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Schmerzen zwischen den Schulterblättern

Definition

Der Schmerz zwischen den Schulterblättern kann in vielen Formen auftreten. Der Bereich zwischen den Schulterblättern befindet sich im oberen Rücken und umgibt dort Teile der Brustwirbelsäule. Unter den Schulterblättern verlaufen Nerven, Muskeln und Rippen, die an den Wirbelkörpern ihr Ende finden. Schmerzen in diesem Bereich können auf die zahlreichen anatomischen Strukturen in diesem Bereich zurückgeführt werden, wobei einerseits oberflächliche Auslöser in Frage kommen, aber auch die Brust- und Oberbauchorgane nicht übersehen werden dürfen, die durch das starre Rippengerüst geschützt werden.

Ursachen

Die vielen Ursachen für die Schmerzen zwischen den Schulterblättern können durch die konkrete Benennung der Lage und Art der Schmerzen stark eingegrenzt werden. Auch organische Ursachen können hinter den Schmerzen stecken, jedoch sind sie deutlich seltener anzutreffen, als die wahrscheinlicheren muskuloskelettalen Beschwerden.

Sehr häufig ist die Ursache für die  Schmerzen zwischen den Schulterblättern in der Rückenmuskulatur zu finden. Die kräftigen Muskeln des oberen Rückens und des Nackens können durch bestimmte Bewegungen und Kraftübungen stark beansprucht werden und ähnlich dem Muskelkater zu Schmerzen führen. Nach Kraftübungen des oberen Rückens oder durch Sportarten wie Rennradfahren können diese Schmerzen schnell auftreten. Die Nackenmuskulatur ist zusätzlich sehr anfällig für Verspannungen und Schmerzen. Der Nacken ist oft nicht durch Kleidung bedeckt und kann dadurch unterkühlen und verspannen. Zusätzlich trägt die Nackenmuskulatur ein verhältnismäßig schweres Gewicht bei starker Flexibilität. Auch im Schlaf durch falsche Lage kann eine Verspannung der Muskulatur schnell eintreten. Dieser Schmerz kann entlang der Muskeln in den oberen Rücken ziehen und zu Schmerzen zwischen den Schulterblättern führen.

Seltener kann die Wirbelsäule für die Schmerzen verantwortlich sein. Beschwerden der Wirbelsäule sind häufig auf die Bandscheiben zwischen den einzelnen Wirbelkörpern zurückzuführen. Auch im oberen Rücken kann durch falsche Belastung und schweres Heben ein Bandscheibenvorfall entstehen. Die Schmerzen treten mittig zwischen den Wirbelkörpern auf und sind durch Bewegung provozierbar. In manchen Fällen können die Schmerzen in die Arme oder den Brustkorb ausstrahlen.

Lesen Sie mehr dazu unter Symptome eines Bandscheibenvorfalls

In seltenen Fällen können Brust- und Oberbauchorgane hinter den Schmerzen stecken. Vor allem bei sehr plötzlichen und sehr starken Schmerzen, aber auch bei dauerhaften Schmerzen, die keine muskuläre Ursache finden, muss eine organische Ursache ausgeschlossen werden. Betroffen können vor allem Lunge, Herz und Magen sein.
Bei sehr akuten starken Schmerzen kann ein Hinweis auf einen Herzinfarkt gegeben sein. Die Schmerzen können bis in den linken Arm ausstrahlen und es kann zusätzlich zu Atemnot kommen.

Lesen Sie mehr dazu unter Symptome eines Herzinfarkts

Stechende Schmerzen, die mehr oder weniger plötzlich nach dem Essen oder Trinken auftreten, können in Zusammenhang mit dem Magen stehen. Etwa bei starkem Sodbrennen oder einem Magenulkus kann die Nahrungsaufnahme zu starken Schmerzen führen, die in den meisten Fällen hinter dem Brustbein aber auch zwischen den Schulterblättern auftreten. Unter Umständen kann auch die Lunge den Schmerz zwischen den Schulterblättern verursachen. Verantwortlich dafür können Entzündungen, Verletzungen des Rippenfells oder Tumore sein.


Kann das ein Hinweis auf Lungenkrebs sein?

