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Abnehmen in den Wechseljahren

Einleitung

Als Wechseljahre (auch "Klimakterium" genannt) wird der Übergang von der reproduktiven in die postmenopausale Phase der Frau bezeichnet. Die hormonelle Umstellung nimmt mehrere Jahre in Anspruch und ist mit einer Vielzahl von Veränderungen des weiblichen Körpers verbunden. Bei manchen Frauen beginnt die Umstellung bereits ab dem 40. Lebensjahr, bei anderen erst um das 50. Lebensjahr. Etwa zwölf Monate nach der Menopause, der letzten spontanen Menstruation, sind die Wechseljahre abgeschlossen. Die Veränderung sind hauptsächlich mit dem Rückgang des Hormons Östrogen verbunden. Neben Hitzewallungen, Schweißausbrüchen und weiteren Beschwerden beobachten viele Frauen auch Schwierigkeiten ihr Gewicht zu halten oder sogar eine Gewichtszunahme.

 

Warum ist es so schwer in den Wechseljahren abzunehmen?

Eine Gewichtszunahme in den Wechseljahren erklärt sich hauptsächlich über das erhöhte Lebensalter. Ältere Frauen und Männer haben mit zunehmendem Alter einen geringeren Grundumsatz, was mit dem Anteil an Muskelmasse zusammenhängt. Muskeln verbrauchen generell deutlich mehr Energie als die gleiche Masse Fett. Mit der Abnahme von Muskelmasse im Alter reduziert sich auch der Grundumsatz. Wird dieser nicht durch zusätzliche Aktivität gesteigert und bleibt die Lebensweise und Ernährungsweise die Gleiche, kommt es zu einer ungewollten Gewichtszunahme. Dem Körper wird nun mehr Energie zugeführt als er benötigt. Diese Energie wird in Form von Fettreserven gespeichert und führt zu einem Anstieg des Körpergewichts.

Trotzdem hat der Abfall von Östrogen im Rahmen der Wechseljahre einen wichtigen Einfluss auf den weiblichen Körper. Es kommt zur Umverteilung von Fettgewebe, wodurch die Taille verschwindet und Brust und Bauch ihre Festigkeit verlieren.

Zusätzlich können die Wechseljahresbeschwerden drastische körperliche und psychische Belastungen für die Frau darstellen. Im Angesicht von Hitzewallungen etwa werden körperliche Aktivitäten reduziert oder sogar alltägliche Belastungen auf ein Minimum zurückgefahren. Zu dem gesunkenen Grundumsatz kommt nun auch ein geringerer Leistungsumsatz durch weniger körperliche Aktivität. Je nach Lebensweise wird bei depressiven Verstimmungen, die ebenfalls auftreten können, auch zu höherkalorischen Lebensmitteln gegriffen. Neben dem reduzierten Umsatz von Energie haben wir also auch eine erhöhte Energiezufuhr durch die Ernährung und Lebensweise.

Wie nimmt man in den Wechseljahren am besten ab?

Auch in den Wechseljahren gilt für das Abnehmen ein simples Prinzip: Wer abnehmen möchte, muss weniger Energie, also Kalorien, zu sich nehmen; als er verbraucht. Frauen und auch Männer höheren Alters sollten dabei bedenken, dass sich ihr Grundumsatz im Alter verringert. Entsprechend müssen die Portionsgrößen angepasst werden, auch die Auswahl gesunder Lebensmittel hat eine entscheidende Auswirkung auf das Körpergewicht.

Wer seinen Energieumsatz erhöhen möchte und seinem Körper Gutes tun will, sollte außerdem auf regelmäßige Bewegung setzen. Das ist generell die Devise für einen gesunden Lebensstil, aber auch die Wichtigste für Frauen in den Wechseljahren, die gerne abnehmen möchten. Dazu gehört neben der Bewegung im Alltag in Form von Fußwegen oder mit dem Fahrrad zurückgelegten Strecken auch körperliche Aktivität wie Krafttraining oder Ausdauertraining. Dies hat nicht nur positiven Einfluss auf das Gewicht, sondern zahlreiche weitere Vorteile: Körperliche Aktivität stärkt das muskuloskelettale System, beugt altersbedingten Haltungsschäden oder Sturzneigungen vor, unterstützt das Herz-Kreislauf-System und wirkt sich positiv auf das Allgemeinbefinden aus. Besonders Frauen in den Wechseljahren, bei denen die Hormonumstellung das Auftreten von Osteoporose begünstigt, profitieren von den Effekten körperlichen Trainings.


Abnehmen mit Schüssler-Salzen

Schüssler-Salze gehören zum Arsenal vieler Homöopathen und werden auch bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt. Die Wirksamkeit von Schüssler-Salzen ist wissenschaftlich nicht belegt, dennoch sind sie sehr beliebt und werden häufig angewandt. Die Indikation für Schüsslersalze sind Unwohlsein, Krankheiten oder Stoffwechselstörungen aller Art. Die Wirkung basiert auf der Annahme, dass fehlende Mineralien den Stoffwechsel negativ beeinflussen und aus diesem Grund zu Mangelerscheinungen oder Stoffwechselstörungen führen. Eine Substitution mit Schüssler-Salzen soll diese Mängel ersetzen und kann sich deshalb auch positiv auf den Stoffwechsel in den Wechseljahren auswirken. Bei Wechseljahresbeschwerden werden die Schüssler-Salze Nr. 7 und Nr. 8 für generelle Beschwerden eingesetzt, bei spezifischen Beschwerden kommen daneben weitere zum Einsatz. Es sei aber wiederholt, dass die Wirkung der Schüssler-Salze medizinisch nicht bestätigt werden konnte und es sich lediglich um ein homöopathisches Heilmittel handelt.

