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Eisenmangel-Test

Einleitung

Unter allen Mangelerscheinungen gehört der Eisenmangel zu den häufigsten Formen. Im Allgemeinen kann davon ausgegangen werden, dass ungefähr 30% der Bevölkerung trotz ausreichender Eisenquellen, mindestens einmal im Leben unter einem Eisenmangel leidet. Vor allem junge Frauen und werdende Mütter sind besonders häufig vom Eisenmangel betroffen. Grund dafür ist die Tatsache, dass Eisen im Organismus vornehmlich zur Bildung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) genutzt wird. Während der monatlichen Regelblutung verlieren junge Frauen vergleichsweise große Mengen dieser Blutkörperchen, die vom Organismus ersetzt werden müssen. Darüber hinaus steigt der Eisenbedarf während der Schwangerschaft um ein Vielfaches an und kann durch die Nahrungsaufnahme kaum ausgeglichen werden. In Folge dessen entwickelt sich bei den betroffenen Frauen häufig ein ausgeprägter Eisenmangel. Die Auswirkungen dieses Eisenmangels zeigen sich in der Regel nicht sofort, sondern schleichen sich mit der Zeit ein. Spezielle Tests können dabei helfen, einen Eisenmangel schnell anzuzeigen und die Zeit bis zum Behandlungsbeginn zu verkürzen.

Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel Folgen von Eisenmangel.

Eisenmangel-Test

Ein ausgeprägter Eisenmangel kann sich vielfältig auf die normalen Vorgänge des Organismus auswirken. Aus diesem Grund sollte ein bestehender Eisenmangel schnellstmöglich als solcher identifiziert und behandelt werden. Verschiedene Tests, die entweder online durchgeführt, in der Apotheke erworben oder beim Arzt veranlasst werden können, sollen dabei helfen einen Eisenmangel schnell und gezielt zu entdecken. Personen, die auf Grund von körperlichen Beschwerden vermuten, an Eisenmangel zu leiden, können in speziellen Online-Eisenmangel-Tests prüfen, ob die wahrgenommene Symptomatik zu einem Eisenmangel passt. Bei diesem Test, werden verschiedene Fragen bezüglich der Lebensgewohnheiten gestellt und anhand der eingegebenen Daten ein individuelles Risiko errechnet. Der typische Eisenmangel-Test fragt beispielsweise danach, ob die Testperson zu einer der Risikogruppen gehört.

Vor allem Kinder und Jugendliche, junge Frauen, werdende Mütter, Senioren, Ausdauer- und Leistungssportler, Blutspender, Vegetarier und Veganer gehören zu den klassischen Risikogruppen.

Darüber hinaus erfragt ein solcher Eisenmangel Test, ob Medikamente, die den Eisengehalt im Blut senken können (beispielsweise Salicylate, entsäuernde Magenmittel oder Lipidsenker) eingenommen werden. Auch die von der Testperson wahrgenommenen Beschwerden spielen beim Online-Eisenmangel-Test eine entscheidende Rolle.

Ausgeprägter Eisenmangel führt bei den betroffenen Personen schnell zu Müdigkeit oder Konzentrationsproblemen, Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen, Kälteempfindlichkeit, Herzrasen, Schwindel, Atemnot, Vergesslichkeit und Blässe. Bei einem positiven Testergebnis sollte dringend geprüft werden, ob tatsächlich ein Eisenmangel vorliegt.

Welcher Test aus der Apotheke?

Neben den gängigen Online-Eisenmangel-Tests, können auch spezielle Produkte aus der Apotheke dabei helfen einen Eisenmangel als solchen zu identifizieren. Personen, die vermuten an Eisenmangel zu leiden, fragen sich bei der Fülle an Angeboten jedoch häufig, welcher Test aus der Apotheke am einfachsten angewendet werden kann.

In der Regel kann davon ausgegangen werden, dass ein Eisenmangel-Test, der in der Apotheke erworben werden kann, eine adäquate Aussage darüber treffen kann, ob eine Mangelversorgung vorliegt. Bei einem positiven Testergebnis sollte dennoch ein Arzt aufgesucht und eine herkömmliche Blutuntersuchung durchgeführt werden. Die Beantwortung der Frage, welcher Test aus der Apotheke dabei der Beste ist, hängt von der betroffenen Person ab.

Vor allem ein Eisenmangel-Test, bei dem der Eisengehalt des Blutes mit Hilfe eines kleinen Stichs in die Fingerkuppe, ähnlich wie bei den gängigen Blutzuckertests, nachgewiesen werden kann, finden häufig Anwendung. Vor der Anwendung eines Eisenmangel-Tests aus der Apotheke muss die Fingerkuppe mit einer desinfizierenden Lösung gereinigt werden. Im Anschluss daran kann mit der zum Test gehörenden Lanzette der Stich in die Fingerkuppe vorgenommen werden. Die ersten Blutstropfen müssen mit einem sauberen Tuch abgewischt und dürfen nicht für den Eisenmangel-Test aus der Apotheke verwendet werden. Anschließend muss das in der Probenpackung beiliegende Entnahmeröhrchen auf den Finger angesetzt und solange dort belassen werden, bis sich das Teströhrchen vollständig (Markierung beachten) gefüllt hat.

