfälle. Sehr wirkungsvoll ist es, wenn Äpfel gerieben und dann gegessen werden. Ebenfalls sehr pektinhaltig sind Bananen, die zum Verzehr bei einer akuten Durchfallerkrankung ebenfalls sehr geeignet sind.
Da bei einer Durchfallerkrankung neben der Flüssigkeit auch viele Mineralien aus dem Körper ausgewaschen werden, ist es wichtig, die Salze und Mineralien möglichst zeitnah wieder dem Körper zuzuführen, um einen Mangel zu verhindern. Bestens geeignet für die Mineralzufuhr ist Gemüsebrühe. Hier nimmt man zum einen Flüssigkeit, sowie gleichzeitig auch Mineralien und Salze auf.
Karotten schonen den Magen und beruhigen den Magen-Darm -Trakt. Der Klassiker der Durchfallernährung- der Zwieback- gehört ebenfalls zu der täglichen Ernährung bei Durchfällen und sorgt für eine Beruhigung des Magen-Darm-Traktes.

Nicht empfohlene Lebensmittel

Auch gibt es Lebensmittel, die während einer akuten Durchfallerkrankung eher nicht zu sich genommen werden sollten. Sie können die Durchfälle sogar verschlechtern und die Behandlungszeit verlängern.
Zu nennen wären vor allem Milchprodukte, die in der Zeit der akuten Durchfallerkrankung eher nicht eingenommen werden sollten. Zum einen liegt es daran, dass Milchprodukte auch immer einen hohen Fettanteil haben, zum anderen kann es auch sein, dass Durchfallerkrankungen mit einem vorübergehenden Laktasemangel einhergehen und so Milchprodukte nicht richtig aufgeschlüsselt und verdaut werden können. All dies kann zu einer Verlängerung der Durchfallerkrankung führen.
Scharfe Lebensmittel, die den Darm stark belasten, sollten ebenfalls gemieden werden. Hierzu gehören Chili, Paprika und Zwiebeln. Weiterhin sollten Lebensmittel, die sehr schwer verdaulich sind und den Darm stark belasten, gemieden werden. Hier wären vor allem fettige und ölige Speisen zu nennen. Frittierte Lebensmittel sollten aus diesem Grund eher nicht gegessen werden. Das Trinken von Kaffee sollte ebenfalls stark eingeschränkt werden. Kaffee hat eher eine abführende Wirkung und kann aus diesem Grund den Genesungsprozess sogar verlängern. Zuckerhaltige Getränke sollten ebenfalls gemieden werden, da stark gezuckerte Speisen und Getränken sogar noch abführende Wirkung haben. Die früher bei Durchfallerkrankungen empfohlene Cola sollte daher eher gemieden werden.

Ernährungsbeispiel

Leidet ein Patient unter einer akuten Durchfallerkrankung, sollte er seinen Speiseplan entsprechend ausrichten. Dieser sollte immer von einer ausreichenden Trinkmenge begleitet werden, damit die verlorene Flüssigkeit zügig wieder in den Körper zurückgelangen kann. Morgens können z.B Haferflocken mit Wasser gegessen werden, dazu geriebene Äpfel mit Schale. Als geeignete Getränke wären Kamillen- oder Fencheltee zu empfehlen, welche den Magen-Darm-Trakt zusätzlich schützen und schonen.
Mittags kann dann Zwieback gegessen werden, als Beilage auch Bananen, die ebenfalls eine schützende Funktion haben. Auch kann Brot gegessen werden. Hierbei sollte aber auf reines Weizenbrot genauso verzichtet werden, wie auch auf Vollkornbrot.
Am Abend können z.B. die verlorenen Mineralien und Salze mit Hilfe einer Gemüsesuppe zurückgewonnen werden. Insgesamt sollte die Menge der Lebensmittel beschränkt und eher kleinere Mahlzeiten gegessen werden. Meistens reicht eine schonende Ernährung für die Zeit, in der der Durchfall akut ist. Meistens kommt es bereits nach wenigen Tagen schon zu einer schnellen Besserung der Durchfallerkrankung unter der richtigen Ernährung.