In sehr seltenen Fällen können Schmerzen zwischen den Schulterblättern ihren Ursprung in der Lunge finden. Häufig sind dafür lediglich Lungenentzündungen verantwortlich. Bei Befall des Rippenfells können sich diese schmerzhaft entwickeln, da die Lunge selbst nicht schmerzempfindlich ist. Auch äußere Verletzungen des Rippenfells, zum Beispiel durch Nadelstiche oder einen Rippenbruch können zu diesen Schmerzen führen.

Ein langsam fortschreitender, dumpfer Schmerz kann jedoch auch eines der ersten Symptome eines Lungenkrebses sein. Da die Lunge selbst nicht schmerzempfindlich ist, hat der Tumor Zeit groß zu wachsen und sich lokal auszubreiten. Erst wenn der Tumor sich an den Lungenrand, im Brustkorb oder in andere Organe ausbreitet, kommt es zu den Schmerzen. Oft stehen ein Unwohlsein, Druckgefühl und Schmerz im Brustkorb im Vordergrund. Ist der Tumor in hinteren Abschnitten der Lunge lokalisiert, kann es zu Druckschmerzen zwischen den Schulterblättern kommen. Diese verstärken sich mit der Zeit und sind nur wenig durch Bewegung oder Atmung steuerbar. Kommen Symptome wie Husten, Müdigkeit, Unwohlsein hinzu, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter Wie erkennt man Lungenkrebs?

Kann das vom Herz kommen?

Auch das Herz kann eine organische Ursache für Schmerzen zwischen den Schulterblättern liefern. Eine typische Symptomkonstellation bei akuten Herzereignissen ist ein starker Schmerz in Rücken und Brust mit Engegefühl und Luftnot. Es kann sich hierbei um einen akuten Herzinfarkt handeln. In diesem Falle sollte ein Notarzt gerufen werden und die betroffene Person sollte eine sitzende Position einnehmen und die Atmung durch Abstützen der Arme unterstützen.

Bei bereits bekannten Herzerkrankungen kann der Schmerz zwischen den Schulterblättern als gelegentliche Attacke nach kurzer Belastung auftreten. Je nach Schweregrad reichen schon wenige Meter oder Treppenstufen der Bewegung aus, um einen Schmerz auszulösen. Dabei liegt eine Verengung der Herzkranzgefäße vor, welche die Sauerstoffversorgung des Herzens beschränkt.

Kann das vom Magen kommen?

Der Magen liegt im Oberbauch und reicht bis unter die Rippen. Entstehen im Magen Schmerzen, können diese auf das Brustbein, die Rippen oder zwischen die Schulterblätter projiziert werden. Die häufigste Ursache dafür ist Sodbrennen. Durch zu fettige Speisen, Koffein, Alkohol oder Nikotin kann es zu übermäßiger Säureproduktion im Magen kommen, die dort die Schleimhaut reizt. Dabei kann ein brennendes Gefühl im Brustkorb und auch zwischen den Schulterblättern auftreten. Bei starken Reizungen kann im Magen ein Ulkus auftreten, das ebenfalls zu starken Schmerzen im Zusammenhang mit dem Essen führt.

Diese schmerzhafte Schleimhautreizung heilt sich innerhalb mehrerer Wochen selbst, wenn keine weitere Säure auf sie einwirkt. Die Therapie besteht aus der Reduktion der Säure im Magen.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter

Kann das von der Bauchspeicheldrüse kommen?

Eine sehr gefürchtete und seltene Erkrankung ist der Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dieser macht sich über sehr langen Zeitraum nicht bemerkbar und erste Symptome treten oft erst nach einer Wucherung und Ausbreitung auf. Schmerzen zwischen den Schulterblättern sind ein sehr unspezifisches, potentielles Symptom der Bauchspeicheldrüse. Oft liegen dabei ständige, leichte, diffuse Druckschmerzen vor, die nicht viel schlechter und nicht besser werden. Auch in diesem Fall ist eine Ursache in der Bauchspeicheldrüse immer noch sehr unwahrscheinlich, da auch viele Wirbelsäulenveränderungen ähnliche Schmerzen hervorrufen.

Lesen Sie mehr dazu unter Daran können Sie Bauchspeicheldrüsenkrebs erkennen

Begleitende Symptome

Die begleitenden Symptome sind sehr von der Ursache der Schmerzen zwischen den Schulterblättern abhängig. Die begleitenden Symptome können auch weitere Hinweise auf eine Ursache, zum Beispiel ein Organgebiet, geben und die Diagnose erleichtern. Muskuläre Probleme gehen oft mit ziehenden oder brennenden Schmerzen einher, die durch Bewegung verschlimmert werden. Beschwerden der Brustwirbelsäule können akut oder langsam schleichend verlaufen. Unter Umständen können umliegende Nerven betroffen sein, wodurch der Schmerz ausstrahlt und es zu Kribbeln, Taubheit oder sogar Lähmung kommen kann.