Nach der Blutentnahme kann die Probe verschlossen und an das zuständige Labor versendet werden. Auch bei diesem Eisenmangel-Test aus der Apotheke muss beachtet werden, dass die Probe nicht zu warm gelagert und unmittelbar nach der Entnahme an das Labor versendet wird. Andernfalls können sich die zu überprüfenden Werte verändern und eine adäquate Aussage über das mögliche Vorliegen eines Eisenmangels unmöglich machen.

Wie zuverlässig ist der Test?

Da der Eisenmangel-Test aus der Apotheke nicht beim Hausarzt durchgeführt wird, fragen sich viele Anwender, wie zuverlässig der Test überhaupt ist. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass auch ein Eisenmangel-Test aus der Apotheke eine zuverlässige Aussage darüber treffen kann, ob ein Eisenmangel vorliegt. Bei einem positiven Testergebnis sollte dennoch ein Arzt aufgesucht und ein weiterer Bluttest durchgeführt werden. Grund dafür ist die Tatsache, dass mögliche Anwendungsfehler den genauen Eisengehalt im Blut verfälschen können. Es kann zwar eine Aussage bezüglich eines möglicherweise vorliegenden Eisenmangels getroffen werden, die exakte Ausprägung dieses Eisenmangels kann jedoch unter Umständen verfälscht sein.

Darüber hinaus muss bei einem Eisenmangel Test aus der Apotheke beachtet werden, dass es sich bei der Probe lediglich um sogenanntes kapillares Blut handelt. Bei einem Eisenmangel-Test, der beispielsweise beim Hausarzt durchgeführt wird, wird eine venöse Blutabnahme durchgeführt. Der Eisengehalt kann, wenn auch nur geringfügig, zwischen kapillarem und venösem Blut schwanken.

Bei welchem Arzt kann man sich testen und wie macht er den Test?

Welcher Arzt den Test bezüglich eines möglicherweise vorliegenden Eisenmangels durchführt, hängt vor allem davon ab, welcher Facharzt durch den betroffenen Patienten aufgesucht wird. Grundsätzlich kann jeder Facharzt eine geeignete Blutabnahme durchführen und diese zum Eisenmangel-Test in ein medizinisches Labor senden. Im Allgemeinen sollte jedoch davon ausgegangen werden, dass die Durchführung von einem Eisenmangel-Test beim ambulanten Patienten dem Hausarzt obliegt.

Bei Verdacht auf das Vorliegen eines Eisenmangels umfasst der ärztliche Test mehrere Schritte. Vor allem ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) kann dabei helfen, die Verdachtsdiagnose „Eisenmangel“ zu stellen. Während dieses Arzt-Patienten-Gesprächs spielen die Beschwerden, die der Patient bei sich selbst bemerkt, eine entscheidende Rolle.

Nach dem Arzt-Patienten-Gespräch sollte die Verdachtsdiagnose erhärtet und andere Ursachen für die Entstehung dieser Beschwerden ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund sollte der behandelnde Arzt eine orientierende körperliche Untersuchung durchführen. Vor allem das Abhören von Lunge und Herz spielen dabei eine entscheidende Rolle. Sobald andere Ursachen für das Auftreten der Beschwerden ausgeschlossen werden konnten, erfolgt in der Regel eine Blutuntersuchung.

Beim klassischen Eisenmangel-Test wird dafür zumeist die Abnahme venösen Blutes veranlasst. Die Blutproben müssen bis zum Transport ins Labor so gelagert werden, dass die für den Test relevanten Blutwerte nicht beeinflusst werden. Der klassische Eisenmangel Test im Labor umfasst die Untersuchung von drei wichtigen Parametern. Neben der Anzahl an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) zeigen sich auch die Hämoglobin-Konzentration und der sogenannte Hämatokrit bei einem Patienten mit Eisenmangel als deutlich vermindert. Das beim Eisenmangel-Test untersuchte Absinken der roten Blutkörperchen kann dadurch erklärt werden, dass Eisen im Organismus vor allem für die Bildung der Erythrozyten verwendet wird. Aus diesem Grund kommt es bei einem ausgeprägten Eisenmangel auch zum Absinken der Hämoglobin-Konzentration (roter Blutfarbstoff der Erythrozyten). Darüber hinaus sollte im Zuge des Eisenmangel-Tests das sogenannte Transferrin im Blut ermittelt werden. Es handelt sich dabei um ein in der Leber gebildetes Transportprotein, welches für den Transport von Eisen im Blutplasma verantwortlich ist. Bei einem ausgeprägten Eisenmangel ist dieses Transportprotein ohne gebundenes Eisen typischerweise erhöht.

Weitere Informationen

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Weitere allgemeine Informationen:

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Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 25.12.2018
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