Geschwollene Nase

Definition

Bei einer geschwollenen Nase muss der Ort der Schwellung unterschieden werden. So kann nur der äußere Teil der Nase angeschwollen sein. Allerdings kann auch das Innere der Nase anschwellen. Hierbei sind meistens die Nasenschleimhäute verdickt. Durch eine Schwellung der Nase kann sich der Luftweg durch die Nasen verengen, wodurch die Atmung behindert sein kann. Dies wird häufig als sehr störend wahrgenommen. Typischerweise tritt dies in Folge einer Immunreaktion, beispielsweise bei einem Schnupfen oder einer Allergie auf. Es kann allerdings auch weitere Ursachen haben.



Ursachen einer geschwollenen Nase

Die Ursache für eine im Inneren geschwollene und damit verstopfte Nase ist meist eine Nasenschleimhautentzündung. Der Fachbegriff hierfür lautet Rhinitis. Durch die Entzündung kann die Schleimhaut der Nase anschwellen und dadurch das Atmen erschweren. Umgangssprachlich wird vor allem die akute Nasenschleimhautentzündung als Schnupfen bezeichnet. Meist geschieht dies durch die Infektion mit einem harmlosen Virus. Häufig tritt der Schnupfen auch im Rahmen einer Erkältung oder Grippe auf.

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Die zweite große Hauptursache für eine zugeschwollene Nase ist eine Allergie. Vor allem der typische Heuschnupfen geht mit einem Anschwellen der Nasenschleimhäute einher. Eigentlich harmlose Moleküle werden hierbei durch unser Immunsystem erkannt. Dieses wird aktiv und löst eine Entzündung aus. Die Nase hat meist als erstes Körperteil Kontakt zur Atemluft und zudem eine Filterfunktion. Deshalb lösen allergene Substanzen in der Luft, sowie andere aggressive Stoffe normalerweise hier zuerst eine Reaktion aus.

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Neben den infektiösen und allergischen Hauptgründen für eine geschwollene Nase gibt es eine Reihe weiterer Ursachen. Bei der sogenannten vasomotorischen Rhinitis handelt es sich um eine Schwellung der Nasenschleimhäute, die einer Allergie ähneln kann. Die genaue Ursache ist jedoch häufig nicht feststellbar. Schließlich kann es innerhalb der Nase zu Aufwerfungen der Schleimhaut kommen, welche in die Luftwege hineinragen können. Diese werden als Nasenpolypen bezeichnet. Auch hier ist die genaue Ursache meist nicht feststellbar.

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Eine äußerliche Schwellung der Nase entsteht meist durch sogenannte Furunkel, eine schmerzhafte Entzündung einer feinen Haarwurzel der Haut. Kommt es zu einer Infektion von mehreren benachbarten Haarfollikeln, so spricht man von einem Karbunkel. Diese werden meist durch Bakterien verursacht.

Auch das sogenannte Rhinophym kann als Schwellung der Nase wahrgenommen werden. Hierbei handelt es sich um eine knotige Schwellung vor allem im Bereich der Nasenspitze. Die genauen Ursachen sind auch hier meist nicht feststellbar.

Begleitende Symptome

Häufig wird eine Schwellung der Nase von weiteren Symptomen begleitet. Grund hierfür ist, dass eine geschwollene Nase häufig nur als eines von mehreren Symptomen einer Krankheit auftreten kann. Außerdem behindert eine geschwollene Nase die Atmung. Dadurch kann es zu Beeinträchtigungen des Schlafens, des Riechvermögens oder des Allgemeinbefindens kommen. Betroffene klagen häufig über größere Müdigkeit oder Abgeschlagenheit. Auch Hörvermögen und Sprache können gestört sein.

Ist eine Entzündung der Nasenschleimhaut Ursache für eine geschwollene Nase, so kommen als weitere Symptome meistens die Sekretion von Schleim, sowie eine größere Empfindlichkeit der Nasenschleimhaut hinzu. Ist die Nase im Zuge einer Erkältung oder Grippe angeschwollen, so kommt es meist auch zu den typischen restlichen Symptomen dieser Erkrankungen. Ist ein Furunkel Ursache einer Schwellung der Nase, so ist die Nase meistens zusätzlich gerötet und sehr schmerzempfindlich. Außerdem kann der Furunkel selbst auch ohne Berührung schmerzen.