Organische Ursachen machen sich selten nur mit einem Rückenschmerz bemerkbar. Bei akuten Erkrankungen eines bestimmten Organs treten weitere spezifische Symptome auf. Bei Beschwerden des Herzens kann es zu Brustschmerzen, Schmerzen im linken Arm, Atemnot und Ohnmacht kommen. Auch bei Erkrankungen in der Lunge kann eine stärker werdende Atemnot auftreten.

Woher kommen stechende Schmerzen?

Stechende Schmerzen sprechen für einen akuten Schmerz, der einen direkten Auslöser hat. Muskuläre Beschwerden oder Wirbelsäulenerkrankungen sind zwar selten akut, jedoch lässt sich durch falsche Bewegungen auch hier ein stechender Schmerz auslösen. Kommt es ohne erkennbare Ursache oder Bewegung zu einem stark stechenden Schmerz zwischen den Schulterblättern kann eine organische Erkrankung dahinterstecken. Ein Herzinfarkt oder ein Magengeschwür sind typische Ursachen für akute, plötzlich auftretende, stechende Schmerzen.

Schmerzen zwischen den Schulterblättern beim Atmen

Atemabhängige Schmerzen können wiederum für mehrere Krankheitsbilder stehen. Durch die Atmung hebt und senkt sich der Brustkorb, weshalb es in der Rippen-, Nacken und oberen Rückenmuskulatur zu Bewegungen kommt. Bei starken Schmerzen der Muskeln kann schon die Atembewegung stechende Schmerzen auslösen. Auch die Rippen oder die knöcherne Wirbelsäule können beschädigt sein, wenn es schon durch die Atembewegung zu einem Schmerz kommt.

Ein atemabhängiger Schmerz kann auch in der Lunge lokalisiert sein. Dort ist lediglich das Rippenfell schmerzempfindlich, welches bei jedem Atemzug an der inneren Schicht des Brustfells entlang reibt. Befinden sich in der Lunge Entzündungen oder große Tumoren, können diese bei der Atmung schmerzhaft am Rippenfell reiben.

Blockade der Brustwirbelsäule

An der Brustwirbelsäule können Blockaden einzelner Wirbelkörper den Schmerz zwischen den Schulterblättern auslösen. Dies tritt besonders häufig im oberen Bereich der Brustwirbelsäule oder in der Halswirbelsäule auf. Durch eine falsche Bewegung können sich die Gelenke zwischen zwei Wirbelkörpern blockieren, was zu akut stechenden, schnell einschießenden Schmerzen führt. Der Wirbelkörper ist in seiner Bewegung eingeschränkt. Die Muskulatur verspannt sich dabei stark, weshalb die Auflösung der Blockade einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Durch leichte Manipulation, also manuelle Eingriffe, kann die Blockade rückgängig gemacht werden. Anschließend muss durch Bewegungstherapie die Muskulatur gelockert werden.

Lesen Sie mehr dazu unter Wirbelblockierung

Schmerzen zwischen den Schulterblättern nach dem Essen

Tritt der Schmerz unmittelbar nach dem Essen auf, kann die Ursache dafür im Magen liegen. Durch die Nahrungsaufnahme wird der Magen gedehnt. Besteht bereits eine Reizung des Magens, zum Beispiel durch einen Ulkus, kann jede Nahrungsaufnahme sehr schmerzhaft sein mit Schmerzen, die bis in den Rücken ausstrahlen. Bis zur Abheilung muss leicht verträgliche Kost konsumiert und auf fettige Nahrung verzichtet werden. In seltenen Fällen kann auch ein Loch im Zwerchfell vorliegen, durch das der Magen in den Brustraum gelangt. Dabei spricht man von einem „Thoraxmagen“. Dehnt der Magen sich durch das Essen auf, drückt er auf umliegende Organe und kann Schmerzen verursachen.

