Lipom an der Schulter

Einleitung

Als Lipom bezeichnet man eine Fettgewebsvermehrung, die wie ein Geschwulst unter der Haut wächst und als gutartiger Tumor anzusehen ist. Von Fettzellen (Adipozyten) ausgehend wächst das Fett unkontrolliert weiter und bildet so ein Lipom. Neben dem Kopf-Hals-Bereich tritt ein Lipom am häufigsten an der Schulter auf.

Ursache

Die genauen Entstehungsmechanismen sind beim Lipom noch relativ ungeklärt und wenig verstanden. Auch die Tatsache, dass ein Lipom häufig an der Schulter auftritt, gibt immer noch Rätsel auf. Viele Wissenschaftler gehen von einer genetischen Ursache aus, da sich ein Lipom oft innerhalb einer Familie häuft. Daneben wurden in der Entstehung eines Lipoms Assoziationen zu anderen Krankheiten entdeckt, wobei besonders Stoffwechselkrankheiten und Alkoholismus zu nennen sind. Eine viel beachtete Theorie geht davon aus, dass das Lipom von noch fehlerhaft wachsenden pluripotenten Stammzellen ausgeht, die nicht mehr der Kontrolle des Körpers unterliegen. Ein Lipom an der Schulter ist nicht selten auch Ausdruck einer seltenen Krankheit, der Lipomatose, bei der mehrere Lipome nebeneinander auftreten.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Ursachen eines Lipoms


Symptome

In aller Regel verursacht ein Lipom an der Schulter wenig Symptome. Man bemerkt das Lipom beim Abtasten der Schulter als Knubbel unter der Haut, der in der Größe stark variieren kann. Meist sind diese erbsengroß, in manchen Fällen kann ein Lipom an der Schulter auch auf Faustgröße anwachsen. Ist dies der Fall, schränkt das Lipom die Beweglichkeit in der Schulter eventuell ein, verursacht Schmerzen oder macht sich dadurch bemerkbar, dass bestimmte Kleidungsstücke nicht mehr passen.

Die Knoten sind unter der Haut verschieblich und von elastischem Charakter. Ein Lipom wächst in der Regel sehr langsam, sodass es einige Zeit dauern kann, bis man einen Knubbel an der Schulter bemerkt.

Meist geht ein Lipom an der Schulter ohne Schmerzen einher. In einigen Fällen können sich jedoch Schmerzen entwickeln, vor allem bei Druck von außen. Die Schmerzen verschwinden aber wieder und sind nur auslösbar, wenn man mit dem Finger das Lipom mit Druck berührt. Das Besondere an der Schulter ist, dass das Lipom je nach Größe und Lage bei bestimmten Bewegungen stark gedehnt werden kann, sodass auch hier Schmerzen wahrgenommen werden. Beispielsweise bei starkem Anheben des Arms oder im Rahmen von Sportarten wie Tennis können Schmerzen auftreten.

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Diagnose

Lipome werden meist erfasst, wenn sie schon eine tastbare Größe haben und dem Patienten unnatürlich erscheinen. Um ein Lipom an der Schulter zu diagnostizieren, stellt die klinische Untersuchung die beste Maßnahme dar. Dabei tastet der Arzt das Geschwulst an der Schulter ab und kann so Konsistenz, Begrenzung und Tiefe abschätzen. Mit einigen Fragen zu Erstauftreten, Schmerzen oder Begleiterscheinungen wird die Verdachtsdiagnose Lipom schnell gestellt. Um einen bösartigen Tumor auszuschließen, wird ein Ultraschall angefertigt und eventuell durch Gewebeproben ergänzt

Therapie

Ein Lipom an der Schulter muss in vielen Fällen nicht behandelt werden. Vor allem kleine, millimetergroße Lipome verursachen keine Symptome und sind höchstens kosmetisch einschränkend. Besteht dennoch der Wunsch, kann ein Lipom an der Schulter gut in einer kleinen Operation entfernt werden. Konservative oder medikamentöse Maßnahmen sind wenig effektiv oder nicht vorhanden. Es besteht auch die Möglichkeit, ein Lipom an der Schulter abzusaugen, diese wachsen jedoch meist nach, sodass eine Operation immer noch die beste Option darstellt.

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Operation

Eine Operation zur Entfernung des Lipoms stellt das beste Mittel dar. Ist an der Schulter ein kleines Lipom zu finden, beschränkt sich die Operation auf eine örtliche Betäubung, um die betroffene Stelle herum, um anschließend einen kleinen Hautschnitt über dem Lipom zu machen und den Inhalt auszudrücken.
Nur bei sehr großen oder tiefer liegenden Lipomen kann eine Operation mit Vollnarkose nötig sein. Dabei präpariert der Operateur das Lipom sogfältig frei und entfernt es dann ganz.
Wenn der Patient über multiple Lipome an der Schulter klagt, ist eine größere Operation angezeigt, die jedes Lipom entfernt. Oft bleiben nach der Operation Narben zurück, die jedoch nur bei genauem Hinsehen zu erkennen sind.

Zu einer Operation gehören immer auch Risiken wie Infektionen, Probleme bei der Narkose und Verletzungen umgebender Strukturen. Diese sind jedoch bei der Operation eines Lipoms an der Schulter sehr selten.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Lipom OP

Prognose

Ein Lipom an der Schulter ist ein ungefährliches, gutartiges Geschwulst, das vor allem einen kosmetischen Leidensdruck verursacht. Das Risiko einer bösartigen Entartung ist sehr gering. Lipome wachsen langsam und lassen sich durch eine Operation meist gut entfernen. Besonders große Lipome sollten so behandelt werden, da diese auch Schmerzen verursachen können.

Nach einer Operation ist die Erkrankung meist geheilt, die Prognose gut, es kann jedoch ein neues Lipom entstehen. Wenn ein Lipom an der Schulter im Rahmen einer Lipomatose auftritt, ist die Prognose schlechter, da sich meist immer neue Lipome entwickeln.

Prophylaxe

Einem Lipom an der Schulter kann nicht vorgebeugt werden. Jeder kann es potentiell entwickeln. Sinn macht es, die mit Lipomen assoziierten Erkrankungen unter Kontrolle zu halten. Dazu zählen z.B. geringer Alkoholkonsum und eine gute Blutzuckereinstellung bei Diabetes mellitus.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum Thema Lipom Schulter finden Sie unter:

Eine Übersicht aller dermatologischen Themen finden Sie unter: Dermatologie A-Z.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 16.11.2017
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