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Mitesser - So werden Sie sie los!

Definition

Mitesser werden auch als Komedonen bezeichnet. Dabei handelt es sich um Hautunreinheiten in Form eines schwärzlichen oder weißen Pfropfes, der die Öffnung einer Talgdrüse auf der Haut verstopft.

Vor allem auf talgreichen Hautpartien, wie Stirn, Nase oder Kinn, kommen Mitesser besonders häufig vor. Mitesser sind harmlos und stellen primär ein kosmetisches Problem dar. Nicht nur Jugendliche sind von Komedonen betroffen, die lästigen Hautunreinheiten kommen in jedem Alter vor.

Ursachen von Mitessern

Mitesser entstehen dann, wenn der in einer Talgdrüse produzierte Talg nicht mehr abfließen kann und die Öffnung verstopft. Das passiert entweder durch eine erhöhte Talgproduktion (Seborrhoe) oder eine Verhornungsstörung der Haut (Hyperkeratose), bei der Hautschuppen die Talgdrüsen verstopfen.

Vor allem Jugendliche leiden während der Pubertät unter Mitessern und anderen Hautunreinheiten, da es durch die Hormonumstellung zu einer erhöhten Talgproduktion kommt. In der Folge kann der Talg nicht mehr abfließen und staut sich im Ausführungsgang der Talgdrüse an. Ab einer gewissen Größe ist der angestaute Talg mit freiem Auge als weiß-gelblicher Pfropf zu erkennen. Der Mitesser wird dann als „White head“ oder geschlossener Mitesser bezeichnet.

Mit der Zeit öffnet sich der Mitesser und verfärbt sich schwarz, da der Talg an der Luft oxidiert und sich mit Melanin (dem dunklen Farbstoff der Haut) vermischt („Black head“ oder offener Mitesser).

In manchen Fällen können zusätzlich Bakterien in die Talgdrüse eindringen und zu einer Entzündung führen, wodurch eitrige Pickel und Pusteln entstehen. Jeder Pickel nimmt seinen Ausgang also in einem Mitesser.

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Viele Menschen glauben irrtümlich, dass eine unzureichende Körperhygiene Ursache für die Entstehung von Mitessern ist. Das ist falsch und oftmals führt sogar zu viel Seife dazu, dass die Haut aus dem Gleichgewicht gerät und Mitesser entstehen. Eine ungesunde Ernährung (zu viel Zucker und zu fettig) kann zur verstärkten Bildung von Hautunreinheiten beitragen, ist allerdings nicht die alleinige Ursache dafür. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine ausreichende Wasserzufuhr können allerdings den Körper entgiften und das Hautbild verbessern.

Erfahren Sie dazu mehr unter: Unreine Haut - Ursachen und Behandlung

Wie kann man Mitesser am besten entfernen?

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie man die lästigen Mitesser am besten entfernen kann. Die schwarzen Punkte sollten allerdings nicht einfach mit den Fingern ausgedrückt werden, da ansonsten leicht Krankheitserreger in die Talgdrüse eindringen können und zu einer Infektion führen.

In der Apotheke und im Drogeriemarkt gibt es zahlreiche Produkte, die gegen Mitesser wirken sollen. Die Auswahl reicht von:

  • Cremes, Masken und Gesichtswasser
  • bis hin zu speziellen Geräten, wie Komedonenquetscher oder Vakuumsauger.
  • Es gibt aber auch einige Hausmittel wie Teebaumöl, Heilerde oder Zinksalbe, die gegen Mitesser helfen.

Mitesser lassen sich am besten mit einer konsequenten und milden Gesichtsreinigung entfernen. Vor allem für Frauen ist es wichtig, dass sie Make-up Reste jeden Abend vor dem Schlafengehen gründlich entfernen, da es ansonsten zu verstopften Poren kommt. Regelmäßige Peelings unterstützen ein klares Hautbild und wirken gegen Mitesser.

Wenn ein Mitesser gezielt entfernt werden soll, hilft es, die Poren vor der Behandlung mit einem warmen Handtuch oder einem Dampfbad zu öffnen. Anschließend kann man eine reinigende Maske auftragen oder den Mitesser mit einem Gerät (Vakuumsauger oder Komedonenquetscher) entfernen.

