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Formen der Osteoporose

Formen der Osteoporose

Die Osteoporose wird pathogenisch eingeteilt in zwei verschiedene Teilbereiche, die primäre und die sekundären Osteoporose. Innerhalb der Teilbereiche werden wiederum verschiedene Typen voneinander unterschieden. Dies erklärt beispielsweise die Unterscheidung zwischen der primären Osteoporose. vom Typ I und er primären Osteoporose. vom Typ II, was nachfolgend besprochen werden soll.

Primäre Osteoporose vom Typ I:

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Die so genannte postmenopausalen Osteoporose betrifft in der Regel Frauen im Alter von 50 bis 70 Jahren. Wie bereits in der Epidemiologie beschrieben erkranken etwa 20 – 40 % aller Frauen im Klimakterium (= Wechseljahre) an Osteoporose. Als Hauptursache für die Entstehung einer postmenopausalen (= nach den Wechseljahren eintretenden) O. wird wissenschaftlich auf den Mangel des weiblichen Geschlechtshormones „Östrogen zurückgeführt. Ein Mangel also, der durch die Hormonumstellung der Wechseljahre ausgelöst wird und das Gleichgewicht zwischen Knochenauf- und abbau stört, was letztlich den Verlust an Knochenmasse zur Folge hat.
In erster Instanz ist zunächst die schwammartige Knochenstruktur, die so genannte Spongiosa, geschädigt. Diese Schädigung ist für die leicht entstehenden Knochenbrüche im Bereich von Wirbelkörpern, Rippen, des Oberschenkelhalses oder der Unterarmknochen (Elle und Speiche) verantwortlich.

Eine gezielte Prophylaxe um dem Mangel des Sexualhormones „Östrogen“ zu entgehen liegt beispielsweise in der Einnahme so genannter Hormonersatzpräparate, in der Umstellung der Ernährung auf eine ausgewogene und kalziumreichere Ernährung, kombiniert mit einem hohen Maß an Bewegung.


Primäre Osteoporose vom Typ II:

Da Frauen und Männer ab dem 70. Lebensjahr von dieser Form der Osteoporose. in gleicher Weise betroffen sind, erklärt sich die synonyme Verwendung der Bezeichnung „senile“ Osteoporose nahezu von selbst.
Anders als beim Typ I ist hier nicht nur die Spongiosa, die schwammartige Knochenstruktur geschädigt, vielmehr weitet sich die Schädigung auch auf die massive Knochensubstanz, die so genannte „Kompakta“ aus, was zur Folge hat, dass überdurchschnittlich häufig die so genannten Röhrenknochen, wie beispielsweise Oberschenkel- oder Unterarmknochen (= Speiche und Elle), brechen.

Als Hauptursache für die Entstehung dieses Osteoporosentypes gilt zunächst der natürliche Alterungsprozess. Kombiniert mit einem Mangel an Kalzium und / oder Vitamin D und / oder Bewegungsmangel, kann die Entstehung einer Osteoporose verstärkt werden.

Anhand dessen kann man für die Prophylaxe folgende Aussagen treffen:

Gegen den natürlichen Alterungsprozess der Knochen kann nur wenig getan werden. Umso stärker sollte man auf eine ausgewogene Ernährung, unter Umständen und Ergänzung der Nahrung mit Kalzium und Vitamin D, geachtet werden. Da Bewegung in besondererweise als prophylaktische Maßnahme benannt wird, ist ein hohes Maß an Bewegung beispielsweise in Form von Spaziergängen, dienlich.

Sekundäre Osteoporose:

Diese Form der Osteoporose kann als relativ selten bezeichnet werden, da nur etwa 5 % aller Osteoporoseerkrankungen als sekundäre Osteoporosen bezeichnet werden. Bei 100 Osteoporosepatienten sind „lediglich“ etwa 5 Patienten von einer sekundären O. betroffen. Genau wie bei der „senilen Osteoporose“ sind Frauen und Männer von der sekundären Osteoporose in gleicher Weise betroffen. Dies liegt darin begründet, dass die sekundäre Form der O. stets als Folge einer spezifischen Grundkrankheit entsteht. Dies sind beispielsweise spezifische Hormon produzierende Tumore (z. B. Plasmozytom), Überfunktionen der Nebennierenrinden, Überfunktionen der Schilddrüse, Störung der Funktion der Nebenschilddrüese, Magen – Darm – Erkrankungen mit zu Grunde liegender Nahrungsfehlaufnahme (z. B. Laktoseintoleranz), oder auch erblich bedingte Bindegewebserkrankungen (z.B. Marfan – Syndrom), etc.
Weitere Informationen finden Sie auch unter unserem Themen:

Verstärkend wirkt sich dabei ein überhöhter Alkohol-, Zigaretten- oder auch Kaffeekonsum aus. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente, die über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, können sich im Sinne von Nebenwirkungen ebenfalls verstärkend auswirken.

Zu beachten ist, dass die sekundäre O. ähnlich wie der primären Osteoporose verläuft: Bedingt durch das Ungleichgewicht zwischen Knochenauf- und –abbau entsteht Substanzverlust und die daraus resultierenden Folgen sind mehr oder minder leicht auftretende Knochenbrüche.
Der behandelnde Arzt kann die verschiedensten Möglichkeiten der Ursachen individuell abklären, Diagnosen stellen und Therapien einleiten.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 31.07.2018
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