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Therapie Verstopfung

Synonyme

Darmträgheit, träge Verdauung, Konstipation

Medizinisch: Obstipation

Englisch = obstipation, constipation

Therapie Verstopfung bei Kindern

Was tun bei einer Verstopfung bei Kindern?

Eine einfache Verstopfung ohne organische Ursache bei kleinen Kindern kann mit Haferschleim, Obst, Gemüse und Milchzucker oder Malzextrakt (ab dem 6. Monat) behandelt werden. Zusätzlich sind Bauchmassagen zur Anregung der Darmbewegung sinnvoll. Bei älteren Kindern sollte die Nahrung viele Ballaststoffe enthalten, zum Beispiel in Form von Obst, getrockneten Pflaumen oder Feigen, Vollkornbrot oder Schwarzbrot.

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Milch sollte durch Joghurt ersetzt werden. Auch Leinsamen oder Weizenkleie können Kindern ab dem zweiten Lebensjahr verabreicht werden. Gemieden werden sollten verstopfende Nahrungsmittel (Bananen, Karotten, Schokolade, Kuchen, Weißmehlprodukte). Weiterhin ist viel Bewegung wichtig. Bei Versagen dieser Ernährungstherapie bietet sich die Möglichkeit, Paraffinöl, Milchzucker (Laktulose), Medikamente zur Anregung der Darmbewegungen (Prokinetika) oder Stuhlweichmacher (Macrogol) zu verabreichen. Weiterhin kann ein Einlauf gegen die Verstopfung gemacht werden.
Psychische Gründe als Ursache der Verstopfung kann man mit Aufklärung (der Eltern) über Stuhlgewohnheiten und Toilettentraining in den Griff bekommen. Dieses Training setzt sich aus Aufforderung zum Toilettengang nach den Mahlzeiten, geeigneten Bedingungen (Toilettensitz), kurzen Zeiten (maximal zehn Minuten), Verhinderung von Stuhlverkneifung sowie Belohnung bei erfolgreicher Stuhlentleerung zusammen.

Bei einem Darmverschluss in Folge eines mechanischen Hindernisses ist das Therapieziel die Beseitigung eben dieses Hindernisses. Zu Beginn der Beschwerden kann dies konservativ versucht werden, indem eine Magensonde zur Entlastung des Bauches und gegen Erbrechen sowie Schmerzen gelegt wird. Teilweise kann der Darm medikamentöse stimuliert werden (Parasympathomimetika = Neostigmin, Pyridostigmin). Bei einerDarminvagination kann eine hydrostatische Reposition des eingestülpten Darms mittels Kontrasteinlauf versucht werden, wobei der Darm durch den Druck der in den Anus injizierten Flüssigkeit an die ursprüngliche Stelle zurückgedrückt wird.
In den meisten Fällen steht jedoch eine Operation an, um den Darmverschluss in den Griff zu bekommen. Auch die Motilitätsstörungen in Folge eines Megakolons oder eines Hypogangliose werden operativ therapiert, indem der betroffene Darmabschnitt entfernt wird (Resektion).
Eine Schilddrüsenunterfunktion als Ursache der Verstopfung behandelt man mit Hormonsubstitution (Levothyroxin), Vitamin-D-Überschuss mit kalziumarmer Diät, medikamentöser Erhöhung der Wasserausscheidung und weiteren Medikamenten (Calcitonin, Cholestyramin).

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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