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Gesichtsmaske gegen Mitesser

Ein wirksames Mittel gegen Mitesser sind Gesichtsmasken. In letzter Zeit gibt es einen regelrechten Hype um die schwarzen Peel-off Masken zur Entfernung von Mitessern. Diese Maske enthält Aktivkohle oder Mineralschlamm und dient der Tiefenreinigung der Haut. Die Paste wird großzügig auf das Gesicht bzw. auf die gewünschte Hautpartie aufgetragen und man lässt sie anschließend für etwa 30 Minuten trocknen. Danach kann die Maske einfach von der Haut abgezogen werden. Die Mitesser kleben optimalerweise an der Maske und werden durch das Abziehen einfach mit aus der Haut gezogen. Vor dem Kauf sollte allerdings die Inhaltsliste der Maske auf schädliche Stoffe geprüft werden, das empfiehlt sich gerade bei Käufen im Internet. Außerdem darf die Maske nicht bei Akne oder Allergien angewandt werden.

Man kann Masken gegen Mitesser auch einfach selbst zuhause anmischen. Eine wirkungsvolle Maske gegen Hautunreinheiten ist eine Mischung aus Zitronensaft, Joghurt und Honig. Alternativ kann man auch eine Paste aus Natron und Wasser herstellen und diese dick auf das Gesicht auftragen. Nach dem Trocknen werden die angetrockneten Reste gründlich abgewaschen. Zur Behandlung bzw, Vorbeugung von Mitessern wird empfohlen, dass die Maske (egal für welche man sich entscheidet) ein bis zwei Mal pro Woche angewandt wird.

Kosmetische Geräte zur Entfernung von Mitessern

Eigens zur Entfernung von Mitessern dient der Komedonenquetscher oder auch „Black Head Remover“ genannt. Dabei handelt es sich um ein Gerät aus Stahl, das vorne eine Art Schlaufe (Loop) und hinten eine platte Seite hat. Mit der platten Seite können Mitesser ausgequetscht werden. Der Loop dient dem Entfernen reifer Pickel. Das Gerät funktioniert mit ein bisschen Übung sehr gut, allerdings muss man es vorsichtig anwenden. Bei zu starkem Aufdrücken kann es schnell passieren, dass der Talg in die Haut gequetscht wird, sich entzündet und die Haut am Ende noch schlimmer aussieht als zuvor. Nach jeder Anwendung muss der Komedonenquetscher gereinigt und am besten mit Alkohol desinfiziert werden.

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Mitesser-Vakuum-Sauger

Seit neuestem gibt es spezielle Geräte, mit denen die Entfernung der Mitesser leicht und hygienisch gelingen soll. Dabei handelt es sich um sogenannte Mitesser-Sauger, die unter Vakuum Schmutz und Verstopfungen aus der Haut saugen sollen. Vor der Anwendung wird das Gesicht mit einem warmen Handtuch behandelt, um die Poren zu öffnen. Die Geräte funktionieren einfach und relativ gut. Allerdings darf nicht zu lange an der gleichen Stelle gesaugt werden, da es ansonsten zu kleinen Blutergüssen und geplatzten Äderchen kommen kann. Nach dem Gebrauch sollte das Gerät gründlich gereinigt und eventuell auch desinfiziert werden, um Infektionen bei der nächsten Anwendung zu vermeiden.

„Mitesser-Killer“

Bestimmte Mittel gelten als „Mitesser-Killer“. So soll beispielsweise eine Paste aus Zahnpasta und Alkohol wahre Wunder bewirken und die verstopften Poren schnell von Mitessern befreien. Von der Anwendung solcher Mitesser-Killer ist allerdings abzuraten, da es sich oft um sehr aggressive Mischungen handelt, welche die Haut schädigen können.

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Sollte ich sie selbst ausdrücken?

Mitesser sollten am besten mit speziellen Komedonenquetschern ausgedrückt werden, da ansonsten leicht Bakterien in die Haut gelangen und zu entzündeten Pickeln führen. In seltenen Fällen kann dadurch auch ein Abszess entstehen. Dabei handelt es sich um eine abgekapselte Eiteransammlung, die zu weiteren Komplikationen (beispielsweise eine Blutvergiftung oder ein Hirnabszess) führen kann. Es wird im Allgemeinen davon abgeraten, Mitesser mit viel Druck auszuquetschen, da dadurch auch entzündlicher Talg in das umgebende Gewebe gepresst wird und es zu einer Entzündung führen kann.

