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Hautausschlag der Kopfhaut

Definition - was ist ein Hautausschlag?

Hautausschlag ist ein Sammelbegriff für Veränderungen der Haut, welche jucken, brennen oder schmerzhaft sind. Dies kann jeden Hautbereich betreffen und ist somit auch an der Kopfhaut zu finden. Für Hautausschläge gibt es viele verschiedene Ursachen, wie Viren, Bakterien, Allergien und vieles mehr.

Die Kopfhaut bringt aufgrund der stärkeren Behaarung einige Besonderheiten mit, welche Ausschläge bedingen können. Die Therapie ist etwas schwieriger als an anderen Körperstellen, da Eincremen oft nicht umsetzbar ist.

Ursachen für einen Hautausschlag der Kopfhaut

Für Hautausschläge gibt es unzählige Ursachen, da die Haut der Umwelt durchgängig ausgeliefert ist.
Eine Möglichkeit sind allergische Reaktionen zum Beispiel auf Pflegeprodukte.
Weiterhin sind im Rahmen von einer Neurodermitis auch Ausschläge am Kopf möglich.
Auch verschiedene Viruserkrankungen, bakterielle Entzündungen und Pilzinfektionen lösen Hautausschläge aus.
Die Ursachen können sowohl direkt an der Kopfhaut liegen als auch woanders im Körper lokalisiert sein und nur zufällig im Kopfbereich zu Ausschlägen führen.

Lesen Sie mehr zu den Ursachen eines Hautausschlags.

Hautausschlag durch Shampoo

Im Supermarkt gibt es eine riesige Auswahl verschiedener Shampoos. Jedes hat eine etwas andere Zusammensetzung und unterschiedliche Zusatzstoffe.
Einige Menschen haben eine sehr empfindliche Haut und reagieren auf die meisten Shampoos allergisch und entwickeln Hautausschläge. Hierbei sollte ein allergikerfreundliches Shampoo genutzt werden.
Andere Betroffene reagieren nur auf ganz bestimmte Zusatzstoffe und können versuchen, durch einen normalen Wechsel des Shampoos den Ausschlag loszuwerden.
Auch zu häufiges Nutzen von Shampoo kann zu Ausschlägen führen, da hierbei die natürliche Schutzbarriere der Haut zerstört wird und die Kopfhaut austrocknet.

Diagnose

Die Diagnose bei Ausschlag der Kopfhaut ist zweigeteilt.
Der Ausschlag selbst wird durch eine reine Blickdiagnose festgestellt und der Betroffene kann beschreiben, ob Juckreiz oder Brennen vorliegen und ob besondere Ereignisse vor dem Beginn stattfanden.
Der zweite Teil der Diagnose ist das Eingrenzen der Ursache. Möglich sind hierfür Allergietests und eine ausführliche Befragung des Betroffenen, um Shampoowechsel, häufiges Waschen oder weitere Symptome herauszufiltern. Bei Infektionskrankheiten liegen in den meisten Fällen weitere Symptome, wie Halsschmerzen oder Fieber vor. Auch eine mögliche Urlaubsreise in tropische Länder sollte erfragt werden.

Symptome bei einem Hautausschlag der Kopfhaut

Das Hauptsymptom bei einem Hautausschlag der Kopfhaut ist Juckreiz und manchmal auch ein Brennen. Auch offene Stellen sind möglich, welche dann auch zu Schmerzen führen. Sichtbar sind meisten trockene Stellen mit rötlichen Verfärbungen und Pusteln. Einige dieser Stellen können am Haaransatz sichtbar sein.
Bei Infektionen kommt es zusätzlich zu anderen Krankheitssymptomen, wie Fieber, geschwollene Lymphknoten, Halsschmerzen und Unwohlsein. Weiterhin schuppt die Haut stärker und diese Schuppen sind auch auf dem Kopfkissen sichtbar. Je nach Art des Ausschlags kommt es auch zu vermehrtem Haarausfall.

Die Symptome können unterschiedlich stark auftreten und müssen auch nicht immer alle vorkommen.

