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Hitzepickel

Definition

Hitzepickel sind eine Blickdiagnose. Typisch sind in einem bestimmten Hautareal, wie Stirn, Beine, Arme, Po oder Rücken, fast gleich verteilte kleine Pickel, die auch gerötet sein können und leicht bis stark jucken können.

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Ursachen

Wenn der Körper einer erhöhten Außentemperatur ausgesetzt ist, dann beginnt sich auch die Körpertemperatur zu erhöhen. Zur Senkung der Temperatur beginnt der Körper mit der Bildung von Schweiß, der aus den Poren heraustritt um die Haut zu benetzen, um diese abzukühlen. Gerade bei kleinen Kindern ist es so, dass sie stark und schnell bei einer erhöhten Temperatur schwitzen. Wenn eine gewisse Schweißproduktion erreicht ist, beginnen sich die Poren langsam zu verschließen, was bei gleichbleibender Schweißproduktion zu einer kleinen Ausbeulung führt. Es entstehen Hitzepickel (Hautausschlag vom Schwitzen) Diese sind völlig ungefährlich und klingen so schnell ab, wie sie gekommen sind, nämlich wenn sich die Körpertemperatur des Kindes wieder gesenkt hat. Eine spezielle Behandlung ist meistens nicht notwendig.

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Begleitende Symptome

Meistens gehen Hitzepickel mit einem Ausschlag als begleitendes Symptom einher. Die betroffenen Hautbereiche, auf denen sich die Pickel oder Bläschen bilden, sind dabei meist stark gerötet. Als begleitendes Symptom tritt oftmals ein quälender Juckreiz auf. Bei kleinen Kindern und Babys kann es zudem zu Weinerlichkeit und Unruhe kommen. Ein mögliches begleitendes Symptom, dem besondere Beachtung geschenkt werden sollte, stellt eine Erhöhung der Körpertemperatur als mögliches Anzeichen für einen Hitzschlag dar. Spätestens dann sollte ein kühler Ort aufgesucht werden, ohne den Körper drastisch herunterzukühlen. Bei einem Baby oder Kleinkind sollte in einem solchen Fall auch ein Arzt aufgesucht werden.

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Hitzepickel und Ausschlag

Wenn Hitzepickel auftreten, gehen diese meist mit einem Hautausschlag einher. Dabei kommt es in der Regel zu einer Rötung der Haut, roten Flecken, kleinen Pickeln oder Bläschen in den betroffenen Hautregionen. Der Ausschlag mit den Hitzepickeln tritt vorwiegend im Gesicht, im Dekolleteebereich sowie überall dort, wo Haut an Haut liegt, auf. Betroffen können zum Beispiel die Achseln, Kniekehlen oder Bauchfalten sein. Der Ausschlag bereitet in der Regel keine Schmerzen. Manchmal verursacht er Juckreiz an den betroffenen Stellen. Der Ausschlag kann zum Beispiel durch eine kühlende feuchtigkeitsspendende Creme gelindert werden. Auch ähnliche Maßnahmen wie bei einem Sonnenbrand, zum Beispiel Quarkumschläge verschaffen Erleichterung. Zudem sollte weitere Hitze so gut wie möglich gemieden werden. Dann bildet sich der Ausschlag mit den Hitzepickeln meist innerhalb einiger Stunden bis wenigen Tagen wieder zurück. Wenn man jedoch weiter in der Hitze ist oder die Hitzepickel aufkratzt, kann dies zu einer Entzündung der Hautstellen führen, die länger Beschwerden bereitet.

Dauer

Die Dauer, über die Hitzepickel bestehen, richtet sich vor allem nach den Maßnahmen, die ergriffen werden, damit diese wieder verschwinden. Wenn die Hauterscheinungen auftreten, sollte man sich aus der Hitze zurückziehen und vor allem das direkte Sonnenlicht meiden. Je nach Ausmaß der Hitzepickel dauert es einige Tage, bis diese wieder vollständig verschwinden. Die Dauer hängt zudem vom Hauttyp und der Empfindlichkeit der Haut ab. Wenn man aufgrund von Juckreiz viel an den betroffenen Stellen kratzen muss oder man sich weiter in der Hitze aufhält, können die Hitzepickel auch über Wochen bestehen. Kratzt man diese sogar auf, können sie sich entzünden und in manchen Fällen verbleiben sogar ein Leben lang kleine Narben. Bestehen Hitzepickel trotz des Ergreifens angemessener Maßnahmen über eine Dauer von mehreren Wochen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Gegebenenfalls liegt eine andere Ursache für die Hauterscheinungen zugrunde.

