Vergiftung bei Kindern

Allgemeines

Die Vergiftung (Intoxikation) stellt eine gefährliche Notfallsituation bei Kindern dar. Während bei kleinen Kindern, die z.B. an den Medikamentenschrank der Eltern gelangt sind oft nicht eruiert werden kann, welche Medikamente oder Mittel eingenommen wurden, stellt bei größeren Kindern und Jugendlichen die Alkoholintoxikation den häufigsten Notfall dar.

Erstmaßnahmen

Bei unklarer Substanz und Menge muss entweder ein Erbrechen herbeigeführt werden oder aber durch Kohlegabe evtl. über eine Magensonde die Substanz im Magen gebunden werden. Ausschlaggebend ist zum einen die Art der Substanz, zum anderen die verstrichene Zeit nach der Einnahme. Gerade erst eingenommene Substanzen können durch Erbrechen aus dem Körper befördert werden. Stark schäumende Substanzen, wie Spülmittel, dürfen nicht erbrochen werden. In extremen Situationen stellt die Blutwäsche durch eine Dialysebehandlung die einzig rettende intensivmedizinische Maßnahme dar. Nachdem Eltern die Vergiftung festgestellt haben, sollten sie unbedingt einen Notarzt rufen. Ein selbstständiges Erbrechen sollte nicht induziert werden. Erbrochenes sollte aufbewahrt und dem Rettungsdienst gezeigt werden. Bis zum Eintreffen ist das Kind zu beruhigen und die Vitalparameter regelmäßig zu überprüfen.


Qualitätssicherung durch: Dr. Nicolas Gumpert      |     Letzte Änderung: 20.02.2017
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