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Behandlung eines Bone Bruise

Einführung

Bei einem Bone Bruise handelt es sich um eine Knochenprellung. Knochenprellungen stehen in engem Zusammenhang mit Knochenbrüchen. Sie entstehen durch stumpfe Schläge oder direkte Gewalteinwirkung auf einen Knochen, brechen diesen aber nicht. Die Ursache für den Schmerz, den eine Prellung verursacht, liegt in der Zerstörung des umliegenden Gewebes und der kleineren Blutgefäße. Der Umfang eines Bone Bruise reicht von nicht spürbar bis zu starkem Schmerz mit einem äußerlich sichtbaren Bluterguss und Folgeschäden.

Lesen Sie hier mehr zum Thema: Bone Bruise - wie gefährlich ist das?

Behandlung

Ein Bone Bruise kann an jedem erdenklichen Knochen des Körpers entstehen. Die grundsätzliche Behandlung bleibt aber gleich. Unmittelbar nach dem Entstehen der Prellung muss der betroffene Teil geschont werden. Häufig ereignet sich die Gewalteinwirkung während des Sports oder bei einem Unfall. Die geprellte Region sollte nicht mehr belastet und sofort ruhig gestellt werden. Zusätzlich zur Entlastung soll die betroffene Stelle hochgelagert werden. Die Hochlagerung bewirkt, dass durch die Schwerkraft weniger Blut durch die Prellung durchfließt und eine eventuelle Blutung mit anschließendem Hämatom geringer ausfällt.


Zur Ruhigstellung können auch eine Schiene oder ein Stützverband verwendet werden. Ein Stütz- oder Druckverband wirkt einem Bluterguss zusätzlich entgegen, in dem durch gezielten Druck von außen Schwellungen und Blutungen verringert werden. Zusätzlich ist dabei eine Kühlung von außen förderlich. Die Kälte bewirkt eine Kontraktion der kleinen betroffenen Blutgefäße und weniger Blut kann aus ihnen hinaustreten und den Bluterguss in das Gewebe verursachen. Ein kleinerer Bluterguss bildet sich innerhalb von einigen Tagen bis wenigen Wochen selbstständig zurück.

Zusätzlich zu diesen Sofortmaßnahmen nach der Prellung können einige Medikamente die Heilungsdauer erträglicher machen. Nicht verschreibungspflichtige Schmerzmedikamente können die andauernden und den belastungsabhängigen Druckschmerz mildern. Die Zeit lässt sich im Regelfall nicht verkürzen durch Medikamente oder andere Therapien. Die Schmerzmittel mindern den Schmerz bis zur selbstständigen Heilung und behandeln somit symptomatisch. Typische Mittel dafür sind die Gruppe der NSAR. Dazu zählen unter anderem Ibuprofen und Diclofenac.

Bei großen Blutergüssen kann der Körper diese nicht selbstständig zurückbilden. In diesem Fall kann es notwendig werden, dass der Erguss punktiert oder chirurgisch geöffnet wird, um die Flüssigkeit zu beseitigen. Ein invasiver Eingriff birgt immer Risiken, kann in diesem Fall jedoch Infektionen im Gewebe vorbeugen.

Bei Blutungen, die unter anderem das Knochenmark betreffen, kann es über Wochen hinweg zur Schädigung von Knochen kommen. Dies führt bis zu einer Osteoporose, welche Frakturen an weiteren Körperstellen enorm begünstigt. Bei starken Bone Bruises, die mit Knochenschwund einhergehen sind Bisphosphonate das Mittel der Wahl um den Knochen erneut zu stärken. Die gesamte Heildauer einer Prellung wird durch das Ausmaß des Blutergusses bestimmt. Insbesondere die Sofortmaßnahmen, die aus Ruhe, Kühlung, Druckverband und Hochlagerung bestehen, können die Heilung präventiv erleichtern.

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Bone Bruise am Knie

Das Knie ist für einen Bone Bruise eine typische Lokalisation. Durch seine hervorspringende exponierte Lage ist es häufig von direkter, stumpfer Gewalteinwirkung betroffen. Oft ist es harmlos. Bei starken Schmerzen sollte dennoch unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden, um weitere Schädigungen der Kniestrukturen oder Knochenbrüche auszuschließen. Unter der Kniescheibe befinden sich eine Vielzahl von Weichteilstrukturen und Knochen, die je nach Ausmaß des Bone Bruise in Mitleidenschaft gezogen werden.