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Hitzepickel nach Region

Des Weiteren können Enzympeelings helfen, die Reinheit der Haut zu gewährleisten und die Poren atmen zu lassen. Ein Beispiel dafür ist das Dr. Severin Enzympeeling aus der Apotheke.

Hitzepickel auf der Stirn

Wenn das Kind einer bestimmten Außentemperatur ausgesetzt ist, beginnt es zu schwitzen, um die eigene Körpertemperatur zu senken. Dies kann prinzipiell im Bereich des ganzen Körpers passieren, allerdings sind am häufigsten die Areale schweißbedeckt, wo vermehrt Schweißdrüsen zu finden sind. Zu nennen wären hier vor allem Rücken und Stirn. Schwitzt das Kind im Bereich der Stirn sehr stark, können sich die Schweißporen der Stirn verstopfen. Es bilden sich ausgebeulte Stellen im Bereich des Hautareals aus. Die sogenannten Hitzepickel. Diese sind völlig ungefährlich und müssen nicht weiter behandelt werden. Hitzepickel klingen ab, wenn die Schweißproduktion des Körpers wieder gedrosselt wurde.

Sollte es zu einer lang anhaltenden Pickelbildung in bestimmten Hautbereichen kommen, die nicht verschwinden, wenn sich die Körpertemperatur normalisiert und der Schweiß in dementsprechenden Bereich verdunstet ist, muss in Erwägung gezogen werden, ob es sich bei den Hitzepickeln nicht vielleicht um eine allergische Reaktion (z.B. auf ein Waschmittel oder Lotion) handeln könnte. Hier sollte im Zweifelsfall ein Arzt zu Rate gezogen und befragt werden. Dieser würde falls Zweifel bestehen einen Hautabstrich vornehmen aus dem ersichtlich werden würde, ob es sich um harmlose Hitzepickel oder um eine Hauterkrankung allergischer oder infektiöser Ursache handeln könnte.

Hitzepickel im Gesicht

Im Gesicht gibt es zahlreiche Schweißporen, die dafür sorgen sollen, dass bei Bedarf entsprechend Schweiß abgesondert wird, der sich auf die Haut im Bereich des Gesichtes legt. Mit der Verdunstung des Schweißes kommt es auch zu einer Abkühlung. Aus diesem Grund wird vor allem dann vermehrt Schweiß produziert, wenn sich der Körper entweder durch eine erhöhte Außentemperatur aber auch durch eine erhöhte Innentemperatur (z.B. Fieber bei Infekt) erhitzt.
Nach Schweißbildung und Absonderung über die Schweißdrüsen des Gesichtes, kann es vorkommen, dass die Drüsen sich im Bereich des Gesichtes verstopfen und anschwellen, was man klassischerweise als Hitzepickel beschreiben würde. Hitzepickel müssen nicht behandelt werden und verschwinden sobald die Schweißproduktion wieder reduziert wurde. Im Vergleich zu anderen Arealen, in denen Hitzepickel entstehen, z.B. Gesäß oder Rücken, kommt es zu einer Ausbildung im Stirn-, und Gesichtsbereich relativ selten zu einer Hitzepickelbildung. Der Hauptgrund ist der, dass diese Bereiche in Regel der Luft zugewandt sind und gut belüftet sind.

Hitzepickel am Po und Oberschenkel

Der Hautbereich des Pos ist übersät mit zahlreichen Schweißdrüsen. Vor allem bei Babys kommt es bei Hitze zu einer vermehrten Schweißproduktion in diesem Bereich. Meistens verursacht das Tragen einer Windel noch einen entsprechenden Hitzestau, was zu einer vermehrten Schweißproduktion in diesem Bereich führen kann. Sobald die maximale Schweißproduktion erreicht ist, beginnen sich die Schweißdrüsen nach außen zu wölben, wenn es zu einer weiteren Schweißabsonderung kommt. Es entstehen Hitzepickel. Oftmals verursachen diese Pickel einen Juckreiz, der aber schon bald verschwindet, wenn die Schweißproduktion durch verminderte Hitze reduziert wurde. Auch das regelmäßige Wechseln der Windel beugt Hitzepickeln vor.