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Diagnose

Bei einem Arztbesuch wird meistens zuerst vom Arzt gefordert, die Beschwerden genau zu schildern. Dies ist für die Diagnose wichtig, da der Arzt sich so ein Bild über die Erkrankung, sowie einen Verdacht für die Ursache bilden kann. Meist stellt er weitere Fragen, um die Beschwerden genauer zu greifen. Allerdings reicht ein solches Gespräch zur Diagnose meist nicht aus. Häufig wird die Nase zusätzlich durch den Arzt inspiziert. Liegt die Schwellung innerhalb der Nase, so verwendet der Arzt möglicherweise ein spezielles Werkzeug, das sogenannte Nasenspekulum, um die Nasenlöcher zu weiten. Dies ist für gewöhnlich nicht schmerzhaft. Möglicherweise sind daraufhin weitere Untersuchungen nötig. Hierzu zählen unter anderem bildgebende Methoden wie MRT und CT, oder ein Allergietest.

Was tun bei einer geschwollenen Nase?

Die Frage, was bei einer geschwollenen Nase zu tun ist, hängt mit der Ursache der Schwellung zusammen.

In vielen Fällen kann ein Arztbesuch sinnvoll sein. Dies gilt vor allem, wenn ein Zuschwellen der Nase plötzlich und ohne erkennbaren Grund, wie beispielsweise eine Erkältung auftritt. Liegt der Verdacht auf eine Allergie vor, so kann sie durch den Arzt getestet werden. Auch verschiedene Krankheiten, wie Polypen sollten durch einen Arzt untersucht werden.

Ist ein gewöhnlicher Schnupfen die Ursache für ein Zuschwellen der Nase, so ist es meist nicht nötig, einen Arzt zu besuchen. Hilfreich ist in diesem Fall, ausreichend zu trinken. Außerdem kann die Nase vorsichtig geputzt werden, allerdings sollte dabei nicht zu fest geschnäuzt werden, da sich Keime so unter anderem in die Nasennebenhöhlen verbreiten können. Das Inhalieren von Wasserdampf oder ätherischen Ölen kann die Nase befreien. Durch ein Befeuchten der Schleimhäute mit kochsalzhaltigem Nasenspray wird der Abtransport des störenden Schleims erleichtert.

Wurde die Nase vor dem Anschwellen verletzt, so kann ein Bruch vorliegen. In diesem Fall sollte ein Arzt besucht werden. Häufig wird dies von heftigem Nasenbluten oder einem Schiefstand der Nase begleitet. Liegt ein Furunkel oder ein sogar ein Karbunkel vor, so kann ein Arztbesuch nötig sein. Es ist auf ausreichende Hygiene zu achten. Von einer eigenständigen Behandlung, beispielsweise durch Auspressen, wird abgeraten.

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Hausmittel

Gegen eine geschwollene Nase kann eine Reihe von Hausmitteln sehr gut wirken. Der Geruch einer Zwiebel oder scharf gewürzte Speisen regen die Sekretion der Nase an, wodurch sich festsitzender Schleim verflüssigen kann.
Eine Inhalation von warmen Wasserdampf oder ätherischen Ölen kann hilfreich sein. Hierbei sollte man sich natürlich vor Verbrennungen in Acht nehmen. Als ätherische Öle können beispielsweise Thymian, Pfefferminze oder Eukalyptus eingesetzt werden.
Besonders wichtig ist, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen. Hierzu eignen sich neben Wasser auch Tee oder Heiße Zitrone.
Handelt es sich bei der Ursache um einen infektiösen Schnupfen, so ist auf eine ausreichende Hygiene zu achten, um eine Weiterverbreitung der Krankheit zu verhindern.
Liegt ein Furunkel oder gar ein Karbunkel vor, so ist meistens ein Arztbesuch angeraten. Auch gegen Polypen gibt es keine ausreichenden Hausmittel.

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Dauer einer geschwollenen Nase

Auch die Dauer einer geschwollenen Nase hängt stark mit der Ursache für die Schwellung zusammen. Während ein infektiöser Schnupfen meist nach wenigen Tagen ausgestanden ist, kann sich eine Allergie so lange anhalten, bis der Auslöser entfernt wurde, oder eine Behandlung angeschlagen hat. Auch für eine äußerliche Schwellung der Nase trifft dies zu. So bildet sich ein Rhinophym kaum selbstständig zurück. Ein Furunkel dagegen reift langsam aus. Nach relativ kurzer Zeit kann es dann durch einen Arzt geöffnet und gesäubert werden.