Abnehmen mit Homöopathie

Neben den Schüssler-Salzen gibt es in der Homöopathie weitere Möglichkeiten die Wechseljahresbeschwerden zu lindern. Das Prinizp der Homöopathie ist es, "Gleiches durch Gleichem" zu heilen. Dabei werden die Substanzen, die Krankheiten oder Stoffwechselstörungen auslösen, in extrem verdünnter Konzentration verabreicht und somit der Stoffwechsel angekurbelt. Auch hier gilt: Es gibt keine medizinischen Belege für die Wirksamkeit der Präparate. Zur häufigsten Verabreichungsform zählen zum Beispiel Globuli, welche mehrmals am Tag eingenommen werden. Um das geeignete Präparat zu finden, ist es empfehlenswert, sich von dem behandelnden Arzt oder einem Heilpraktiker untersuchen zu lassen. Es muss jedoch auch an dieser Stelle wieder gesagt werden, dass allein durch die Einnahme von Globuli oder jeglichen anderen Arzneimitteln alleine keine bemerkbare Gewichtsabnahme zu erwarten ist, sondern höchstens eine Verbesserung des Allgemeinbefindens. An einer Umstellung der Lebensgewohnheiten wie Ess- oder Bewegungsgewohnheiten führt kein Weg vorbei, wenn eine Reduktion des Körpergewichts angestrebt wird.

Wie kann ich besonders am Bauch in den Wechseljahren abnehmen?

Durch den sinkenden Östrogenspiegel kommt es zu einer Umverteilung des Fettgewebes im weiblichen Körper. Die Taille verschwindet, zudem werden Brust und Bauch weicher. Eine gezielte Abnahme am Bauch ist leider nicht möglich. Wo man zuerst Gewicht verliert, ist größtenteils genetisch bedingt. Allerdings kann man durch Übungen speziell für die Körpermitte eine gewisse Straffung des Bereiches erzielen. Ergänzend zu einer reduzierten Kalorienaufnahme stellt sich ein Gewichtsverlust ein und der Bauch wirkt weniger weich. 

Welche Diät ist in den Wechseljahren empfehlenswert?

Sogenannte "Crashdiäten" werben mit einem schnellen Gewichtsverlust in wenigen Wochen oder sogar Tagen. Diese Diäten sind allerdings riskant, denn sie setzen auf eine extrem geringe Kalorienzufuhr, was mit einer mangelhaften Versorgung von essenziellen Nährstoffen einhergehen kann.

Eine gesunde Lebensweise und moderate Umstellung der Ernährung bringt etwa ein halbes Kilo Gewichtsverlust pro Woche mit sich, ist aber deutlich gesünder und dauerhaft anzustreben. Körperliche Aktivität und Sport können den Energieumsatz zusätzlich steigern. Bei der Beratung und beim Aufstellen eines individuellen Nahrungs- und Bewegungsplans können Fitnesstrainer oder professionelle Ernährungsberater Hilfestellung leisten.

Erfahren Sie mehr zum Thema: Ernährungsberatung.

Wo finde ich gute Rezepte zum Abnehmen in den Wechseljahren?

Wer das Konzept der Gewichtsabnahme verstanden hat und sich nicht durch vielversprechende, zweifelhafte Methoden wie die Einnahme von Diätpillen oder Wunderdiäten verwirren lässt, hat zahlreiche Möglichkeiten, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Wer keine Erfahrung hat, sollte sich eventuell von einem professionellen Ernährungsberater helfen lassen. In den meisten Fällen ist es allerdings schon ausreichend kleine Änderungen der Gewohnheiten vorzunehmen,  um Gewicht zu verlieren. Essenziell ist es, seinen ungefähren Energieumsatz zu kennen und seine Kalorienaufnahme anzupassen. Rezepte für kalorienarme Gerichte findet man in Zeitschriften, Büchern oder im Internet. Auch altbekannte Gerichte können durch kleine Kniffe in leichtere Alternativen umgewandelt werden, hauptsächlich durch die Reduzierung von Zucker oder Fett und kleineren Portionsgrößen.

Abnehmen mit Diätshakes

Manche Diätkonzepte setzen auf die Einnahme von Shakes anstelle von Mahlzeiten. Diese beinhalten einen hohen Anteil an Proteinen und Kohlenhydraten und sind gleichzeitig kalorientechnisch gesehen weniger gehaltvoll als eine komplette Mahlzeit. Wer seine Kalorienaufnahme durch die Einnahme von Shakes in gesundem Maße verringert und gleichzeitig auf eine ansonsten ausgewogene Ernährungsweise achtet, kann damit durchaus Erfolge erzielen. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass das Kaloriendefizit nicht zu hoch ist und die Versorgung mit allen essenziellen Nährstoffen garantiert ist. Durch die flüssige Konsistenz kommt es außerdem zu einem geringeren Sättigungsgefühl, man sollte also darauf achten, kompensatorisch nicht mehr zu essen. Eine ausgewogene Ernährung mit frischen, gesunden Lebensmitteln sollte der Einnahme von Shakes vorgezogen werden.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 16.07.2018
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