Cola und Salzstangen

Ein lang bewehrter Tipp bei Durchfallerkrankungen ist der Verzehr von Cola und Salzstangen. Aber hat diese Hausmittel-Behandlung heute noch Gültigkeit? Zum Teil ja und zum Teil nein.
Richtig ist, dass durch den Durchfall dem Körper Mineralien und Salze entzogen werden, die man mit der gewohnten Ernährung nicht so ohne weiteres wieder auffüllen kann. Laugengebäck in Verbindung mit Salz führt zu einem schnellen Nachliefern der verlorenen Salze und Mineralien. Aus diesem Grund kann man der Behauptung "Salzstangen helfen bei Durchfall" durchaus zustimmen.
Bei der Cola ist es etwas anderes. Auch hier ging man davon aus, dass dieses zuckerhaltige Coffeingetränk zu einer schnellen Besserung der Durchfälle führt. Da Cola fast ausschießlich aus Zucker besteht, muss man heute aber davon abraten, Cola bei einer akuten Durchfallerkrankung zu trinken. Denn Zucker wirkt zusätzlich abführend und kann sogar die Genesungszeit deutlich verlängern.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

In aller Regel sind Durchfälle durch virale Infektionen bedingt. Meistens bleibt nur eine symptomatische Behandlung, die die Beschwerden lindern soll.

Wichtig ist die Trinkmenge von ca. 2 Litern am Tag einzuhalten. Da dem Körper durch eine Durchfallerkrankung viel Flüssigkeit entzogen wird, ist ein schnelles Auffüllen der Flüssigkeitsspeicher dringend notwendig. Hier sollten ungesüßte Tees oder kohlensäurearmes Wasser zum Einsatz kommen.
Weiterhin gibt es zahlreiche Speisen, die bei einer Durchfallerkrankung helfen und somit empfohlen werden können. Zu nennen wären Bananen oder auch Äpfel. Beide Früchte haben einen hohen Anteil am sogenannten Pektin. Dies ist ein Bindemittel und sorgt dafür, dass Flüssigkeit dem Stuhlgang entzogen wird und somit eindickt. Geriebene Äpfel entfalten die Wirkung des Pektin noch viel stärker und sollten bei jeder Durchfallerkrankung zum Einsatz kommen. Fruchtsäfte sollten dagegen gemieden werden.
Ebenfalls sehr gut bekömmlich sind Haferflocken, die allerdings ohne Milch zu sich genommen werden sollten. Sie wirken beruhigend auf die Mageninnenwand und auf den Darm. Gemüsebrühen helfen nicht nur die verlorene Flüssigkeit wieder in den Körper zu bekommen, sondern auch die Salze, die durch den Durchfall verloren gegangen sind.

Auf einige Lebensmittel sollte aber verzichtet werden. Hierzu zählen Milchprodukte, da sie zum einen meistens sehr viel Fett enthalten, zum anderen beim Durchfall ein vorübergehender Laktasemangel besteht. Auch wie früher fälschlicherweise angenommen, sollte Cola während eines akuten Durchfalls nicht getrunken werden. Cola ist stark zuckerhaltig und kann ebenfalls noch zusätzliche abführende Wirkung hervorrufen. Fettige Lebensmittel, sowie gebratene oder frittierte Speisen sollten ebenfalls zunächst nicht bei einer akuten Durchfallerkrankung gegessen werden.

Ernährung bei Babys und Kindern

Durchfälle bei kleinen Kindern und Babys kommen sehr häufig vor. In den meisten Fällen sind Durchfälle in diesem Alter infektbedingt, manchmal können aber auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten hinter den Beschwerden stehen. An sich unterscheiden sich die Ernährungstipps nicht von denen der Erwachsenen.

In aller erster Linie ist bei einem kleinen Kind, genauso wie bei Erwachsenen, darauf zu achten, dass ausreichend Flüssigkeit getrunken wird. Denn durch Flüssigkeitsverlust kommt es zu den eigentlichen Beschwerden im Sinne von starken Bauchschmerzen und Krämpfen. Weiterhin sollte das Kind während der akuten Beschwerdephase nur Schonkost essen. Es eignen sich dafür vor allem ungesüßte Breie, wie z.B. ungesüßter Apfelbrei oder Bananenpüree. Auch können leichte Gemüsesuppen dem Kleinkind gegeben werden.

Auf den Verzehr von Milchprodukten und Fruchtsäften sollte aber verzichtet werden. Stellt sich keine Besserung unter der Nahrungsumstellung ein, kann auch ein Behandlungsversuch mit Perenterol® junior unternommen werden. Bei diesem Präparat handelt es sich um ein Hefeprodukt, das den Stuhlgang eindicken soll.

Hausmittel zur Selbstbehandlung

Mehr Informationen dazu finden Sie auch hier: Hausmittel bei Durchfall

Teefasten

Während ein bis zwei Tagen ausschließlich 2 – 3 l Tee am Tag. Empfehlenswert ist gerbstoffreicher grüner Tee (20 Minuten ziehen lassen), Fencheltee und Kamillentee. Pfefferminztee wirkt krampflösend. Dem Tee wird kein Zucker zugesetzt.