Juckreiz durch einen Ausschlag der Kopfhaut

Juckreiz ist das Hauptsymptom bei Hautausschlägen und findet sich auch bei Ausschlägen der Kopfhaut. Die Haut ist in den meisten Fällen trocken und schuppt, was zu vermehrtem Juckreiz führt. Auch die allergische Reaktion als solche ist mit Juckreiz verbunden.
Bei Kindern ist häufiges Kratzen ein Hinweis auf juckende Hautausschläge, allerdings muss hierbei differentialdiagnostisch auch an Kopfläuse gedacht werden.
Der Juckreiz muss nicht durchgehend vorhanden sein und kann auch zu bestimmten Zeiten verstärkt vorliegen. Kratzen verstärkt den Juckreiz häufig noch.

Pickeliger Hautausschlag

Je nach Ursache des Hautausschlags kann der Ausschlag von eitrigen Pickeln begleitet sein.
Bei allergischen Reaktionen sind Pickel eher selten anzutreffen.
Bei einigen Betroffenen können sich auch die aufgekratzten Pusteln eitrig entzünden und daher eine große Ähnlichkeit mit Pickeln aufweisen.
Auch eine sogenannte Superinfektion von Ausschlägen mit bakteriellen Erregern kann zu Eiterpusteln und Pickeln führen.
Bei starkem Schwitzen kann es ebenfalls zu Pickeln an der Kopfhaut kommen, welche auch ausschlagartig vermehrt auftreten.

Erfahren Sie, was Sie gegen Eiterpickel auf der Kopfhaut unternehmen können.

Geschwollene Lymphknoten

Geschwollene Lymphknoten sind in den meisten Fällen Zeichen einer Immunreaktion des Körpers. Lymphknoten befinden sich an vielen Stellen im Körper und sind auch am Hinterkopf und hinter den Ohren vorhanden. Sie gehören zum gesunden Abwehrsystem des Körpers und sind ohne Schwellung nicht tastbar.
Bei einem Hautausschlag durch eine Infektion schwellen die Lymphknoten an. Die Lymphknoten bleiben dabei verschieblich und können schmerzhaft sein. Meistens sind die Lymphknoten beidseitig vergrößert.
Bei einigen systemischen Infektionen können auch die Lymphknoten im Halsbereich anschwellen. Zu diesen Infektionen zählen sowohl bakterielle Erkrankungen als auch virale Erkrankungen, wie Mumps oder Masern. Bei diesen Krankheiten kann sich auch der Hautausschlag auf den Kopf ausbreiten.

Haarausfall

Die Haut ist in mehreren Schichten aufgebaut. In der sogenannten Dermis sind die Haare mit ihren Wurzeln verankert. Dort liegen auch die Follikel, aus denen die Haare neu wachsen können, wenn diese ausfallen oder ausreißen.
Wenn die Haut gereizt und trocken ist, kann die Haut die Haare teilweise nicht mehr festhalten. Besonders längere Haare, welche mehr Gewicht haben und auch beim Kämmen unter größerer Belastung stehen, fallen dann aus.
Bei Hautausschlägen ist die Haut stark angegriffen und wird durch Kratzen noch zusätzlich belastet. Betroffene berichten daher oft von verstärktem Haarausfall. Dies zeigt sich besonders auf dem Kopfkissen und in der Bürste. Bei schweren Ausschlägen reicht das Reingreifen mit den Händen, um große Mengen Haare herauszuziehen. Die Haare wachsen nach, sobald die Reizung nachlässt.
Bei chronischen Ausschlägen, wie bei einer Neurodermitis am Kopf, kann das Haar dünn wirken und nicht vollständig nachwachsen.
Auch die Salben, welche den Ausschlag beruhigen sollen, können den Haarausfall zunächst verstärken, bevor der Ausschlag abklingt. Zu diesen Medikamenten gehört auch Cortison.
Die Haare fallen normalerweise nicht vollständig aus, sondern sind nur ausgedünnt.

Hautausschlag im Gesicht und auf der Stirn

Hautausschläge halten sich nicht an Haargrenzen, sondern breiten sich auch in anderen Körperregionen aus.
Bei Ausschlägen durch systemische Allergien und Neurodermitis sind oft die Augenlider mitbetroffen
Unverträglichkeiten gegen Shampoos und andere Pflegeprodukte betreffen ebenfalls oft die Stirn, da dort beim Waschen Shampoo hinkommt.
Bei Infektionskrankheiten beginnt der Ausschlag sogar häufig im Gesicht und breitet sich erst später am ganzen Körper und auf der Kopfhaut aus. Auch im Gesicht zeigt sich der Ausschlag oft durch trockene Haut, Rötungen und Pusteln, welche stark jucken. Der Ausschlag wird bei Jugendlichen oft begleitet durch vermehrte Akne. Einige Pusteln können auch Wundflüssigkeit verlieren und verkrusten.