Schwellung im Naseninneren

Häufig handelt es sich bei einer Schwellung im Inneren der Nase um ein Anschwellen der Schleimhäute. Meist geschieht dies in Folge einer Immunantwort. Erfolgt sie gegen einen Krankheitserreger, so handelt es sich meist um eine harmlose Virusinfektion. Allerdings kann sich das Immunsystem auch gegen eigentlich ungefährliche Moleküle richten. Dies wird als Allergie bezeichnet. Häufig bleibt die Schwellung in diesem Fall über einen längeren Zeitraum bestehen, so lange der Auslöser nicht gefunden und entfernt werden kann.

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Ähnlich der Allergie ist die sogenannte vasomotorische Rhinitis. Auch hierbei kommt es zu einem Anschwellen der Schleimhäute. Allerdings lässt sich meist eine genaue Ursache nicht feststellen. Bei sogenannten Nasenpolypen handelt es sich um Wucherungen der Schleimhaut. Man darf sie nicht mit den umgangssprachlichen Polypen verwechseln. Hierbei handelt es sich um ein anderes Gewebe. Außerdem unterscheiden sie sich in ihrem Entstehungsort. Nasenpolypen werden meist zunächst medikamentös, unter anderem mit Cortison behandelt. Reicht dies nicht aus, kann eine Operation notwendig sein.

Schwellung der äußeren Nase

Auch äußerliche Schwellungen der Nase gibt es in verschiedenen Formen. Durch eine Verletzung der Nase kann es zu einer schmerzhaften Schwellung kommen. Dies gilt auch für einen Bruch im Bereich der Nase. Außerdem kann es im Bereich der Nase zu Furunkeln kommen. Diese Entzündungen der feinen Haarwurzeln der Haut sind sehr schmerzhaft und häufig angeschwollen. Kommt es zu einem Zusammenfluss mehrerer Furunkel kann es zu einem Karbunkel kommen. Vor allem bei Männern kann es im Zuge einer Rosacea zu einem sogenannten Rhinophym kommen. Hierbei handelt es sich um eine knollenartige Schwellung der Nase. Sie entsteht meist über einen längeren Zeitraum hinweg. Das Trinken von größeren Mengen an Alkohol kann die Bildung eines Rhinophyms begünstigen.

Geschwollene Nase nach einer Operation

Auch nach einem Eingriff an der Nase kann es zu einem Anschwellen kommen. Häufig ist dies nach schönheitschirurgischen Operationen wie der Rhinoplastik der Fall. Vor allem in den ersten drei Tagen nach einer Operation der Nase kann es zu einer Schwellung kommen. Da davon häufig auch die Schleimhäute betroffen sind, kann die Atmung durch die Nase schwerfallen. Eine Schwellung der Nase kann allerdings auch über einen längeren Zeitraum nach der Operation fortbestehen. Meistens ist vor allem die Nasenspitze von der Schwellung betroffen. Diese Schwellung bildet sich für gewöhnlich langsam, aber stetig zurück, bis sie schließlich ganz verschwindet. Außerdem kann sich die Nase nach erfolgter Operation steifer als für gewöhnlich anfühlen. Auch dies normalisiert sich allerdings im Normalfall. Das endgültige Ergebnis einer Nasenkorrektur zeigt sich deshalb normalerweise erst nach wenigen Monaten. Fallen allerdings weitere Ungewöhnlichkeiten auf oder kommt es zu keiner Besserung, so sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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Geschwollene Nase am Morgen

Viele Menschen beklagen sich, am Morgen mit einer zugeschwollenen Nase aufzuwachen. In diesem Fall kann eine Allergie die Ursache sein. Allergieauslösende Pollen können sich im Kopfkissen oder auch in den Haaren befinden. Während des Schlafes können sie in der Nase eine Immunantwort auslösen, wodurch die Nase zuschwillt. Dies kann die Atmung behindern. Eine freie Atmung ist allerdings sehr wichtig für einen erholsamen Schlaf. Dadurch verschlimmern sich die Beschwerden der Betroffenen weiter. Wird eine Allergie vermutet, so sollte ein Arztbesuch erfolgen. Eine Allergie kann getestet und behandelt werden. Zudem kann es sinnvoll sein, sich abends die Haare zu waschen und das Bettzeug regelmäßig zu wechseln. Dies lindert häufig die Beschwerden.

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