WHO-Lösung

Grundsätzlich sollte bei Durchfallerkrankungen, wegen der lebensbedrohlichen Wasser und Mineralstoffverluste verstärkt auf die Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Dies wird ganz besonders wichtig bei Säuglingen und Kleinkindern. Es gibt neben der Infusionstherapie die Möglichkeit mit Hilfe besonderer Lösungen die getrunken werden, dem Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust entgegen zu wirken. Diese Lösungen richten sich nach einer Empfehlung der WHO (Weltgesundheitsorganisation) und werden deshalb auch WHO-Lösungen genannt. Hierbei gibt es eine Fertiglösung aus 20g Traubenzucker, 3,5g Kochsalz, 1,5g Kaliumchlorid und 2,5g Natriumbicarbonat die in der Apotheke erhältlich ist und besonders bei Durchfall bei Säuglingen und bei Durchfall bei Kleinkindern zur Anwendung kommt.

Die WHO-Lösung lässt sich aber auch selbst herstellen:
1-2 Esslöffel Zucker, 1 Teelöffel Kochsalz mit 1l naturreinem Orangensaft auffüllen. Oder man vermischt den Saft von 4 Orangen mit 7 Teelöffeln Zucker und einem Teelöffel Kochsalz. 1 Liter abgekochtes Wasser zugeben und gut verrühren. Cola und Salzstangen machen bei Durchfällen bei Säuglingen wenig Sinn. Cola enthält zu viel Zucker und zu wenig Salze und ist wegen des Koffein besonders für Kinder nicht empfehlenswert. Außerdem gilt, dass der Flüssigkeitsverlust auf keinen Fall mit Alkohol, Kaffee oder Milch ausgeglichen werden soll.

Rohapfeldiät

Bei dieser Diät nach HEISER und MORO werden 250g gewaschene Äpfel mit Schale (aber ohne Kerne und Kerngehäuse) auf einer Glasreibe zu jeder Mahrzeit frisch gerieben und mit etwas Zitronensaft beträufelt. Man kann 5– 6 Einzelmahlzeiten über den Tag verteilen. Äpfel enthalten (hauptsächlich unter der Schale) Pektine, die stark quellen und giftige Zersetzungsprodukte, zum Beispiel von Keimen, im Darm aufnehmen. Ersatzweise lässt sich auch ein Fertigprodukt verwenden (Handelsname Aplona). 25– 40g davon entsprechen 1 – 1,5 kg Äpfel. Kinder erhalten 20 bis 25g davon täglich mit Flüssigkeit angerührt, Erwachsene 25 bis 40 g.

Karottensuppe

Für diese Diät nach Moro werden 500 g in Würfel geschnittene Karotten in 1 Liter Wasser gekocht und anschließend püriert. Die Suppe wird auf einen Liter aufgefüllt und mit 3 g Kochsalz gewürzt. Inwiefern diese Suppe Mineralstoffverluste beim Durchfall ausgleichen kann ist aber fraglich.

Weitere Therapiemöglichkeiten

Sollten herkömmliche und ernährunsgtechnische Behandlungen nicht helfen, kann auch ein medikamentöser Behandlungsversuch unternommen werden. Hierfür stehen die natürlichen Medikamente zur Verfügung, die praktisch ohne Nebenwirkungen eingenommen werden können, aber auch zahlreiche chemische Präparate, die jedoch mit Vorsicht eingenommen werden sollten. Zu den natürlichen Präparaten zählen Perenterol®, ein Hefepräparat und z.B. auch Omniflora®, das probiotische Bakterien beinhaltet. Ein altes Medikament ist die Kohletablette. Hierbei handelt es sich um einen Stoff, der verstärkt dem Stuhl Wasser entzieht und so eine schnelle Eindickung des dünnflüssigen Stuhlgangs zur Folge hat.

Wenn diese Maßnahmen nicht helfen, sollte spätestens dann eine Stuhlkultur durch den Arzt angelegt werden, die zeigen soll, ob Keime, die nicht zur normalen Darmflora gehören, im Darm vorzufinden sind. Ganz häufig kommt es nach längeren Behandlungszeiten mit Antibiotika zu einem Verlust der wichtigen Darmbakterien. Dies führt dazu, dass nur noch ein oder zwei Bakteriengruppen im Darm vorhanden sind und wachsen können, was wiederum zu einem starken Durchfall führen kann. Oftmals ist es das Bakterium Clostridium difficile, was sich auf diesem Wege stark ausbreitet und zu oft starken Durchfällen führt. Im Falle eines Nachweises sollte sofort mit einem Antibiotikum behandelt werden.