Im Gesicht und an der Stirn lässt sich der Ausschlag leichter behandeln als auf der Kopfhaut.
Pflegende Cremes ohne Parfüm können die trockene Haut beruhigen.
Auch Salben mit Cortison können den Ausschlag eindämmen und die Haut entspannen.
Bei Infektionskrankheiten heilen die Ausschläge selbst aus, während bei chronischen Ausschlägen längerfristige Behandlungen notwendig sind.

Informieren Sie sich über den Hautausschlag im Gesicht und seine Ursachen.

Hautausschlag im Nacken

Wie bei der Stirn kann der Ausschlag der Kopfhaut auch den Nacken erreichen.  Ausschläge, welche am ganzen Körper anzutreffen sind können ebenfalls im Nackenbereich auftreten. Im Nacken kann es auch durch vermehrtes Schwitzen zu Ausschlägen und Juckreiz kommen.

Die Haut kann hier mit feuchtigkeitsspendenden Salben ohne Parfüm gepflegt werden. Bei stärkeren Ausschlägen kann auch hier Cortison eingesetzt werden, um die Haut zu beruhigen.

Erhalten Sie weiter Informationen rund um den Hautausschlag im Nacken.

Behandlung eines Hautausschlags der Kopfhaut

Je nach Ursache des Ausschlags ändert sich die Therapie.
Bei Unverträglichkeiten und Allergien reicht oft das Weglassen von reizenden Stoffen. Shampoo sollte durch gut verträgliche, parfümfreie Shampoos ersetzt werden und auch auf andere Produkte, wie Haarsprays, sollte vorerst verzichtet werden.

Die Behandlung von Ausschlägen der Kopfhaut ist etwas schwieriger als bei anderen Körperbereichen.
Normalerweise werden Ausschlägen zunächst mit Feuchtigkeitscremes behandelt, was jedoch wegen der Haare nicht gut funktioniert.
Auch Cortisonhaltige Salben, welche lokal das Immunsystem schwächen und so allergische Reaktionen eindämmen, können dort schlechter angewandt werden.
Alternativ können systemische Medikamente gegeben werden. Hierzu zählen zunächst Antiallergika, welche die Reaktion und den Ausschlag reduzieren können. In Extremfällen kann auch Cortison systemisch gegeben werden. Dies ist jedoch mit vielen Nebenwirkungen verbunden.

Bei Neurodermitis-Patienten kann auch eine regelmäßige Lichttherapie zu einer Besserung der Beschwerden führen.

Bei Infektionskrankheiten heilen die Ausschläge selbst aus und der Juckreiz kann lokal mit Salben beruhigt werden.

Erfahren Sie mehr zur

Hautausschlag der Kopfhaut beim Baby

Neben den Ursachen, welche bei Erwachsenen auftreten, gibt es bei Babys noch einige weitere mögliche Ursachen für Ausschläge der Kopfhaut.

Eine Ausschlagform ist der Milchschorf. Durch mütterliche Hormone sind die Talgdrüsen der Haut übermäßig aktiv und das Baby bekommt starke Schuppen an der Kopfhaut. Die Schuppen lösen sich nach einigen Tagen mit ein wenig Babyhaar. Milchschorf juckt nicht und heilt selbständig aus. Unterstützend können die Eltern die Haare des Babys mit Baby-Shampoo regelmäßig waschen.

Auch ein Neugeborenenexanthem kann bei Babys zu Ausschlägen der Kopfhaut führen. Dies zeigt sich in Form von kleinen gelben Pusteln am ganzen Körper und tritt normalerweise wenige Tage nach der Geburt auf. Das Exanthem heilt nach spätestens zwei Wochen aus.

Eine Pilzinfektion kann auf der Kopfhaut zu Ringelflechte führen. Hierbei handelt es sich um eine stark juckende Hautveränderung, welche eitrig oder krustig sein kann. Mit antimykotischen Salben kann der Ausschlag behandelt werden.

Bei allen juckenden Ausschlägen kann man dem Baby nachts Handschuhe anziehen, sodass das Baby nicht kratzen kann.

Bei unklaren Ausschlägen auf der Kopfhaut des Babys sollte immer ein Kinderarzt aufgesucht werden und eine mögliche Behandlung geklärt werden.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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