Beim Husten und Erkältung

Das Husten ist ein Reflex, um Fremdkörper aus den Atemwegen zu entfernen. Dabei spannt sich das Zwerchfell abrupt an und auch die gesamte Atemhilfsmuskulatur kontrahiert. Bei Schädigungen der Muskulatur kann jedes Husten sehr schmerzhaft sein. Auch bei längeren Infekten und Erkältungen kann das Husten schmerzhaft werden. Durch die vielen Anspannungen der Muskulatur beim Husten kann die Muskulatur schmerzen und brennen ähnlich wie bei einem Muskelkater.

Diagnose

Die Diagnose muss immer mit einer gezielten Befragung nach Zeitpunkt, Ort und Art der Schmerzen begonnen werden. Auch begleitende Symptome und potentielle Auslöser können wichtige Hinweise liefern. Anschließend können weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Bei muskulären Beschwerden kann die Ursache durch eine körperliche Untersuchung oft ermittelt werden. Zur Diagnose der Brust- und Oberbauchorgane stehen zahlreiche Mittel zur Verfügung. Zum Beispiel kann bei wiederkehrenden Schmerzen, die vom Herz ausgehen, eine sogenannte Katheteruntersuchung mögliche Engstellen der Herzkranzgefäße aufdecken.

Was tun bei Schmerzen zwischen den Schulterblättern?

Die Therapie schwankt stark mit der ermittelten Ursache.
Muskuläre Beschwerden bedürfen oft keiner Therapie. Lediglich leichte Massagen und Wärmetherapien können die Heilung beschleunigen. Auch Wirbelsäulenerkrankungen lassen sich schlecht therapieren. Bei chronischen Beschwerden sind vor allem Muskelaufbau und Übungen zur Unterstützung der Wirbelsäule von Nöten. Auch bei einem Bandscheibenvorfall der Wirbelsäule wird in den meisten Fällen eine symptomatische Schmerztherapie durchgeführt. Nur in einigen Fällen kann eine Operation notwendig werden.

Die Therapie der Erkrankungen von Lunge, Herz, Magen oder Bauchspeicheldrüse müssen sehr spezifisch auf das Krankheitsbild ausgerichtet sein. Ein Herzinfarkt muss in einer Klinik nach bestimmten Kriterien behandelt werden. Dazu zählen medikamentöse aber auch interventionelle Therapien. Tumorerkrankungen, die nur in seltenen Fällen hinter den Schmerzen stecken, werden unter Umständen operativ und medikamentös behandelt.

Tapen gegen die Schmerzen

Beim Tapen müssen zwei grundlegende Methoden unterschieden werden. Es gibt dabei ein konventionelles Tape, das straff auf die Haut geklebt wird, Bewegungen einschränkt und Gelenkfunktionen unterstützt. Heutzutage spricht man jedoch häufig vom sogenannten „Kinesio-Tape“. Hierbei handelt es sich um ein elastisches Tape, dass ebenfalls straff auf die Haut geklebt wird. Es schränkt die Bewegung nicht ein, soll aber durch die leichte äußere Zugwirkung bewirken, dass Bewegungen bewusster durchgeführt wird. Dadurch soll es zu weniger ruckartigen Bewegungen kommen, sodass seltener Zerrungen und Verspannungen auftreten. Zusätzlich fördert das Tape die Durchblutung unter Haut und vermittelt eine wärmende Wirkung. Das Tape kann im Sport zur Prävention geklebt werden oder bei muskulären Verletzungen zur Unterstützung der Therapie.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter

Dauer vom Schmerzen zwischen den Schulterblättern

Die Dauer der Schmerzen zwischen den Schulterblättern hängt von der Ursache und dem Therapieerfolg der Schmerzen ab. Muskuläre Beschwerden können je nach Ausprägung zwischen wenigen Tagen bis mehreren Wochen andauern. Starke Zerrungen und Muskelfaserrisse benötigen vor allem eine lange Heilungszeit. Bei Beschwerden der Brustwirbelsäule muss darauf geachtet werden, dass der Rückenschmerz nicht chronifiziert. Wenn die Schmerzen nicht rechtzeitig ausreichend behandelt werden, können sie über einen langen Zeitraum bestehen bleiben. Bei 6 Monaten Schmerzdauer spricht man bereits von einem chronischen Schmerz. Die Dauer organischer Erkrankungen lässt sich nicht vorhersagen. Herzerkrankungen etwa können sich über Jahre verschlechtern. Medikamentöse und operative Therapien können das Fortschreiten der Erkrankung oft aufhalten aber die Erkrankung nicht heilen.

Weitere Informationen

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 04.01.2018
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