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Magnesium phosphoricum

Deutscher Begriff

Magnesiumhydrogenphosphat

Einleitung

Das siebte Schüsslersalz Magnesium phosphoricum besteht, wie der Name bereits vermuten lässt, aus Magnesium und Phosphor. Betrachtet man die Wirkung dieser beiden einzelnen Bestandteile im Körper, lässt sich daraus recht treffend die Wirkung des siebten Salzes ableiten.

Anwendung von Magnesium phosphoricum bei folgenden Erkrankungen in der Homöopathie

  • Krämpfe und Koliken in den Hohlorganen
  • Nervenreizungen
  • Krampfneurosen wie Schreibkrampf bei Kindern
  • ansonsten wie Magnesium carbonicum

Anwendung von Magnesium phosphoricum bei folgenden Beschwerden

  • Erschöpfungszustände mit Neigung zu Krämpfen besonders bei Kindern
  • heftige Bauchkrämpfe mit Luftaufstoßen
  • einschießende Nervenschmerzen, oft von Muskelkrämpfen begleitet
  • Unregelmäßige Periode mit Krämpfen
  • Krampfhusten
  • Krämpfe der Kinder in der Zeit der Zahnung

Verbesserung: alle Beschwerden werden besser durch Wärme und Gegendruck und kehren nach beschwerdefreien Zeiten immer wieder.

Ansonsten wie Magnesium carbonicum

Magnesium phosphoricum bei Ohrenschmerzen

Das siebte Schüsslersalz wird manchmal außerdem zur Behandlung von Ohrenschmerzen eingesetzt, auch wenn das nicht zum naheliegenden Einsatzgebiet dieses Salzes gehört. Grund dafür ist, dass dem Salz oft auch eine schmerzstillende oder zumindest schmerzlindernde Wirkung nachgesagt wird.

Normalerweise ist Magnesium Phosphoricum allerdings nicht das hauptsächlich eingesetzte Salz, sondern wird normalerweise in Kombination mit anderen Salzen oder als Ergänzung zu solchen gegeben. Zu solchen Salzen gehören Nr.3 (Ferrum phosphoricum), Nr. 4 (Kalium chloratum) und Nr. 6 (Kalium sulfuricum).
Wann und in welcher Kombination Magnesium Phosphoricum angewendet werden soll, hängt maßgeblich von Art und Ursache der Ohrenschmerzen ab und sollte daher vor Beginn der Therapie mit einer fachkundigen Person abgesprochen werden.

Wenn Sie weitere Informationen zu diesem Thema wissen möchten, lesen Sie unseren nächsten Artikel hierzu unter: Homöopathie bei Ohrenschmerzen

Wirkung von Magnesium phosphoricum

Magnesium ist wichtiger Bestandteil von vielerlei Enzymen, die für die Muskelarbeit mitverantwortlich sind. Mit Muskeln ist dabei nicht nur die Muskulatur des Bewegungsapparats (sogenannte Skelettmuskulatur) gemeint, die bewusst beeinflusst werden kann, sondern auch die unbewusst arbeitende (sogenannte „glatte“) Muskulatur, die sich an den inneren Organen befindet. Glatte Muskelzellen finden sich zum Beispiel im Herzen, im Magen-Darm-Trakt und in den ableitenden Harnwegen wie Blase und Harnleiter.
Da Magnesium besonders für die Entspannung der Muskeln wichtig ist, kann es durch einen Magnesiummangel zu Krämpfen der Arm- oder Beinmuskulatur und Koliken im Verdauungs- oder Harntrakt kommen. Auch der Herzrhythmus kann durch einen Magnesiummangel gestört werden.

Phosphor ist – wie Magnesium – ein chemisches Element, und ist vor allem wichtig für den Aufbau von Adenosintriphosphat, kurz ATP. Bei ATP handelt es sich vereinfacht gesagt um die „Energiewährung des Körpers: Zellen, die Energie speichern wollen, bauen ATP auf – während zur Freisetzung von Energie ATP abgebaut werden kann. Ohne ausreichende Phosphorvorräte ist dieser Mechanismus jedoch gestört.
Es ist außerdem wichtig für den Aufbau von Knochen und Zähne, da es den Calciumeinbau in diese Körperstrukturen unterstützt.

Wie alle Schüsslersalze ist auch Magnesium Phosphoricum als Heilmittel potenziert, das bedeutet, dass die Ursprungssubstanz je nach Potenz sehr stark verdünnt ist. Schüsslersalze sollten daher nicht als Nahrungsergänzung zur Auffüllung der Elektrolytvorräte betrachtet werden. Vielmehr ist ihre Wirkung als ein Anstoß zu sehen, der den Körper selbst auf die bestehenden Mängel hinweist und so die eigenen Heilkräfte zum Ausgleich dieser Mängel aktiviert.

Haben Sie weiteres Interesse an diesem Thema? Lesen Sie mehr hierzu im nächsten Artikel unter: Krämpfe trotz Magnesium - Was kann ich tun?

Gebräuchliche Dosierung

Gebräuchliche Dosen / Anwendung in der Homöopathie:

  • Tabletten Magnesium phosphoricum D3, D4, D6, D12
  • Ampullen Magnesium phosphoricum D8, D12

Magnesium phosphoricum Salbe

Magnesium phosphoricum kann auch äußerlich als Salbe angewendet werden. Einsatzgebiete für eine solche Salbe sind beispielsweise Muskelverspannungen oder Krämpfe, da diese auch durch einen Magnesiummangel hervorgerufen werden können.
Zur Linderung solcher Beschwerden sollte die Salbe zwei- bis dreimal am Tag auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Die Behandlung kann beendet werden, wenn die Beschwerden nicht mehr zu bemerken sind. Auch nach körperlicher Anstrengung und Sport kann die Salbe zum Einsatz kommen, um Krämpfen und Verspannungen vorzubeugen.

Magnesium phosphoricum für´s Baby?

Da Magnesium phosphoricum besonders durch seinen Phosphoranteil den Aufbau von Knochen und Zähnen unterstützt, kann es kleinen Kindern und Babys besonders während des Zahnens helfen. Hier unterstützt es den Durchbruch der Zähne und kann darüber hinaus die Schmerzen bei diesem Prozess lindern.
Auch kann es helfen, das Knochenwachstum zu unterstützen.

Jedes Schüsslersalz kann außerdem auch bei bestimmten psychologischen Prozessen helfen. Magnesium phosphoricum gilt dabei als bewährtes Mittel bei Trennungsängsten oder -Schmerzen und kann somit beispielsweise in der Zeit des Abstillens eingesetzt werden. Bei Kindern, die schnell Heimweh bekommen  oder nicht gut von den Eltern getrennt sein können, kann die Gabe von Magnesium Phosphoricum ebenfalls helfen, diese Ängste zu überwinden

Homöopathie kann auch andere Beschwerden bei Ihrem Baby lindern. Mehr hierzu lesen Sie unter: Homöopathie bei Koliken beim Baby

 

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zur Naturheilkunde finden Sie unter:

Disclaimer / Haftungsausschluss

Bitte beachten Sie, dass wir in allen unseren Texten keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit erheben. Durch aktuelle Entwicklungen können die Angaben ggf. veraltet sein.
Alle Angaben stellen nur Auszüge dar, daher können wichtige Informationen nicht genannt sein.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass alle Medikamente (auch Homöopathika) nie selbständig und ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt abgesetzt, angesetzt oder verändert werden dürfen.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.07.2019
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