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Verhaltensweise während der Strahlentherapie

Synonyme

  • Radioonkologie
  • Bestrahlung
  • Tumorbestrahlung

Verhalten während der Strahlentherapie

Je nach bestrahlter Körperregion sollten einige Maßnahmen getroffen werden, um mögliche Nebenwirkungen zu lindern bzw. zu verhindern.

Generell sollte die Haut in den Bereichen, in denen eingestrahlt wird möglichst wenig manipuliert werden. Einige Kliniken haben ein generelles Waschverbot über den Therapiezeitraum. Letztlich hat klares Wasser und eine parfümfreie Seife jedoch keinen negativen Einfluss auf mögliche Hautreaktionen. Richten Sie sich generell nach den Empfehlungen, die Ihnen Ihre Therapieeinrichtung vorgibt. Das benutzen von wirkstofffreien Pudern ist vorteilhaft. Einerseits kühlt der Puder die Haut und ist deshalb angenehm. Andererseits wird der Schweiß durch den Puder aufgenommen und verhindert dadurch ein Verwischen der Markierungen durch die Kleidung.

Sollten stärkere Reaktionen der Haut im Verlauf der Therapie auftreten werden weiter Maßnahmen erforderlich (z.B. desinfizierende Lösungen, Salben, etc.)

Hals-Nasen-Ohren
Die Mund- und Rachenschleimhaut ist sehr empfindlich. Eine Strahlentherapie in dieser Region führt häufig zu Entzündungen und schmerzhaften Schluckbeschwerden. Gerne siedeln sich dann Bakterien und Pilze an und verstärken die Symptome noch.
Diesem Problem kann durch eine penible Mundhygiene mit desinfizierenden Mundspülungen (z.B. Jodlösungen) vorgebeugt werden. Zur Verhinderung von Strahlenkaries erfolgt vor Therapiebeginn, soweit möglich, eine Zahnsanierung. Vorgeschädigte Zähne werden entfernt, wenn sie nicht durch kleine Füllungen abschließend behandelt werden können.

Bestrahlungen im Bereich des Brustkorbs
Bei Lungentumoren oder Speiseröhrentumoren wird die Schleimhaut der Speiseröhre durch die Bestrahlung belastet. Dies kann im Verlauf der Therapie zu schmerzhaften Schluckbeschwerden führen.

Bauch-/ Beckenbereich
Sollte der Magen im Bestrahlungsfeld liegen, kann Übelkeit auftreten. Die Darmschleimhaut reagiert mit Duchfall und die Harnblase kann Symptome einer Blasenentzündung entwickeln. Das bedeutet, dass häufiger als üblich uriniert werden muss und evtl. ein Brennen beim Wasserlassen zu spüren ist.
Sollten solche Beschwerden bei Ihnen auftreten müssen Sie das sofort Ihrem behandelnden Arzt mitteilen, dass die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet werden können.

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Qualitätssicherung durch: Dr. Jörg Haferanke      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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