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Hausmittel gegen Pickel

Einleitung

Es existieren viele unterschiedliche Methoden um Pickel zu behandeln. Neben einer Reihe medizinischer Salben und Mittel sind einige Hausmittel dafür bekannt gegen Pickel wirksam zu sein. Nicht alle Hausmittel eignen sich jedoch zur Anwendung gegen Pickel. Teilweise kann die Anwendung sogar mehr schaden, als dass eine Heilung des Pickels beschleunigt wird. 

Um einschätzen zu können inwiefern die verschiedenen Hausmittel bei Pickeln helfen, muss verstanden werden, dass Pickel mit einer übermäßigen Talgproduktion der Hautdrüsen sowie einer Infektion mit Bakterien zusammenhängen. Diese Talgproduktion sowie die Besiedlung mit Bakterien gilt es also zu verringern um die Entstehung von Pickeln vorzubeugen. Andere Hausmittel können schon aufgetretene Pickel regelrecht austrocknen. Es sollte jedoch beachtet werden, dass sowohl Hausmittel als auch in der Apotheke erworbene Mittel die Heilung der Hautoberfläche nur etwas beschleunigen können und deshalb eine Heilung „über Nacht“ nicht erwartet werden kann.

Sind Sie von unreiner Haut oder besonders fettiger Haut betroffen? Lesen Sie nach was Sie am besten dagegen tun können: Unreine Haut- Was tun?, Fettige Haut- Was tun?

Die meisten Hausmittel werden direkt auf die Haut aufgetragen. Häufig werden bestimmte Tees empfohlen, welche eine Reinigung der Haut und damit eine Entfernung des Talgs erreichen sollen. Um einen besseren Effekt zu erreichen, können die Zusätze in ein Dampfbad gegeben werden. Der Dampf sowie die Teezusätze öffnen die Poren im Gesicht und es kommt zu einer Reinigung der Haut von überschüssigem Talg. Manche Teesorten haben ebenfalls einen desinfizierenden Effekt und beruhigen die angegriffene Haut. Besonders geeignet ist deshalb beispielsweise Kamillentee.

Das wahrscheinlich bekannteste Hausmittel gegen Pickel ist das Auftragen von Zahnpasta auf den Pickel. Die Zahnpasta soll den Pickel austrocknen und zu einer schnelleren Heilung führen. Da in Zahnpasta jedoch Inhaltsstoffe zu finden sind, welche die Haut stark reizen können, kann von der Verwendung dieser nur abgeraten werden.

Besser ist die Anwendung sogenannter Heilerde, welche schonend für die Haut ist und gleichzeitig den überschüssigen Talg aufnehmen kann.

Auch Zinksalbe kann die Heilung der Haut beschleunigen. Wichtig ist bei Zinksalbe die richtige Anwendung um eine zusätzliche Irritation der Haut zu vermeiden.

Ebenfalls sind Honig und Quark beliebte Hausmittel um einen Pickel auf der Haut zu behandeln. Antientzündliche Eigenschaften dieser Lebensmittel können tatsächlich helfen die Haut zu beruhigen und eine Heilung leicht beschleunigen.

Kamillentee gegen Pickel

Kamillentee zählt zu den Hausmitteln, die unter anderem bei der Behandlung von Pickeln häufig empfohlen werden. Die antientzündlichen Eigenschaften von Kamille können helfen die geschädigte Haut zu beruhigen und die Heilung des Pickels zu beschleunigen. Das Hautbild kann sich dabei innerhalb von Stunden bessern, da es zu einer Beruhigung der Haut kommt.
Die Heilung der Pickel selbst dauert jedoch weiterhin einige Tage. Es existieren eine Reihe unterschiedlicher Möglichkeiten wie Kamillentee angewandt werden kann. So kann der Tee zum einen direkt auf die Haut aufgetragen oder mit etwas Watte aufgetupft werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Tee allenfalls lauwarm oder kalt ist aber nicht heiß. Eine empfehlenswerte Methode ist außerdem die Zusätze in ein Dampfbad zu geben und die betroffenen Hautstellen dem Dampf auszusetzen. Der Dampf öffnet die Poren und sorgt für eine Reduktion des Talgs, während die in der Kamille enthaltenen Stoffe für eine Beruhigung der Haut und eine Entzündungshemmung sorgen.

Zahnpasta gegen Pickel

Bei Zahnpasta handelt es sich um das wohl bekannteste Hausmittel gegen Pickel. Der Inhaltsstoff mit dem Namen Natriumdodecylpolysulfat welcher in den meisten Zahnpasten enthalten ist, hat tatsächlich einen positiven Effekt in der Behandlung der Hautunreinheiten. So wird der Talg auf der Haut, also die Ursache für die meisten Pickel, mithilfe dieses Wirkstoffes gelöst und entfernt.

Beachtet werden muss jedoch, dass Zahnpasta nicht nur Natriumdodecylpolysulfat, sondern auch eine Reihe anderer Stoffe enthält, die zwar für die Zahnreinigung hilfreich, jedoch beim Auftragen auf der Haut zu Problemen führen kann. Besonders Fluorid, aber auch das häufig enthaltene Menthol und andere Wirkstoffe haben einen stark reizenden Effekt auf der Haut. So sind die Pickel nach einer Behandlung mit Zahnpasta häufig röter und die Haut stärker gereizt als vorher.

