Lebenserwartung bei Wasser in der Lunge

Einleitung

Bei einigen Erkrankungen treten Lungenödeme (Wasser in der Lunge) auf und können aufgrund von Atemnot zu starken Beeinträchtigungen führen. Wenn es zu einer immer weiteren Wasserretention in der Lunge kommt, kann ein Lungenödem auch einen tödlichen Verlauf annehmen.
In der Regel ist der Verlauf der Grunderkrankung für den weiteren Verlauf und die Lebenserwartung entscheidend. Deswegen kann nicht über die Lebenserwartung bei Lungenödem gesprochen werden, ohne die Ursache bzw. die Grunderkrankung zu berücksichtigen.

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Was beeinflusst die Lebenserwartung positiv?

In jedem Fall sollte eine rechtzeitige Behandlung beim Arzt begonnen werden, damit eine Ursachenabklärung stattfinden kann. Denn ohne bekannte Ursache lässt sich das Lungenödem nur schwer behandeln.
Bei bekannter Ursache ist es ratsam, sich Wissen über die Grunderkrankung anzueignen. Viele Grunderkrankungen lassen sich durch Sport, eine Gewichtsabnahme und eine gesunde Ernährung positiv beeinflussen, wie z.B. die Herzinsuffizienz, die eine häufige Ursache eines Lungenödems darstellt. In der Regel kommt es durch eine Verbesserung der Grunderkrankung zu einer Verbesserung des Lungenödems und der Lebenserwartung. Zur Unterstützung kann man hierzu auch einen Ernährungsberater ansprechen.
Sowohl bei Herzinsuffizienz als auch bei Niereninsuffizienz ist es zudem wichtig auf den Wasserhaushalt zu achten. Man sollte nicht zu wenig und nicht zu viel trinken, damit sich das Wasser nicht noch mehr in Lunge oder anderen Geweben ansammelt. Zudem macht ein konstantes Trinkverhalten und ein regelmäßiges Wiegen die Medikamenteneinstellung einfacher.
Wichtig sind des Weiteren regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt, gegebenenfalls auch beim Facharzt, um etwaige Bedrohungen rechtzeitig zu erkennen.

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Was beeinflusst die Lebenserwartung negativ?

Auf keinen Fall sollte bei einem bestehenden Lungenödem geraucht werden. Durch das Rauchen wird die Sauerstoffversorgung schlechter. Eine akute Verschlechterung der Beschwerden ist möglich.
Des Weiteren wirkt sich eine Lungenentzündung negativ auf die Lebenserwartung aus. Ohne Behandlung des Lungenödems kommt es in der Regel zu einer Lungenentzündung. Diese kann tödlich verlaufen. Deswegen sollte bei Verdacht auf eine Lungenentzündung sofort eine intensivmedizinische Behandlung erfolgen.
Bergwanderungen sollten unterlassen werden. In der Höhe sinkt der Sauerstoffpartialdruck, was aufgrund der schlechteren Sauerstoffversorgung zu einer Verstärkung der Symptome führt. Außerdem kann es auch bei Gesunden in großen Höhen zu akuten Lungenödemen kommen. Auch andere sportliche Tätigkeiten, welche die Lunge stark beanspruchen, sollten unterlassen werden. Je nach Ursache für das Lungenödem bzw. Grunderkrankung gibt es noch viele weitere Faktoren, welche die Grunderkrankung negativ beeinflussen und sich damit auch negativ auf das Lungenödem auswirken.

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Lungenödem

Bei Krebs

Vor allem bei Lungenkrebs und Lungenmetastasen kommt es aufgrund einer Wasserretention zu einem Lungenödem.
Bei einer fortgeschrittenen Krebserkrankung kann es auch zu einer systemischen Wassereinlagerung im gesamten Körper kommen und somit auch zu einer Wasseransammlung in der Lunge, einem Lungenödem. Die Lebenserwartung bei einer so weit fortgeschrittenen Krebserkrankung ist schlecht.
Allerdings bestehen große individuelle Unterschiede, da die Therapien je nach Krebsart und persönlicher Konstitution ansprechen und die Lebenserwartung verlängern können.

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Bei Brustkrebs

Bei Brustkrebs kommt es typischerweise nicht zu einem Lungenödem.
Im fortgeschrittenen Stadien metastasiert Brustkrebs vor allem in die Lunge und ist dann in der Regel nicht mehr heilbar, während in frühen Stadien ohne Metastasierung hingegen noch sehr gute Heilungschancen bestehen. Durch die Metastasen in der Lunge kann es zu einem Lungenödem kommen. Meistens handelt es sich dann bereits um ein weit fortgeschrittenes Stadium mit einer stark eingeschränkten Lebenserwartung.

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Bei Lungenkrebs

Bei Lungenkrebs ist die Lunge auf vielfache Weise eingeschränkt und beschädigt. Das Lungenödem tritt in einem Komplex mit vielen anderen Folgen und Symptomen auf.
Auch beim Lungenkrebs ist die Lebenserwartung stark davon abhängig, wie das Tumorwachstum und die Beschwerden durch Medikamente beeinflusst werden können. In Anfangsstadien ist Lungenkrebs noch heilbar. Häufig wird Lungenkrebs jedoch in einem späteren Stadium erkannt. Im Schnitt leben nach 5 Jahren noch 10-20% der an Lungenkrebs Erkrankten.

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Bei Metastasen

Die Lunge ist ein Organ, in welches häufig andere Tumore metastasieren und im weiteren Verlauf Beschwerden verursachen. Bei Metastasen sind die Therapiemöglichkeiten leider sehr eingeschränkt und die Erkrankung ist nicht mehr heilbar.
Medikamente können das Fortschreiten und die Symptome der Metastasen positiv beeinflussen und die Lebenszeit verlängern. Wie gut sich die Lebenszeit durch Therapien verlängern lässt, ist individuell sehr verschieden. Außerdem ist es davon abhängig, um was für eine Art von Metastase es sich handelt.

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Bei Leberzirrhose

Die Leberzirrhose ist eine Funktionsstörung der Leber. Unter anderem ist Proteinbildung gestört, so dass sich im Blut zu wenig Proteine befinden. Hierdurch sinkt der onkotische Druck des Blutes, so dass das Blut nicht mehr so viel Wasser zieht. Das übrige Wasser verbleibt in den Organen, so auch in der Lunge.
Das Lungenödem korreliert in seiner Ausprägung ungefähr mit der Schwere der Leberzirrhose. Trotzdem ist bei einem Lungenödem aufgrund einer Leberzirrhose das Stadium der Leberzirrhose ausschlaggebend für die Lebenserwartung. Im ersten Stadium ist die Lebenserwartung noch sehr gut. Im letzten Stadium versterben über 60% im Verlauf des nächsten Jahres.

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Autor: Dr. Nicolas Gumpert
Veröffentlicht: 25.07.2018 - Letzte Änderung: 11.08.2021
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