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Hautausschlag bei Röteln

Definition

Die klassische Kinderkrankheit „Röteln wird vom Rötelnvirus verursacht und führt zu einem typischen Hautausschlag, den man auch als Rötelnexanthem bezeichnet. Nur circa 50 % der Infizierten zeigen Symptome. Das Rötelnexanthem zeigt sich wenige Tage nachdem Symptome wie Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie eine leichte Temperaturerhöhung bis 38°C auftreten. Der Ausschlag wird als makulopapupulös bezeichnet, was bedeutet, dass sich sowohl kleine flache Flecken, Macula, als auch erhabene Hauterscheinungen, Papeln, finden lassen. Es ist fein- bis mittelfleckig und rot. Der Ausschlag beginnt am Kopf hinter den Ohren und geht dann auf den Rumpf sowie die Gliedmaßen über, in der Region des Kopfes und Halses sowie Nackens scheint er am dichtesten zu sein.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter: Hautausschlag an der Stirn

Der Hautausschlag bei den Röteln bildet sich in der Regel nach circa 3 Tagen wieder zurück und heilt für die Haut folgenlos ab.Um Kinder vor der Erkrankung zu schützen, können Eltern sie auch dagegen impfen lassen.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Impfung gegen Röteln

Doch nicht nur die Röteln verursachen einen Hautausschlag, auch andere Erkrankungen kommen dafür infrage. Eine wichtige sind z.B. die Masern.

Ursachen

Die Ursache für die Röteln ist das Rötelnvirus. Dieses Virus wird ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen. Es kann auch während einer Schwangerschaft von der Mutter auf das ungeborene Kind übertragen werden. Ansonsten erfolgt die Übertragung über eine Tröpfcheninfektion, was bedeutet, dass das Virus über kleine Sekrettröpfchen aus den menschlichen Atemwegen, beispielsweise beim Niesen, Sprechen oder Husten, übertragen wird. Betroffene sind bis zu 7 Tage vor und 7 Tage nach Auftreten des Hautausschlags bei Röteln ansteckend! Der Hautausschlag selbst entsteht als eine Reaktion des Immunsystems auf Bestandteile des Virus.

Ein Hautausschlag bei Kindern kann selbstverständlich auch noch viele weitere Ursachen haben.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Hautausschlag bei Kindern

Diagnose

Die Diagnose der Röteln erfolgt in der Regel als klinische Diagnose. Das bedeutet, dass aus der körperlichen Untersuchung und dem Erfragen der Symptome heraus die Diagnose gestellt werden kann. In Abgrenzung dazu müssen andere Kinderkrankheiten wie beispielsweise die Ringelröteln, Masern oder das Dreitagefieber bedacht werden. Diese äußern sich jedoch durch andere Symptome sowie ein anderes Aussehen des Hautausschlags.

Im Blutbild ist bei den Röteln eine Verringerung der weißen Blutkörperchen zu sehen. Sollte die klinische Diagnose nicht ganz eindeutig sein, kann ein Erregernachweis erfolgen.

Begleitende Symptome

Typisch ist ein sogenanntes Prodromalstadium, also quasi eine Vorstufe der Erkrankung, bevor der Hautausschlag bei Röteln auftritt. Das Prodromalstadium besteht aus Symptomen wie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen. Darüber hinaus treten Kopf- und Gliederschmerzen auf.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Hautausschlag und Gelenkschmerzen

Das Allgemeinbefinden ist in der Regel nicht besonders stark eingeschränkt. Eine leichte Temperaturerhöhung bis 38°C ist ebenfalls typisch. Die Lymphknoten im Nacken und am Hals können vergrößert sein, sind aber schmerzlos. Bei circa 50% der Betroffenen ist zusätzlich die Milz vergrößert.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Hautausschlag nach Fieber

Therapie des Hautausschlags

Da die Röteln von einem Virus verursacht werden, sind Antibiotika unwirksam. Antivirale Medikamente gegen das Rötelnvirus existieren jedoch auch nicht, weshalb die Therapie rein symptomatisch erfolgt. Dabei kommen fiebersenkende Mittel und entzündungshemmende Schmerzmittel zum Einsatz.

Auch eine spezielle Therapie des Hautausschlags existiert nicht, diese ist jedoch auch nicht notwendig. Der Hautausschlag verschwindet nach circa 3 Tagen wieder und heilt folgenlos ab. Es handelt sich bei diesem um eine Immunreaktion des Körpers. Jegliche Cremes oder Salben, die versprechen, den Ausschlag schneller zu beseitigen, sind unwirksam und sollten nicht angewendet werden. Auch Hausmittel oder Ähnliches können den Hautausschlag nicht beseitigen. Man muss sich diesen wie eine systemische Reaktion, also etwas, das vom Inneren des Körpers herrührt, vorstellen. Dieser verschwindet, sobald das körpereigene Immunsystem die Viruserkrankung bekämpft hat.

Dauer des Hautausschlags

Der Hautausschlag bei Röteln bildet sich sehr schnell wieder zurück. Die Dauer kann zwar von Patient zu Patient leicht variieren, sie betrögt jedoch durchschnittlich etwa 3 Tage. Die begleitenden Symptome können bis zu 7 Tage vorhanden sein, Gelenkschmerzen können auch noch einige Wochen nach Abheilen des Hautausschlages anhalten.

Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen

Der Hautausschlag bei Röteln ist nicht abhängig davon, ob ein Kind oder ein Erwachsener betroffen ist. Das typische Rötelnexanthem zeigt sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen dasselbe Aussehen. Leichte Variationen sind von Patient zu Patient selbstverständlich möglich. Es handelt sich jedoch in der Regel um einen fein- bis mittelfleckigen, rötlichen Hautausschlag, der hinter den Ohren und am Kopf beginnt und sich dann auf den Rumpf und die Gliedmaßen ausbreitet.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: Röteln beim Erwachsenen

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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