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Brennen in der Nase

Einleitung

Unter einem Brennen in der Nase versteht man ein unangenehmes Gefühl in der Nase, das häufig durch eine gereizte Nasenschleimhaut verursacht wird. Meist ist ein Brennen in der Nase mit anderen Symptomen wie Schnupfen oder Niesen verbunden und kommt als Begleiterscheinung bei Erkältungen oder Allergien vor.

Aber auch eine zu trockene Nasenschleimhaut kann zu einem Brennen führen. Die Betroffenen empfinden das Brennen in der Nase als lästig und störend, allerdings gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die ergriffen werden können und Linderung verschaffen.

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Ursachen

Es kann viele Ursachen für ein Brennen in der Nase geben. Häufig wird das Brennen durch eine gereizte Nasenschleimhaut verursacht. Die Nasenschleimhaut spielt eine wichtige Rolle beim Riechvorgang und bei der Atmung, indem sie die eingeatmete Luft erwärmt und befeuchtet. Unsere Nasenschleimhaut ist permanent vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt, welche zu Reizungen und Schädigungen führen können. Durch zu trockene Luft (vor allem im Winter durch warme Heizungsluft und im Sommer durch Klimaanlagen) trocknet die Nasenschleimhaut schnell aus und die Folge ist ein lästiges Jucken und Brennen in der Nase. Dieses Erscheinungsbild der trockenen Nase bezeichnet man auch als Rhinitis sicca. Normalerweise ist eine trockene Nase ein vorübergehender Zustand und unbedenklich. In manchen Fällen kann sich allerdings das Schleimhautgewebe immer weiter zurück bilden, wodurch es zu Riechstörungen und einer erhöhten Infektanfälligkeit kommt.

Neben einem zu trockenen Raumklima kann auch eine erhöhte Staub- oder Rauchbelastung (z.B. durch Zigarettenrauch) die Nasenschleimhaut reizen und zu einem Brennen in der Nase führen. Weitere Ursachen für ein Brennen in der Nase sind Erkältungen mit Schnupfen und Allergien (allergische Rhinitis). Auch eine Reihe von Medikamenten (z.B. Cortison oder verschiedene Psychopharmaka) trocknen die Nase aus und verursachen das brennende Gefühl.

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Schnupfen

Im Rahmen einer Erkältung kommt es oft zu einer verstärkten Schleimbildung in der Nasenschleimhaut und Schnupfen (Rhinitis). Die Nase ist verstopft oder läuft und durch das häufige Naseputzen wird die Haut um die Nasenlöcher wund und rissig. Häufige Vorzeichen eines Schnupfens sind häufiges Niesen, aber auch ein Brennen und Jucken in der Nase. In dieser Phase vor dem eigentlichen Schnupfen fühlt sich die Nasenschleimhaut trocken an und brennt. In der Regel ist das Brennen harmlos und verschwindet nach wenigen Tagen gemeinsam mit dem Erkältungsschnupfen wieder.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Schnupfen

Begleitende Symptome

Normalerweise ist ein Brennen in der Nase nicht das einzige Symptom. Häufig leiden die Betroffenen außerdem unter Schupfen, einer laufenden Nase oder einem juckendem Gefühl in der Nase. Je nach Ursache des Brennens kommen weitere Begleiterscheinungen dazu.

Bei einer Erkältung sind meist die gesamten oberen Atemwege betroffen und es kommt neben Schnupfen zu Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Husten. Häufig sind Erkältungen viral bedingt, in vielen Fällen kommt es allerdings durch die geschädigte Schleimhaut auch zu einer Besiedelung mit Bakterien, man bezeichnet das als eine bakterielle Superinfektion. In solchen Fällen kommt es zusätzlich zu einem eitrigen Schnupfen, welcher durch grün-gelbliches Nasensekret gekennzeichnet ist.

Gerade im Frühjahr wenn die Pollen fliegen leiden viele unter Heuschnupfen und allergischen Reaktionen. Eine Begleiterscheinung der Pollenallergie kann ein Brennen und Jucken in der Nase sein. Die Betroffenen müssen häufig niesen und haben glasige, gerötete Augen.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Symptome von Heuschnupfen

Ein Begleitsymptom von trockener Nasenschleimhaut ist neben dem charakteristischen Brennen in der Nase häufiges Nasenbluten. Die ausgetrocknete Nasenschleimhaut ist nicht mehr intakt und weist kleine Risse und Verletzungen auf, die zu Blutungen führen können. Zusätzlich fühlt sich die Nase angeschwollen an und die Nasenatmung ist erschwert.

Kopfschmerzen

Ein Brennen in der Nase in Kombination mit Kopfschmerzen tritt häufig bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt auf. Die Erkrankung beginnt meist mit einem Schnupfen, der sich mit einem Brennen und Jucken in der Nase ankündigt. Die verstopfte Nase und entzündete Nasenschleimhaut verursacht häufig einen Druck im Kopf, der in Kopfschmerzen übergehen kann. Normalerweise sind Kopfschmerzen bei Schnupfen harmlos, allerdings kann sich die Infektion manchmal auf die Nasennebenhöhlen ausweiten und zu einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) führen. Eine Sinusitis ist durch starke Kopfschmerzen und einer hohen Druckempfindlichkeit des Kieferknochens gekennzeichnet.

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Brennen im Rachen

Ein Brennen in der Nase, das von einem brennenden Gefühl im Rachenraum begleitet wird, kann der Beginn einer Grippe sein. Die krankheitsauslösenden Influenza-Viren werden über eine Tröpfcheninfektion übertragen und dringen über die Nase und den Mund in den Körper ein. Von dort verbreiten sie sich über den gesamten Organismus. Typische Symptome einer Grippe sind Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Husten und eine starke Abgeschlagenheit. Durch die Abwehrreaktion des Körpers leiden die Erkrankten außerdem unter hohem Fieber. Charakteristischerweise beginnt eine Grippe schlagartig innerhalb weniger Stunden.

