Inhalt:
Hustenstiller/ Hustentherapie
Synonyme im weiteren Sinne
Tussis, Reizhusten, Hustenreiz
engl.: to cough
weitere Themen:
Hustenstiller und Therapie des Hustens
Die Therapie des Hustens richtet sich einzig und alleine nach der Grunderkrankung. In den allermeisten Fällen wird Husten lediglich symptomatisch behandelt, d.h. man behandelt nicht die Ursache, sondern versucht eher den Hustenreiz abzuschwächen und Begleitsymptome zu beheben.
Der Grund ist, dass man in vielen Fällen die Ursache zunächst nicht kennt, die Untersuchungsverfahren zu teuer und aufwendig sind und der Patient zunächst das Krankheitsbild eines einfachen Infektes zeigt. Als symptomatische Therapie können schleimlösende Medikamente (ACC) oder hustenstillende Medikamente (Codein) gegeben werden. Beide sollte man auf keinen Fall parallel geben, da mit einem Medikament der Schleim gelöst und mit dem anderen der Hustenreiz/ Reizhusten unterdrückt wird, was zu einem gefährlichen Schleimstau in der Lunge führen kann. Bei parallel aufgetretenes Fieber kann eine Therapie mit Aspirin, Paracetamol oder Ibuprofen erfolgen. Ansonsten sollte man dem Patienten mit einem vermuteten einfachen Infekt der oberen Luftwege Bettruhe verordnen.
Auch können Dampfbäder und Inhalationen, die die eingeatmete Luft anfeuchten sehr hilfreich sein. Diese Dampfbäder kann man entweder mit Kamille oder Salz durchführen und sollte sie regelmäßig wiederholen. Bei immungeschwächten Patienten mit starken Begleiterkrankungen und bei älteren Patienten sollte sofort mit Antibiotika behandelt werden. Da man den verursachenden Erreger zunächst nicht kennt, sollte mit einem Breitbandantibiotika behandelt werden.
Auch Patienten, deren Allgemeinzustand sich verschlechtert oder untersuchungstechnisch ein Verdacht auf eine Lungenentzündung entsteht, sollten schnellsmöglich mit einem Antibiotikum behandelt werden. In einigen Fällen ist es notwendig, den Patienten in eine Klinik zur stationären Behandlung der Lungenentzündung zu überweisen.
Patienten, die aufgrund eines chronischen Hustens auffällig werden und bei denen eine Lungenerkrankung festgestellt wurde, müssen nach der Sicherung der Diagnose mit meistens lebenslangen Medikamentenkombinationen und u.U. mit Sauerstoffgeräten leben (COPD, Lungenemphysem). Bei bösartigen Erkrankungen der Lunge, die chronische und immer wieder kehrende Infektionen auslösen kann entweder eine Operation (nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom) oder eine Chemotherapie mit begleitender Bestrahlung versucht werden. Patienten, die durch eine Refluxerkrankung einen ständig wiederkehrenden Husten bekommen können mit sogenannten Säurehemmern des Magens behandelt werden. Wichtig ist allen rauchenden Patienten mit chronischem Husten (Raucherkatarrh) dringend zu empfehlen das Rauchen aufzugeben. Durch Allergien entstehender Husten kann mit Hilfe von Histaminblockern (Antihistaminika) oder durch Kortison versucht werden zu behandeln.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zum Thema Husten:
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