Nicht zu behandelnde, immer wiederkehrende Durchfälle sollten immer auch Anlass zu einer Darmspiegelung geben.

Erkrankungen, die zu Durchfall führen können

Hier aufgeführt finden Sie einige der wichtigsten Ursachen für Durchfälle kurz beschrieben. Bei den einzelnen Krankheitsbildern sind auch kurz Therapie und eine mögliche Notwendigkeit eines Arztbesuches angerissen.

Akute und chronische Enteritis

Eine akute Enteritis oder auch Gastroenteritis (wenn der Magen mit betroffen ist) oder Enterokolitis (wenn der Dickdarm mit betroffen ist) ist eine entzündliche Veränderung des Verdauungstraktes mit unterschiedlichen Ursachen und Symptomen.

Lebensmittelvergiftung

Zu einer Lebensmittelvergiftung kommt es, wenn Lebensmittel verzehrt werden, die krankmachende Keime enthalten oder wenn es in den Lebensmitteln zu einer starken Vermehrung eigentlich nicht krankmachender Keime gekommen ist. Als Folge reichern sich in den Lebensmitteln giftige Stoffwechselprodukte der Keime an und führen nach Genuss zu einer entzündlichen Schädigung der Darmschleimhaut. Solche bakteriellen Nahrungsmittelverunreinigungen führen gelegentlich zu Massenerkrankungen, wenn in Großküchen zubereitete Speisen nicht ausreichend gekühlt werden. Die Patienten klagen über DurchfallDurchfall und Erbrechen. Eine Therapie ist in den meisten Fällen nicht nötig, weil die Beschwerden abklingen sobald die auslösenden Keime ausgeschieden sind.

Samonelleninfektion

Diese Infektionen des Verdauungstraktes sind schwerwiegende Erkrankungen. Ausgelöst werden sie durch Lebensmittel, wie zum Beispiel Eier und damit hergestellte Produkte und Geflügel. Diese Lebensmittel sind häufig mit Salmonellen behaftet und beim Umgang mit ihnen müssen hygienische Mindestanforderungen erfüllt werden. Oft vermehren sich die Keime in nicht ausreichend durchgegarten Speisen und Lebensmitteln, die rohe Eier enthalten. Salmonellen werden bei etwa 60 Grad abgetötet.

Werden mit Salmonellen verseuchte Lebensmittel gegessen, kommt es nach einer Inkubationszeit (Zeit von Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung) von 8 – 24 Stunden, zu Erbrechen, Durchfall, Fieber und Bauchschmerzen. Bei bereits geschwächten Personen kann diese Erkrankung durchaus lebensgefährlich werden. Es wird eine Antibiotikatherapie nötig und die, durch die massiven Durchfälle verloren gegangene Flüssigkeit muss wieder zugeführt werden. Dies geschieht in schweren Fällen durch Infusion.
Salmonellenerkrankungen sind nach dem Bundesseuchengesetz meldepflichtig. Der beste Schutz gegen Salmonellen ist Geflügel und Lebensmittel, die rohe Eier enthalten immer gut durch zu garen. Rohes Geflügel immer separat lagern und bei der Verarbeitung von anderen Lebensmitteln fernhalten.

Weitere Informationen finden Sie auch unter unserem Thema Salmonellen

Reisediarrhö

Hauptsächlich bei Reisen in südliche Länder kommt es häufig zu der als „Reisediarrhö“ bezeichneten, kurz andauernden Durchfallerkrankung, die mit Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen einhergeht. Auch Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen und Kopfschmerzen sind möglich. Die Ursache dieser akut auftretenden Erkrankung ist unklar. Die üblichen Erreger einer Durchfallerkrankung lassen sich bei diesen Patienten nicht nachweisen. Auch die Ernährungsumstellung konnte als Ursache ausgeschlossen werden. Am wahrscheinlichsten ist die Aufnahme von Keimen mit der Nahrung die allerdings bisher nicht bekannt sind.
Der Ernährung auf Reisen kommt eine gewisse vorbeugende Bedeutung zu, die insbesondere darin besteht, kein Leitungswasser zu trinken und gekochte Nahrung der rohen Nahrung vorzuziehen.

Grobe Diätfehler und Medikamente

Eine der häufigsten Ursachen einer Enteritis (Durchfall) sind Fehler bei einer Diät wie der Genuss großer Mengen unreifen Obstes, sehr fetter und sehr kalter Speisen und der Missbrauch von Alkohol. Auch bestimmte Medikamente wie zum Beispiel Salizylsäure (siehe Aspirin) oder Eisenpräparate können Beschwerden auslösen.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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