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Mitesser in der "T-Zone"

Mitesser auf der Nase

Besonders häufig bilden sich Mitesser an der Nase. Neben der Stirn und dem Kinn zählt die Nase zur sogenannten T-Zone. Dabei handelt es sich um Bereiche der Gesichtshaut, in denen besonders viele Talgdrüsen vorkommen. In der Folge wird hier vermehrt Talg produziert und die Hautporen verstopfen leichter, wodurch die Entstehung von Mitessern und anderen Hautunreinheiten begünstigt wird. Die Mitesser auf der Nase können mit speziellen Peelings und Cremes entfernt werden.

Nicht immer handelt es sich bei den vermeintlichen Mitessern auf der Nase auch wirklich um solche. Häufig werden Mitesser mit sogenannten Follikel-Filamenten (Sebaceous Filaments) verwechselt. Das sind Ablagerungen in den Poren, die harmlos sind und nicht als Hautunreinheiten zu betrachten sind. Im Vergleich dazu sind Mitesser viel größer und treten meist einzeln im Gesicht auf.

Aus Follikel-Filamenten bilden sich keine störenden Pickelchen, ganz im Gegenteil: diese Ablagerungen sind wichtig für das natürliche Gleichgewicht der Haut und die Talgproduktion.

Mitesser auf der Stirn

Auf der Stirn befinden sich viele Talgdrüsen, wodurch die Poren leicht verstopfen können. Häufig bilden sich aus diesem Grund dann auf der Stirn Mitesser. Um die Mitesser auf der Stirn zu beseitigen, eignen sich hier besonders gut sogenannte Anti-Mitesser-Streifen. Dabei handelt es sich um klebende Strips, die auf die feuchte Haut aufgetragen werden. Nach dem Trocknen werden die Streifen entfernt und die Mitesser bleiben optimalerweise einfach daran haften. Zusätzlich werden abgestorbene Hautschüppchen entfernt und dadurch das Hautbild verfeinert.

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Mitesser am Kinn

Auch das Kinn zählt neben der Nase und der Stirn zu talgreichen T-Zone im Gesicht. Begünstigt wird das Entstehen der Mitesser auch dadurch, wenn man sich häufig mit den Händen ins Gesicht fährt. An den Händen befinden sich immer Bakterien, egal wie oft man sich die Hände wäscht. Tiefenreinigende Masken und Waschlotionen helfen dabei, die Hautunreinheiten zu entfernen.

Symptome von Mitessern

Mitesser sind als kleine schwarze oder weiße Punkte, die in der Haut liegen, erkennbar. Bei Mitessern handelt es sich um harmlose Hautunreinheiten, die an sich keinen Krankheitswert besitzen und auch nur selten mit anderen Symptomen einhergehen. In manchen Fällen können sich die Mitesser entzünden und es bilden sich eitrige Pickel oder Papeln. Wenn die Pusteln stark entzündet sind, kann es sein das nach dem Abheilen eine kleine Narbe zurück bleibt.

Hautunreinheiten und auch viele Mitesser können für die betroffenen Personen allerdings ein schweres kosmetisches Problem darstellen. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene leiden darunter und so kann eine schlechte Haut zu psychischen Problemen, einem verringertem Selbstwertbewusstsein und sogar Depressionen führen.

Diagnose von Mitessern

Mitesser können normalerweise schon auf den ersten Blick diagnostiziert werden. Die charakteristischen schwarzen Punkte sind normalerweise harmlos und die Betroffenen müssen deswegen keinen Arzt aufsuchen. Bei sehr vielen oder stark entzündeten Mitessern sollte allerdings ein Hautarzt aufgesucht werden, der mittels Blickdiagnose feststellt, ob es sich um Akne  handelt.

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Dauer von Mitessern

Bei Jugendlichen verschwinden die Mitesser normalerweise wieder, ohne dass eine Behandlung bzw. spezielle Entfernung nötig ist. In schweren Fällen, wenn sich viele Mitesser gebildet haben oder es zu einer Entzündung gekommen ist, kann der Hautarzt spezielle Salben und Waschlotionen verschreiben, die schnell zu einer Rückbildung der Mitesser führen.

Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 01.03.2019
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