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Hitzepickel beim Baby

Bei warmen Temperaturen in den Sommermonaten entstehen gerade bei Babys leicht Hitzepickel. Diese treten insbesondere im Gesicht, unter den Armen, auf der Brust und im Windelbereich auf. Auch Kniekehlen und andere Hautfalten können betroffen sein. Zudem ist das Baby dabei meist weinerlich oder unruhig. Die Ursache liegt darin, dass die Schweißporen bei starker Schweißproduktion in der Wärme verstopfen können. Das Sonnenlicht ist nicht wie oft vermutet der Auslöser der Hauterscheinungen. Deswegen können die Hitzepickel auch dann auftreten, wenn das Baby wie erforderlich die ganze Zeit vor der Einstrahlung des Sonnenlichts geschützt wird. Bei Babys treten Hitzepickel besonders häufig auf, weil die Schweißporen der Haut noch sehr klein sind und leichter verstopfen als bei älteren Kindern oder Erwachsenen. Zudem sind hellhäutige Kinder anfälliger für die Entwicklung von Hitzepickeln, als solche mit dunklerer Hautfarbe. Wenn Hitzepickel auftreten, funktioniert das körpereigene Kühlsystem aus Schweißproduktion und Verdunstung nicht mehr richtig. Das Baby muss an einen kühleren Ort gebracht werden, um einen Hitzschlag zu vermeiden. Allerdings sollten auch keine zu drastischen Kühlmaßnahmen wie eine Klimaanlage oder ein Ventilator verwendet werden, da es andernfalls schnell zu einem Auskühlen des kleinen Körpers kommen kann und das Baby sich zum Beispiel einen Infekt einfangen kann.

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Die Behandlung von Hitzepickeln

In aller Regel ist keine Behandlung notwendig um das Abklingen der Hitzepickel zu bewirken. Mit dem Herunterkühlen der Haut wird auch die Schweißproduktion reduziert und damit verschwinden auch die Pickel.

Um das Abklingen zu beschleunigen, sollte der betroffen Hautbereich der Luft zugänglich gemacht werden. Mit dem Lockern der Kleidung oder der Windeln, beginnt die einströmende Luft den betroffenen Hautbereich zu kühlen. In aller Regel verschwinden daraufhin die meisten Hitzepickel. Etwaiger Juckreiz wird zunehmend besser. Vor allem bei Kindern kann man die Regeneration der Haut noch unterstützen, wenn man Gele aus Zink oder Kieselerde aufträgt. Die Verwendung von Kortisonsalben sollte nur nach ärztlicher Rücksprache und nur dann erfolgen, wenn zuerst versuchte Maßnahmen nicht geholfen haben und es zu einer längerfristigen Beeinträchtigung des Kindes durch den Hautausschlag kommt.

Sollten Hitzepickel nicht verschwinden, muss auch immer darüber nachgedacht werden, ob in Wirklichkeit vielleicht eine Hautpilzinfektion dahinter steckt. Alle länger anhaltenden Hautausschläge sollten von einem Arzt begutachtet werden. Auf die Gabe von feuchten Umschlägen oder Puder sollte wenn möglich komplett verzichtet werden. Puder würde zudem die Schweißporen nur noch mehr verstopfen und somit zu einem unerwünschten Effekt führen.

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Homöopathie bei Hitzepickel

Es gibt auch einige homöopathische Ansätze, um Hitzepickel bei Kindern und auch bei Erwachsenen zu behandeln. Zwar sollte in aller erster Linie die Entstehung von Hitzepickel vermieden werden (z.B. durch häufige Lüftung der Haut, durch Tragen von luftdurchlässiger Kleidung). Nach der Entstehung von Hitzepickeln kann auch ein Versuch mit homöopathischen Medikamenten unternommen werden. Zu nennen wäre hier vor allem das Präparat Toxicodendron quercifolium, das in der Dosierung D12 3x täglich eingenommen werden sollte.

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Weitereführende Informationen

Weiterführende Informationen zum Thema "Hitzepickel" finden Sie unter:

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.01.2019
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