Besser ist es spezielle Produkte gegen Pickel in der Apotheke zu kaufen. Diese enthalten ebenfalls Natriumdodecylpolysulfat oder ähnlich wirksame Wirkstoffe, jedoch nicht die anderen stark reizenden Substanzen welche in der Zahnpasta zu finden sind.
Detaillierte Informationen finden Sie unter: Zahnpasta gegen Pickel

Honig gegen Pickel

Honig kann ebenfalls einen gewünschten Effekt auf die Heilung eines Pickels haben. So werden Honig antientzündliche sowie antibakterielle Eigenschaften zugesprochen, welche in der Behandlung eines Pickels gewünscht sind. Es sollte beachtet werden, dass ein großflächiges und großzügiges Auftragen von Honig nicht die Wirkung der Substanzen erhöht. Es reicht wenig Honig auf ein Wattestäbchen zu geben und den Honig an der betroffenen Stelle leicht aufzutragen und nach maximal zwei Stunden Einwirkzeit wieder zu entfernen. Offene Hautstellen sollten keine Behandlung mit Honig unterzogen werden um Infektionen und eine Entzündung zu vermeiden.

Honig wird häufig in der Form einer Honig-Quark Maske aufgetragen. Der Quark kann ebenfalls die Haut reinigen und beruhigen und eignet sich deshalb sehr gut in der Kombination mit Honig für eine Maske.

Neben diesen lokalen Möglichkeiten den Honig auf der Haut aufzutragen eignet sich auch ein Bad mit Honig als Zusatz um die Haut zu reinigen. Besonders um Pickel vorzubeugen ist ein Bad mit Honig im Wasser hilfreich.

Schon beim Kauf des verwendeten Honigs sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Honig nicht wärmebehandelt wurde. Bei der Wärmebehandlung büßt der Honig seine antibakterielle Eigenschaft und damit auch seine Vorteile in der Behandlung von Pickeln ein.

Hausmittel gegen Pickel speziell fürs Gesicht

Pickel können auf der Haut am ganzen Körper entstehen. Häufige Lokalisation ist jedoch die Haut im Gesicht. Die Haut im Gesicht ist, verglichen mit vielen anderen Stellen am Körper, sehr empfindlich und erfordert deshalb einer speziellen Pflege. Pickel, die im Gesicht entstehen erzeugen üblicherweise außerdem einen verhältnismäßig großen Leidensdruck für die Betroffenen.

Dampfbäder eignen sich gut bei der Anwendung für Pickel im Gesicht, da die Vorrichtungen häufig extra für das Gesicht konzipiert sind. Alle erwähnten Hausmittel können sowohl im Gesicht als auch an anderen Stellen des Körpers verwendet werden. Es muss jedoch darauf geachtet werden der Haut nicht mit aggressiven Mitteln zu schaden. Die Haut im Gesicht reagiert sensibler auf reizende Stoffe als die Haut an anderen Stellen des Körpers, weshalb besonders schonende Hausmittel wie Tees und Gesichtsmasken mit Honig und Quark besonders geeignet sind für die Behandlung von Pickeln im Gesicht. Auch das Auftragen von Heilerde ist eine schonende Möglichkeit die Haut im Gesicht zu reinigen und die Heilung der Haut zu unterstützen.

Zitrone gegen Pickel

Zitrone in der Form von Zitronensaft, Schale oder Fruchtfleisch findet eine breite Anwendung als Hausmittel gegen vielerlei Erkrankungen. Dies lässt sich durch die antibakterielle Wirkung der Zitrone erklären.
Nicht immer jedoch sind die eingesetzten Hausmittel tatsächlich hilfreich. So enthält die Zitrone neben anderen Inhaltsstoffen einen großen Anteil an Zitronensäure. Diese kann die Haut beim Auftragen stark reizen und zu unangenehmen Hautausschlägen und Reizungen führen. Zitrone als Wirkstoff in der Behandlung von Pickeln kann deshalb nicht empfohlen werden.

Teebaumöl gegen Pickel

Teebaumöl ist ein sogenanntes ätherisches Öl, welches aus den Blättern des Teebaums hergestellt wird. Dem Öl werden antientzündliche sowie antibakterielle Eigenschaften zugesprochen. Das Öl sollte vor der Verwendung mit Wasser verdünnt werden um dann entweder lokal oder großflächig aufgetragen werden.
Um allergische Reaktionen auf das Öl zu vermeiden sollte zunächst nur eine kleine, nicht entzündete Stelle mit dem Öl benetzt werden. Erst wenn diese Stelle über Stunden ohne Nebenwirkungen bleibt, kann eine Behandlung mit Teebaumöl empfohlen werden. Auch wenn es nicht zu einer allergischen Reaktion kommt, kann Teebaumöl, vor allem wenn dieses in hohen Konzentrationen verwendet wird, zu Hautreizungen führen.

Mehr Informationen zur Anwendung von Teebaumöl bei Hautproblemen finden Sie hier: Teebaumöl

Weitere Informationen

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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