Oft ist nur das Fettgewebe betroffen. Jedoch können auch kleine Blutgefäße und die Gelenkkapsel beschädigt werden, wobei es zum Einbluten in das Kniegelenk und einem schmerzhaften Hämatom kommt. Das Knie schwillt an, überwärmt und kann mitunter nach außen sichtbar blau-rötlich verfärbt erscheinen. Da es für eine Vielzahl alltäglicher Bewegungen genutzt wird, kommt es durch den Schmerz zu starken Bewegungseinschränkungen. Zur Behandlung müssen auch hier die typischen Sofortmaßnahmen unmittelbar nach Zuzug der Verletzung erfolgen. Schmerzmittel können als Tablette oder Creme auf dem Knie zum Einsatz kommen. Bei ausgeprägten Hämatomen kann mit einer Kanüle der Erguss im Knie größtenteils abgesaugt werden.

Lesen Sie hier mehr zum Thema: Prellung am Knie

Bone Bruise an der Schulter

Ein Bone Bruise der Schulter tritt vor allem bei Sportarten mit intensivem Körperkontakt auf oder bei Stürzen, bei denen die Betroffenen, ohne sich abzustützen, auf die Schulter fallen. Schnell können sich blau-rötliche, von außen sichtbare Verfärbungen bilden. Bei starken Schmerzen sollte durch einen Arzt eine Verletzung des Schulterblatts, des Schlüsselbeins, Oberarmknochens oder auch der Sehnen und Muskeln im Schultergürtel ausgeschlossen werden.

Auch bei der Schulter müssen die Sofortmaßnahmen durchgeführt werden, um den Bluterguss im Vorhinein einzudämmen. Lediglich die Hochlagerung kann hier nur unter Umständen erfüllt werden. In schwereren Fällen kann es sein, dass der Arm durch einen Verband oder eine Schlinge ruhig gestellt werden muss. In den meisten Fällen sind lediglich große Rotationsbewegungen in der Schulter zu unterlassen.

Lesen Sie mehr zum Thema unter Schulterprellung.

Bone Bruise am Sprunggelenk

Bone Bruises im Sprunggelenk treten oft bei Ballsportarten auf, können aber auch durch Unfälle und anderweitige stumpfe Gewalteinwirkungen auf den Fuß verursacht werden. Sie sind nicht zu verwechseln mit Bandschädigungen, zum Beispiel beim Umknicken. Diese verursachen einen ähnlichen Schmerz, oft auch mit Blutergüssen und Verfärbungen der Haut.

Das Auftreten und Laufen ist bei einem Bone Bruise behindert. Nach zwei bis drei Wochen spätestens müssten die meisten Beschwerden von selbst abklingen. Hier sind die Sofortmaßnahmen von großem Nutzen. Wird die nötige Ruhe zur Abheilung jedoch nicht eingehalten, kann sich der Prozess bis auf Monate hinauszögern und mit ständigen Schmerzen einhergehen.

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Bone Bruise am Ellenbogen

Durch seine prominente Lage am Arm ist der Ellenbogen ebenfalls anfällig für Prellungen des Knochens. Um sich einen Bone Bruise zuzulegen, bedarf es am Ellenbogen nicht einmal eines Unfalls oder sportlicher Aktivität. In den meisten Fällen treten nach der Prellung lediglich ein Druckschmerz und ein leichter Bewegungsschmerz auf. Bei starken, quälenden Schmerzen muss ein Arzt aufgesucht und häufig auch ein radiologisches Bild gemacht werden.

Bei schweren Prellungen muss der Arm geschont und gekühlt werden. Danach helfen lediglich Abwarten und unter Umständen schmerzstillende Medikamente. Bei Bone Bruises am Ellenbogen kann die Gelenkstruktur in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch Verletzungen am Schleimbeutel innerhalb des Gelenkes sind denkbar. Ist eine dieser Strukturen beschädigt, wird der Heilungsprozess langwieriger.

Bone Bruise am Fersenbein

Da das Fersenbein täglich dem Körpergewicht ausgesetzt und von einer polsternden Fettschicht umgeben ist, sind Prellungen eher selten. Vor allem bei Sportarten die hohe Gewichte oder Sprünge beinhalten, kommen Bone Bruises am Fersenbein hauptsächlich vor. Schmerz bei Druck auf die Ferse spricht für eine vorliegende Prellung. Je nach Ausprägung des Schmerzes und bei Vorliegen eines Blutergusses ist das Ausmaß der Verletzung einzuschätzen. Zur vollständigen Abheilung sollten belastende Sportarten ausgesetzt werden und der Fuß entlastet und geschont werden. Auch bei diesem Bone Bruise hilft vor allem Abwarten in einer Kombination mit schmerzlindernden Medikamenten.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 31.07.2018
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