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Brennen in den Augen

Ein Brennen in der Nase und den Augen kann ein Anzeichen für eine allergische Rhinitis (Heuschnupfen) sein. Während der Pollenflugzeit zwischen März und Juli  verursachen die Blütenpollen bei Allergikern eine Pollenallergie. Die Betroffenen leiden unter einer Reizung der Schleimhäute, klarem Ausfluss aus der Nase und einem Brennen der Augen und der Nase. Außerdem fühlen sie sich abgeschlagen und Müde. In geschlossenen Räumen oder nach einem Regenschauer, wenn die Pollen weniger fliegen, sind die Symptome weniger stark ausgeprägt. Ein Heuschnupfen kann neben Blütenpollen auch durch Tierhaare oder Hausstaubmilben ausgelöst werden. Bei Verdacht auf Heuschnupfen kann ein Hausarzt oder Dermatologe einen Allergietest durchführen und feststellen ob eine Allergie der Auslöser für das Brennen in Nase und Augen ist.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Hausstauballergie

Brennen in der Nase beim Einatmen

Häufig brennt die Nase vor allem beim Einatmen. In der Nasenschleimhaut befinden sich tausende Nervenendigungen, welche Empfindungen aus der Nase, wie Kitzeln oder Jucken, an das Gehirn weiterleiten. Besonders bei einer ausgetrockneten Nase verschlimmern sich die Beschwerden beim Einatmen. Durch die einströmende Luft wird die ohnehin irritierte Nasenschleimhaut noch weiter gereizt und das Brennen verschlimmert sich. Pflegende Nasensprays oder Salben verbessern die Symptomatik.

Weitere Ursache hierfür kann ein Eiterpickel in der Nase sein. Lesen Sie an dieser Stelle unseren Hauptartikel und erfahren Sie mehr zum Thema unter: Eiterpickel in der Nase

Was hilft?

Bei einem Brennen in der Nase gibt es eine Reihe von Möglichkeiten um die Beschwerden zu lindern. Eine brennende Nase ohne weitere Begleiterscheinungen wird häufig durch eine zu trockene Nasenschleimhaut verursacht. In solchen Fällen kann es helfen, die Nase mithilfe spezieller Nasensprays, die Hyaluronsäure enthalten, anzufeuchten und so die Beschwerden zu lindern. Oftmals verursacht ein zu trockenes Raumklima das brennende Gefühl in der Nase. Eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit durch elektrische Luftbefeuchter oder Schalen mit Wasser über der Heizung tragen zu einem angenehmeren Raumklima bei und helfen gegen das Brennen.

Bei einem Schnupfen helfen ebenfalls Nasensprays oder Nasentropfen. Diese Medikamente verengen die Gefäße in der Nasenschleimhaut und wirken dadurch abschwellend. Die Nasensprays sollten allerdings vorsichtig eingesetzt werden, da sie die ohnehin wunde Nasenschleimhaut weiter reizen können und dadurch eventuell das Brennen noch verstärken. Der Arzt oder Apotheker berät den Patienten und kann das geeignete Medikament verordnen.

Bei Pollenallergikern hilft gegen das lästige Brennen in der Nase und den Augen am besten die Vermeidung der allergieauslösenden Pollen. Da das oft jedoch nicht möglich ist, gibt es auch eine Reihe von Medikamenten die Linderung verschaffen. Antihistaminika oder Kortison in Form von Nasensprays oder Augentropfen helfen dabei, der allergischen Reaktion entgegenzuwirken. Es gibt auch Tabletten, die Antihistaminika enthalten und gegen Heuschnupfen eingesetzt werden.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Hyposensibilisierung, bei welcher der Körper im Rahmen einer Impfkur langsam an den allergieauslösenden Stoff gewöhnt wird. Bisher ist das die einzige Möglichkeit die Beschwerden einer Allergie langfristig zu verbessern oder eventuell gänzlich zu therapieren.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Hyposensibilisierung bei Heuschnupfen

Hausmittel

Verschiedene Hausmittel können bei einem Brennen in der Nase helfen. Um die gereizte Nasenschleimhaut zu beruhigen und anzufeuchten kann eine Nasendusche mit Salzwasser durchgeführt werden. Die Nasenspülung hilft gegen eine trockene Nase, aber auch bei grippalen Infekten oder Heuschnupfen. Durch die Nasendusche wird die Nase gereinigt und Pollen oder Krankheitserreger einfach weggespült. Nasenduschen gibt es in jeder Apotheke zu kaufen. Ein weiteres bewährtes Hausmittel bei brennender Nase ist die Dampfinhalation mit ätherischen Kräutern. Dafür gibt man heißes Wasser in eine Schüssel und fügt ätherische Öle hinzu. Alternativ kann Pfefferminz- oder Kamillentee verwendet werden. In Apotheken gibt es auch spezielles Salz, das zum Inhalieren verwendet werden kann und die Nasenschleimhaut befeuchtet.

Lesen Sie mehr zu dem Thema: Inhalieren bei einer Erkältung

Dauer

Die Dauer einer brennenden Nase hängt wesentlich von der Ursache ab. Bei einer trockenen Nasenschleimhaut können Maßnahmen wie Luftbefeuchtung oder Nasensprays ergriffen werden, die schnell wirken und das Brennen lindern. Ein Brennen in der Nase als Begleiterscheinung einer Pollenallergie dauert so lange an, bis der auslösende Reiz (die Pollen) nicht mehr eingeatmet werden oder der Betroffene antiallergische Medikamente eingenommen hat.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 30.04.2019
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