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Symptome der Nierenschmerzen
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Typische Symptome bei Nierenschmerzen

- Symptome der Nierenschmerzen
Die von Nierenschmerzen begleitenden Erkrankungen sind in der Regel von weiteren Symptomen begleitet, die eine Differenzierung bezüglich der Ursache erlauben.
Nierenbeckenentzündung:
Die Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) ist neben heftigen Nierenschmerzen außerdem von Symptomen wie Fieber bis 40°C und Schüttelfrost begleitet. Zusätzlich können Beschwerden eines Harnwegsinfekts auftreten, wozu schmerzhaftes Wasserlassen (Dysurie), häufiger Harndrang trotz wenig Urin (Pollakisurie) und Blut im Harn (Mikrohämaturie) zählen.
Steine:
Nierenschmerzen, die durch Nierensteine (Nephrolithiasis) entstehen, äußern sich als starke, anfallsweise Koliken stechenden Charakters mit einer Dauer von Minuten bis Stunden. Ausgelöst wird diese Form der Nierenschmerzen, wenn der Stein wandert, die ableitenden Harnwege verschließt und sich die Harnleitermuskulatur anspannt. Zusätzlich zu den Nierenschmerzen klagen die Betroffenen über Harndrang trotz verringerter Urinmenge und über Blut im Urin (Hämaturie). Desweiteren treten teilweise vegetative Beschwerden wie Übelkeit in Verbindung mit Erbrechen, Blähungen, Verstopfung, Schüttelfrost oder Kreislaufkollaps zu den Nierenschmerzen hinzu.
Nierentrauma:
Beschwerden, über die ein Patient nach einem Nierentrauma klagt, beinhalten zusätzlich zu Nierenschmerzen Blutverlust im Urin (Hämaturie, häufig mit Koageln = Blutgerinnseln) und eine tastbare Resistenz in der Nierengegend als Folge der Verletzung. Teilweise können zwischen Trauma und Auftreten der Nierenschmerzen beziehungsweise anderer Symptome bis zu drei Wochen vergehen, wenn erst zu diesem Zeitpunkt die die Niere umhüllende Kapsel reißt.
Nierenkrebs:
Der Nierenkrebs (Nierentumor) verläuft bei mehr als der Hälfte der Betroffenen anfangs ohne Symptome. Treten Beschwerden auf, umfassen diese neben Nierenschmerzen blutigen Urin (Hämaturie), in der Flanke tastbare Resistenzen, Bluthochdruck, Gewichtsverlust und Fieber.
Stenose:
Verengungen werden klinisch symptomatisch, wenn sekundäre Folgen wie Entzündungen (Nierenbecken, Harnleiter) oder Druckschädigung der Nieren entstehen. Entzündungen können sich durch Symptome wie Fieber, erhöhte Entzündungswerte im Blut und blutigen Urin (Hämaturie) äußern. Druckschädigungen der Nieren sind neben Veränderungen der Nierenwerte im Blut an einem Rückgang der Harnmenge ersichtlich, welche ein Maß für die Nierenfunktionsfähigkeit darstellen.
Harnrückfluss:
Ein Harnrückfluss (Harnreflux) ist am Anfang klinisch stumm (= ohne Beschwerden). Im Verlauf treten wiederkehrende Harnwegsinfektionen auf, die sich bis auf die Nieren ausdehnen können und in diesen Fällen Nierenschmerzen verursachen. Steinbildung und nächtliches Einnässen (Enuresis) geben außerdem Hinweise auf das Vorliegen eines Harnrefluxes. Oft ist ein solcher Rückfluss von einem sogenannten Megaureter begleitet, welcher im Ultraschall auffällt. Unter einem Megaureter versteht man einen erweiterten Harnleiter.
Niereninfarkt:
Ein Niereninfarkt macht sich mit plötzlichem Nierenschmerz, blutigem Urin (Hämaturie) und Fieber bemerkbar. Auch vorbestehender Blutdruck kann einen Hinweis auf ein Infarktrisiko liefern.
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